Freitag,30.September 2022
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Dem chinesischen Wirtschaftssystem geht die Luft aus

Im Kontext der Immobilienblase, einer konjunkturellen Abkühlung und geopolitischer Konflikte hat die Zentralbank in China eine neue Zinssenkung beschlossen. Im Reich der Mitte bricht eine neue Realität an.

Von Julien Chevalier

People`s Bank of China
Sitz der People`s Bank of China, der chinesischen Zentraqlbank – (Foto: asgam)

Ein langer Modernisierungsprozess

Nach mehreren Jahrzehnten des Maoismus übernimmt Deng Xiaoping 1978 die Führung des Landes und stößt zahlreiche liberale Reformen an. China schließt sich der großen Globalisierungsbewegung an, die von Ronald Reagan und Margaret Thatcher verkörpert wird. Dank billiger Arbeitskräfte und massiven, kontinuierlichen Investitionen, vor allem im Immobiliensektor, gelingt dem Land ein umfassender Entwicklungssprung, den man heute als „chinesisches Wunder“ betrachtet. Das BIP klettert 30 Jahre lang um mehr als 8 % jährlich und der Lebensstandard von fast 800 Millionen Menschen steigt über die Armutsgrenze. China avanciert zum größten Industrieproduzenten weltweit und zur zweitgrößten Volkswirtschaft nach den USA.

Da diese Wachstumspolitik von der Konjunktur der Weltwirtschaft abhängig ist, trifft die Finanzkrise von 2007-2008 die chinesische Wirtschaft besonders schwer. Um den Abschwung abzumildern, verstärkt die Regierung von Hu Jintao ihre Investitionen, beschließt ein Konjunkturprogramm in Höhe von 580 Milliarden Dollar und wertet die Landeswährung mehrmals ab, um Importe zu verteuern und den Preis der in China hergestellten Produkte zu senken. Diese Maßnahmen kurbeln den Außenhandel wieder an, aber Peking findet nicht zu den Wachstumsquoten vor der Krise zurück, weil die inländische Nachfrage infolge der sinkenden Geburtenrate und einer weiterhin sehr hohen Sparrate nur äußerst langsam steigt. (1)

(1) Die private Sparrate ist in China seit den 2000-er Jahren aus verschiedenen Gründen stark gestiegen (bevor sie nach 2008 stagnierte): Fragilität des Sozialsystems, prekäre Arbeitsbedingungen, Zunahme der privaten Verschuldung, stetig steigende Wohnkosten, geringes Vertrauen der Haushalte. Die Rate erreicht fast 50 % des PIB, d. h. 25 % mehr als in den meisten großen Wirtschaftsnationen.

Das Land begibt sich also auf die Suche nach neuen Wachstumsimpulsen und beschließt seine Wirtschaft zu diversifizieren und eine führende Rolle im Technologiesektor anzustreben. Der Aufstieg von Xi Jinping an die Spitze des Staatsapparats beschleunigt diesen Prozess dank des Projekts der „Neuen Seidenstraße“, mit dem China wirtschaftlich stärker an Europa und Zentralasien gebunden werden soll. Die Initiative vereint 68 Staaten mit mehr als 4 Milliarden Einwohnern, die zusammen fast 40 % der globalen Wirtschaftsleistung erbringen. Abgesehen vom Streben nach der Ausweitung seiner diplomatischen Macht sucht das Land auch neue Handelspartner in einer neuen Etappe der Globalisierung, in der sich Energiefragen zunehmend geopolitisch aufladen und Währungskriege intensivieren.

Parallel dazu fasst China Schritt für Schritt Fuß auf dem in Zukunft bevölkerungsreichsten Kontinent – Afrika – und wird zum größten Kreditgeber der Region.

Diese strategische neokoloniale Politik ermöglicht es dem Reich der Mitte, sich wichtige Rohstoffressourcen zu sichern und umfangreiche Infrastrukturprojekte (sowohl an Land als auch zur See) zu finanzieren, die für sein weiteres Wachstum notwendig sind.

Seidenstraße, China
Karte der Routen der Neuen Seidenstraße (Bild: The World Today)

2015 arbeitet China den Plan „Made in China 2025“ aus, in dessen Rahmen die Transformation von der „Fabrik der Welt“ zur „Produktionsgroßmacht“ gelingen soll. Die Regierung will sich von der Abhängigkeit der Industrie vom Ausland befreien und die Wettbewerbsvorteile des Landes gleichzeitig ausbauen.

Die Idee, Taiwan zu annektieren, passt zu diesem Ziel. Peking will die Halbleiterindustrie erobern und das taiwanesische Unternehmen TSMC unter seine Kontrolle bringen, das mit einem Marktanteil von mehr als 50 % weltweit führend ist. Diese für zahlreiche Branchen unverzichtbaren Vorprodukte – einschließlich der Auto-, Energie-, Medizin-, Militär- und Raumfahrtindustrie – stellen ein nicht zu unterschätzendes strategisches Streitobjekt dar.

Wenngleich die Außenpolitik Xi Jinpings sich an einer langfristigen Perspektive orientiert, die darauf abzielt, die „Wirtschaft von morgen“ zu dominieren, wird das Land aktuell von einer Immobilienblase erschüttert, die den Fortbestand seines Wirtschaftssystems in Frage stellt.

Eine beispiellose Immobilienkrise

Um das Wachstum zu stimulieren und in der Hoffnung, seine Bevölkerung weiter wachsen zu sehen, hat China den Immobiliensektor in den letzten 30 Jahren massiv unterstützt. Zusätzlich zur Erleichterung der Kreditbedingungen und zahlreicher Kapitalkontrollen hat die Intransparenz der chinesischen Börse dazu beigetragen, dass Immobilien als beste Investition für einen chinesischen Haushalt angesehen werden. Die Hypothekenkredite haben infolgedessen in den letzten 15 Jahren um mehr als 15 % jährlich zugenommen und die Preise sind immer weiter gestiegen.

Seit zehn Jahren versucht das Land den Markt zu regulieren. Verschiedene Reformen wurden eingeführt, aber der darauffolgende Wachstumsrückgang hat die Regierung dazu veranlasst, ihre Investitionspolitik in den Immobiliensektor und die Infrastruktur, die zusammen 40 % des BIP des Landes ausmachen (20 % mehr als in Europa oder den USA) zu verlängern und sogar zu verstärken. China ist bewusst geworden, dass ein Schuldenabbau unmöglich ist, wenn das nicht zum Preis des Platzens der Immobilienblase und einer tiefen Rezession geschehen soll. Die Regierung von Xi Jinping hat sich daher für das Gegenteil entschieden: sich noch weiter zu verschulden.

Schuldenquote, China
Gesamtverschuldung Chinas (in % des BIP)

Der immer schneller voranschreitende demografische Rückgang und die wirtschaftliche Abkühlung im Zusammenhang mit der Coronakrise haben China nun an die Folgen einer exzessiven privaten Verschuldung erinnert. Die Bevölkerung altert schneller als erwartet und die Geburtenrate ist auf ein historisches Tief gesunken. Aufgrund anhaltender Spekulationen nimmt das Angebot gleichzeitig weiter zu, während die Nachfrage wegbricht.

Die Insolvenzen von Bauträgern häufen sich, da zahlreiche Gesellschaften ihre Immobilien schon im Voraus verkaufen, bevor diese überhaupt fertiggestellt sind. Der mit 300 Milliarden Dollar verschuldete Konzern Evergrande hat im Dezember letzten Jahres Insolvenz angemeldet und noch keinen Plan zur Umstrukturierung seiner Schulden vorgelegt, obwohl dies spätestens bis zum 31. Juli vorgesehen war.

Die Krise hallt auch im Bankensektor wider. Insbesondere die lokalen Banken (die im Gegensatz zu den Großbanken auf Landesebene nicht staatlich kontrolliert werden) haben aufgrund riskanter Kredite und komplexer strukturierter Finanzprodukte mit ernsten Liquiditätsproblemen zu kämpfen. Die Aktien der China Merchants Bank und der Ping An Bank Co, zwei der größten privaten Kreditgeber des Landes, sind seit Jahresbeginn um 32 % bzw. 25 % gesunken.

Zudem haben zahlreiche chinesische Bürger beschlossen, die Rückzahlung ihrer Kredite einzustellen, da der Bau ihrer Immobilie unterbrochen wurde. Diese Streiks gehen einher mit Demonstrationen in mehr als 90 Städten.

Die Verkäufe von Wohneigentum sind rückläufig. Im Juli wurde im Vergleich zum Vorjahresmonat ein Minus von 28,9 % verzeichnet und das Transaktionsvolumen sinkt seit mehreren Monaten. Da zahlreiche Bauprojekte gestoppt wurden, bleiben die Wohnungen leer. Die Zeitung Asia Nikkei berichtet, dass das Land 27 Geisterstädte von der Größe New Yorks errichtet hat, in denen theoretisch mehr als 65 Millionen Menschen leben könnten – das entspricht der Einwohnerzahl ganz Frankreichs.

China. Geisterstadt
Thames Town, Provinz Shanghai. Eine von vielen Geisterstädten (Foto: Overblog)

Angesichts dieses Einbruchs hat die Chinesische Volksbank eine neue Zinssenkung beschlossen (die erste fand am 15. August statt), um die Wirtschaft anzukurbeln und die Nachfrage im Immobiliensektor zu stützen. Der Referenzzinssatz für Hypothekenkredite liegt nunmehr bei 4,3 %, ein historischer Tiefstwert. Mit dieser Entscheidung werden weitere Unterstützungsmaßnahmen ergänzt, die darauf abzielen, die kleinen und mittelgroßen Banken zu stärken. Als übergeordnetes Ziel soll die Liquidität erhöht werden, um die Kreditmaschinerie wieder anzukurbeln und die Aktivität des Sektors am Laufen zu halten.

Eine ungewisse Zukunft

Die Krise stellt eine Belastung für die Regierung von Xi Jinping dar. Sie beeinträchtigt das Wachstum, schwächt das Vertrauen der Haushalte entscheidend und unterstreicht verschiedene strukturelle Schwächen im Inneren der chinesischen Wirtschaft.

Wie Japan Ende der 1980-er Jahre wird nun auch das Reich der Mitte von einer Immobilienkrise, dem Rückgang der Geburtenrate, einer stark überhöhten Privatverschuldung, einem Sparüberschuss und einem schwachen inländischen Verbrauch heimgesucht. Zu Beginn der 1990-er Jahre bricht die berühmte japanische Finanzkrise aus und signalisiert den Beginn einer langen Deflationsspirale, unter deren Folgen das Land noch heute leidet. Aus heutiger Perspektive scheint China langsam in dieses Szenario abzugleiten.

Die Investitions- und Schuldenpolitik kann nicht fortgesetzt werden, weil sie heute von der Immobilienkrise eingeholt wird. Weitere Herausforderungen wie der Klimawandel, die Null-Covid-Strategie, die Verschlechterung der chinesisch-amerikanischen Beziehungen und die Abkühlung der Weltwirtschaft verkomplizieren die Situation zusätzlich.

Um dieser Spirale zu entkommen, muss das Land sein Wirtschafsmodell reformieren. Es muss seine Investitionen zurückfahren (viele sind nicht länger produktiv) und seine Unterstützung stärker auf den Verbrauch im Inland richten. Diese Umstellung erfordert eine Reduzierung der Einkommensunterschiede, um das Vertrauen der Haushalte zu erhalten und schließlich zu stärken. Trotz der Entstehung einer Mittelklasse geht die Schere zwischen Arm und Reich derzeit weiter auf. Die wohlhabendsten 1 % besitzen heute 30 % des nationalen Vermögens, während die ärmsten 25 % der Bevölkerung lediglich 1 % besitzen.

Die Regierung kann diese Unterschiede reduzieren und die Nachfrage stützen, indem sie ihr Sozialsystem ausbaut, den Zugang zu Wohnraum für die Ärmsten verbessert, die Löhne erhöht, die Steuerpolitik überarbeitet, die Kreditvergabe stärker zugunsten produktiver Investitionen ausrichtet und bestimmte Sektoren subventioniert.

Diese Transition wird unweigerlich einen Rückgang der Wirtschaftsaktivität zur Folge haben, aber falls der Status Quo fortgeführt wird, wird der Abschwung noch viel stärker ausfallen. Wenn sich China weiterhin auf unrealistische Wachstumsziele versteift und die eigenen Schwächen nicht anerkennt, riskiert das Land in eine lange und schmerzhafte wirtschaftliche Stagnation abzurutschen und vor allem noch lange ein „Schwellenland“ zu bleiben.

Quelle: GoldBroker.com

Zum Autor: Als Student der Finanzwissenschaften und Redakteur bei Le Vent Se Lève hat sich Julien Chevalier auf Fragen der Geld- und Währungspolitik sowie auf die Rolle der Zentralbanken spezialisiert. Er ist überzeugt, dass eine andere Geldpolitik möglich ist und interessiert sich insbesondere für deren Einfluss auf wirtschaftliche und politische Entscheidungen.

Hinweis: Meinungen oder Empfehlungen im Rahmen von Gastbeiträgen geben die Einschätzung des jeweiligen Verfassers wieder und stellen nicht notwendigerweise die Meinung von Goldreporter dar.

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32 Kommentare

  1. Das alles ist ein Plan der USA und deren engster Verbündeter, welcher schon lange vor Trump begonnen hat.
    Wie richtig geschrieben wurde, erlitt Japan 1980 das gleiche Schicksal. Die USA zogen Japan den Stecker und nun tut man selbiges mit China.
    Der Grund ist, entweder ihr geht im Einklang mit uns, den USA, oder ihr kommt aus dem Dilemma nicht mehr raus.
    Durch all die globalen Probleme, welche auch durch das Zündeln der USA noch gefördert wurden, wurde und wird die Hegemonie der USA gestärkt.
    Wer etwas anderes glaubt, unterliegt einem gefährlichen Irrtum.
    Maruti meint und meinte schon immer:
    „Unterschätzt mir ja nicht die USA“

  2. Dem deutschen Wirtschaftssystem geht nicht nur die Luft sondern auch die Energie aus was viel schlimmer ist.Ein Problem welches die Chinesen gerade nicht haben.Dazu kommt die galoppierende Inflation.Habe gerade nach Ersatzketten für meine neue Top-Makita Motorsäge gesucht, die ich im Frühjahr für 200 Euro als Rückläufer gekauft habe.Beim Suchen über EAN -Nummer bin ich drauf gestossen, dasd der Preis dieser Säge inzwischen in Frankreich bei 500 Euro liegt.

    • Also jetzt mal ernsthaft, sowas kann ich nicht stehen lassen: die Makita-Kettensägen ist doch ganz und garnicht „top“. Alleine der Spannmechanismus, sowas von wacklig aus Platik konstruiert. Das billigster China-Schrott.

      • @Jetzt Erhältlich Nicht ohne Grund habe ich die alte Ausführung mit dem einfachen alten Spannmechanismus gekauft.In Verbindung mit einer guten Kette braucht man nicht viel nachspannen.Im Übrigen hatten ich für mein Häuschen im letzten Winter dank Dolmar und Makita nur 250 Euro Heizkosten für Gas und dieses Jahr wird es auch nicht viel mehr da ich dank völliger Verabschiedung aus dem Arbeitsleben mehr Zeit für den Kaminofen habe.

      • @jetzterhältlich
        Es ist ein fataler Irrglaube zu meinen, China produziert nur Schrott. Klar, wenn Makita hergeht und sagt, produziert unsere Säge zu 50 Dollar, wir willen sie dann um 500 Dollar verkaufen, bekommt Makita Schrott geliefert. Ansonsten kann der in Deutschland produzierte Schrott durchaus mit dem chinesischen mithalten. Auch was Maschinen, Werkzeuge oder Autos anlangt. Das können Sie mal bei Audi, BMW oder ehemals AEG nachsehen. Letztere gingen vor lauter Schrott pleite.
        Mittlerweile ist es in einigen Ländern eher ein Nachteil, wenn made in Germany draufsteht.
        Wie gesagt, das war mit der deutschen Qualität früher noch viel, viel schlechter. (Gerade bei Audi und BMW) Heute ist es besser, weil eben in China produziert wird.
        Plastikteile sind in vielfacher Hinsicht Metallteilen überlegen. Tragende Flugzeugteile, Rotoren von Hubschraubern, Propeller, Formel 1 Rennautos und vieles mehr, wird aus Kunststoffen gefertigt, weil es eben haltbarer und belastbarer ist und weniger zu Ermüdungsbrüchen oder Korrosionen neigt.

        • @maruti jaja, man kann sich alles hindrehen. Mein Eicher-Traktor hat ca. 0.001 % Plastik und ist nun seit über 40 Jahren in Verwendung und kann vollständig selbst gewartet und repariert werden. Das müssen die heutigen Plastik-Traktoren erstmal schaffen. Gerne können Sie mir erklären, wie Sie diese selbst reparieren würden. Ist ja so eine tolle China-Qualität. Plastik hält ja noch nicht mal Sonne aus ohne das die Weichmacher flöten gehen und es Brüche durch Sprödigkeit gibt. Aber klar bei ein paar Spezielanwendung wie Rotorflügel kann man Spezialplastik verwenden. Das hat aber überhaupt keine Aussagekräftigkeit. Und nein meinen Mercedes mit über 600000 km, übrigens vollständig in Deutschland produziert, werde ich sicher nicht gegen ein in China produziertes Auto austauschen. Seit die die Autos dort produziert werden, werden die Autos bis zur Schrottreife meist nur noch ca. 300000 km. Aber bitte jeder wie er mag, sie können sich gerne ein Top-China Modell in die Garage stellen, am besten noch mit dicker Lithium-Batterie aus Chile. Elektormobilität ist ja bestimmt ihrer Meinung auch viel besser als die alten Dieselschleudern. Das wars auch von mir zu diesem Thema!

          • @Jetzterhältlich
            Das Problem sind die BWL-Erbsenzähler (ich darf das sagen, war selber einer).
            Wenn es die Firma Eicher heute noch gäbe, wäre sie längst an AGCO verkauft worden und die Ingenieure müssten den Traktor unter der Fuchtel der Erbsenzähler aus der Hälfte des Metalls in der Hälfte der Zeit bauen.

            Wie bei Mercedes: wir hatten mal einen alten gebrauchten 240 D aus 1982 und danach einen 200er aus 1991. Klasse.
            Aus dem Material dieser 2 Autos bastelt Mercedes heute 4 Stück, aber mit nur 1/3 der Lebensdauer. Und die Dinger fahren kein Stück besser.
            Geiz ist nicht ge…, Geiz ist dumm.

          • @jetzterhältlich
            Ich will Ihnen mal was sagen:
            Wenn man so denkt, würden wir doch besser noch auf den Bäumen sitzen oder zumindest Pferde Kutschen fahren. Die konnte man auch selber reparieren und waren damit haltbarer.
            Es kommt eben immer darauf an, aber ohne technische Weiterentwicklung ist eine Zukunft des Menschen nicht möglich. Bei Insekten oder Rindern ja, aber nicht beim Menschen. Dieser wird nicht umsonst das “ Hirntier“ genannt.
            Und ja, ein Elektromotor ist besser, er hat einen höheren Wirkungsgrad und ist nahezu wartungsfrei und haltbarer. Haben Sie noch eine Waschmaschine von Miele ? Oder warum fahren moderne Loks mit Strom und nicht mit Dampf ?

        • @Maruti
          In China kommen pro Jahr 300.000 Ingenieure von den Unis.
          Und die können mehr als korrekt gendern und kommen mit 2 verschiedenen Toiletten aus.
          Es gilt das Prinzip: du bekommst die Qualität, die du bezahlst.
          Mein Laptop ist von Dell, super Qualität aus China.
          Der CD Player meiner Stereoanlage ist ein Testsieger von Harman Kardon, auch aus China.
          Medikamente, PV-Anlagen, Akkus……. die graben uns in längstens 10 Jahren komplett das Wasser ab.
          Aber glücklicherweise wird es dazu nicht kommen.
          Weil die Ampel das Land vorher in die Pleite getrieben hat.
          Und den Euro gleich mit.

          Habe gerade in einem NATO-Land in voller Unterstützung der Ukraine getankt, 1 km hinter der Grenze Debilistans.
          1,32 für Super E5.
          Für einen Liter.
          Merkt Ihr was ?

          METALL ist keine reine Geldanlage mehr, sondern finanzielle Selbstverteidigung.

    • @materialist
      Es ist keine Frage, dass die USA den europäischen Exportmarkt, insbesondere den deutschen ,nicht lieben.
      Und so musste man regelmässig den Dollar abwerten, mit negativen Folgen, wie Inflation.
      Wie sonst könnte man mit weniger qualitativen Produkten konkurrenzfähig sein ?
      Aber, es gibt auch einen anderen Weg:
      Man wertet nicht ab, sondern auf und kann trotzdem, nun teuer und mit gutem Profit verkaufen.
      Wie geht das ?
      Ganz einfach, man ruiniert die Konkurrenz, vornehmlich die deutsche Lokomotive und verpasst der einen Schuss. Dann entgleisen auch die hinteren Waggons.
      und jetzt müssen die beispielsweise das vermaledeite Fracking Gas zu jedem Preis kaufen. Und auch andere Produkte demnächst, wie die Teslas kaufen und nicht die verdammten Daimlers an uns, die USA, verkaufen.
      Deutschland soll ruhig die Führungsrolle im Ukraine Krieg übernehmen und sich dabei die Finger verbrennen.
      ( Das konnten die schon immer gut).
      Der Plan ist doch genial, nicht ?
      Könnte von mir sein. :)

      • @Maruti
        Fortsetzung:
        Und weil Blackrock und Freunde die wichtigsten Aktionäre der Konzerne in Debilistan sind, überzeugt man sehr einfach die Vorstände, gleich ganze Fabriken ins Land der billigen Energien zu verlagern.
        Auf dass die doofen Michels dann teure BMW, Audis und Mercedes made in USA aus US Billigstahl und von ex-MC Donalds-Angestellten zusammengebastelt kaufen mögen.
        Upps, das ist ja schon so.
        Wie gut die Boeing-Flugzeuge sind, hat sich ja mittlerweile hoffentlich herumgesprochen.

        Aber wie viele der stolzen Käufer eines Benz- der BMW SUV wissen schon, dass ihre Kiste
        Von Mc Donalds kommt.

  3. Die Silber-Bestände in den LBMA-Tresoren und in
    den „COMEX-Höhlen“ fallen kontinuierlich weiter, – hey: lies mich!
    und
    „folgerichtig“ fällt auch der Silberpreis (neue, absolut nicht nachhaltige Kaufmannsregel von Angebot und Nachfrage am EM-Markt).

    Mit den Börsen-Kursen fallen natürlich auch die Preise der edlen Metalle , aber
    Silber hält sich erstaunlich gut beim Abverkauf.
    Im o.a. Artikel sieht man deutlich, wie die Silberbestände in den Tresoren seit Monaten
    “wegschmelzen“ und man kann nachlesen, wie die Bullionbanken über die Silber-ETF
    (noch) den Silberpreis unten halten.
    ✌(༼•!•༽)✌

    • @klapperschlange
      Das schon, allerdings darf man nicht vergessen, dass gerade JP Morgan in den letzten Jahren Unmengen an Silber angehäuft haben. Auch GR berichtete davon.
      Möglicherweise trennt man sich nun von diesen Über- Beständen. Ich halte es für niemals gut, wenn Grossbanken hinausposaunen, dies oder jenes zu tun.
      Ich bin sicher, wenn der Silberpreis wieder auf 16-18 Dollar fällt, wird wieder aufgekauft und der Preis auf knapp 30 Dollar getrieben.
      Nach dem Motto, „kauft, weil JP Morgan auch kauft, das kann nicht verkehrt sein“.
      Ist es auch nicht, falls man Papiersilber hat und bei spätestens 28 Dollar wieder verkauft.
      Schau Dir den Goldpreis an. Den hat man von 2.050 Dollar auf nun 1688 Dollar gesenkt. Über 360 Dollar oder 18% runter.
      Problemlos, trotz Krise und Inflation.
      Die Frage ist jetzt, wann und wo beginnen die wieder zu kaufen und den Preis wieder auf über 2.000 zu treiben ?
      Bei 1.600 ? 1550 oder gar erst bei 1450 ( -30% ausgehend von 2050 Dollar) ? Das hatten wir schon ein paar mal.
      Manchmal möchte man eine Maus sein.

      • @Maruti

        Die „Credit Suisse“ meint, Gold könnte bis $1440,- absacken, wenn der
        Kurs unter $1690,- rutscht (ist ja schon passiert).

        https://www.goldseiten.de/artikel/551808–Gold-koennte-bis-auf-1.451~40–sinken-wenn-es-unter-1.691~76-schliesst–Credit-Suisse.html

        Ich frage mich täglich, was noch alles passieren muß, damit die vielen
        Schiffe und Boote . . . endlich den „Sicheren Hafen“ suchen und finden,
        um sich vor weiter steigender Inflation, Krieg, Insolvenz-Wellen, hohen
        Energiepreisen usw. zu schützen?
        Vielleicht müßten ein paar Ufo‘s mit Aliens vor dem Weißen Haus landen?

        Dr. Harry Dent mit seinen „verschwurbelnden Goldpreis-Prognosen“
        möchte ich jetzt nicht zitieren, obwohl wir ja aktuell wenig Gründe
        zum Lachen finden . . .
        ¯\_(ツ)_/¯

        • @Klapperschlange
          Möglicherweise (nur meine private Meinung), sehen wir auch den Beginn eines Krisen-Abverkaufs der schwachen Hände.
          Wir hier in Europa rennen ja in eine epochale Wirtschaftskrise rein, gleichzeitig beginnen die Immopreise rekordverdächtig zu sinken (München minus 7 % + 9 % Inflation macht minus 16 % real in nur 6 Monaten).
          Nach so einem Desaster muss man lange suchen.
          Ich kann mich an so einen Absturz nicht erinnern.

          In USA sinken Aktienkurse und Immopreise gleichzeitig, ein Desaster für den Normalbürger und seine Altersversorgung.
          Könnte ja sein, daß die normalen Leute nun an die Metallreserven gehen (müssen) , um das Eigenheim oder den kleinen eigenen Betrieb etc. zu retten.
          Und sehr viele Privatleute werden gerade andere Sorgen haben, als Gold zu kaufen, wenn sich die Energierechnung gerade Verzehnfacht hat und man nicht weiss, ob man in 6 Monaten noch einen sicheren Job hat.
          Sieht man ja am Konsumbarometer, das stürzt gerade senkrecht ab.

          Der alte Schreinermeister wartet geduldig auf weiter sinkende Notierungen, um irgendwann günstig zuzuschlagen.
          Kaufmannsregel: Der Gewinn liegt im Einkauf.

          Noch eine Schreiner-Regel: Wo gehobelt wird, da fallen Späne.
          Auch die kann man einsammeln.

        • @klapperschlange
          Als ich vor nicht all zu langer Zeit von 1640 Dollar wagte zu sprechen, fiel man über mich her. Manche sogar mit persönlichen Beleidigungen.
          Du warst einer der wenigen, welche fair waren.
          Und ukunda, welcher damals sogar meine Prognose bestätigte und sagte, er habe die 1640 noch auf dem Radar.
          Dafür im nachhinein danke, Euch beiden.
          Wie gesagt, alles unter 1700 sind Kaufpreise, 1640 / 1620 jedoch ein sehr entscheidendes Kriterium.
          Wird das unterschritten, erleben wir den Kampf um die dann 1.600 und danach können 1450 bis 1500 sehr wahrscheinlich werden.
          Das Kartell hat alles fest im Griff.
          Man unterschätze niemals die USA and never fight the FED.

          • @Maruti:

            Maruti schrieb am 8.September 2022 bei 1720 €:
            Also, kauft Gold, jetzt !
            Ich sehe keine andere Alternative mehr.
            Jedes Zögern wird Konsequenzen haben.

            Ich weiß,daß Sie keine Glaskugel haben!
            Also kaufte ich nach,und was sagt Maruti nun bei 1665 €???

          • Hatte auch gekauft bei 1720 aber auch schon bei 1050 von daher wer kein Gold hat kauft egal wann , immer noch besser als das Papier und wer schon hat kauft immer wieder in kleinen Stückelungen nach zb alle Quartal ein Unzerl so halte ich das schon seit 2015
            Nur nicht kaufen wenn alle kaufen und Panik bei den Menschen ausbricht.

            Denke das spätestens wenn die FED die Zinsen wieder senken muss im Laufe des Jahres 2023 weil eine neue Finanzkrise ansteht die Zeit für Gold kommt und wir die 2000Dollar nachhaltig knacken bis dahin erfreuen wir uns an tieferen Kursen

          • @Maruti / @MeisterEder

            Einige Analysten aus dem EM-Bereich mit engem
            Kontakt zur Comex und LBMA behaupten, die EZB
            und/oder Rußland würden aktuell (heimlich) Teile
            ihrer Goldreserven verkaufen, was die größeren,
            „wasserfall-ähnlichen Abverkäufe“ im Goldmarkt
            erklären könnte.
            Möglich wäre es, obwohl ich eher skeptisch bin.

        • @Klapperschlange

          Der erste Schritt ist gemacht. Jetzt muss nur noch die Deutsche Bank die Goldpreis Prognose in Höhe von 1.350 $ herausgeben. Dann ist das für das Kaufsignal schlechthin.

          • @Stillhalter

            Ich warte schon darauf, daß unser TV-Liebling
            „Oliver Stock“ wieder mal etwas Sendezeit bei
            „RTL“ oder „Servus-TV bekommt, Du erinnerst
            Dich ?
            Nachdem die Notenbanken ihn mehrfach öffentlich
            für sein Engagement im Goldmarkt gelobt hatten,
            wurde er zum Chefredakteur des in Deutschland erscheinenden „WirtschaftsKuriers“ ernannt:

            https://www.youtube.com/watch?v=A0bBSCpVZNI
            ٩(˘◡˘)۶ ✌ ( ͡❛ ⏏ ͡❛).

  4. @excellent
    Natürlich. Oder wollen Sie auf den Cent genau kaufen ?
    Ab 1720 beginnen Kaufkurse und alles darunter ist top.
    Kaufen Sie bei 1720, 1670, 1640, 1620
    Und nehmen Sie den Durchschnitt.
    Übrigens, 1620/1640 wäre das Tief von Ukunda vorhergesagt und der hat meistens recht.
    Natürlich, muss es nicht so kommen.
    Aber 1800 oder 1900 und darüber waren definitiv zu teuer, oder ?
    Nächstens kommt noch einer, und meint, 1640 wurde vorhergesagt und nun steht der Goldpreis bei 1639,20.
    Vorhersagen können Sie höchstens den Trend und der war nun mal abwärts gerichtet.
    Ich habe auch bei 1720 etwas gekauft, es hätte durchaus danach nach oben drehen können. Nun kaufe ich etwas bei 1640, falls ich es erwische.
    So einfach ist es wieder auch nicht, mit dem Bankenkartell.
    Übrigens, den Krügerrand gibts bei GVS eben um 1724,80

    • Die Silberinvestoren hatten bis jetzt nicht die Arschkarte, sie sind die Arschkarte. Sollte der Silberpreis in den nächsten 3 Jahren 30 Dollar pro Unze erreichen, nehme ich alles zurück und entschuldige mich. Jeder Ausbruch beim Silber war ein Fehlausbruch. Streckfolter total.
      Gold und Silberaktien sind auf historische Tiefs gefallen und kein Mensch weiss ob sie je wieder steigen.
      .

  5. @klapperschlange
    In diesem Falle wäre es denkbar, dass die EZB und Russland das von Stillhalter eingestellte
    Youtube Video gesehen haben

  6. @excellent
    Zu Ihrer Beruhigung und auf die Gefahr, dass der Spotpreis noch gegen 1600 Euro geht, habe ich heute Nachmittag 10 Krügerrand zu knapp 1705 Euro geordert.
    Der Spotpreis war ca 1660 EUR, meine ich.
    Wer nichts wagt, gewinnt nichts.
    Sollte der Gold Spotpreis wieder über 1700 Euro gehen, werde ich nochmals ein paar kaufen. Sei es drum.
    PS:
    beim Rand muss man zum Euro Spotpreis ca 45-55 Euro zusätzlich drauflegen, je nach Aufgeldlage.
    Bei GVS sind die Dinger meist günstiger.

  7. @Maruti, im Einkauf liegt der Gewinn deshalb mein Kommentar .
    Natürlich ist es ihr persönliches Anliegen aber warum kaufen Sie überhaupt noch Gold Sie haben doch inzwischen vermutlich schon 101 Kilogramm oder noch mehr und zusätzlich noch Krügerrand was ist ihr nächstes Ziel 200 kg ? Spenden sie doch an Bedürftige die es nötig haben… bevor ihr versenktes Gold im Meer wo keiner es orten kann verloren geht.

    • @Excellent
      Aber hallo!? Wie kommen Sie denn auf sowas ;-)?
      „Spenden sie doch an Bedürftige die es nötig haben… bevor ihr versenktes Gold im Meer wo keiner es orten kann verloren geht.“
      Abegesehen davon, dass man nicht alles für bare Münze (!) nehmen sollte, was hier erzählt wird …-… der Herr M. trägt seine Misanthropie wie eine Monstranz vor sich her. Von wegen, irgendwas Sinnvolles mit wenigstens einem Teil des Vermögens veranstalten.
      Sagen Sie mal, Sie sind hier doch nicht das erste Mal, oder?
      Einen schönen Sonntag noch, Katha.

  8. @excellent
    Nein, knapp über 98 Kg. Das hat sich eben so ergeben.
    Es kommt ins Meer und damit basta. Nur das Silber nicht, es würde korrodieren. Das liegt eingeschweisst in Folie in wasser- und luftdichten Koffern a la Pelicase oder Otterbox in der Erde und darüber 1.5 Meter Schutt und Geröll. Das wieder auszugraben wird eine höllische Arbeit, also bleibt es.
    Allerdings frage ich mich auch manchmal, was ist, wenn einer kommt und doch gräbt. Nimmt der vielleicht nur die teuren Boxen und schmeisst das Silber wieder in die Grube zurück ?.
    Das ist der Vorteil im Meer. Da gräbt keiner und wenn doch, kommt er nicht mehr zurück.
    Marutis Versteck unter Wasser ist ein One Way Ticket, für denjenigen, der glaubt es wäre einfach.

    • @ Maruti, das heißt deine Erben und wir im Forum bekommen eine Schatzkarte, wusste dass sie so großzügig sind,ist das so tief versteckt das Profitaucher auch nicht wieder auftauchen können mit deinem Schatz?

  9. Wieder mal ein sehr guter Artikel von Julien Chevalier, der sehr anschaulich die ökonomische Normalverlaufsform von Krisen beschreibt. Diesmal am Beispiel Chinas.
    Deng Xiaopings marktwirtschaftliche Reformen – unter dem berühmten Slogan „Bereichert Euch!“ – konnte zunächst dank „billiger“ Wanderarbeiter zu hunderten Millionen und der Deregulierung vor allem auf dem Immobilienmarkt erkleckliche BIP-Erfolge vorweisen.
    Bis das Wachstumspotential ausgeschöpft und die Kollateralschäden nicht mehr schönzureden waren. Ein völlig außer Rand und Band geratener Wildwest-Schattenbankensektor, massive Verschuldung auf allen Ebenen, Ein überhitzter, an der realen Nachfrage vorbeigehender Immobilienboom, verbreitetes Spekulantentum und soziale Ungleichheit ungeahnten Ausmaßes,
    Und was macht der Staat, inzwischen im üblichen Dilemma befangen? Er schwankt zwischen der Rückkehr zur Regulierung, dem Einfangen der Marktkräfte, und der weiteren Verschuldung, um das Wachstum künstlich am Leben zu erhalten. Auch: Inländische Nachfrage versus weitere Globalisierung.
    Seidenstraße oder „dicht machen“?
    https://www.n-tv.de/politik/China-macht-dicht-article23591903.html
    Das Ergebnis ist längst nicht ausgemacht.

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