Freitag,07.Oktober 2022
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Edelmetall-ETFs erhalten weiteren Zulauf

Gold, Edelmetall, ETF, GLD
Die Goldbestände des GLD-Edelmetall-ETFs sind in diesem Jahr bereits um knapp 41 Tonnen gestiegen (Foto: Goldreporter)

Der weltgrößte Edelmetall/Gold-ETF verzeichnete innerhalb der vergangenen fünf Handelstage Mittelzuflüsse in Höhe von 286 Millionen US-Dollar.

Goldpreis

Am heutigen Donnerstagvormittag um 9:30 Uhr kostete eine Feinunze Gold am Spotmarkt 1.804 US-Dollar. Das entsprach 1.596 Euro. Damit gab der Goldpreis innerhalb einer Woche um 0,4 Prozent beziehungsweise 1,2 Prozent (in Euro) nach.

Größter Gold-ETF

Aber die Investment-Nachfrage auf dem Edelmetall-Markt zieht offensichtlich weiter an. Denn der Gold-ETF SPDR Gold Shares (GLD) verzeichnete nun in der dritten Woche in Folge einen Anstieg der gemeldeten Goldbestände. Innerhalb der vergangenen fünf Handelstage kamen noch einmal 2,33 Tonnen, was Netto-Kapitalzuflüssen von 286 Millionen US-Dollar entsprach. Das Inventar wird vom Betreiber nun per 2. Februar 2022 mit 1.016,59 Tonnen beziffert. Pro Anteilsschein muss er eine Zehntel Unze physisch einlagern.

Silber-ETF

Währenddessen sehen wir eine ähnliche Entwicklung beim iShares Silver Trust (SLV). Denn die gemeldeten Bestände des größten Silber-ETFs stiegen gegenüber Vorwoche um 130 Tonnen auf 16.771,39 Tonnen. Dabei handelt es sich im Rahmen unserer Beobachtung immerhin um die zweite wöchentliche Zunahme in Folge. Der SLV ist offiziell mit einer Unze pro Anteilsschein gedeckt.

Gold, Edelmetall, ETF, Silber, GLD, SLV, Bestände

Einordnung Edelmetall-ETFs

Vergangene Rallys bei den Edelmetall-Kurse waren regelmäßig von deutlich steigenden Beständen bei den Edelmetall-ETFs begleitet. Allerdings sind die ETF-Bestände eher Nachläufer, die einem steigenden Silber- und Goldpreis mit zunehmendem Inventar folgen. Dann nämlich, wenn sich vor allem institutionelle Investoren über dieses Instrument („Papiergold“) auf dem Edelmetallmarkt positionieren.

Goldreporter

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6 Kommentare

  1. Habe übrigens zu Weihnachten meinen Buch-Wunsch erfüllt bekommen [vom Christkind, versteht sich, komme schließlich nicht aus der Ostzone]: „Winning on Purpose“, betriebswirtschaftliche Erbauungsliteratur vom Feinsten. Ein echter Kracher, ich möchte schließlich auf dem Laufenden bleiben.

    Claro, die Problemstellung ist eineindeutig: Wachstum, e w i g e s Wachstum gelingt nur mit frenetischer Kundenbegeisterung. Doch, oh weh, laut einer Gallup-Befragung aus 2018 soll sich der Anteil der Menschen in den USA, die dem „Finanzkapitalismus“ positiv gegenüberstehen, auf nur mehr knapp über 50 Prozent reduziert haben. Ein Wirtschaftsmodell, welches in erster Linie auf Profite ausgerichtet ist, scheint für immer weniger Menschen attraktiv zu sein.

    Was also tun? [Frei nach Lenin?] „Es ist für Unternehmen entscheidend geworden, sich vom herkömmlichen Finanzkapitalismus, der in erster Linie auf Gewinne ausgerichtet ist, hin zu einem sogenannten Kundenkapitalismus zu bewegen“. Also ‚Kundenkapitalismus‘. Hier geht es ganz offenbar nicht mehr um Wachstum und Profite – endlich! -, sondern um „Customer Love“. Nur so könne der „Total Shareholder Return [TSR]“ optimiert werden.

    Wahnsinn – und das alles auch noch „nachhaltig“! Leute, das sind die neuen Business-Trends: ‚Environmental‘, ‚Social‘, ‚Governance‘ und überhaupt die totale ‚Earned Growth Rate‘.

    https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20220126_OTS0054/nachhaltiges-wachstum-gelingt-nur-mit-hoher-kundenbegeisterung

    • @Thanatos:
      So neu ist die Idee gar nicht.
      Bestes Beispiel: Apple.
      Eher minderwertige Produkte, die von Subunternehmern (Foxconn) unter Sklavenhalterbedingungen in China aus billigst eingekauften Teilen zusammengebastelt werden und unter Umgehung fast aller Steuergesetze dann dem Kunden zu 800% bis 1000% der Herstellungskosten angedreht werden.
      Und die Idioten warten dann noch in Schlangen vor dem Laden.
      Dafür, dass sie fortan eine super Spionagewanze haben, die alle 15 Sekunden ihren Standort nach Cupertino meldet (neben weiteren Spionage-Tools).

      These: die Gewinne einer Firma steigen proportional zur Dummheit der Kunden.

      Deutsches Beispiel: Audi.
      Zu 98 % aus VW und Skoda Teilen zusammengebastelt (alles kommt vom selben Zulieferer) und dann einfach das Preisschild gewürfelt.
      Welcher stolze Porsche-Kunde weiß schon, dass sein Cayenne in Bratislava zusammen mit dem Touareg auf dem selben Band aus den selben Teilen gebaut wird, der Macan ein umgebastelter Q5 ist und die Panamera-Karosse aus einem VW-Werk kommt ?

      Meine alte These: die Dummheit der Kunden / Wähler….. macht den Erfolg.

      • @Meister Eder

        Sie wissen doch: „Von dem Geld, das wir nicht haben, kaufen wir Dinge, die wir nicht brauchen, um Leuten zu imponieren, die wir nicht mögen.“

        Claro, die [unedle] Medaille hat wie immer zwei Seiten. Einmal den nicht informierten bzw. indifferenten Endverbraucher, der immer nur den Trends und/oder den künstlich erzeugten Bedürfnissen hinterherläuft [und dabei notorisch zu spät kommt].

        Während auf der anderen Seite die Industrie immer verzweifelter all die schönen Waren in die Märkte zu drücken versucht. Märkte, die längst gesättigt [kolonisiert] sind. Aber die Kapitalverwertung muss eben rotieren, so wie der Rubel rollen muss.

        Da kann man auch mal schnell auf die schiefe Bahn geraten. Stichwort ‚Obsoleszenz‘, d.h. man stellt minderwertige Produkte mit nur geringer Haltbarkeit her. Das gibt es übrigens auch in der Variante ‚psychische Obsoleszenz‘: Hersteller zerstören das Image von Dingen, um sie nur leicht modifiziert als teuren Relaunch neu verkaufen zu können.

        Aber wem sage ich das? Wirklich bizarr wird es aber, wenn – wie in meinem Beispiel oben – das alles auch noch als Neuerfindung des kapitalistischen Rades verkauft wird. Perfide auf die finanzkapitalistischen Exzesse verweisend, nur um die Menschen glauben zu machen, dass der neue ,“Kundenkapitalismus“ endlich in ihrem Interesse ist.

        • @Thanatos
          Sehr schön und in 20 Zeilen die Wirklichkeit beschrieben.
          Und selbst wenn man Ihren Text jeden Tag 3 x zu Beginn jeder Nachrichtensendung vorlesen würde, 90 % der Leute würden es nicht kapieren.
          In 6 Monaten kommt ja das neue I Phone und das muss ich unbedingt haben und sei es über einen 30 Euro pro Monat Kredit.

          Ja, das System kämpft gegen den Untergang. OHNE Ausweg.
          Ein US Wirtschaftsnobelpreisträger hat mal sinngemäß gesagt: es braucht ja nur 2 Voraussetzungen, damit der Kapitalismus langfristig funktioniert:
          1.) Alle 50 Jahre ein Weltkrieg (Wirtschaftswachstum zuerst durch Rüstung, danach durch Wiederaufbau und das Problem der Arbeitslosigkeit durch fortwährende Rationalisierung der Produktion hat man nebenbei „erledigt“.
          2.) Alle 100 Jahre einen neuen Kontinent entdecken (Rohstoffe, neue Kunden…..).

          Jetzt haben wir 30 Jahre lang per Export Fabriken in China und dem Rest Asiens gebaut, die halbe Welt an Rohstoffen ausgeräumt und nun sind die Chinesen so unverschämt mit unseren Maschinen auch noch zu produzieren und zu exportieren.
          Nur: Wohin noch ?

          Wir sehen es in unserem (Friedrich März würde sagen : leicht gehobenem) Wohnviertel überdeutlich: es gibt das “ alte “ Bildungsbürgertum.
          Man fährt eine 10 Jahre alte E-Klasse oder ein gutes Rad, rennt mit einem 6 Jahre alten Qualitätswintermantel (oder in Jack Wolfskin) herum und hat ein 6 Jahre altes Nokia oder sonstwas.
          Denen gehört das Wohnviertel.
          Dann gibt es die Cayenne -Schnösel.
          Auto geleast, Wohnung gemietet oder bis zur Schmerzgrenze finanziert, immer die neuesten Angeber-Spielzeuge.
          Die gehören der Bank.

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