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Goldpreis: Die Lage, zwei Jahre nach dem Megacrash

Im April und Juni 2013 erschütterten heftige Kurseinbrüche den Goldmarkt. Von diesem Doppelschlag hat sich der Goldchart bis heute nicht erholt.

Im September 2011 erreichte der Goldpreis mit Preisen knapp oberhalb von 1.900 Dollar pro Feinunze sein bisheriges Rekordhoch. Dreieinhalb Jahre nach diesem Ereignis befindet sich das Edelmetall immer noch in der Korrekturphase. Am heutigen Dienstagmorgen kostete die Feinunze 1.212 Dollar. Das entsprach 1.108 Euro.

Der Goldchart zeigt zwei übergeordnete Abwärtsmechanismen. Der fallende 3-Jahres-Trend führt über das Allzeithoch und das Zwischenhoch im Oktober 2012. Ein zweiter, tiefer liegender Trendkanal kennzeichnet den Abwärtstrend seit Mai 2013.

Am 4-Jahres-Chart unten ist deutlich erkennbar, welchen enormen Schaden der doppelte Kursrutsch im April und Juni 2013 verursacht hat. Wir erinnern uns: Im Zeitraum zwischen dem 12. April und dem 27. Juni 2013 fiel der Goldkurs um 350 Dollar oder 22 Prozent. Von diesem Crash hat sich der Goldchart bis heute nicht erholt.

Goldpreis 07.04.15 Y4

Goldpreis in USD, 4 Jahre (Deutsche-Bank-Indikation)

 

Viele Goldanleger fragen sich, wann die Durststrecke beendet ist. Wann geht der Goldchart wieder in einen anhaltenden Aufwärtstrend über, wie wir ihn im Zeitraum von 2008 bis 2011 erlebt haben?

Der Weg ist charttechnisch klar vorgezeichnet. Er orientiert sich an den eingangs beschriebenen Trends. Wichtige Widerstandsbereiche befinden sich insbesondere um $ 1.300 sowie im Bereich zwischen $ 1.350 und $ 1.420. Erst nach einer Rückkehr über das Niveau von $ 1.550 darf man sich als Goldbug Hoffnung auf eine nachhaltige Trendumkehr machen. Immerhin: Das Fundament könnte mit dem jüngsten Doppelboden im Bereich von 1.150 Dollar gelegt sein. Allerdings hätte man auch 2014 bei Kursen um 1.200 Dollar zu einer ähnlichen Ansicht gelangen können.

Zu neuen Rekordkursen ist es also ein steiniger Weg. Und niemand sollte erwarten, dass es genauso steil nach oben geht, wie im Zeitraum nach 2008. Dennoch: Wenn man die Kursentwicklung betrachtet, die Mitte 2013 zu dem massiven Kurseinbruch führte, so können externe Effekte ohne weiteres zu einer ähnlichen Bewegung Richtung Norden führen.

Doch wie im April und Juni 2013 sind solche Ausnahme-Events aus Charts kaum abzulesen. Gold ist ein politisches Metall, das kurzfristig immer für Überraschungen gut ist. Und das gilt für Crashs und Kursexplosionen gleichermaßen. Vieles hängt nun von der weiteren konjunkturellen Entwicklung in den USA ab – und von den künftigen Inflationserwartungen. Für den Euro-Goldkurs sieht die Sache ohnehin anders aus. Hier spielte Gold seine Rolle als Versicherung gegen den Währungscrash zuletzt sichtbar aus.

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Eingetragen von am 7. Apr. 2015. gespeichert unter Charttechnik, Gold, Goldpreis, News. Sie können alle Antworten auf diesen Eintrag verfolgen über RSS 2.0. Kommentar- und Ping-Funktion derzeit deaktiviert

7 Kommentare für “Goldpreis: Die Lage, zwei Jahre nach dem Megacrash”

  1. Man kann sagen,dass man dazu nicht viel (gescheites) sagen kann.

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  2. :-))

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  3. Ist sowieso besser, wenn der Kurs derweil am Boden bleibt. Da kann man besser nachkaufen. Bei hohen Preisen ist das passé und was nutzen hohe Goldpreise, wenn man es ohnehin nicht verkaufen will. Auf hohe Goldpreise hoffen nur die Spekulanten, damit sie ihr Hab und Gut mit Gewinn an den Mann bringen.
    Zum spekulieren kauf ich mir aber auch lieber was anderes als Gold….(Aktien zB)

    0
  4. Mit Gold spekuliert man nicht. Man hofft das man es nie verkaufen muss, weil wenn ich es verkaufen dann gehts mir echt schlecht.

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    • @Kurt
      Also Gold ist ja kein Selbstzweck. Also ich kann nichts daran finden, wenn ein Teil versilbert wird und mit dem gezwungenen Auf und Ab dann noch beträchlich vermehrt wird … oder der Fall unseres lieben Guguk … der hat seinen Hort 2011 pünklich für seine Trutzburg in Nordschweden (oder Nordkorea ?!? ;)) eingetauscht … kann nichts daran bemängeln.

      Die zentralen Bankster sorgen stets für langfristig fallende Goldpreise und verhindern die Explosion, und beides seit Bretton-Woods. Das sind die Spielregeln ob sie uns passen oder nicht, doch die kann man auch zu seinem Vorteil nutzen … denn die Goldmanipulatoren trampeln so laut im Porzellanladen, dass selbt der Blinde den Weg findet ;))

      minimalem oder negativem Zins, klar iss jedem überlassen, auch ich hab das 4 Jahre mitgemacht doch dann geblickt wie der Hase läuft

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  5. Ich behaupte mal da kam die Idee mit den Goldmanipulationen auf. Paßt auch mit dem Anfang der Krisen und der Bedrohung durch Krisen zusammen. Von wem diese Manipulationen mit dem Papiergold gemacht werden, ist unsereins eigentlich egal. Ob westliche Staaten nun verhindern wollen, das die Leute ihr Geld als Gold unters Kopfkissen legen, damit sie die Kontrolle übers Gelddrucken behalten, oder die großen Banken wollen damit Kasse machen, indem sie ängstiche Kleinanleger um ihr Erspartes bringen. Wie das geht weiß ja hier jeder selber. Der Goldpreis wird somit erst durch die Decke gehen, wenn zB. die Chinesen oder die Inder eines Tages physisches Gold ordern und es ist nicht mehr genug da. Ich schätze mal so in 15- 20 Jahren. Sollten China und Indien bei dem Betrug allerdings mitspielen, kann diese Manipulation bis Pflaumpfingsten so weitergehen. Papiergold und Aktien, alles die gleiche Soße, sozusagen. Wohingegen Manipulationen bei Aktien durch staatliche Aufsichten sogar noch überwacht werden. Beim Gold ist denen das egal wie es scheint, aus bekannten Gründen.

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