Dienstag,28.September 2021
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50. Jahrestag des Nixon-Gold-Schocks von 1971

Goldbarren, Goldstandard
Goldstandard: Bis 1971 war der US-Dollar noch mit Gold gedeckt.

50. Jahrestag des Nixon-Goldschocks von 1971 – und seine Auswirkungen auf Gold in der modernen Währungspolitik.

Von Adrian Ash, Director of Research bei BullionVault

Nixon-Gold-Schock

Am Sonntag, den 15. August, ist es 50 Jahre her, dass Amerika die Bindung des Dollars an Gold aufgegeben hat. Dieser Schritt, der bald als Nixon-Schock bekannt wurde, beendete die alte Rolle des Edelmetalls als ultimativen weltweiten Wertmaßstab. Darüber hinaus wurden dadurch drei globale Schockwellen ausgelöst, mit denen die Weltwirtschaft bis heute zu kämpfen hat: Inflation, Unantastbarkeit und die unbegrenzte Verfügbarkeit von Geld – und damit wurde der Grundstein für die bargeldlose Gesellschaft gelegt, in der wir heute leben.

Golddeckung aufgegeben

In den 50 Jahren, in denen das Geld seine fiktive Golddeckung verloren hat, sind auch immer mehr Aspekte des Finanz- und Wirtschaftslebens unantastbar und ungreifbar geworden. Eine unmittelbare Folge des Nixon-Schocks war das Aufkommen von Kryptowährungen, die erfunden wurden, um dem Kauf und Verkauf von Wertpapieren Grenzen zu setzen. In Wirklichkeit werden sie aber als reine Spekulationsobjekte mit spektakulärer Volatilität genutzt. Die quantitative Lockerung, die den Zentralbanken die Möglichkeit gibt, unendlich viel Geld zu schaffen, hat den Wert des Geldes nicht in dem Maße verringert, wie sie es sich wünschen.

Gold bei Privatanlegern beliebt

Es gibt zwar keine Anzeichen für ein Comeback von Gold als Wertmaßstab oder Unterlage
für die offizielle Währung, aber seine Beliebtheit bei privaten Haushalten, die ihre
Ersparnisse schützen wollen, war noch nie so groß wie heute. Während der Dollar seine Rolle als Weltwährung (noch) nicht aufgegeben hat, hat Gold als Alternative für Zentralbanken, Privatanleger und Sparer, die ihre Ersparnisse schützen und sich gegen die Volatilität des US-Dollars und seine Verwendung als mächtige politische Waffe absichern wollen, dramatisch an Wert und Sichtbarkeit gewonnen.

Eine vollständige Analyse von Adrian Ash (auf Englisch) finden Sie hier.

Hinweis: Meinungen oder Empfehlungen im Rahmen von Gastbeiträgen geben die Einschätzung des jeweiligen Verfassers wieder und stellen nicht notwendigerweise die Meinung von Goldreporter dar.

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28 KOMMENTARE

  1. Wahrlich ein Schock.
    Hatte kurz vorher 100 g Au zu 500 DM gekauft.
    3 Jahre später Opel Kadett dafür erstanden.
    War leider totaler Schrott.
    Hans im Glück ging’s aber genauso.

    • @Donaustreuner
      Hätte ich auch gerne, nur da war ich noch zu jung.
      Mädchen waren interessanter als Gold.
      Von Eltern und Grosseltern jedoch bekam ich Gold geschenkt.Das waren sicher einige Kilos.
      Heute schätze ich, es müssen über 20 Kg gewesen sein. Doch, mein Vater nahm es in Verwahrung, aus gutem Grund ( die Mädchen). Und ich bekam es erst sehr spät, so 30 Jahre später.Da aber hatte ich schon selber mehr gesammelt….
      (Ich meine Gold und nicht Mädchen.)
      Und da mein Vater und Grossvater Gold liebten,
      erbte ich natürlich nochmals obendrauf.
      Und so kam es, dass ich auf einem Haufen dieses Zeugs sitze. ( Trotz der mittlerweile zu Frauen gewordenen Mädchen, sowas nennt man beschleunigte Reifung).
      Ich wohne zur Miete, die geerbten Immos habe ich allesamt verkauft, die Lebensversicherungen sind ausbezahlt worden, ebenfalls verkauft habe ich die Anlagepapiere von Eltern und Onkel und Tante.
      Und nahezu alles ging ins Metall.
      Da stehe ich nun, mit Mietwohnung, einem Maruti und einem Boot.
      Alles richtig gemacht ? Ich denke nicht.
      Dafür bin ich frei, denn, zu verlieren gibt es nicht viel.
      Das gelbe Zeug ist nämlich unheimlich widerstandsfähig, rostet nicht, haart nicht, krümelt nicht und schuppt auch nicht bei den Fischen.

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  3. Der Hauptgrund für die Aufgabe der Golddeckung
    war der Charles De Gaulle.
    Dieser tauschte sämtliche Dollar Bonds in Gold und leerte damit Fort Knox mit derartiger Geschwindigkeit, dass sich Nixon dazu gezwungen sah, das Goldfenster zu schliessen.
    De Gaulle schickte nahezu die komplette Kriegsmarine nach USA, um das Gold abzuholen.
    Es wird gemunkelt, dass nur 2 Wochen später die USA komplett ohne Gold dagestanden hätte.
    Womöglich standen die aber tatsächlich schon bei Nixons Rede nackt da und hätten keine einzige Unze mehr liefern können.Und womöglich ist der Goldbestand Frankreichs viel höher als vermutet.

    • Die dollars im ausland waren damals schon mehr als die gold bestände der USA
      Das hat auch dazu begetragen an dem Nixon Shock
      Wie schön währe es heute um für 35us dollar eine unze AU zu bekommen

      • Tortenboxer
        Wir als Italien-Fans freuen uns auf eine goldgedeckte neu Lira, wenn Draghi bei einem Target2-Stand von 2 Billionen und einer EZB-Bilanzsumme von 10 Billionen Ciao zum Euro sagt.
        Bella Italia.

        Übrigens: auch für Sehr-viel-besser-Verdiener gibt es einen neuen Grund einen Wohnsitz in Italien zu nehmen: es gibt jetzt neu die 100.000 FlatTax.
        Auch wenn Sie in Dummland als Unternehmer 10 Mio. verdienen: macht nix, sie wohnen am Gardasee, überweisen jeden Januar 100.000 ans italienische Finanzamt und gut ist.
        Sie müssen nicht mal mehr eine Steuererklärung einreichen.
        Die Steuerpflicht in Dummland ist damit auch erledigt, es gibt ein Doppelbesteuerungsabkommen.
        Sag noch jemand, Draghi würde mit den geschenkten 350 Milliarden (von uns/Brüssel) nix vernünftiges anstellen.

        Wieder ein Grund…..

    • Maruti:
      Ich frage mich ohnehin, was von den offiziellen Statistiken zum Goldvermögen einzelner Länder zu halten ist.
      Putin oder Xi werden wohl kaum bekanntgeben, was sie gebunkert haben und was sie dazukaufen. Obwohl es auch in diesem Zusammenhang Tiefflieger gibt. Etwa solche, die erhebliche Bestände im Ausland aufbewahren (Deutschland) oder jene, die ihre Bestände verscherbelt haben (Kanada).

  4. @Anaconda

    Charles De Gaulles Handeln ist korrekt beschrieben, ist aber nur die Folge oder das Symptom tieferer ökonomischer Prozesse. Claro, dasselbe gilt für Nixon – auch er zeigte sich in dieser Causa als gesamtideelle Charaktermaske übergeordneter Entwicklungen.

    Gleich 2 Weltkriege zehrten bereits an der Substanz, der verheerende Vietnamkrieg war aber mit einem von Gold gedeckten Dollar nicht mehr darstellbar.

    Der noch fundamentalere Grund liegt aber im Ende des sog. ‚Wirtschaftswunders‘ begründet. Die Nachkriegskonjunktur konnte noch so etwas wie autochthones Wachstum simulieren. Das war für das Wohlgefühl der Menschen angenehm, aber vor allem erinnerte es daran, dass der Ponyhof Marktwirtschaft NUR und AUSSCHLIEßLICH über Wirtschaftswachstum auf immer höherem Niveau funktionieren kann. Nun gut, alles hat ein Ende, nur die Wurst hat 2 [powered by @Krösus].

    Dem Wachstum ging quasi von ganz alleine dis Puste aus. Der EWIGEN Steigerung der Güterproduktion sind eben systemimmanente Grenzen gesetzt. Und die hängen mit der tendenziell verringerten Wertschöpfung trotz – oder gerade wegen – der massiven Ausweitung des Produktionsniveaus zusammen. Alle Märkte sind irgendwann kolonialisiert und dem Wachstum wird allmählich die Luft abgedreht.

    Wachstum war fortan nur noch über Schulden realisierbar.

    • @thanatos
      Wachstum ist immer nur über Schulden machbar.
      Das ist ein Naturgesetz, lieber Thanatos.
      Nehmen Sie mal den Baum.
      Der muss erst mal Schulden machen, bevor er wächst. Indem er Nährstoffe, Co2 und Wasser der Erde und Luft entnimmt.
      Danach führt er einen Teil wieder zurück.
      Und auch Thanatos kann nicht gedeihen, ohne Schulden. Er bekommt auch erst mal das Essen und bezahlt hinterher.
      Es ist der Zeitfaktor, welcher Wachstum und Schulden ausmacht.
      Jedoch muss jede Schuld einmal beglichen werden, in irgendeiner Form.
      Geldschulden können auch ohne Geld beglichen werden. Zum Beispiel im Arbeitslager. :)
      Jeder Bürger hat mittlerweile 100.000 Euro Schulden.
      Wohlhabende können das dann in Geld begleichen, die anderen müssen eben arbeiten. Bis 75 etwa und geringere Löhne oder das besagte Lager :).
      Sie werden schon sehen.
      Naturgesetze sind nicht zu ändern, nur umzuformen. Die Energie bleibt immer erhalten.

  5. Wie verzweifelt die Sozialstaaten sind, erkennt man an diesen neuesten dummdreisten Forderungen;
    Superreiche sollen 99% Steuer zahlen um Coronafolgen zu lindern oder Bezos könnte der ganzen Welt Impfstoff kaufen, welchen man dann in den Müll wirft, oder einmalige Vermögensabgabe von Superreichen mit der Yacht, weil sich jene durch Corona bereichert haben indem ihnen der Staat das Geld in den Rachen geworfen hat.
    Geldzahlungen sollen begrenzt werden, damit die 80 Jährige im Stadtpark um 2 Uhr morgens sicher ihr Tütchen mit Koks kaufen kann usw.
    Ach ja, der Mindestlohn soll auch um 1.000 angehoben werden, damit ja keiner auf die Idee kommt vor 10 Uhr den Tag zu beginnen.
    Das natürlich all das völlig zum Scheitern verurteilt ist, das erwähnt man vorsorglich nicht, dafür hätte man auch ein Minimum an Verstand benötigt.
    Und zu allerletzt, der Aprilscherz, eine 2 oder 3 G Regel für den Konsum.
    Letztlich noch das Vernünftigste Argument gegen die Impfung. Denn, der Ungeimpfte konsumiert dann nicht und kauft dafür Gold oder Silber.
    Jetzt bei diesen noch die Preise runter, aber nur für alle Ungeimpften Rentner.
    Deshalb muss schnell der Ungeimpften Ausweis kommen.

    • @Catpaw

      „Obszöner Reichtum“ ist immer nur über die Verschuldung anderer machbar.
      Das ist ein Naturgesetz, lieber Renegade.
      Nehmen Sie mal einen Oligarchen.
      Der muss sich erst bereichern, bevor er zu einem Problembär wird. Indem er der Gesellschaft alle Nährstoffe, Wasser der Erde und Luft entnimmt.
      Danach wird ein Teil wieder zurückgeführt. Naturgesetze sind nicht zu ändern.
      https://www.faz.net/aktuell/finanzen/finanzmarkt/china-geht-gegen-tech-unternehmen-vor-aktienkurse-fallen-17479176.html
      Putin hat Russland so stabilisieren können, China exerziert es gerade durch [操練], nur in den USA steht die Bereinigung noch aus. Sie werden schon noch sehen.

      Und auch Toto kann nicht gedeihen, ohne das Hamstern.
      Es ist der soziale Faktor, welcher Reichtum ‚obszön‘ oder wohltätig werden lässt.
      Jedoch muss jede Schuld einmal beglichen werden, in irgendeiner Form.
      Deren Energie bleibt immer erhalten. Ein Naturgesetz.
      https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/oxfam-fordert-99-prozent-sondersteuer-fuer-superreiche-17481534.html

      • @Thanatos:
        Der Hauptfaktor für obszönen Reichtum Einzelner ist die obszön unendliche Dummheit der jeweiligen Kunden.
        NIEMAND muss bei Amazon bestellen, ein IPhone oder irgendwas von Microsoft kaufen.
        Wo ist Jeff Bezos, wenn ab morgen keiner mehr bei den Steuerhinterziehern bestellt ?
        Wo ist Bill Gates, wenn die Leute Open Office nutzen ?
        Wo ist Elon Musk, wenn die Leute den Tesla-Schrott nicht mehr kaufen ?
        Eben !
        Wir könnten die alle aushungern, wenn die Masse nicht so doof wäre.

        • @pumuckl
          So einfach ist es leider nicht.
          Erst haben die Grosskonzerne die kleinen Einzelhändler mit Dumpingpreisen vertrieben und ruiniert und nun, da keine Konkurrenz mehr da, kann man die Preise diktieren.
          Sicher, keiner muss bei Lidl, Aldi oder Ikea kaufen. Aber haben Sie eine Alternative ?
          Alternativen zu schaffen, wäre Aufgabe der Regierenden.Den Einzelhandel, den Kleinbetrieb zu fördern. Aber nein, den melkt man wie die Kuh und schmeisst dafür dem Musk das Geld hinterher.
          Und wer über Bezos, Musk oder Gates schimpft, sollte erst mal bei der Regierung anfangen. Denn die hat den Moloch genährt und hofiert und tut es immer noch.Steuerfrei und Milliarden Zuschüsse.
          Der Kunde kann nichts dafür.
          Oder wer rodet einen ganzen Wald vor Berlin, damit der Musk sich ansiedeln kann, wer lässt Amazon ins Land, wer stellt bei den Behörden den Windows Schrott zu Wucherpreisen auf ?
          Wer zwingt einem bargeldloses Zahlen auf, mit der Apple App oder wer fordert die Corona App und ähnlichen Unsinn ?
          Der Fisch stinkt am Kopf zuerst, Freunde.

          • @Maruti
            Alternativen zu Aldi und Lidl: Bauern- und Wochenmärkte. Oder direkt beim Bauern. Der Rest bei REWE.
            Dort die regionalen Produkte. Geht wunderbar.

            IKEA: nur Schrott. Holzmöbel von Lukaschenko, weil schön billig.
            Stattdessen ein kleines Möbelhaus mit ausgewählten Herstellern.
            Im Kaminzimmer seht ein sagenhaftes neues Sofa aus Polen (in italienischem Design). Qualität , die in 20 Jahren noch Freude macht. Oder eben die Markenware aus Italien, teuer aber KLASSE.

            Des Meisters neues Notebook kommt direkt von DELL, da haben Amazon, Mediamarkt etc. keinen Cent dran verdient. Als Software läuft darauf Linux. Kein Cent an Microsoft.
            Unsere Autos kommen aus Japan.
            Kleidung von einem mittelgrossen Fachgeschäft in einer Kreisstadt in der Nähe. Bio-Baumwolle, Fairtrade und fast alles aus Herstellung in Europa.
            DAs ist das Markenzeichen dieses Händlers. Es geht ihm prächtig.
            Man zahlt für Qualität und nicht für ein wertloses Markenzeichen.
            U.S.W.
            Der Trick ist auch Qualität, die (fast) ewig hält.

            Es geht !
            Und es ist einfacher als man denkt.
            Heute ist hier Bauernmarkt, 5 Minuten mit dem Radl.

            Es gibt keine Ausreden: die Masse ist dumm und faul und durch ihre Dummheit und Faulheit dafür verantwortlich, wie es aussieht.

            Wie komme ich jetzt zu EM ?
            Wenn ich vom Bauernmarkt zurück bin sehe ich hier noch mal rein, ob mir das Kartell noch mal einen Rabatt zum Wochenende schenkt.

            NUR EM überlebt die nächsten 3 Jahre (persönliche Meinung).

      • @thanatos
        Was die deutsche Vermögens ungleichheit anlangt, sollte diese NGO mal auf Cubs, Venezuela, Nigeria, Sudan, Kamerun sehen.
        Oder Russland, China, Nordkorea oder VAE, Äthiopien, Kongo, Südafrika…..
        Da gäbe es viel nachzufragen.
        Aber den Mut hat man wohl nicht. Bei deutschlands Weicheiern ist es jedoch einfach. Da existiert die Abnick Kultur mit den
        Ein Buchstaben Worten, welche man nicht sagen soll.

  6. @ Thanatos
    Super Kommentar; ein paar Fremdwörter
    weniger und die Anzahl ihrer begeisterten
    Leser wird sprunghaft ansteigen.

  7. @Pumuckel
    Sehr gute Ausführung.
    Habe meiner letzten Partnerin genau das versucht zu erklären. Ohne Erfolg.
    Dazu fällt mir nur das Zitat von Albert Einstein
    ein, welcher hier geboren wurde:
    2 Dinge sind unendlich; die Dummheit der Menschen und das Weltall.
    Wobei ich mir beim Weltall nicht ganz so sicher
    bin!

  8. @Donaustreuner

    Lieben Dank, das ist sehr nett.

    Und claro, ich werde mich gerne um mehr Kkarheit bemühen. Ich will schließlich verstanden werden.

    Konfuzius sagt: Wat nit es, dat kann noch wäde.

  9. Pumuckl:
    Sie haben vollkommen recht, man sollte bewusst einkaufen, auf Qualität setzen, die kleinen Erzeuger stärken und die Marktbeherrscher und Ausbeuter umgehen. Und Sie liegen auch richtig, wenn Sie sagen, dass viele Menschen mit Scheuklappen durchs Leben gehen.
    Aber es gibt auch tatsächlich diejenigen, die es nicht können. Die Alleinerziehenden, die Niedriglöhner, viele Renter (insbesondere Rentnerinnen, die Kinder großgezogen haben), etc.. Da gibt es nicht wenige, die am Monatsende ihre Pfandflaschen zusammensuchen, damit sie sich noch etwas zu essen kaufen können. Diese Leute sind auf die Discounter angewiesen. Das Problem ist, dass diese Menschen keine Lobby haben.
    Wir lassen uns jeden Tag die Mär von den reichen Deutschen um die Ohren hauen, sanieren die Welt und schütten jedes Problem mit Geld zu, anstatt es zu lösen. Und wir dulden eine Politik, der die Menschen egal sind und die eine Umverteilung von unten nach oben ermöglicht. Wie kann es sein, dass ein Sesselwärmer in einem Vorstand das 200 – 300-fache eines Arbeiters verdient?
    Mir ist schon klar, dass man in diesem Zusammenhang niemals eine wirkliche Gerechtigkeit wird herstellen können. Aber das derzeitige System ist krank und parasitär. Wenn der zu erwartende Crash in diesem Zusammenhang eine Veränderung bringen sollte, dann freue ich mich darauf.

    • @Racew
      Das Problem mit den „unteren 50 %“ ist mir wohlbekannt.
      Wir waren als Studenten arme Kirchenmäuse.
      Aber auch die müssen nicht zu Aldi.
      Auf dem Bauernmarkt ist es nicht viel teuer als im Supermarkt. Zudem gibt es auch immer Ware „die nicht so schön ist“, da reicht es schon wenn die Möhre krumm ist und es gibt super Preise, voll konkurrenzfähig zu Aldi.

      Natürlich kann man da keine Fertigpizza oder Miracoli kaufen.
      Aber wenn ich die 3 Euro für so eine TK-Pizza sehe, 2 Personen, da mach ich sogar in Bio noch besseres Essen für weniger Geld. OK, ist komplizierter als Karton auf und in die Mikrowelle.
      Da sind wir wieder bei Faulheit.

      In den USA erkennt man die armen Leute daran, dass sie sehr fett sind.
      Billiges Junk Food im Massen statt mal ein Apfel und ein Salat.

      Gerechtigkeit gibt es nie.
      Wir sehen die Menschheit in 3 Gruppen eingeteilt (egal welches System).
      1.) Die Guten/Klugen (das sind aber nur 10 %)
      2.) Die bequeme, faule, dumme Masse (80 %)
      3.) Böse und Gierig (10 %).

      So jetzt stellen wir uns mal vor, wir entdecken einen neuen Kontinent, mit diesem „Humankapital“.
      Keiner hat Ahnung von Kapitalismus oder Sozialismus.
      Es geht einfach los.

      Im Idealfall übernehmen die Guten/Klugen die Führung.
      Die Gruppe BÖse/Gierig will aber auch nach oben und hat wenig Hemmungen.
      Es folgt: der Kluge gibt so lange nach, bis er der Dumme ist.

      Spätestens nach 15 Jahren ist Gruppe 3 an der Macht.
      Gruppe 1 denkt : wird schon nicht so schlimm kommen, uns geht es ja noch gut……..
      Gruppe 2 wird schlicht mit Brot und Spielen ruhig gehalten.

      Gruppe 3 baut die Macht weiter aus.
      Jetzt wird Gruppe 2 zu Arbeitsameisen degradiert und nur noch so weit mit Brot und Spielen versorgt, dass der Machtapparat nicht die Kontrolle verliert.
      Teile aus Gruppe 1 werden zu Mitläufern, andere ziehen den Kopf ein und wollen keinen Ärger, die echt klugen gehen.

      NA, ist Ihnen aus der (deutschen) Geschichte die eine oder andere Parallele eingefallen ?

      Egal welches System: am Ende sind immer die bösen/gierigen Narzissten an der Macht.

      Wie immer: es hilft nur EM.
      Kann man keine Nullen streichen und mitnehmen kann man es auch.

  10. @pumuckl
    Gute Nahrung macht tatsächlich viel aus. In meiner Jugend hatte ich Zeiten, wo am Monatsanfang bereits die Kohle knapp war und spätestens die letzte Woche nur noch Billignudeln mit Billigstfertigsoße gab.

    Zu meiner Zeit im Speckgürtel von Muc gabs dann endlich Obst und Gemüse vom Feldverkauf (nicht ganz so billig wie das Zeug vom Discounter, aber allemal preiswert und schmackhaft) und gutes Fleisch vom Biolandwirt vom Nachbardorf (weniger Masse, mehr Klasse und letztlich jeden Cent wert).

    Heutzutage gibt’s Obst und Gemüse aus dem Garten, selbst die Nudeln mach ich mittlerweile selbst. Herrlich zuträglich für die Gesundheit ist übrigens selbstgemachtes Kimchi. Mein ältestes wird im Herbst 3 Jahre und das fermentierte Bayerisch Kraut immerhin schon 2.

    Übrigens, zur Mahnung habe ich hier einige Tausender und Hunderter aus der Zeit zum Ende des Kaiserreichs, welches damals von meinen Altvorderen in einem Koffer versteckt wurde. Wiedergefunden wurde es leider zu spät. Allerdings gut für mich zur Warnung. Sie wissen schon, wieder ein Grund.. ;-)

  11. @Pumuckl
    Bravo – komplett richtig erkannt; mir aus der Seele geschrieben!
    Mit genau solchen Führungskräften hatte ich die letzten Jahre zu tun: absolut egomanische Psychopathen, nur mit sich selbst beschäftigt, immer gut dastehen und nebenbei andere vernichten, wenn es ihnen selber nützt! Von der ständigen Lügerei ganz zu schweigen… Null Anzeichen für soziale / emotionale Kompetenz!
    Deshalb vor kurzem den job gewechselt (in ein kleineres Traditionsunternehmen) – und siehe da: eine völlig neue Welt eröffnet sich! Aber man hat ja auch selbst eine Mitschuld – zu bequem für einen Wechsel…? Klares „JA“ – aber ich habe es gemacht und nicht bereut!
    Und ansonsten bleibt wie bisher alles bei EM – in aurum veritas!
    Dr. GoldenEye (alle Kassen)

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    • @Dimitri
      Wahnsinn wie die uns auf die Pelle rücken, immer mit der Ausrede Kriminalität bekämpfen zu wollen.
      Dabei ist es genau ungekehrt, den fleissigen Mann bekämpfen sie und beuten sie aus und die Kriminellen dürfen weiter werkeln wie es ihnen beliebt. Gehören sie doch selber dazu. Die ganzen EU Bonzen.

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