Donnerstag,29.September 2022
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Edelmetall-Kurse manipuliert: JP-Morgan-Händler schuldig!

Gold, Edelmetall, Manipulation, Silber
Erneut wurde Großbanken-Händler die verschwörerische Manipulation von Edelmetall-Preise nachgewiesen. Die beiden ehemaligen JPM-Mitarbeiter können aber auf eine relativ milde Strafe hoffen (Bild: Goldreporter).

Erneut wurden zwei ehemalige Edelmetall-Händler einer Großbank wegen Kursmanipulation schuldig gesprochen. Das Strafmaß steht noch aus, könnte aber milde ausfallen.

Edelmetall-Kurse manipuliert

Ein Bundesgericht in Chicago hat den ehemaligen Abteilungsleiter der Gold-Handelsabteilung von JP Morgan, Michael Nowak, wegen Manipulation der Edelmetall-Preise schuldig gesprochen. Zum gleichen Urteil kam man im Falle seines damaligen Mitarbeiters Gregg Smith. Das meldet Bloomberg.

Zwei Schuldige, ein Freispruch

Goldreporter hatte im Juli über den Prozess berichtet: Goldpreis-Manipulation: Neue, brisante Details enthüllt. Das Verfahren wurde nun nach drei Wochen mit zwei Schuldsprüchen und einem Freispruch abgeschlossen. Denn der dritte Angeklagte, Jeffery Ruffo, der als Händler in der Edelmetall-Abteilung von JP Morgan tätig war, wurde vom Vorwurf der Beteiligung an der Verschwörung freigesprochen.

Gewinnstreben einzelner?

Nowak, der für die Abteilung zuständige Geschäftsführer, und Smith, der Chef-Händler, wurden wegen Betrugs, Spoofing und Marktmanipulation verurteilt. Die Staatsanwaltschaft legte Beweise vor, die die beiden Manager überführten. Dazu gehörten detaillierte Handelsaufzeichnungen, Chatprotokolle und Aussagen ehemaliger Mitarbeiter. Die Jury kam zum Schluss, dass Nowak und Smith die Edelmetall-Preise im Zeitraum von 2008 und 2016 auf Gewinnstreben nach oben und unten getrieben hatten.

Keine „organisierte Kriminalität“

Außerdem erklärte die Staatsanwaltschaft, dass das Edelmetallgeschäft bei JP Morgan als kriminelles Unternehmen geführt worden sei, obwohl die Geschworenen alle drei Männer von einer separaten Anklage wegen organisierter Kriminalität freisprachen. Ein weiterer einstiger JPM-Mitarbeiter,  John Edmonds, war in dem Verfahren als Kronzeuge aufgetreten.

Edelmetall-Manipulation: Milde Strafe erwartet

„Sie hatten die Macht, den Markt zu bewegen, die Macht, den weltweiten Goldpreis zu manipulieren“, erklärte der Staatsanwalt Avi Perry in seinem Schlussplädoyer. Das Strafmaß soll erst im kommenden Jahr festgelegt werden. Laut Bloomberg droht den Verbrechern zwar jeweils eine jahrzehntelange Haftstrafe. Diese könne aber weitaus geringer ausfallen. Denn zwei ehemalige Händler der Deutschen Bank seien 2020 wegen Spoofings verurteilt worden und hätten nur ein Jahr Gefängnis abgesessen.

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10 Kommentare

  1. Verschwörungs Geschwurbel durch die reaktionäre Szene, meinen sicher jetzt unsere trolligen Linksausleger.
    Das ist eben das Problem Letzterer. Die sind ideologisch so indoktriniert, dass sie selbst die reine und offensichtliche Wahrheit nicht glauben würden.
    Sage denen, die Erde ist rund und dreht sich, sie nennen es Geschwurbel der Rechten.

    • @bauernbua
      Das zeigt, dass das Sonnen Metall Gold schon immer die Menschen faszinierte. Obwohl es gar nicht mal so selten war. ( mittlerweile ist es schon selten). Selbst in allen Religionen hat Gold seinen Stellenwert. Nicht etwa andere Metalle.
      Da muss einfach etwas dahinter stecken. Warum gerade Gold ?
      Bernanke meinte auf die Frage eines Journalisten:
      Was ist Gold ?
      Er antwortete: „Ein Metall glaube ich.“
      Und auf die Frage, weshalb dann die FED gerade dieses Metall hortet und so ei Geheimnis daraus macht ?
      Antwort von Bernanke:
      „Aus Tradition.“
      Eben deshalb. Tradition, ein Wort, welches die Linken mit reaktionär gleichstellen. Jedoch wird auch die Linke die Tradition nie und nimmer abschaffen können. Ganz im Gegenteil. Kommt es nämlich hart auf hart, bekennt sich der Mensch immer auf seine traditionellen Werte.
      Und dazu gehört eben auch Gold.
      Gold for ever. Aus Tradition.

  2. Weil irgendwo irgendwelche Personen Insiderhandel oder andere nicht legale Finanztricks anwenden oder angewendet haben oder in Zukunft anwenden werden, bedeutet das noch lange nicht, dass dass das gesamte System manipuliert ist. Hempels Paradox grüßt.

    Es bedeutet ebenso wenig, dass alle, die nicht an diese Generalverschwörung glauben möchten, Ihnen feindlich gesinnt sein müssen, welcher politischer Orientierung man auch zur Zeit angehören mag. Ich verstehe noch immer nicht wirklich, woher dieser Hass und dieser Wille zur persönlichen Konfrontation und Destruktivität kommt. Helfen Sie mir gern, das zu verstehen.

    • @Almpeter
      Nicht das gesamte System manipuliert.
      Alle Einzelakteure des Systems betrügen was das Zeug hält.
      Stellen Sie sich ein riesiges Monopoly-Spiel vor.
      Jeder Mitspieler versucht, die anderen zu seinem Vorteil zu beschei…….
      Manchmal bilden sich zeitlich oder sachlich befristete informelle Allianzen.

      Ich habe einen netten Teil meines Geldes damit verdient, als Trüffelschweinchen dafür zu sorgen, dass mein Laden nicht betrogen wurde. Quasi die praktische Abteilung des Wahrheitsministeriums.

      Es ist ein Spiel: man muss immer cleverer und schneller sein als die Betrüger der anderen Seite.
      Und sich schonungslos klar darüber sein, dass jeder immer lügt.
      Nette Welt, aber sie hält die grauen Zellen flott.

      Im Investmentbanking glaubt man der Gegenseite nicht mal das Datum von heute, ohne es selbst 2x geprüft zu haben.
      Kein Witz: man bekommt umfangreichste psychologische Schulungen (wenn wir einen Politiker im TV auch nur 30 Sekunden reden sehen/hören, wissen wir…) und muss immer schneller und besser in Mathe sein. Da werden clevere Modelle programmiert, die Simulationsrechnungen durchspielen und und …
      Mathe entlarvt immer alle Lügner.

      Wenn ich mal so eine Simulation über die Aussagen der Regierung zur Lage der Gasversorgung (wie lange reicht welcher Füllstand der Speicher bei welcher Einsparung etc….) oder zur Stromversorgung diesen Winter laufen lasse, blinkt es mehr rot, als die schlimmste Straße auf St. PAULI.

    • @ALm Peter
      Vor paar Jahren hielt die Moskauer Zentralbank noch 118 Mia. $ an US-Bonds. Jetzt halten sie fast nichts mehr. Bis zum 1. April letzten Jahres hat die Moskauer ZB diese Bonds weitgehend abgestoßen und erwarb dafür Unmengen Gold. Jetzt hält Rußland ziemlich genau 2.300t Au. Nur beim Stalin waren es mal mehr. 2.800t im Juni 1941, als man in den Krieg hineingezogen wurde. Wer dort noch fleißig Au erwirbt, das ist der sog. „Nationale Wohlstands-Fonds“, der die Renten der Bürger verwaltet und auch die Einnahmen aus dem Öl- und Gasverkauf des Landes erhält. Ähnlich beim Öl und Gas machen es übrigens die Norweger.
      https://www.globalresearch.ca/hillary-emails-reveal-nato-killed-gaddafi-to-stop-libyan-creation-of-gold-backed-currency/5594742
      Naja, und wer den Amis so offen und deutlich zeigt, daß man von ihrem Dollar-Falschgeld nichts hält, und wer halt lieber auf das Gelbe setzt, der muß mit gewissen Reaktionen seitens der Falschgeld-Mafia rechnen.
      https://www.globalresearch.ca/gaddafi-spy-chief-libya-gave-sarkozy-8million-bribe/5672901?utm
      Wer solche Freunde hat wie die Franzosen, der braucht keine Feinde mehr.
      Lies mal „Die Angst des weißen Mannes“ von Peter Scholl-Latour.

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