Donnerstag,01.Dezember 2022
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Deutsche kaufen Gold wie nie: Nachfrage auf Rekordhoch!

Gold, Goldnachfrage. Gold kaufen, Goldmarkt, Deutschland (Foto: Goldreporter)
Die Nachfrage nach Gold zur Geldanlage hat in Deutschland ein neues Rekordhoch erreicht. In den ersten drei Monaten des Jahres stieg die Nachfrage auf 131 Tonnen (Foto: Goldreporter).

Es gibt neue Goldmarkt-Zahlen. In Deutschland ist die Nachfrage nach Gold zu Anlagezwecken auf ein neues Rekordhoch gestiegen. 

Gold-Nachfrage in Q3

Die weltweite Goldnachfrage hat im dritten Quartal 2022 deutlich angezogen. Laut dem aktuellen Marktreport des World Gold Council („Gold Demand Trends“) erreichte sie in diesem Zeitraum 1.181 Tonnen. Damit stieg die Nachfrage im Vorjahresvergleich um 28 Prozent. Treibende Faktoren waren höhere Zentralbank-Käufe, eine gesteigerte Schmucknachfrage und ein Anstieg der Verkäufe von Goldmünzen und Goldbarren.

36 Prozent mehr Anlagegold

Denn im dritten Quartal haben Konsumenten 10 Prozent mehr Goldschmuck erworben, mit China und Indien als größte Absatzmärkte. Diese Nachfrage stieg um 46,6 Tonnen auf 523,1 Tonnen. Währenddessen vervierfachten sich die Netto-Käufe der Zentralbanken auf 399,3 Tonnen Gold. Und mit 351,1 Tonnen stieg die Nachfrage nach Anlagegold um 36 Prozent oder 92,2 Tonnen.

Goldnachfrage nach Sektoren

Gold, Nachfrage, 3. Quartal 2022
Die Goldnachfrage im dritten Quartal 2022 aufgeteilt nach Sektoren (Quelle: World Gold Council)

Deutsche Goldnachfrage auf Rekordhoch

Besondere Erwähnung im WGC-Bericht findet einmal mehr Deutschland als größter Absatzmarkt für Goldmünzen und Goldbarren in Europa. Denn hierzulande ist diese Nachfrage im dritten Quartal gegenüber Vorjahr um 25 Prozent auf 42 Tonnen gestiegen. Damit lag Deutschland beim Kauf von Anlagegold weltweit auf Platz vier hinter China (70,1 t), Türkei (46,8 t) und Indien (45,4 t). Auf den weiteren Plätzen folgten die USA (25,4 t), der Iran (14,7 t) und die Schweiz (11 t).

Außerdem erreichte die deutsche Nachfrage nach Goldmünzen und Goldbarren im den ersten neun Monaten des Jahres mit 131 Tonnen ein neues Rekordhoch. Zum Vergleich: Im Gesamtjahr 2021 waren es laut den Angaben der Marktforscher 162,6 Tonnen. Damit belegte Deutschland im Jahr 2021 Rang drei unter den Ländern mit der größten Anlagegold-Nachfrage – hinter Indien (186,5 t) und China (294,4 t).

Gold-ETF-Nachfrage

Dagegen führten die Kapitalabflüsse aus den Gold-ETFs in diesem Jahr zu einer Minderung der weltweiten Goldnachfrage. Denn im dritten Quartal verließen laut WGC 227,3 Tonnen Gold im Wert von 12 Milliarden US-Dollar die Fonds-Lagerstätten. Insgesamt waren demnach Ende September noch 3.548 Tonnen in ETFs gebunden.

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12 Kommentare

  1. „Denn im dritten Quartal verließen laut WGC 227,3 Tonnen Gold im Wert von 12 Milliarden US-Dollar die Fonds-Lagerstätten“

    Hm was ist mit dem Gold geschehen ? Benutzt man etwa das Gold der Anleger für die Goldpreis manipulation ? Ich kann nur wiederholen FINGER WEG von jeglicher art von Papiergold .

  2. Möglich eine Trendwende.
    Man hortet nun physisches Gold ausserhalb des manipulierten Börsen- und Bankensektors.
    Wenn die Deutschen nun jetzt, bei heutigen Preisen, die Bestände aufstocken und gut verstecken, ist das sicher keine schlechte Idee.
    Denn, selbst wenn die FED oder EZB nun die scheinbaren Zinsen ( nicht etwa die Sparer Zinsen) auf 4% oder marginal darüber, anheben, wird das der Inflation keinen Abbruch tun. Die geht nämlich munter weiter.
    Eine 2-stellige Inflation nennt man galoppierend und diese geht früher oder später Richtung Währungsreform,
    Man streicht eine Null beim Vermögen und lässt die privaten Schulden beim alten. ( wegen der Verträge mit Bestandschutz).
    Lange wird es sich die Zentralbank ohnehin nicht mehr leisten können, Gold zu drücken.
    Denn der Trend wendet sich.
    Steigt Gold im Preis, kaufen die Leute vermehrt Gold, weil Geld weniger wert wird.
    Sinkt Gold im Preis, kaufen die Leute noch mehr Gold, weil es günstig ist und Geld sowieso weniger wert wird.
    Man nennt das eine Win Win Situation pro Gold.
    Verlierer sind die Banken, deren physische Goldvorräte massiv schrumpfen.
    Eine Umverteilung par excellance. Von den Banken hin zum Bürger.
    Da muss man einfach mitmachen, oder ?
    Apropos Goldverbot ?
    Was ist mir lieber ?
    Goldverbot oder Währungsreform mit Kapitalverkehr Kontrolle und Kontensperre ?
    Bei Letzterem ist das Geld zu 100% weg, bei Ersterem müssen die staatlichen Banditen das Gold erst mal finden. Da wünscht ihnen maruti viel Glück und gutes
    (Tauch) Wetter. In den Tiefen des Ozeans lauern nämlich so manche Gefahren.

  3. Hmmmmm . . .“
    Zentralbanken kauften im 3. Quartal 400 t Gold . . . nachdem die BIZ im 2. Quartal
    150 t Gold „verkloppt“ hatte, um den Goldpreis tiefer zu legen.

    https://www.finews.ch/news/finanzplatz/54100-central-bank-buying-boosts-third-quarter-gold-demand-2

    Da verwundert es natürlich nicht, daß der Goldpreis weiter fällt, z.B. heute Abend
    1 Sek. nach 20:00 Uhr,- kurz nachdem das „betreute Denken“ bei ARD&ZDF ausgestrahlt
    wurde.
    Und was machen die Börsen?
    Rauschen südwärts?
    ¯\_(ツ)_/¯

  4. Was man so liest: Die Deutschen kaufen Gold wie nie, ebenso die Zentralbanken und Indien.
    Der Kassapreis beim Gold dümpelt zwischen 1640 und 1655 US Dollar je Unze lustlos hin und her. Seit Monaten wartet alles auf die angekündigte grosse Aufwärtsbewegung bei Gold und Silber, aber nur Scheinausbrüche und sonst nichts. Der Egon von Greyerz, bei dem reiche Kunden im Gotthardmassiv in der Schweiz ihre Goldbarren bunkern können, erzählt seit Monaten immer vom grossen Ausbruch von Gold und Silber. Aber Freunde, Fehlanzeige. Die Hoffnung stirbt zuletzt.
    Habt ihr noch Nerven , Freunde.
    Salve alle zusammen.

    • @Geronimo
      Hoffentlich kein Rechenfehler, aber hier wurden in 9 Monaten Barren und Münzen im Wert von etwa 7 Milliarden
      Euro gekauft. Das ist nicht wenig. Und sicher waren zusätzlich auch einige in Nachbarländern kreativ unterwegs. Warum auch nicht , wenn ihnen die freundlichen Papiergoldhändler solche Schnäppchenpreise anbieten.

    • @geronimo
      Meistens kauft man hier auf Eurobasis oder sind Sie US Angestellter ?
      Zum anderen, haben Sie Wirecard oder Fresenius, Linde, Bitcoins, Deutsche Bank im Depot.
      Wie sieht es da aus ? Ich denke, da brauchen Sie Nerven.
      Wirecard war ja wohl der Geheimtip und dann die von 99% der Deutschen Aktieninhaber gehaltenes Wertpapier.
      Gut, prima. Die haben Nerven.
      Goldbesitzer brauchen keine. Deren Nerv ist das Gold.
      Gold steht heute eben mit etwas über 1700 EUR für den Unzen Barren im Angebot, der Spotpreis, zu welchem nur Marsianer kaufen könnten, steht bei 1666 EUR.
      Alles klar ?
      Sie könnten noch auf 1500 EUR dieses Jahr warten, falls Sie Glück haben.
      Viel Erfolg und weg mit Wirecard, das wird nichts mehr.
      Ich habe diese für knapp 200 Euro verkauft und dafür Gold eingeheimst.

  5. @Geronimo

    Wenn man lange dabei ist, dann kennt man das Spiel. Jetzt kaufen, immer in kleinen Mengen aber dauerhaft. Das senkt das Risiko.

    Was sollte man auch alternativ machen? Staatsanleihen kaufen. Oder Aktien wie Meta, Bayer oder BASF?

    Das wird schon mit dem Gold, nur Geduld!

  6. @Maruti
    „Goldverbot oder Währungsreform mit Kapitalverkehr, Kontrolle und Kontensperre? Beim letzteren ist das Geld zu 100% weg, beim Ersterem müssen die Staatlichen Banditen das Gold erstmal finden.“
    Ha, ha, ha. Bravo Maruti, you make my Day. Weiß du ich bin meine Frau treue, genauso wie ich Gold treue bin. Sollte zu einen Goldverbot kommen, wünsche ich auch viel Spaß bei der Suche. Da ich kein Meer hier in der Nähe habe, kann ich mit Hektar weise teils wilden Waldgebiete dienen.
    Währungsreform? Ok. Wie viel Abwertung? 50%, 70%, 90%.
    Wir haben 0 € Schulden, barmittel d.h. Girokonto ca. 5000,00 €. Geld kommt kontinuierlich durch lohn jeden Monat dazu. Ob wir nun 3000,00 € oder mehr davon verlieren, shit happens. Stellt dir vor du hast 500000,00 € oder mehr und davon verbrennen 300000,00 € o. 400000,00 €. Autsch, das sind Schmerzen.

  7. Ähnliche Zinsschritte wie die USA im Falle einer Rezession:
    Prima, bei einer Rezession Geld teuer machen.
    Diesmal heisst es, statt investieren und Schulden machen, lieber totsparen.
    Vor ein paar Jahren noch genau umgekehrt.
    Der Bürger schluckt wohl jeden Nonsens der Politik.
    https://www.n-tv.de/mediathek/videos/wirtschaft/Lagarde-kuendigt-Zinsschritt-im-Fall-einer-Rezession-an-article23692831.html
    Maruti jedoch findet, tot sparen war immer schon besser, als Schulden machen und schulden basierte Investitionen tätigen. Was bedeutet, Aktien sind völlig überflüssig, niemand braucht diese.
    Wenn eine Firma Geld braucht, soll sie die Bank fragen und Zinsen zahlen und der Bürger soll einen Teil dieser Zinsen auf das Sparbuch bekommen.
    Dies ist der einzig korrekte Weg und er scheint gerade wieder eingeschlagen zu werden.
    Eine Null Inflation, keine Staatsschulden und Zinsen von 4% jährlich auf das Sparbuch.
    Dann braucht eigentlich niemand Aktien, Anleihen oder Bitcoins, ja nicht mal Gold oder Silber.

  8. https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/plan-von-finanzminister-lindner-das-grundkonzept-fuer-die-aktienrente-steht-18435247.html
    Die Leute kaufen Gold, die Regierung glaubt an Aktien. Für die Renten.
    https://markets.businessinsider.com/news/bonds/stocks-market-outlook-treasury-liquidity-crisis-spillover-yellen-federal-reserve-2022-10
    Herr Lindner kann offenbar kein Englisch. Die Liquiditätskrise bei den Bonds könnte auf andere Bereiche übergreifen und die US-Aktien um 25% nach unten schicken.

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