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Mutmaßliche Goldpreis-Manipulation: Das sagen die Beschuldigten

Goldmüzen Goldplättchen © NathalieVanBergen - Fotolia.com

Wird der Goldpreis in London unter den beteiligten Händlern „ausgekartelt“ oder sind die Preisausschläge im Rahmen des Fixings natürlich und erwünscht?

Die in der London Bullion Market Fixing Ltd. vereinten Goldhandelsbanken betrachten die Vorwürfe gegen sich als gegenstandslos und wollen sich in der Sache energisch verteidigen.

Erst jahrelange Vermutungen, die von Kritikern immer wieder vorgebracht wurden. Dann wiederholt Indizien für unnatürliche Goldpreisbewegungen rund um die Londoner Fixing-Termine  und nun die Klage. Ein US-Gericht wird nun – möglicherweise im Rahmen einer Sammelklage – über den Vorwurf der jahrelangen Preismanipulation gegen fünf Banken urteilen müssen.

Was sagen Vertreter der betroffenen Finanzinstitute zu den Beschuldigungen, die gegen sie erhoben werden? Dazu gehören Deutsche Bank, Bank of Nova Scotia, Société Générale, Barclays und HSBC.

“Das Fixing ist veraltet, es gibt es seit einer langen Zeit. Es sollte überprüft werden und jeden Grad an Transparenz, den wir hinzufügen wäre gesund“, sagt Brian Porter, Chief Executive Officer der Bank of Nova Scotia gegenüber Bloomberg News. Und weiter: „Wir sind überzeugt davon, wie wir unser Geschäft betreiben. Wir sind kundenorientiert und werden uns verteidigen“.

„Société Générale scheint in den Vorgängen zusammen mit anderen Mitgliedern des London Bullion Market Fixing Ltd. als Beklagter genannt worden zu sein. Die Anschuldigungen sind unbegründet und Société Générale wird sich gegen diese Vorwürfe verteidigen“,  erklärte ein Sprecher von Société Générale laut Reuters.

Im ähnlichem Wortlaut äußerte sich die Deutsche Bank. „Wir sind überzeugt davon, dass die Klage unbegründet ist und werden uns energisch dagegen verteidigen“, so Renee Calabro, Sprecher der Deutsche Bank laut Bloomberg.

HSBC und Barclays haben sich bislang nicht öffentlich zu den Vorwürfen geäußert.

Der CEO des Londoner Goldbrokers Sharps Pixley, Ross Norman, verteidigte die Beklagten Banken und die festgestellten Preisausschläge im zeitlichen Umfeld des Fixingprozesses. Preisfluktuationen bei Gold seien die Folge von Angebot und Nachfrage, kein Anzeichen von Manipulation. „Das Fixing ist ein Preisbildungsmechanismus, in dem versucht wird, Käufer und Verkäufer zusammenzubringen und aus diesem Grund sind Preisschwankungen ein natürlicher und sogar wünschenswerter Teil des Prozesses. Es ist ganz natürlich, dass man dabei scharfe Preisbewegungen erhält. Ich akzeptiere die Behauptung nicht, dass dieser Prozess ineffizient und anfällig für Manipulation ist“, sagt Norman gegenüber Bloomberg News.

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Eingetragen von am 6. Mrz. 2014. gespeichert unter Banken, Goldpreis, News. Sie können alle Antworten auf diesen Eintrag verfolgen über RSS 2.0. Kommentar- und Ping-Funktion derzeit deaktiviert

16 Kommentare für “Mutmaßliche Goldpreis-Manipulation: Das sagen die Beschuldigten”

  1. Nun auch die linke t-online
    http://www.t-online.de/wirtschaft/boerse/rohstoffe/id_68351318/manipulationen-und-betrug-die-grosse-gold-luege-.html
    Eines stimmt allerdings nicht. Dass Gold nicht verbraucht wird.Es wird sehrwohl in großen Mengen verbraucht.Oder will man das Gold aus den Altären reissen,die antiken Artefakte und das Gold der Könige und Fürsten einschmelzen oder gar Buddhas Zahn ? Gold wird heute noch verbraucht,in hochwertigem Schmuck,der oft den Goldpreis weit übersteigt, in Uhren und anderen Wertgegenständen sowie in den Sonnensegel der ins All geschossenen Satelliten.Auch ein großer Teil des Anlagegoldes ist verbraucht,da er Generationen weitervererbt wird und nicht am Markt erscheint.
    Interessant ist,dass die Produktionskosten mit 1.200 $ beziffert werden.
    http://www.t-online.de/wirtschaft/boerse/rohstoffe/id_68351318/manipulationen-und-betrug-die-grosse-gold-luege-.html
    So gesehen könnte auch Öl nicht verbraucht werden, will man den Asphalt aus der Straße puhlen oder die Plastikleitungen aus den Häusern reissen.

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    • Zum Thema Goldverbrauch: Also ich verteidige die Aussage, dass die aktuellen Förderkosten für die Goldpreisbildung zu vernachlässigen sind, weil sich Gold in nur sehr geringem Umfang „verbraucht“. Kaufmännisch ist die Nachfrage für den Goldpreis wesentlich relevanter als das Angebot. Der Fachbegriff hierzu lautet übrigens „Stock-to-flow“-Ratio. Sollte im Google-Zeitalter nicht schwer sein, sich entsprechend einzulesen, wenn man sich bisher noch nicht so richtig damit beschäftigt hat. Oft müssen die aktuellen Förderkosten als Argument dafür herhalten, was die untere Preisspanne des Metalls betrifft. Nach dem Motto: Unter die Förderkosten (egal ob jetzt 800 oder 1200 USD der korrekte Betrag ist) kann der Goldpreis gar nicht fallen. Dieser Umstand trifft sicherlich auf Erdöl oder Weizen zu, aber dieses Kriterium unmittelbar auf Gold zu übertragen, greift irgendwie zu kurz. Andere sprechen gar vom größten Missverständnis im Goldsektor.

      http://www.biallo.at/artikel/Sparen/gold-analyse-das-groesste-missverstaendnis-im-goldsektor-.php

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      • @Klaus
        Also 60% werden in der „Schmuckbranche“ verbraucht.Zieht man das billige Zeug ab,welches die Inder verwenden,bleibt immer noch ein beträchtlicher Teil an hochwertigem Schmuck übrig.Und dieses Gold gilt als verbraucht.Oder wollen Sie Ihre Rolex samt Brillis einschmelzen lassen und als Anlagebarren bei Comex verkaufen ? Aber,falls Sie keine Rolex haben, etwa Ihren Ehering oder den Familienschmuck ? Die Ehefrau wirds danken.Ich probiere es mal heute Abend aus und mache meiner Frau den Vorschlag: Wir vertickern unsere Eheringe und auch die Hochzeitsgeschenke und Omas Erbschmuck und kaufen uns dafür G&S Aktien oder Griechenlandanleihen.Bin gespannt,ob ich morgen noch Kommentare schreiben kann.

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        • Da etliche Marktteilnehmer von einem zu niedrigen Kurs ausgehen, ist diese Meinung eher kontraproduktiv. Wenn der derzeit nicht verfügbare Bestand nämlich „zusätzlich“ auf den Markt käme, führt dieser Umstand zu niedrigeren Preisen -höheres Angebot. Damit wäre dann der aktuelle Preis zu hoch, da dieser mit der vermeintlichen Materialknappheit (Bindung in Schmuck) begründet wäre.

          Aber auch das Schmuckargument lässt sich hinterfragen. Gold hält sich über nahezu unbegrenzte Zeiträume. Was bedeutet da schon eine Menschengeneration? Meine Frau und ich werden die Eheringe sicherlich nicht einschmelzen lassen, aber gilt das auch für meine Kinder oder Enkelkinder? Dann kommt mein Ehering eben erst in 100 Jahren wieder in den Goldkreislauf zurück, so what? Meistens ist es doch die Enkelgeneration die mit Zahngold oder Schmuck beim Altgoldankauf vorstellig wird. Das zeigt doch, dass sich Gold bei den Besitzer befindet, wenn auch vielleicht in gebundener Form und mit relativ geringen Kosten wieder marktgängig gemacht werden kann, im Gegensatz zur Neuförderung in 1.000 m Tiefe.

          Wenn ich hingegen 600 km mit meinem Fahrzeug zurückgelegt habe, ist der Rohstoff erst einmal dahin. Dann muss die OPEC oder der Biobauer ran, um für Nachschub zu sorgen. Diesen Herstellern muss ich dann die „Förderkosten“ + Gewinnzuschlag zugestehen, sonst bleibt mein Tank leer.

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          • @Klaus
            Trotzdem, in hochwertigem Schmuck gebundenes Gold kommt nicht mehr frei.Die Kosten wären erheblich,weil man dann nämlich den „Kunstwert“ verliert.Auch die antiken numismatischen Münzen haben einen weit höheren Sammlerwert als der Goldpreis hergibt.
            Zwar ist der Rohstoff Öl verbraucht,aber er wird nun mal leider oder Gott sei Dank nachgebildet.Sei es in der Tiefe oder durch die Biobauern oder durch sparsameren Verbrauch der Fahrzeuge und auch Recycling ist nicht zu verachten.
            Ich meine aber Folgendes:
            Hier und auch sie sind doch Chartspezialisten und lieben Diagramme.
            Dann zeichnen sie doch bitte mal ein Diagramm mit folgenden Kurven sagen wir mal seit 1970-Heute
            Zunahme der Goldmenge-Zunahme des Welt BIP und Zunahme der
            Welt-Schulden.Ich bin sicher,dass Sie den Anstieg der Goldmenge und des BIP noch aufs Blatt bekommen würden,aber die Schulden würden den Rahmen sprengen.Schulden sind aber auch gleichzeitig Guthaben und die sind durch nichts gedeckt,außer vielleicht durch Gold,wenn es denn in dieser Menge verfügbar wäre.Denn alles andere sind wiederum nur Forderungen an einen Schuldner.(Ausnahme in geringem Maße vielleicht Immobilien,wenn ich drinnen sitze.).

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          • @anaconda

            D’accord. Was die Schuldenstände betrifft, sind wir uns wohl alle einig. Die Beträge können und werden niemals in vollem Umfang beglichen werden, zumindest nicht wertgleich, wie sie einmal entstanden sind. Irgendwann platzt die Zeitbombe. Denn genauen Zeitpunkt kennt im Moment halt keiner. Ich halte deshalb selbstverständlich Gold (Silber wertmäßig deutlich weniger) und ausschließlich in physischer Form. Über die Quote kann man sich sicherlich unterhalten.

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    • @anaconda.Tolle Beurteilung von Verbrauch,werde ich als Argument mir zu eigen machen!

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  2. Sie sollten endlich den Goldpreis nicht mehr drücken, dann hätten sie sich viele Schwierigkeiten erspart.

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    • @hanny.Die Trilateralen unter D.Rockefeller sehen Gold als Feind ihres Finanzsystems an!Rothschilds dagegen sehen Gold als Basis ihrer goldgedeckten/goldgestützten Finanzheerschaft an.Beide elitären Familien stehen gegeneinander !Rothschilds ließen sich damals(Bretton Woods) dazu hinreißen das der Dollar in Gold 35 Dollar in Papier decken sollte!Fakt ist das durch Aufhebung der Drückerei die einen an Macht zurück gewinnen und die anderen verlieren! Schwierig wird es für den Menschen so oder so werden!Vor allem ohne EM!

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  3. GoldhatimmerWert

    Aristoteles, griechischer Philosoph

    „Das Geld ist für den Tausch entstanden, der Zins aber weist ihm die Bestimmung an, sich durch sich selbst zu vermehren. Daher widerstreitet auch diese Erwerbsweise unter alle am weitesten dem Naturrecht.“

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  4. Wie wäre es, wenn große GOLD-Händler (Physisches Gold), das Goldfixing durchführen würden, statt der üblichen Verdächtigen, welche zum Großteil mit Papiergold um sich werfen. Raus mit den Banken und Politikerdarstellern aus der REALwirtschaft – sollen die in einem eigens für sie gemachten „Spielkasino“ weiterzocken.

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    • Wen meinst du mit großen Gold-Händlern? Diese manipulieren mit ihren großen Käufen oder Verkäufen genau so den Preis.

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  5. Wir sind kundenorientiert… xD

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  6. Sicher wird Gold verbraucht …
    Wenn man es so gut versteckt, daß man es NIE wiederfindet !

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  7. Mal ganz ehrlich:
    Lasst die Banken drücken, je tiefer, je lieber.Wie sonst soll ein Normalverdiener wie ich solche Mengen Gold kommen?
    Ich bin den genannten Banken dankbar, dass ich mein Gold für 950.- anstelle von 1340.- Euro kaufen konnte!
    Und noch dankbarererer, dass die die Drückerei 2008 noch viel beserererer beherscht haben, denn da legte ich den Grundstein zu meinem Goldbesitz.
    Hihi!

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  8. Lieber Gott, bitte lass die Banken den Goldpreis noch etwas nach unten manipulieren, damit ich noch viel viel goldene Unzen raffen kann.
    Später dann, ja, lass steigen den goldnen Drachen gen Himmel wie die Langstreckenrakete kürzlich vom guten Putin.

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