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Iraker flüchten ins Gold

Goldschmuck

Gold: Für die Menschen im Irak Schmuck und Wertspeicher in einem.

In Ermangelung eines vertrauenswürdigen Bankensystems horten die Bürger im nördlichen Irak zunehmend Gold. Das äußert sich auch in den Import-Zahlen des Landes.

In den vergangenen sechs Monaten hat der Irak über die beiden im Norden des Landes gelegenen internationalen Flughäfen Sulaymaniyah und Erbil 49,4 Tonnen Gold importiert. Gegenüber dem Vorjahr entsprach dies annähernd einer Steigerung um 45 Prozent. Die Zahlen gab Bakr Aziz, Direktor des Planungsministeriums der Region Kursistan, gegenüber dem Nachrichtendienst Al-Monitor bekannt.

„Derzeit gibt es eine große Nachfrage für Gold aus der Türkei und der Gold-Region, vor allem 21-Karat Gold“, sagt Bakr Aziz. Einiges an Gold gelange auch aus Europa in den Irak, allerdings nur zu einem geringen Prozentsatz. „Der Grund, warum die Leute in so großen Mengen Gold kaufen, ist die Abwesenheit eines starken Bankensektors in der Region. Weil es hier auch keine Märkte für Wertpapiere, Aktien oder  Anleihen gibt, haben die Bürger keine andere Wahl, als Gold zu kaufen und es in ihren Häusern zu lagern“, erklärt Aziz.

Wie in anderen Ländern mit großer Goldnachfrage, benötigt auch der Irak enorme Mengen an US-Dollar, um die Importe zu finanzieren. „Während der letzten sechs Monate sind für die Goldkäufe  fast 1,5 Milliarden US-Dollar aus der Region abgeflossen“, so Aziz.

Zusätzlich seien 100 Millionen US-Dollar an Goldproduzenten außerhalb des Landes gezahlt worden, um aus dem Gold Schmuck herzustellen. Dafür kalkuliert er etwa 2 US-Dollar pro Gramm. Die rund 120 Schmuckfabrikanten in der Region Kurdistan seien in der Lage, lediglich 10 bis 15 Prozent des heimischen Bedarfs zu decken.

Aufgrund einer Anhäufung bewaffneter Überfälle auf Goldshops in Bagdad und anderen großen irakischen Städten, habe es zuletzt viele Anbieter in das ruhigere Kurdistan verschlagen. Rund 1.300 Goldläden gäbe hier mittlerweile. Die leicht verbesserte wirtschaftliche Lage in Kurdistan mit steigendem Pro-Kopf-Einkommen hätten auch die private Goldnachfrage gefördert.

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Eingetragen von am 15. Jul. 2013. gespeichert unter Asien, Gold, Marktdaten, News. Sie können alle Antworten auf diesen Eintrag verfolgen über RSS 2.0. Kommentar- und Ping-Funktion derzeit deaktiviert

11 Kommentare für “Iraker flüchten ins Gold”

  1. Warum hortet man keine US $ ? oder EUR oder Franken ? Offenbar haben die Menschen kein Vertrauen in diese Papiere.Am Bankensektor jedenfalls kann es nicht liegen,denn irgendwie müssen die Dollar ja auch ins Land kommen.
    „Weil es hier auch keine Märkte für Wertpapiere, Aktien oder Anleihen gibt, haben die Bürger keine andere Wahl, als Gold zu kaufen und es in ihren Häusern zu lagern”, erklärt Aziz.“
    Keine Märkte ? ich glaube ich träume.Das Internet,und dieses gibt es ja auch im Irak,ist voll von Banken,bei welchen man Depots eröffnen kann.Also liebe Iraker, bei Onvista.de ein Depot eröffnen, US Treasuries kaufen und gut ist es.
    Und wenn das nicht geht,das amerikanische Konsulat hilft bestimmt weiter.

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  2. Eigenbrötler

    jetzt merkt mann wo der unterschied ist
    die iraker sind eben nicht so dumm und naiv wie die deutschen!

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  3. Dummes Volk!Es gibt doch lukrative Alternativen die dem moRdernen Zeitgeist besser entsprechen!DEKRA-INVEST-Fonds zum Beispiel.Da hat eine Nachbarin mit Sage und Schreibe 11.000€ zurückbekommen!Zurückbekommen weil vorher von ihrem Lebensgefährten 36.000 €eingezahlt wurden!Das ist doch was ,von0€ auf 11.000€(weiß ja nicht was sie dafür getan hat)!Und wenn man die reale Inflation von 8% dazu nimmt,also man wenn das kein Gewinn war!Selbst unser anaconda wird es nicht geschafft haben eine Unze Gold für lau in 11.000Eier/Euro zu pushen!Also in Fonds einsteigen,ihr müßt nur einen finden der es löhnt!(PS.Der Löhner ist Akademus und laut Eigenbekunden Experte in Geldsachen)!

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  4. Eigenbrötler

    schau mal heiko
    gold ist nicht da um zu gewinnen sondern um den wert zu erhalten!
    denn der dollar und der euro werden sehr warscheinlich noch dieses jahrzehnt in den totalen kollaps fallen!
    mann kann nicht unmengen von ungedecktem geld drucken und hoffen das sich somit die wirtschaft alleine ankurbelt
    wenn das gehen würde währe niger eines der reichsten länder der welt!!!!!
    wo ist euer verstand?

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  5. @Eigenbrötler.Gold ist da zum Gewinnen!Entweder steigt der Kurs und man bekommt mehr Geld f.d. Unze zurück um damit andere Werte zu kaufen!Oder der Wert des Geldes verfällt/verfault und Gold erhält den Wert des damaligen Wertes(Kaufkraft/Kapital)!Gold gewinnt immer!Deshalb horten die EWIGEN GEWINNER immer Gold!Deshalb schöpfen die EWIGEN GEWINNER Geld um damit Dummen das Gold aus den Händen zu nehmen!Und deshalb gibt es auch ewige (oft konsumfreudige) Verlierer!

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  6. Eigenbrötler

    genau das ist richtig
    so könnte mann es auch sagen

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  7. Man kann die Situation des Iraks nicht mit Europa oder der USA vergleichen. Im Irak herrscht noch Bürgerkrieg auch wenn das Land aus der Tagespresse verschwunden ist. Die Infrastruktur ist in weiten Teilen des Landes schwer beschädigt und es gibt permanent längere Stromausfälle. Es gibt Internet aber selbst Banküberweisungen sind in diesem Land ein Problem. Die Bevölkerung schlägt sich jeden Tag so durch und viele Produkte werden im Tauschhandel erworben oder sie sind einfach nicht erhältlich. Der neue irakische Dinar ist sehr nieder bewertet aber der Kurs ist stabil, dennoch hat die Bevölkerung nur wenig Vertrauen in die Währung. Das hier Finanzprodukte keinen Sinn machen liegt wohl auf der Hand. 1945 haben die Berliner im Bombenhagel der RAF auch keine Aktien gekauft, oder?

    Eigenbrötler@
    Du meinst wohl Simbabwe. Von dort habe ich noch einen alten 50 Milliarden Dollar Schein. Im Niger bezahlt man mit dem Communante Financiere Africaine Franc. Der Kurs des CFA-Franc ist an dem Euro gebunden. Zuvor war er an den französischen Franc gekoppelt.

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    • @Christian
      Bis 1975 waren Aktienkäufe in Deutschalnd bei der Durchschnittsbevölkerung nahezu unbekannt.Man verließ sich auf das Sparbuch, Bundeschschätze oder Lebensversicherungen und Bausparverträge.Aktien waren für die oberen Zehntausend.Gold wurde jedoch immer schon gekauft.Trotzdem zeigt sich,dass in einer Krise (Irak,Simbawe) Gold die letzte und ultimative Währung ist.(Neben dem Tauschhandel).Und das wird auch so bleiben,da kann man versprechen was man will.Tauschhandel und Gold,mag das noch so archaiisch sein.Gold hat eine hohe Wertdichte, ist weltweit bis in den letzten Winkel bekannt und ist schnell zu transportieren und leicht vor Begierden der Herrschenden zu verstecken.

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  8. Wenn zu einem Goldverbot auch noch ein Bargeldverbot kommt dann hat uns Brüssel dort wo man uns haben will:
    http://diepresse.com/home/meinung/quergeschrieben/christianortner/1429343/Der-brave-Buerger-verwendet-kein-Bares-um-leichter-kontrollierbar

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    • @Federico
      Das heißt Kapitalverkehrskontrolle und liegt schon in den Schubladen.In Italien Barzahlung nur bis 999 EUR als EU Bürger,sonst 14999 EUR in Frankreich 500 EUR, Zypern 300 EUR.Läßt sich ausdehen,indem Goldkäufe und Verkäufe gemeldet werden müssen und beantragt.Ähnlich wie bei Waffenkäufen.Gab es schon mal im 3.Reich. Man hat ein Formular auzufüllen,zum Zweck des Goldkaufes (Ehering,Zahngold etc) und bekommt dann eine gewisse Menge zugeteilt.So einfach ist das.Desweiteren hat man in der Steuererklärung seine Goldbestände anzuführen (Formular N).Gibt man also 50 Unzen an,kann jederzeit geprüft werden,ob diese noch vorhanden sind oder illegal veräußert wurden.Gibt man nichts an,macht man sich der Steuerhinterziehung schuldig. Ist ja kein Kavalliersdelikt und soll total asozial sein, so sagt man. Z.B.(Herr Steinbrück und seine Kavallerie).
      Deshalb: Vorsorge treffen,auch hierfür.

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  9. Im 3.Reich brauchte man keine Schußwaffen registrieren da es ein Totalverbot gab. Zuerst wurde den Juden der Besitz von Waffen verboten und später wurde das Verbot auf alle Volksdeutschen ausgedehnt. Ebenso verbot Göring als Rohstoff und Devisenkommissar Anfang 1936 den Besitz von Anlagegold und Devisen. Ab Ende 36 konnte für den Besitz sogar die Todesstrafe verhängt werden. Auch in der Weimarer Republik war der private Besitz von Gold ab 1923 verboten. Der Erfolg war aber bescheiden wie man aber noch heute an den Umlaufmengen der 10 und 20 Goldmark des Kaiserreichs erkennen kann.

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