Dienstag,23.April 2024
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China im Goldrausch: Schweiz lieferte im Januar 77 Tonnen

Die Schweizer Goldimporte haben sich im Januar fast verdoppelt. Der überwiegende Teil ging nach Asien. China erhielt alleine 77 Tonnen.

77 Tonnen Gold nach China

China hat gleich zum Jahresauftakt 77,8 Tonnen Gold im Wert von 4,4 Milliarden CHF (4,6 Mrd. Euro) aus der Schweiz erhalten. Das geht aus dem aktuellen Monatsbericht der Eidgenössischen Zollverwaltung hervor. Eine größere Tonnage als im vergangenen Januar passierte diesen Lieferweg zuletzt im Juli 2022. Damals waren es 80 Tonnen im Wert von 4,3 Milliarden CHF.

Gold, Goldbarren, China (Bild: Goldreporter)
Die Schweiz lieferte im Januar die größte Goldmenge seit Juli 2022 nach China. Hintergrund: Schweizer Raffinerien bedienen bis zu zwei Drittel der weltweiten Nachfrage nach verarbeitetem Gold (Bild: Goldreporter)

Schweizer Goldexporte

Insgesamt sind die Schweizer Goldexporte im Januar förmlich explodiert. Denn gemeldet wird eine Liefermenge von 206,97 Tonnen im Wert von 11,68 Milliarden CHF. Damit ergibt sich ein Anstieg von 89 Prozent gegenüber Vormonat und ein Plus von 52 Prozent gegenüber Vorjahr.

Zu den größten Abnehmern im Januar gehörten außerdem Hongkong mit 44,57 Tonnen, Indien mit 14 Tonnen und die Vereinigten Arabischen Emirate mit 13,69 Tonnen Gold. Rechnet man die Lieferungen an alle asiatischen Länder zusammen, so kommt man auf rund 190 Tonnen.

Auch Goldimporte stark gestiegen

Aber auch die Goldlieferungen in die Schweiz sind im Januar stark angestiegen. Denn mit 206,19 Tonnen sehen wir eine fast identische Menge an Goldimporten. Der Wert betrug allerdings nur 9,19 Milliarden CHF, da immer auch Gold mit geringerem Feingehalt bei den großen Schweizer Raffinerien angeliefert wird.

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Gold aus den USA und … Russland

Größter Lieferant waren die USA mit 30,9 Tonnen, gefolgt von Usbekistan und Kasachstan mit jeweils 17 Tonnen. Auch aus Deutschland kam mit 10 Tonnen mehr Gold als üblich in die Schweiz. Denn im vergangenen Jahr waren es durchschnittlich nur 4,6 Tonnen im Monat.

Außerdem gelangte erneut auch russisches Gold in die Schweiz. Denn laut der Statistik summierten sich diese Lieferungen im Januar auf 5,7 Tonnen. Eigentlich ist der Import aus Russland sanktioniert. Allerdings befindet sich weiterhin Gold mit russischem Ursprung weiterhin auf dem europäischen Goldmarkt und wird deshalb häufig noch entsprechend deklariert.

Alle weiteren Details über die Liefermengen im Januar entnehmen Sie den Tabellen oben. Hinweis: Bei dem genannten Metall handelt es sich gemäß der Eidgenössischen Zollverwaltung um „Gold, einschl. platiniertes Gold, in Rohform, zu anderen als zu monetären Zwecken (ausg. als Pulver)“.

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12 Kommentare

  1. Man kann zu 100% davon ausgehen, dass China eine neue Leitwährung installiert, zusammen mit den BRICD Staaten wird es eine Rohstoff gedeckte Währung sein.
    Gold und andere Edelmetalle, aber auch Kupfer, womöglich seltene Erden und Öl werden enthalten sein.
    Ob diese Währung besser als die derzeitigen Leitwährungen sind weiss ich nicht, aber sie werden
    dem Dollar, Pfund, Jen und womöglich auch dem Eiro oder Franken den Garaus machen.
    Eine Währung kann immer nur so stark sein, wie die Menschen dahinter und die sind in diesem Falle eindeutig in der Überzahl.
    Übrigens, wer meint, Gold oder Silber wären kein Inflation
    Schutz, der kennt den Begriff Inflation nicht und sollte mal die Türkei besuchen.

    • @Maruti
      Kann gut sein. Europa soll sich angeblich auch auf einen inoffiziellen AU-Anteil am BIP pro Land „eingepegelt“ bzw abgesichert haben. Natürlich viel zu wenig und das doofe D hat ja noch was zu verteilen. Wenn sich da jemand gedacht hatte „Ja, super, machen wir die Umverteilung innerhalb der EU über die Schweiz“, dann sollte er nächstes mal mehr Hirnschmalz reinstecken, siehe Beitrag oben.
      Generell, wie muss ich mir eine „Rohstoff gedeckte Währung“ vorstellen? Angenommen Öl gehört mit in die Wahl. Wird dann ein fixer Währungsanteil damit gedeckt, also diese Rohstoffware hat keinen freien Marktwert mehr. Bricht dann der Handel mit diesen Gütern daraufhin nicht sofort ein, auch wenn ich eigentlich auf den Verbrauch von Öl angewiesen bin und nicht nur einlagern kann/will und Lieferländer die „Produktion“ nicht einfach stoppen können? (Wäre es so, hätte die grüne Ideologietreiberei das Vorhaben der Bricksies doch längst mit aller Macht angefeuert. Öl, das man wegsperrt, landet nicht in der Luft)
      Kupfer!! Bitte nicht, ich seh es schon kommen, dass die Jobfindung zum professionellen Entwender aus eigentlich funktionierenden, stromführenden Anlagen wieder eine Renaissance erleben könnte… Dann wird endgültig in der Energieverteilung alles auf Alukabel umgestellt. Was wohl der Schrotthändler des Vertrauens sagt, wenn ich 2 oder 3 Tonnen Aluminium als Zukunftsinvestition für den Safe haben will? (Kupfer ist schon genug in der Wand und auf den kleinen Nebendächern als Stehfalz eingelagert)

      • Dummkopf2:
        Dass eine rohstoffgedeckte Währung funktioniert, hat das Petrodollarsystem bereits bewiesen. Die Amis hatten diese etabliert, nachdem die Golddeckung 1971 aufgegeben worden war. S. Hussein und M. al Ghaddafi hatten dagegen aufbegehrt, weswegen die Amis ihren Ländern eine Zeitreise um 300 Jahre zurück spendiert hatten. Dass es sich bei Öl um ein Verbrauchsgut handelt, war und ist dabei nicht weiter relevant. Entscheidend ist, dass der Handel in einer bestimmten Währung abgewickelt wird. Wenn man dieses System nicht nur auf ein Gut, sondern evtl. auf eine Auswahl von Gütern (z.B. EM, Öl, Weizen, Uran, etc.) erstreckt, dann müsste es umso resilienter werden. Wenn die BRICS-Staaten dieses Vorhaben vorantreiben, wird es wahrscheinlich interessant werden, denn die Amis werden sich das nicht gefallen lassen. Und ein von amerikanischen Marionetten geführtes Land in Europa wird auch dann wohl ohne Rücksicht auf eigene Verluste mitziehen.

      • @Dummkopf2
        Nur so ein Gedanke zur „Rohstoffgedeckten Währung“.
        Könnte man da als „Sicherheit“ nicht „einfach“ die als gesichert zur Verfügung stehenden Reserven (im Boden) heranziehen ?
        Also Saudi Arabien hat z.B. noch geschätzte xy Mio. Tonnen Erdöl im Boden, Brasilien xy Mio. Tonnen Eisenerz, Chile Kuper und Lithium, China……….
        Klar, da kann man auch wieder mogeln, aber besser Fantasiezahlen auf dem Bildschirm wäre es schon.

    • @Maruti
      Sollte so kommen das der BRICS+ Verbund eine Rohstoff gedeckte Währung einführt, dann stellen sich mir 3 Fragen. Nehmen wir an, Oil, Natural Gas, Copper, Gold, Silver, u.a. Welche Auswirkungen wird dies auf die angesetzte Rohstoffe, d.h was die Preis Entwicklung angeht? Zweitens, sollte die USA und der Teil des Westens der an denen hängt massiv Abwerten, welche Schritte werden die übernehmen? Da kommen mir im Sinn Sachen wie: Stellvertreter Kriege, destabilisieren von BRICS Partner Staaten (-Putsch Versuche, eliminieren von unbeliebten Politiker und Kritiker. Gruß an die CIA. Achtung fake news!?). Ausserdem werden die, die Rohstoff Produktion massiv anheben müssen um überhaupt mithalten zu können. Da kommen wir zu Gold in privat Besitz, alles was für den Staat sichtbar und greifbar ist, wird gerne genommen. Erstmal durch Parolen für die Gemeinschaft und den Werten Westen, danach durch staatliche Eingriffe.
      Wer bis jetzt seine Edelmetalle nicht anonym gekauft hatte, womöglich noch in einem Bank Tresor lagert, sollte sich mal langsam Gedanken machen bevor solche ein Situation eintritt.

  2. Ich verstehe das generell irgendwie nicht. Die anderen Länder einmal außen vor und einmal davon abgesehen, dass ich mir AU nicht in der Einheit „Tonne“ im Erdnusshirn verdenken kann. Wer oder was kann oder muss in Deutschland über 8 Tonnen in einem Monat an die neutrale Dielersippe verticken? Das sind doch nie und nimmer die Privatpersonen. Wer braucht denn da schnell Cash? Man möchte eigentlich meinen, dass es uns ja nicht soooo schlecht geht. Zumindest nach den öffentlichen Meinungen. Oder sind das die Überbleibsel von dem, das eigentlich nicht aus RUS kommen dürfte bzw ein Reinigungsroboter aus versehen Glitterdreck aus der noch guten Nordstreamröhre heraus geschoben hat?

    • @Dummkopf^2
      kleiner Mathespass, um das eventuell anschaulich zu machen:
      8 Tonnen Gold geteilt durch 42 Millionen Haushalte in D = ca. 0,2 g Gold pro Haushalt (Januar 2024).
      Das konnte bestimmt jeder entbehren.
      Bei manchen geht das schon durch intensives Zähneputzen in den Abwasserkanal.

      • @Ammit
        schöner Gedankengang. Danke dafür.
        Ich denke mir auch immer: Verschuldung pro Kopf 29t EUR in Deutschland. Hört sich jetzt auch nicht sooo viel an. Aber wenn ich mir denke, wie viele nichts haben, außer Schulden. Gut, manches sicher auch selbst verschuldet, weil der Urlaub muss sein und das Protzauto auch. Aber gibt genug, die nichts dafür können. Dann ist es doch wieder viel. Der nette Lastenausgleich lässt schöne Grüße hier…

    • @Dummkopf^2
      Ach so, wenn wir uns alle beim Zähneputzen anstrengen und hoffen, dass die Stömung richtig steht, braucht die Regierung gar nicht erst über die Schweiz laufen, aufdass in St. Petersburg einen reichhaltige Goldmine entsteht.

      • @Ammit
        Das würde erklären, warum man öfter von Modernisierung der Kläranlagen hört. Und iritierende Ergebnisse, ala „Wir haben festgestellt, dass das Hormon X und diese Viruslast Y erhöht im Abwasser sind und wir folgern daraus…“ heraus kommen. Da wird nichts erwähnt, dass die neue Goldgrube eigentlich keine Modernisierungskosten am Jahresende entstehen lässt ;-)

        • @Dummkopf^2
          sehr schön geschluß volkert.
          Wenn es ein Zeichen gibt für „Ich hau mich weg, muss das aber leise tun“ So vielleicht: :-I :)
          Gud nächtl.

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