Montag,22.April 2024
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Diese Länder fördern das meiste Gold

Russland hielt im vergangenen Jahr neben Australien Platz 2 der weltweit größten Gold-Förderländer. China bleibt führend.

Gold, Goldförderung, Länder, Goldproduktion, Goldbarren (Bild: Goldreporter @midjourney)
Weltweit wurden 2022 rund 3.100 Tonnen Gold gefördert. Bei einer Fortsetzung dieser Förderleistung wären die verbleibenden Goldvorkommen in 17 Jahren erschöpft. (Bild: Goldreporter)

Alles geförderte Gold der Welt

Einmal im Jahr veröffentlicht der U.S. Geological Survey (USGS) Zahlen zur weltweiten Goldproduktion. Die aktuelle Liste zeigt die Rangliste der im Jahr 2022 führenden Länder. Demnach hat China mit 330 Tonnen erneut das meiste Gold produziert. Auf Rang zwei folgen Russland und Australien, die innerhalb eines Jahres jeweils 320 Tonnen förderten.

US-Goldproduktion stark rückläufig

Auch an den weiteren Plätzen hat sich nichts geändert. Insgesamt gibt es nur vier Länder, in denen mehr als 200 Tonnen Gold gefördert wurden, dazu gehört noch Kanada mit 220 Tonnen. Daneben schafften zehn Staaten eine Goldproduktion von mehr als 100 Tonnen. In dieser Liga führten zuletzt die USA. Allerdings sank die Ausbeute gegenüber Vorjahr um 9 Prozent auf 170 Tonnen.

Diese Länder förderten 2022 das meiste Gold

Minen-Produktion**Reserven*
RangLand20212022
1China3293301.900
2Australien3153208.400
3Russland3203206.800
4Kanada2232202.300
5USA1871703.000
6Kasachstan*1161201.000
7Mexiko1201201.400
8Südafrika*1071105.000
9Peru*971002.900
10Usbekistan1001001.800
11Ghana88901.000
12Burkina Faso6770k.A.
13Indonesien*66702.600
14Brasilien61602.400
15Kolumbien5560k.A.
16Tansania6060k.A.
17Mali*5150800
18Papua-Neuguinea*54501.100
19Sudan5050k.A.
20Andere Länder6266209.200
Gesamt (gerunded)3.0903.10052.000
**gerundet*geschätztQuelle: USGS

Geologische Reichweite

Die gesamte weltweite Fördermenge beziffert der USGS mit (gerundeten) 3.100 Tonnen. Damit förderten die Länder 10 Tonnen mehr als 2021. Als verbleibende, bekannte Goldreserven nennt das geologische Institut 52.000 Tonnen. Zahlenspiel: Bei gleichbleibender Goldproduktion wären die verbleibenden Goldvorkommen der Erde in 17 Jahren erschöpft.

Diese geologische Reichweite ist eine rein hypothetische Zahl. Denn die Goldförderung wird nicht schlagartig enden. Womöglich entdecken die Bergbauunternehmen neue Goldvorkommen. Oder Gold, das bislang aus wirtschaftlichen Gründen nicht als abbaubar angesehen wurde, kann mit einem gestiegenen Goldpreis rentabel gefördert werden.

Goldpreis-Basis

Aber die Darstellung verdeutlicht: Gold ist eine endliche Ressource. Denn das Metall kann nicht beliebig vermehrt werden, anders als Zentralbank-Geld. Außerdem bilden die (teils hohen Kosten) der Förderung und die begrenzte Verfügbarkeit bei gleichzeitig hoher Nachfrage und die weltweite Wertschätzung des Edelmetalls die Basis für den inneren Wert und den Preis von Gold.

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7 Kommentare

  1. Der geneigte Beobachter fragt sich sicherlich ‚Unter welchem Stern steht die neue Woche?‘, um dann wieder in den Alltagstrott zu verfallen. Und es sieht ja auch gar nicht so schlecht aus. Wie zu erwarten war, berappelt sich der Goldpreis nach dem moderaten Rücksetzer – das Big Picture ist vollständig intakt – und die Bankenkrise scheint eine Verschnaufpause einzulegen [auch wenn das Schweizer Parlament die staatlichen Garantien in Sachen Zwangsfusion von CS und UBS abgelehnt hat, Anm. d. Red.].

    Jedenfalls steigen die Einlagen der US-Banken langsam wieder an, nach vier Wochen mit insgesamt 473 Milliarden Dollar Mittelabfluss. Und die massiven Notkredite der Fed, sprich Liquiditätshilfen um die Einlagenabflüsse zu kompensieren, können sukzessive abgebaut werden. Aber selbstredend handelt es sich nur um ein Interregnum in einer langen Folge von Krisenschüben. Ein kurzer Blick auf die Wirtschaftsgeschichte zeigt die ganze Tristesse.

    https://www.lunapark21.net/der-kollaps-der-silicon-valley-bank-und-die-lange-geschichte-vonkrisen-und-krach/#more-10089

    Der International Monetary Fund [IWF] wiederum zeichnet ein düsteres Bild der Lage an der globalen Wachstumsfront. Der aktuelle Konjunkturbericht, vorgestellt anlässlich der gerade beendeten Frühjahrstagung der wichtigsten Institutionen des angelsächsischen Wirtschafts- und Finanzsystems in Washington, musste die Aussichten flächendeckend senken. Für uns besonders interessant: Good Old Germany rutscht demnach in eine veritable Rezession mit einem ‚Negativwachstum‘ übers ganze Jahr 2023 von minus 0,1 Prozent. Wir erinnern uns: Noch im Januar hatte Robert Habeck eine mögliche Rezession in Deutschland „abgesagt“.

    Eine häretische Frage sei erlaubt: Hat diese Entwicklung etwa irgendwas mit den Russlandsanktionen zu tun? [nein, niemals, weil nicht sein kann, was nicht sein darf – sagt der Konfuzius in meinem Kopf]. Jedenfalls sieht der IWF Russland mit 0,7 Prozent im Aufschwung begriffen. Offenbar ist nichts aus dem Dikturm von Baebock geworden, von wegen die Sanktionen werden Russland „ruinieren“.

    A ROCKY RECOVERY
    https://www.imf.org/en/Publications/WEO/Issues/2023/04/11/world-economic-outlook-april-2023

    Geh’n sie mit der Konjunktur [geh’n sie mit, geh’n sie mit]
    Geh’n sie mit auf diese Tour [geh’n sie mit, geh’n sie mit]
    Nehm’n sie sich ihr Teil sonst schäm’n sie sich
    Und später geh’n sie nicht zum großen Festbankett.

    Geh’n sie mit der Konjunktur [geh’n sie mit, geh’n sie mit]
    Geh’n sie mit auf diese Tour [geh’n sie mit, geh’n sie mit]
    Seh‘ n sie doch die andern steh‘ n schon dort
    Und nehm‘ n die Creme schon fort beim großen Festbankett.

    Man ist was man isst nicht durch den inneren Wert
    Den kriegt man gratis, wenn man Straßenkreuzer fährt
    Man tut was man tut nur aus dem Selbsterhaltungstrieb
    Denn man hat sich nur selber lieb, drum

    Geh’n sie mit der Konjunktur [geh’n sie mit, geh’n sie mit].

    Hazy Osterwald Sextett

  2. Nicht ganz klar wird, welchen Reinheitsgrad das geförderte Gold hat. 99.996 oder weniger.
    Denn als Anlageprodukt kommt nur hochreines Gold in Frage, als Schmuck ect genügt ein minderer Reinheitsgrad, vermischt mit Kupfer, Silber und ähnlichem.
    Bisher war die Produktion immer 2.300 Tonnen pro Jahr.
    Woher kommen jetzt 3.000 ?
    Alles Ungereimtheiten.
    China und Russland haben sicher mehr als die veröffentlichten Zahlen und Kanada ist seit 5 Jahren nach offizieller Bestätigung durch die Regierung völlig Goldfrei in der Staatskasse.

  3. “Die Sanktionen haben den schlafenden Riesen geweckt”

    In einem Beitrag für die US-amerikanische Online-Zeitung „American Thinker“ verdeutlichen die Autoren, wie umfassend der Westen an Russland gescheitert ist. Russland geht gestärkt aus dem Konflikt hervor. Der Westen verliert an Einfluss. “Die Sanktionen haben den schlafenden Riesen geweckt”
    In der konservativen Online-Zeitung American Thinker rechnen die Wirtschaftswissenschaftlerin Patricia Adams und der Journalist Lawrence Solomon mit dem westlichen Sanktionsregime ab.

    „Die weitreichenden Sanktionen des Westens gegen Russland nach dessen Invasion in der Ukraine stellen die größte Fehlkalkulation des Westens in der modernen Geschichte dar“, schreiben die Autoren einleitend.
    Sie begründen ihre These dann unter anderem mit Daten des Internationalen Währungsfonds (IMF). Der sagt voraus, dass die russische Wirtschaft im laufenden Jahr stärker wachsen wird als die deutsche und die britische. Für das kommende Jahr sagt der IMF für Russland ein stärkeres Wachstum als in den USA und anderen Ländern der G7 vorher. Ferner sind die Fundamentaldaten für Russland gut.

    So liegt die Arbeitslosigkeit trotz des westlichen Sanktionsregimes bei lediglich 3,5 Prozent und ist damit so niedrig wie noch nie seit dem Zerfall der Sowjetunion. Mit Bezug auf eine Analyse der Ratingagentur S&P vom März schreiben die Autoren, das aktuelle Geschäftsklima in Russland sei ebenso gut wie die weiteren Aussichten. Das sei umso bemerkenswerter angesichts dessen, dass Russland gleichzeitig einen kostenintensiven Stellvertreterkrieg gegen den Westen führt, schreiben Solomon und Adams.

    …….

    Diese Entwicklung war absehbar. Es ist schon ein dolles Bubenstück gegen den größten Rohstoffexporteur der Welt, einen Wirtschaftskrieg vom Zaun zu brechen. Die politsch Verantwortlichen des Westens leiden an gnadenloser Selbstüberschätzung, gepaart mit grenzenloser Dummheit. Soll mir doch Niemand erzählen, dass die die oben sind, klüger, cleverer, oder sonstwie Ihren Opfern voraus sind. Der Volksmund sagt, wie der Herr so`s Gscherr. Ein Grund mehr sich mit EM einzudecken, solange es noch etwas davon zu kaufen gibt.

  4. Wenn China und Russlannd die größten Goldproduzenten sind dann wäre es doch in ihrem interesse das physische Gold gar nicht erst auf dem Markt zu bringen um die US Finanzmafia mit ihrem Ponzi Scheme zum Teufel zu jagen .

  5. Seit 20 Jahren bin ich Goldbug und kaufe Gold. Seit 20 Jahren lese ich immer wieder diesen jährlichen Bericht. Und immer steht am Ende, dass es in der Erde noch etwa 50 Tsd. Tonnen förderbares Gold gibt. In den Anfangsjahren dachte ich, na dann in 20 Jahren wird das Gold alle sein. So ist es nicht gekommen, es gibt nach wie vor 50 Tsd. Tonnen förderbares Gold.

    • @Paule
      Das ist exakt wie z.B. bei Erdöl, da erzählt man uns seit 1975 jedes Jahr, dass es in 15 Jahren nichts mehr gibt.
      Solange der Mensch nicht verlernt, Löcher in die Erde zu graben/zu bohren, wird man immer irgendwo irgendetwas finden.
      Schlimmstenfalls wird es eben teurer, weil man tiefer graben muss. Oder in Sibirien im auftauenden Permafrost.
      Öl gibt es auch in 300 Jahren noch, notfalls buddelt der Mensch halb Canada nach Ölsänden um.
      Sehen Sie sich mal Fort Mc. Murray an.
      Dagegen ist Garzweiler eine Kindersandkiste.
      Der Mensch ist auf der Suche nach Begehrtem recht hemmungslos.
      Wenn der Preis hoch genug ist, fängt man auch gerne mal Kriege an.

      Fun Fact zum Thema: der spanische Feldherr Ponce de Leon wollte von Puerto Rico aus die Westküste Floridas erobern, um Gold zu finden.
      Die dort ansässigen Seminole-Indianer hatten keine Lust, sich umbringen zu lassen und haben die Spanier kurzerhand und ohne weitere Diskussionen in die ewigen Jagdgründe geschickt. Waren dabei aber so schlau, 4 am Leben zu lassen, damit die zu Hause in Puerto Rico (wo sie nach 4 Jahren Flucht ankamen) erzählen zu können, dass man da besser nicht noch mal hinfährt.
      Hat funktioniert.
      So geht es auch.
      Wehret den Anfängen.

  6. @Meister Eder
    Genau aus diesem Grund bin ich bei Exxon mobil investiert. Nächste Position in dieser Richtung wird Royal dutch shell sein. Dann ist es aber auch gut mit Öl & Gas Förder Unternehmen. Hier geht’s um Milliarden, die lassen sich das Geschäft nicht kaputt machen, Wasserstoff oder grüne Energie hin oder her. Ohne Öl & Gas läuft fast nichts in der Industrie.

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