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Muss US-Politiker Ron Paul seinen Goldbesitz offenlegen?

In den USA offensichtlich nicht zweifelsfrei geklärt: Ist physisches Gold ein Investment?

In den USA gibt es offensichtlich Unklarheit darüber, ob Abgeordnete physisches Gold als Investitionsobjekt in ihrer Vermögensaufstellung angeben müssen.

Der amerikanische Kongress-Abgeordnete Ron Paul ist eiserner Verfechter des Goldstandards. Der potenzielle Präsidentschafts-Kandidat der Republikaner brachte seine Affinität zum Edelmetall bereits in diversen Interviews zum Ausdruck. Nun wirft ein Blogger des Wall Street Journal (WSJ) seltsame Fragen auf.

Besitzt Ron Paul überhaupt auch nur eine Unze Gold? Oder verschweigt er den Besitz physischen Goldes vor der Öffentlichkeit?

Hintergrund: Ron Paul muss als Kongress-Abgeordneter jedes Jahr seine Vermögensverhältnisse offenlegen. Dafür gibt es Standard-Formulare. WSJ-Autor Joe Light hat in den Papieren gestöbert. Seinen Aussagen zufolge befinden sich neben Immobilienbesitz, Cash und Aktien-Puts vor allem Aktien von Goldproduzenten in seiner Vermögensaufstellung. Gold in Form von Münzen und Barren seien in dem Report nicht zu finden.

Sammelmünzen-Kollektion
Dabei habe Paul in der Vergangenheit auf physischen Goldbesitz hingewiesen. Wie etwa im Jahr 2002, als er Sammlermünzen als Bestandteil seines Portfolios genannt habe. Zwischen 1994 und 2002 habe Ron Paul sogar angegeben, solche Münzen im Wert zwischen 100.001 und 250.000 Dollar zu besitzen.

Light stellt in seinem Beitrag nun folgende Fragen: Hat Paul zwischenzeitlich alle Münzen verkauft? Besitz Paul gar kein physisches Gold? Verheimlicht er gewollt oder unwissentlich den Besitz von Anlagegold?

Er weist zurecht darauf hin, dass der republikanische Politiker eigentlich Gold besitzen müsste. Zumindest im Jahr 2010, denn seinerzeit sagte er in einem Interview mit Fox News, dass er Gold kaufe, um seine Familie abzusichern. Das entsprechende Youtube-Video haben wir unten eingestellt (Die Aussage fällt ganz am Ende des Interviews).

Ist physisches Gold ein Investment?
Auf die Frage, ob Kongress-Abgeordnete in den USA physischen Goldbesitz überhaupt melden müssen, fand Light keine verbindliche Antwort. Ein Anwalt, der sich angeblich mit politischen Rechtsfragen auskennt und der in dem Beitrag zitiert wird, erklärt gegenüber WSJ folgendes: „Wenn jemand mich das jetzt fragen würde, ´Muss ich Anlagegold oder etwas mit Münzsammelwert angeben?‘, dann würde ich sagen, das muss ins Formular. Für mich scheint das ein Investment zu sein.“

Unser Kommentar
Es erscheint einmal mehr seltsam, wie die Gesetzgeber in den USA mit dem Thema physisches Gold verfahren. Regierungen und Notenbanken spielen die Bedeutung von echtem Gold als Geld und essentiellem Vermögensbestandteil auf geradezu notorische Weise herunter. Kein Wunder: Die Menschen sollen schließlich mit dem Kauf von Anleihen den Staatshaushalt finanzieren, aber ihr Geld nicht in „tote“ Edelmetallstücke stecken. Möglicherweise ist die systematische Demonetarisierung des Goldes seit Anfang der 70er-Jahre auch der Grund, warum Barren und Münzen in den USA nicht selbstverständlich als Besitzgut eines Politikers gemeldet werden müssen. Es wäre zumindest konsequent. Ron Paul dagegen tut möglicherweise gut daran, seinen vermeintlichen Goldschatz nicht an die große Glocke zu hängen solange die Gesetze es zulassen. Vielleicht ist der amerikanische Staat eines Tages wieder ganz scharf darauf, es sich von seinen Bürgern zurückzuholen.

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Eingetragen von am 14. Jan. 2012. gespeichert unter Gold, News, Politik, USA. Sie können alle Antworten auf diesen Eintrag verfolgen über RSS 2.0. Kommentar- und Ping-Funktion derzeit deaktiviert

5 Kommentare für “Muss US-Politiker Ron Paul seinen Goldbesitz offenlegen?”

  1. Paul scheint der intellegenteste unter den Kandidaten zu sein, man findet keine Sexaffairen, er war in der Army, macht eine gute Figur bei Interviews, es ist schwer ihm etwas anzuhängen. Und jetzt steigt seine Popularität auch noch, da muss halt doch etwas gefunden werden und wenn es nur Unklarheiten über seine Vermögensverhältnisse sind.

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    • 0177translator

      alexM, schau Dir mal den Film IDIOCRACY an. Ich hab‘ mir die DVD dazu gekauft. Das Schlimme ist nur, daß der Gestank von jedem Hirnfurz, welcher in der Amirei produziert wird, uns über kurz oder lang erreicht und so ansteckend zu sein scheint, wie die Pest. Ich bin längst der Meinung, daß der George W. Bush kein Betriebsunfall war, einen Präsidenten Ron Paul hätten die gar nicht verdient.

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      • Scheint ganz lustig zu sein, werde ich mir bei Gelegenheit mal anschauen.
        Ich denke dass es doch einige vernünftige Amerikaner gibt die Paul schon verdient hätten, aber ich befürchte die sind in der Minderheit. Hier in Europa haben wir noch nicht mal die Wahl.

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  2. gold ist keine anlage sondern eine währung.
    muss er auch angeben wie viele kronen oder franken er hat?
    und wer soll das kontrollieren? echt peinlich die amis.

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    • @mpeg
      Leider ist Gold bis auf 2 Bundesstaaten glaube ich, keine Währung. Wenn, dann gäbe es diese Probleme mit der Inflationierung nicht. Gold als Anlage zu bezeichnen, ist zwar möglich, aber da gibts Anlagen mit womöglich mehr Rendite. Nun was ist Gold ?: Gold ist eine Risiko-Versicherung gegen Währungskrisen und Inflation, genauso wie eine Hausratsversicherung oder eine KFZ Versicherung. Ein „must have“ für jeden Sicherheits-betonten Bürger.Und da der gute Ron Sicherheit wie jeder braucht, hat er natürlich Gold und seine Waffe. Beides sollte man nicht an die große Glocke hängen. Auch nicht in den USA.

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