Donnerstag,04.März 2021
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Deutsche kauften Gold für € 8 Mrd. – Rekord!

Die Goldnachfrage in Deutschland stieg laut World Gold Council im vergangenen Jahr auf 163 Tonnen im Rekordwert von 8,1 Milliarden Euro.

Gold, Goldmünzen, Goldbarren, Deutschland (Foto: Goldreporter)
Die Deutschen investierten im vergangenen Jahr so viel Geld in Gold wie noch nie: Goldmünzen und Goldbarren im Umfang von 163,4 Tonnen (Foto: Goldreporter)!

Goldmarkt 2020

Der World Gold Council (WGC) hat Goldmarkt-Zahlen für das Gesamtjahr 2020 vorgelegt. Zwar ist die weltweite Gesamtnachfrage um 14 Prozent auf 3.760 Tonnen gefallen, die Investmentnachfrage stieg aber gegenüber Vorjahr um 3 Prozent auf 896 Tonnen.

Gold für 8,1 Mrd. Euro

Und großen Anteil daran hatte Deutschland. So haben Investoren hierzulande 163,4 Tonnen Gold in Form von Goldbarren und Goldmünzen nachgefragt. Das entsprach laut WGC einem neuem Rekordwert von 8,1 Milliarden Euro an Goldinvestitionen. Das bisherige Rekordergebnis stammte aus dem Jahr 2011. Damals soll im deutschen Handel Gold für 5,2 Milliarden Euro gekauft worden sein.

Deutschlands Marktbedeutung

Außerdem beachtlich ist Deutschlands internationale Bedeutung für den Goldmarkt. Nämlich 64 Prozent der gesamten europäischen Nachfrage nach Anlagegold stammte 2020 aus Deutschland. Der Weltmarktanteil in diesem Segment betrug immerhin 18 Prozent – von insgesamt 896,1 Tonnen.

Deutschland reihte sich hinter China (mit 199,1 Tonnen) auf Platz 2 vor Indien (130,4 Tonnen) ein. Im Jahr davor lag Deutschland mit 89,9 Tonnen noch auf Platz 3.

Gold, Goldnachfrage, Deutschland
Gold als Investment: Bedeutendste Länder für die Nachfrage nach Gold zur Geldanlage in den Jahren 2019 und 2020 (Quelle: World Gold Council)

Gold-ETFs

Insgesamt noch stärker gestiegen als die Retail-Nachfrage sind Goldinvestments in Form von börsengehandelten Fonds. So beziffert der WGC die ETF-Nachfrage mit einem neuen Jahresrekord von 877,1 Tonnen. Das entspricht einer Zunahme von 120 Prozent gegenüber Vorjahr.

Damit summiert sich die gesamte Investmentnachfrage auf 1.773,2 Tonnen.

Corona-Schock

Die Gesamtmarkt litt 2020 deutlich unter der Corona-Pandemie. Beispielsweise ging die Goldschmuck-Nachfrage um 34 Prozent zurück auf 1.411,6 Tonnen.

Die technische Industrie (Technologie) fragte im vergangenen Jahr 7 Prozent weniger Gold nach und kam auf eine Abnahmemenge von 301,9 Tonnen. Die Netto-Käufe von Zentralbanken gingen 2020 um 59 Prozent zurück auf 272,9 Tonnen.

Gefallendes Goldangebot

Deutlich unter der Pandemie litt auch das Goldangebot aus Minen. So steuerten Bergbauunternehmen 4.633 Tonnen bei. Die Ausbeute lag 4 Prozent unter Vorjahr und erreichte ein 5-Jahres-Tief. Aus Recycling kamen 1.297,4 Tonnen des Edelmetalls auf den Markt – nur 1 Prozent mehr als im Vorjahr. Das gesamte Goldangebot für 2020 lag damit bei 4.633,1 Tonnen.

Goldreporter

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15 KOMMENTARE

  1. Da kommt man schon unter Zugzwang!

    Ein kleines Rechenbeispiel: Nach diesen Zahlen hat jeder Bundesbürger im Schnitt 2Gramm Gold gekauft.
    Möchte man aber zu den oberen 10% dazugehören wäre ein Kauf von 20 Gramm nötig.
    Und da ich eine kleine Familie habe multipliziert sich das mit der Personenzahl im Haushalt. Ich glaube ich rufe diese Woche noch bei meinem Edelmetallhändler an….

    • Niemals von Emotionen leiten lassen. Ich hab im Jahr 2020 kein einziges Gramm gekauft. Und was sagt uns das?

      Richtig, Es sagt uns nichts.
      Dafür hab ich vielleicht 2018 und 2019 schön einkauft zum Ende der 10000er Grenze.

  2. Na wenn man denkt es geht nichts mehr,kommt immer noch ein Drückerchen daher.
    Bis jetzt 2,3% ist doch nicht schlecht und somit klar unter die 1800 Dollar. Man kann echt zufrieden sein das es immer gute Kaufgelegenheiten gibt durch das Drückerkartell

  3. Es scheint sich zu bewahrheiten, was einige bereits angedeutet haben:

    Es gibt ein nachträgliches Weihnachtsgeschenk für alle, die noch nicht vorgesorgt haben. Abwarten und Teetrinken. Fällt der Kurs weiter unter 1.775 $ (Stand Ende November 2020), kann wohl mit weiteren Subventionen gerechnet werden.

    Die Frage wird aber sein: Ist noch genug Silber vorhanden, was im freien Verkauf erworben werden kann? Die Degussa meldet aktuell:

    Silberbarren: zur Zeit nicht erhältlich
    Silbermünzen: Bis auf Krügerrand und Kookaburra (1Oz zu 31,58 €!) sind Anlagemünzen zur Zeit nicht erhältlich oder erst „in Kürze“ verfügbar.

    https://shop.degussa-goldhandel.de/silber

    Notfalls muss man dann eben Gold kaufen.

    • @christoff777
      Machen Sie sich keine Sorgen.
      Fällt der Preis weiter, wird es genug Silber geben.
      Rückläufer genannt.Das war bisher immer so, sogar zu Zeiten der Gebrüder Hunt.
      Die Zeitungen schreiben dann, die Omas und Haufrauen verkaufen ihr Silberbesteck und den Silberschmuck.
      Das Problem ist allerdings, dass es heute keine Hausfrauen oder Omas mit Silber mehr gibt, sondern nur mit Motorrädern oder Porsches.
      Aber genügend mittelalterliche Panikkäufer von Barren und Münzen.
      Und die werden verhöckern, das versichere ich Ihnen.

  4. Die Investoren greifen beherzt zu, bei den Barren. Diesen Spruch vermisse ich. Warum eigentlich ?
    Ach ja, niemand soll bei Gold beherzt zugreifen sondern mit Abscheu sich abwenden. Das ist es.
    Wenigstens war man so schlau und hat physisch zugegriffen und das Zeug ordentlich versteckt.
    Oh, wie das Banken und Anlageberater wurmt.Noch mehr als Finanzämter und Behörden.Weiss man doch nicht wer und weiss auch nicht wo.
    Gold ? Welches Gold ? Niemand weiss wo das Gold ist und ich jedenfalls habe keines.
    Dumm gelaufen.

    • @maruti
      https://www.americanthinker.com/blog/2021/02/should_we_really_worry_about_a_27trillion_national_debt.html
      Und die Anleger sollten kaufen. Zitat aus dem Link: „Budget hawks in Congress and the media are as extinct as the dodo bird. Senator Rand Paul may be the exception. And as politicians spend, spend, spend, not one of them addresses the question of how this debt will ever be discharged. There’s a good reason for that. It’s because the debt can never be paid back, not by taxes or productivity increases. “
      https://www.youtube.com/watch?v=XqUwr-Nkq9g
      Weil den Kindern in den Schulen Mathe und Denken abgewöhnt werden, so der Autor, gibt es Leute, die das Schulden-Thema halt auf diese Weise sichtbar machen. Schau Dir mal die arme Freiheits-Lady an, wie verloren sie aussieht. Das sind alles gestapelte 100-Dollar-Scheine. Ich kann nicht vergessen, wie es in den 90ern war. Damals waren ganz Osteuropa und Rußland von der Furcht ergriffen, daß alle im Umlauf befindlichen 100-Dollar-Scheine falsch sind. War nicht aus der Luft gegriffen. Deshalb holte ich mir stets einen Packen Fünfziger von der Bank. Das lief fast ab wie bei der Mafia. Regelmäßig einen dicken Umschlag mit 50-Dollar-Noten einem Mann übergeben, der (als Zehnjähriger vertrieben) wieder in Königsberg (heute Kaliningrad) heimisch werden wollte und dort immer wieder hinfuhr und pendelte. Der Mann übergab die Umschläge jedesmal meiner künftigen Schwiegermutter, weil meine künftige bessere Hälfte (und heutige Ex) eine akute, böse Erkrankung der Augen hatte, deren Behandlung ein Schweinegeld kostete. Rußland war nach Jahrzehnten des Stalinismus völlig im Arsch. Ebenso dank der neoliberalen Experimente der Chicago Boys; Präsident Jelzin war Strobe Talbott und Konsorten regelrecht hörig. So ein kleiner schwangerer Briefumschlag jedesmal, der es in sich hatte. Bei Nicht-Behandlung drohten der damals mittellosen Studenten-Maus (mit umg. 16 DM Monats-Einkommen) Eintrübung der Linsen (Grauer Star) und sukzessive Erblindung. Das Mäuschen erwies sich als Ratte, und Euer Translator, der Euch mit dusseligen Geschichten langweilt, war schon immer ein hoffnungsloser Narr. Aber so ein paar Stückchen Papier machten im Rußland der 90er Jahre der Unterschied zwischen Sein und Nichtsein aus. Stellt Euch bloß mal vor, wieviel Gutes man mit so viel Geld (aus der Visualisierung) auf der Welt tun könnte. Stattdessen ist das alles für Rüstung, Kriege, Bankenrettungen usw. draufgegangen und hängt nun der amerikanischen Nation als Schulden-Mühlstein um den Hals. Die Frage ist, wie man die Schulden wieder loswird. Und weil wir die Antwort kennen, verlassen wir uns auf edles Metall.

      • https://mainichi.jp/english/articles/20210202/p2a/00m/0op/022000c
        Wohin auch das Auge blicket – alles Indianer von einem Stamm. Die Schulden-Quote Rußlands heute, so hab ich mal gelesen, beträgt 17% ihres BIP. Dafür satte 2.300t Goldreserven, alles in St. Petersburg und Moskau gelagert, nichts davon in New York und London, und fast nichts mehr an US-Bonds bei der Moskauer Zentralbank. Himmel, ich brauch mein Kätzchen, aber das pennt grad so süß auf dem Fensterbrett über dem Heizkörper, wo der warme Luftzug ist.

      • @Wolfgang Schneider

        Zum „American Thinker-„Artikel: warum sollten sich die Politiker (or whatsoever) darüber Gedanken machen, WER die ~ $30 Billionen Schulden zurückzahlt? Die Demok.ratten sind gerade dabei, das nächste Corona-Hilfspaket mit knapp $2 Billionen auch ohne die Republika.ner durchzupeitschen – dann rattert die Schuldenuhr schon über $30 „Trillion“. (=„America first & exceptional“)

        Eigentlich wissen doch ALLE (or whatsoever), daß niemand (weltweit) vorhat, die „I O U „ ( I owe you, (or whatsoever)) -Schulden jemals zurückzuzahlen, also schöpft man (or whatsoever) aus dem Vollen [aus dünner Luft (or whatsoever), Anm. d.Red.]

        Um die Kauflust von Gold in „diesem, unseren Lande“ (or whatsoever) weiter zu fördern, sollten die Lehrer unseren Kindern die Werke (und schöne, deutsche Sprache (or whatsoever)) von Goethe näherbringen:

        Was iſt das? Gott im Himmel! ſchau,
        So was hab’ ich mein’ Tage nicht geſehn!
        Ein Schmuck! Mit dem könnt’ eine Edelfrau
        Am höchſten Feiertage gehn!
        Wie ſollte mir die Kette ſtehn?
        Wem mag die Herrlichkeit gehören?

        [(Sie putzt ſich damit auf und tritt vor den Spiegel.)]
        Wenn nur die Ohrring’ meine wären!
        Man ſieht doch gleich ganz anders drein.
        Was hilft euch Schönheit, junges Blut?
        Das iſt wohl alles ſchön und gut,
        Allein man läßt’s auch alles ſeyn.
        Man lobt euch halb mit Erbarmen.
        Nach Golde drängt,
        Am Golde hängt
        Doch alles! Ach wir Armen!

        [Nimm Goethe‘s Faust. Ein Fragment. Leipzig, 1790.]

        • @Klapperschlange
          Darf ich mit Friedrich von Schiller antworten?
          Die FIAT-Bürgschaft – Text der Ballade (Aus dem Dusel-Almanach)

          Zu FIAT, dem Tyrannen, schlich
          Aurum, das Gold im Gewande;
          Ihn schlugen die Drücker in Bande.
          „Was wolltest du mit dem Golde, sprich!“
          Entgegnet ihm finster der Wüterich.
          „Die Welt vom Falschgeld befreien!“
          „Das sollst du im Keller bereuen.“

          „Ich bin“, spricht jener, „zu sinken bereit,
          Und bitte nicht um mein Leben,
          Doch willst du Gnade mir geben,
          Ich flehe dich um drei Tage Zeit,
          Bis ich das Silber dem Sparer gefreit,
          Ich laß Dir den Goldpreis als Bürgen,
          Ihn magst du, entrinn ich, erwürgen.“

          Da lächelt der FIAT mit arger List
          Und spricht nach kurzem Bedenken:
          „Drei QEs will ich dir schenken.
          Doch wisse! Wenn sie verstrichen, die Frist,
          Eh‘ du zurück mir gegeben bist,
          So muß er statt deiner erblassen,
          Auch wenn mich die Goldbugs dann hassen.“

          Und er kommt zum Goldpreis: „Christine gebeut,
          Daß ich im Keller mit dem Leben
          Bezahle das frevelnde Streben,
          Doch will sie mir gönnen drei Tage Zeit,
          Bis ich das Silber dem Sparer gefreit,
          So bleib du Lagarde zum Pfande,
          Bis ich komme, zu entlarven die Bande.“

          Und schweigend umarmt ihn der treue Freund
          Und liefert sich aus dem Tyrannen,
          Der andere ziehet von dannen.
          Und ehe das dritte QE scheint,
          Hat er schnell mit dem Silber die Sparer vereint,
          Eilt heim mit sorgender Seele,
          Damit er die Frist nicht verfehle.

          Da gießt unendlicher Geldstrom herab,
          Von den Zentralbanken stürzen die Quellen,
          Und die Bäche, die Geldströme schwellen.
          Und er kommt ans Ufer mit wanderndem Stab,
          Da reißet die Brücke der Strudel hinab,
          Und donnernd sprengen die Wogen,
          Die Medien, sie täuschten und logen.

          Und trostlos irrt er an Krügers Rand,
          Wie weit er auch spähet und blicket
          Und die Stimme, die rufende, schicket,
          Da stößt kein Asiate vom sicher’n Strand,
          Der ihn setze an das gewünschte Land,
          Kein Araber lenket die Fähre,
          Und der Bargeldstrom wird zum Meere.

          Da sinkt er ans Ufer und weint und fleht,
          Die Hände zur Börsenaufsicht erhoben:
          „O hemme des Geldstromes Toben!
          Es eilen die Kurse, im Keller steht
          Der Goldpreis, und wenn er niedergeht
          Und ich kann nicht die Sparer erreichen,
          So muß der Goldpreis erbleichen.“

          Doch wachsend erneut sich des Geldstromes Wut,
          Und Welle auf Welle zerrinnet,
          Und Stunde an Stunde entrinnet.
          Da treibt ihn der Bocker, da faßt er sich Mut
          Und wirft sich hinein in die brausende Flut
          Und umverteilt hin zu den Armen
          Den Strom, und der Dax hat Erbarmen.

          Und entrinnt den Shortsellern und eilet fort
          Und danket dem rettenden Gotte,
          Da stürzet die raubende Rotte
          Hervor aus Finanzamts nächtlichem Ort,
          Mit Verbot ihm drohend, und schnaubet Mord
          Und hemmet des Goldenen Eile
          Mit drohend geschwungener Keule.

          „Was wollt ihr?“, ruft er vor Schrecken bleich,
          „Ich habe nichts als mein Leben,
          Das muß ich dem Powell bald geben!“
          Und entreißt die Keule dem nächsten gleich:
          „Um der Sparer willen, erbarmet euch!“
          Und drei Minister mit gewaltigen Streichen
          Erlegt er, die andern entweichen.

          Und Karl Marx, der verkündet glühenden Brand
          In stets wiederholender Weise.
          Deflation, und es sinken die Preise.
          „O hast du mich gnädig aus Räubershand,
          Aus dem Strom mich gerettet ans Keynesische Land,
          Und ich soll hier verschmachtend verderben,
          Und der Goldpreis, der liebende, sterben!“

          Und horch! Da sprudelt es silberhell,
          Ganz nahe, wie rieselndes Rauschen
          Und stille hält er zu lauschen,
          Und sieh, vom Translator, geschwätzig, schnell,
          Policen verkauft, fließt lebendiger Quell,
          Und freudig bückt er sich nieder
          Und erfrischet die brennenden Glieder.

          Und der Index blickt durch der Zweige Grün
          Und malt auf den glänzenden Matten
          Der Schulden gigantische Schatten;
          Und zwei Aktienkäufer sieht er die Straße zieh’n,
          Will eilenden Laufes vorüberflieh’n,
          Da hört er die Worte sie sagen:
          „Jetzt wird er ans Kreuz geschlagen.“

          Und der Kursrutsch beflügelt den eilenden Fuß,
          Ihn jagen der Sorge Qualen,
          Da schimmern in Hamburger Wahlen
          Von ferne die Spinner mit grünem Stuß,
          Geben Deutschlands Wirtschaft den Todeskuß,
          Verschwenden des Steuervolks Gelder,
          Und roden in Brandenburg Wälder.

          „Zurück! Du rettest das Land nicht mehr,
          So rette das eigene Leben!
          Den Tod erleidet es eben.
          Von Stunde zu Stunde gesunken ward er
          Mit hoffender Seele der Wiederkehr,
          Ihm konnte den mutigen Glauben
          Der Hohn des Tenhagen nicht rauben.“

          „Und ist es zu spät, und kann ich ihm nicht
          Ein Retter willkommen erscheinen,
          So soll mich der Tod ihm vereinen.
          Des rühme der Chef von FINANZTIP sich nicht,
          Daß das Gold dem Sparer gebrochen die Pflicht,
          Er schlachte der Opfer zweie
          Und glaube an Liebe und Treue.“

          Und der Index geht unter, und es kauft manch ein Tor
          Und er sieht das Kreuz schon erhöhet,
          Das die Menge kaufend umstehet,
          An dem Seile schon zieht man den Freund empor,
          Da zertrennt er gewaltig den dichten Chor:
          „Mich, Drücker“, ruft er, „erwürget!
          Da bin ich, für den er gebürget!“

          Und Erstaunen ergreifet die Sparer umher,
          In den Armen liegen sich beide
          Und weinen vor Schmerzen und Freude.
          Da ist manch Portfolio kraftlos und leer,
          Und zur BILD-Zeitung dringet die Wundermär,
          Dort fühlt man ein menschliches Rühren,
          Man verzichtet auf Fernseh-Gebühren.

          Und man blicket sie lange verwundert an.
          Drauf spricht man: „Es ist euch gelungen,
          Ihr habt das Falschgeld bezwungen,
          Und der Goldwert, er ist doch kein leerer Wahn,
          So nehmet euch denn des Sparervolks an
          FIAT sei, gewährt mir die Bitte,
          Entfernet aus unserer Mitte.“

          • @Wolfgang Schneider

            Danke schön!
            Solltest Du Deinen Job als „Translator“ mal an den (einen oder anderen) Nagel hängen wollen, kannst Du sicher als Dichter, Quer-Denker und GhostwriterSongwriter Deine Krypto-Euros verdienen.

            Es gibt natürlich auch noch viele andere Geschäftsmodelle, mit denen man „gutes Geld“ verdienen kann; als abschreckendes Beispiel sei aber einmal das christliche „Caligula-Modell“ genannt – man traut sich kaum, bis zum Ende zu lesen…, weil eigentlich nicht sein kann, was nicht sein darf.

          • @Klapperschlange
            Diese Caligula-Nonnen würde ich mitsamt ihren grünen „Kollegen“ an einen Ort schicken, wo sie täglich Blasen an den Pfoten haben. Aber von der Feldarbeit, etc., von nichts Unanständigem. Laß uns beim Thema Gold und EM bleiben.
            Der FIAT-Lehrling (frei nach J.W. v. Goethe)

            Hat der alte Münzenmeister
            Sich doch einmal wegbegeben!
            Und nun sollen seine Geister
            Auch nach meinem Willen leben.
            Seine Wort‘ und Werke
            Merkt ich und den Brauch,
            Und mit Druckertinte
            Tu ich Wunder auch.

            Walle! walle
            Manche Strecke,
            Daß, zum Zwecke,
            QE fließe
            Und mit reichem, vollem Schwalle
            Zu dem Repo sich ergieße.

            Und nun komm, du alte Presse!
            Nimm die weißen Baumwoll-Lappen;
            Bist schon lange Knecht gewesen:
            Spielgeld woll’n wir nicht verknappen!
            Auf zwei Beinen stehe,
            Bin ich auch ein Tropf,
            Eile nun und gehe
            Mit dem Tintentopf!

            Walle! walle
            Manche Strecke,
            Daß, zum Zwecke,
            QE fließe
            Und mit reichem, vollem Schwalle
            Zu dem Bailout sich ergieße.

            Seht, sie läuft zum Nullzins nieder,
            Wahrlich! ist schon an dem Flusse,
            Und mit Blitzesschnelle wieder
            hier zum monetären Gusse.
            Schon zum zweiten Male!
            Wie der Saldo schwillt!
            Wie sich jede Schale
            Voll mit FIAT füllt!

            Stehe! stehe!
            Denn wir haben
            Deiner Gaben
            Vollgemessen! –
            Ach, ich merk es! Wehe! wehe!
            Goldreserven aufgefressen!

            Ach, das Wort, worauf am Ende
            Sie das wird, was sie gewesen.
            Ach, sie läuft und druckt behende!
            So viel Null’n kann niemand lesen.
            Immer neue Güsse
            Bringt sie schnell herein,
            Ach! und FIAT-Flüsse
            Stürzen auf mich ein.

            Nein, nicht länger
            Kann ichs lassen;
            Will sie fassen.
            Das ist Tücke!
            Ach, nun wird mir immer bänger!
            Renten-Fonds mit Deckungslücke!

            O, du Ausgeburt der Hölle!
            Soll denn jede Bank ersaufen?
            Seh‘ ich über jede Schwelle
            Doch schon FIAT-Ströme laufen.
            Dein verruchtes Wesen,
            Das nicht hören will!
            Druck, der gut gewesen,
            Steh doch wieder still!

            Willst’s am Ende
            Gar nicht lassen?
            Will dich fassen,
            Will dich halten
            Und das alte Ding behende
            Mit ’nem scharfen Krypto spalten.

            Seht, da druckt sie scheppernd wieder!
            Wie ich mich nur auf dich werfe,
            Gleich, o Kobold, liegst du nieder;
            Krachend trifft des Kryptos Schärfe.
            Wahrlich! brav getroffen!
            Seht, sie ist entzwei!
            Und nun kann ich hoffen,
            Und ich atme frei!

            Wehe! wehe!
            Beide Teile
            Steh’n in Eile
            Schon als Knechte
            Völlig fertig in die Höhe!
            Hilft mir die politisch Rechte?

            Und sie drucken! Kraß und krasser.
            Hilft Verschwenden nicht und Spoofen.
            Kriegen Goldbugs Oberwasser?
            Alan Greenspan, hör mich rufen! –
            Ach, da kommt der Meister!
            Herr, die Not ist groß!
            Die ich rief, die Geister
            Werd‘ ich nun nicht los.

            »In die Ecke,
            Druckerpressen!
            Seid vergessen.
            Eure Geister
            Ruft man nur aus ihrer Ecke.
            Hat das Geld nicht Gold als Meister.«

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  6. … und da hatte doch ma einer versucht , glaube ein junger naiver Bursch aus der CDU , das deutsche Gold zu repatriieren. Leider blieb´s bei dem Versuch, nach den ersten 5% stolperte er die Treppe runter und verstarb.

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