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US-Banken-Gewinne: Als hätte es „Lehman“ nie gegeben

New York - Wall Street © Alessandro Lai - Fotolia.com

Die Wall Street ist unantastbar (Foto: Alessandro Lai – Fotolia.com)

Die US-Banken verdienen wieder prächtig. Finanzkrise und nachgewiesene Marktmanipulationen konnten den Instituten nichts anhaben.

Sie haben an den Märkten gezockt, gutgläubige Anleger übers Ohr gehauen und unser Finanzsystem an den Abgrund geführt. Schließlich musste die Öffentliche Hand die Institute vor dem Bankrott retten.

Nun scheint es den US-Banken wieder prächtig zu gehen. Laut einem Reuters-Bericht sind die Bilanzgewinne der Großbanken seit 2009 grandios in die Höhe geschossen.

So „erwirtschafteten“ J.P. Morgan, Citigroup, Bank of America, Goldman Sachs und Morgan Stanley zuletzt gemeinsam 41,73 Milliarden US-Dollar pro Jahr. Von 2002 bis 2008 waren es durchschnittlich nur 25,08 Milliarden US-Dollar.

Wesentlich dazu beitragen haben Gewinne aus eigenen Handelsaktivitäten. Was der Bericht nicht erwähnt: In den vergangenen Jahren ist auch die Anzahl der Klagen und Verurteilungen gegen Finanzinstitute in diversen Manipulationsfällen dramatisch angestiegen.

Wenn Strafen verhängt wurden, dann blieb es allerdings bei Strafzahlungen. Zuletzt durften sechs Banken aus den USA und Großbritannien gemeinsam knapp sechs Milliarden Dollar wegen nachgewiesener Manipulationen auf dem Devisenmarkt an die Aufsichtsbehörden überweisen.

Ganz anders sieht die Ertragssituation bei der Deutschen Bank aus. Im dritten Quartal 2015 fuhr das Geldhaus einen Rekordverlust von 6,2 Milliarden Euro ein.

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Eingetragen von am 8. Okt. 2015. gespeichert unter Banken, News, USA. Sie können alle Antworten auf diesen Eintrag verfolgen über RSS 2.0. Kommentar- und Ping-Funktion derzeit deaktiviert

23 Kommentare für “US-Banken-Gewinne: Als hätte es „Lehman“ nie gegeben”

  1. Jeder Artikel wird mit dem Flüchtlingsthema belegt. Wollte gerade etwas zu dem Bankenartikel oben schreiben, aber langsam kann es einem echt vergehen. Niemanden lässt das Thema unberührt, aber jeden Artikel hier damit voll zu pflastern ist einfach unpassend.

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    • Danke! Genauso ist es. (Beitrag gelöscht)

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      • Das finde ich cool von Euch Goldreporter. Danke. Wir können doch wenigstens die eine oder andere Seite für unser Thema reservieren. Besonders bei diesem Thema. Da können wir doch alle mal etwas zu schreiben. Das es den Banken jetzt wieder so gut geht.

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    • Hat sich jemand schon mal drüber Gedanken gemacht, warum die US-Banken gerade jetzt in Zeiten der Flüchtlingsströme derartige Gewinne schreiben?

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      • @LeoBart
        Ganz einfach: weil die Millionen von Flüchtlingen ihr „Taschengeld“, „Begrüßungsgeld“ usw. in ihre Herkunftsländer schicken, um ihre Familien (Frauen & Kinder) finanziell zu unterstützen.
        http://www.mmnews.de/index.php/wirtschaft/53369-flucht-uberweisung

        Auf diesem internationalen Wanderweg der „Willkommens-Gratifikation“ kassieren die Banken ordentlich mit.
        Das gehört zu deren Geschäftsmodell.

        0
  2. Ja die d.bank schmiert ab … dauert noch..aber kommt so …

    zufrieden?

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  3. Wenn ich Bank wäre und wüsste, das sämtliche Verluste durch den Steuerzahler aufgefangen werden, würde ich nicht anders handeln.

    Es gibt doch quasi nur das Risiko, dass man zu schnell zu viel Blödsinn macht und „die Wächter“ nicht schnell genug reagieren können.

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  4. Die Deutsche Bank-Aktie rauscht in die Tiefe und den Aktionären doht eine Nullrunde bei der Dividende, weil die kriminellen Geschäfte und daraus folgenden Gerichtsverfahren (>1000?) zunehmen.

    http://www.focus.de/finanzen/news/unternehmen/aktie-bricht-ein-deutsche-bank-kuendigt-rekordverlust-an-dividende-koennte-ausfallen_id_4998750.html

    In der Vorstandsetage haben ja schon 2 DB-„Mitarbeiter“ rechtzeitig (!) und freiwillig (!) den Hut genommen. Zu diesem Zeitpunkt haben die beiden Herren sicher schon gewußt, daß der „dicke Riß“ in der DB-Außenmauer unaufhaltsam
    tiefer und breiter wird und mit der Anzahl weiterer Gerichtsverfahren und Strafzahlungen für kriminelles Verhalten zunehmen wird.

    Demnächst bricht das Gebäude zusammen und übrig bleiben ‚toxische Derivate-Wetten‘ in einer Größenordnung von über …
    75 BILLIONEN US-Dollar… (oder in Euro: 55.605.039.000.000,- Peanuts).

    Am 9. Juni dieses Jahres senket S & P das Rating der DB auf BBB+. Drei Stufen über „Müll“. (BBB+ ist sogar noch niedriger als das Lehman-Downgrade – das seinem Zusammenbruch nur 3 Monaten vorausging).

    Um die gewinn-Margen zu halten, hat die Deutsche Bank in hochriskanten Anlageklassen jongliert. Sie sitzt auf mehr als 75 Billionen Dollar Derivatewetten – zwanzig mal größer als das deutsche BIP.
    Das Derivatevolumen von J.P. Morgan umfaßt (nur) 50 Billionen.

    0
    • Die deutsche Bank soll derzeit mehr als 6000 Verfahren an der Backe haben, weil sie andere Finanzinstitute und Anleger um ihr Geld geprellt hat. In alle Arten von Manipulationen sind sie verstrickt und teilweise in weltumspannenden Angelegenheiten.

      Das Volk wandert in die Armenküchen und die amerikanischen Banken melden Rekordgewinne. Wie passt das zusammen?

      Es ist wie @Silberhase schreibt, man spekuliert die riskantesten Unternehmungen und kann sich der Steuerzahler versichert sein. Alle Bürger sollten den Banken ihre Ersparnisse entziehen und unter dem Kopfkissen lagern oder vergraben.

      0
  5. Hat sich Jemand schon mal Gedanken darüber gemacht, warum gerade jetzt in Zeiten riesiger Flüchtlingsströme die US-Banken riesige Gewinne machen?

    0
  6. Der deutschen Bank muss das deutsch im Namen entzogen werden!
    Nichts davon ist deutsch.
    Ausser vielleicht die Kundengelder des dummen Michels.

    0
  7. Wenn ein (Ex-)Notenbanker wie Helikopter-Ben Bernanke durch die Welt hopst und hier und da Vorträge hält (pro Vortrag ca. $250.000,-) , wie er die Finanzwelt 2008 „gerettet hat“, so antwortet er auf die Frage eines Reporters von Bloomberg, was der größte Erfolg der QE-Programme seit 2008 gewesen sei, „die Schaffung neuer Jobs in den USA!“

    Also: schon wieder gelogen!
    Für $4,484 Billionen wurden über 3 Millionen Beschäftigte aus dem Arbeitsmarkt vertrieben.
    Tolle Leistung?
    Sollte Ben Bernanke jedoch von seinem Boß den Auftrag bekommen haben, durch die Geldschwemme einzig und allein die Gewinne der großen US-Banken (
    G&S ist doch der heimliche Fed-Boss?) zu steigern (wie sehr viele Finanzanalysten behaupten), so hat Benny …gute Arbeit geleistet!

    0
  8. Meine Schwiegermutter sagte: während 1939-45 musste man einen Korb voll Banknoten für 1 kg Brot erbringen. Heute sieht es so aus, wie wenn Draghi nicht mehr genug Banknoten drucken kann…… und an frz. Bancomaten kommen für
    € 1000.- nur 20-Notenscheine heraus !!!?

    0
  9. Ungäubiger Thomas

    @Force majeure

    Danke für den längst bekannten aber immer wieder wichtigen Hinweis. Habe erst heute wieder etliche Tausende bunte Scheine meiner Hausbank entzogen. Ich weiss auch schon, was ich damit mache. Ratet mal! Der Dame am Kassen- schalter zufolge wäre es genau richtig, das Geld nicht auf der Bank rumliegen zu lassen und statt dessen lieber zu konsumieren. Sie konnte mir allerdings nicht verraten wofür ich die Scheinchen ausgeben sollte. Schwierig, wenn man
    soweit alles hat….Aber von unseren Lieblingen kann man nach derzeitiger Sachlage offenbar nicht genug haben und halten. Also auf zum EM-Händler!!!

    0
    • @ungläubiger Thomas,
      Das gleiche habe ich schon vor 2 Wochen gemacht, davor schön öfters. Geiles Gefühl zu wissen, die können mich mal. Das Vertrauen in die Banken ist so dermaßen im Ars.., besser denen keinen Cent zuviel lassen, nur das nötigste. Auch die werden noch Ihre Quittung bekommen.

      Grüße

      Pinocchio

      0
  10. Das traurige an der Sache ist ja, dass man früher versucht hat, aus den Scheinen irgendwie noch mehr Scheine zu machen. Heute kann man nur noch zusehen, dass es nicht weniger werden.

    0
  11. Hans Hermann :

    Die globalen Bargeldbeschränkungen gehen weiter obwohl die Schweiz u. Schweden demnächst neue Banknoten erhalten werden …

    Die Spekulationen über ein mögliches Bargeldverbot reißen nicht ab. Obwohl es keine offizielle Bestätigung dafür gibt, werden entsprechende Maßnahmen in Brüssel offenbar zumindest diskutiert. Auch Graham Summers von Phoenix Capital Research veröffentlichte am Donnerstag einen Artikel zu diesem Thema, in dem er eindrucksvoll deutlich macht, wie verschwindend gering der Anteil von Bargeld an der Gesamtsumme allen im Finanzsystem vorhandenen Kapitals schon jetzt ist.

    In den USA seien demnach etwas mehr als 1,36 Billionen Dollar in Form von Münzen und Scheinen im Umlauf. Wenn man das in kurz- und langfristigen Konten anlegte Geld hinzuzählt, wächst der Betrag auf 10 Billionen Dollar an – doch allein an den US-amerikanischen Aktienmärkten wird bereits die doppelte Kapitalmenge gehandelt. Der amerikanische Anleihenmarkt ist mit einem Gesamtwert von 38 Billionen Dollar noch einmal fast doppelt groß, wird jedoch wiederum vom Kreditmarkt mit einem Volumen von 58,7 Billionen Dollar in den Schatten gestellt. Den mit riesigem Abstand größten Anteil am Gesamtkapital haben jedoch die unregulierten, außerbörslich zwischen Banken und Unternehmen gehandelten Derivate: Sie umfassen insgesamt mehr als 220 Billionen US-Dollar.

    Anders gesagt macht Bargeld nicht einmal 1% der gesamten Geldmenge aus. Im Falle einer Krise, in der Anleger die relative Sicherheit von Bargeld gegenüber digitalem Geld bevorzugen und versuchen, ihre Vermögenswerte zu liquidieren, stößt das System daher schnell an seine Grenzen. Dies führte dem Artikel zufolge im Jahr 2008 fast zum Kollaps des gesamten Finanzsystems, als Investoren innerhalb von nur vier Wochen versuchten, 500 Milliarden Dollar (knapp ein Viertel des Gesamtmarkts) aus Geldmarktfonds abzuziehen. Diese Liquiditätsabflüsse kompensierten die US-Banken damals wie heute in 2007 u. 2008 mit Geldflüssen aus den Drogenkartellen über die Sicherheitsdienste u. anschl. mit QE 1-3 . Bzgl. der Geldflüsse aus den Drogenkartellen u. internationalen Drogengeschäften die z.T. von den Sicherheitsdiensten (CIA, FBI ,NSA;DEA ) kontrolliert werden löste der letzte UNO-Untersuchungsbericht der UNO-Drogenaufklärungs-aussenstelle in Washington gehörigen Ärger aus.

    Seitdem seien alle Maßnahmen der US-Notenbank Fed und anderer Zentralbanken darauf ausgerichtet gewesen, die Anleger vom Bargeld wegzulocken: Nullzinspolitik und quantitative Lockerungen führen dazu, dass die Kapitalerträge gegen Null gehen (bzw. in tatsächlichen Werten negativ werden) und die Investoren sich gezwungen sehen, riskantere Anlageprodukte wie Anleihen oder Aktien zu erwerben.

    Die Fed erwartete von diesen Maßnahmen eine Erholung der Wirtschaft, die sich, wie Summers berichtet, den meisten Indikatoren zufolge nicht eingestellt hat. Infolgedessen hätten diverse Mainstream-Ökonomen der CitiGroup, des deutschen Sachverständigenrats für Wirtschaft und Manager der Fondsgesellschaft M&G für die Abschaffung von Bargeld plädiert.

    Einige Staaten haben bereits erste Schritte in diese Richtung unternommen. So hat Uruguay beispielsweise die Barabwicklung von Transaktionen in Höhe von mehr als 5.000 Dollar untersagt. In Spanien wurde die Grenze bei 2.500 Euro festgesetzt. Und in Frankreich darf Bargeld nur noch für Geschäfte von bis zu 1.000 Euro verwendet werden. Und weitere werden folgen …

    Und wer keinen Garten oder Keller hat um seine EM-Münzen zu vergraben muß sich halt einen .Blumentopf kaufen ,die werden i.d.R. auch nicht auf Wanzen kontrolliert…..

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  12. Wer kauft noch US-Staatsanleihen …..

    Wird China auch weiterhin Verkäufer statt Käufer von US-Staatsanleihen sein, und werden wg. dem dramatisch gesunkenen Ölpreis die Öl-Scheichs auch aufhören neu emittierte US-Staatsanleihen zu kaufen, hat das US-Finanzministerium ein echtes Problem: „Wer kauft unsere Schulden“? Keiner?

    Dann müssten die USA es zukünftig so machen wie Japan – man müsste über die (selbstverständlich unabhängige) Notenbank „Federal Reserve“ einen dauerhaften Kreislaufmechanismus von Anleihekaufprogrammen einführen. Das Finanzministerium emittiert dann wie immer neue Anleihen um die USA weiterhin liquide zu halten, und die „Federal Reserve“ tritt dann als großer Käufer auf. Der Staat finanziert sich also selbst, pervertiert das Finanzsystem und verliert seine Glaubwürdigkeit dann endgültig, wie es in Japan schon jetzt Realität ist. Die Fed besitzt aktuell über ihre drei QE-Programme bereits US-Staatsanleihen im Wert von 2,5 Billionen Dollar, u. mit einem QE-Bilanzanteil von 4,5 Bill. also schon ein netter Teil der mehr als 18 Billionen Staatsschulden der USA. Das ist aber nur die Innenverschuldung !

    Die tatsächliche Aussenverschuldung liegt nach vorsichtigen Schätzungen infolge dem Verkauf nicht emittierter US-Staatsanleihen durch JP-Morgen u. GS vermutl. mind. bei 40 Bill. $ ……..Da würde ich die Zinsen auch nicht erhöhen …

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