Sonntag,25.September 2022
Anzeige

Ein weiterer Trick, um die Inflation zu verharmlosen

Die reale Inflationsrate liegt weit über den offiziellen Verlautbarungen. Die Gewichtung ist ein weiterer Trick, um die Inflation zu verharmlosen.

Von Philippe Herlin

Preisexplosion

In der heutigen Zeit erweist sich die genaue Messung der Inflation als besonders wichtig. Die Preise geraten auf eine Weise ins Schleudern, wie wir es seit Jahrzehnten nicht mehr erlebt haben. Haushalte und Unternehmen brauchen eine klare Vorstellung der Entwicklungen, um ihr Verhalten entsprechend anpassen zu können. Leider haben die nationalen Statistikbehörden die Angewohnheit, die Preisanstiege kleinzureden, um den Schein zu wahren. Das kommt dem Staat zugute, dessen Ausgaben, vor allem die Sozialausgaben, zum großen Teil an die Preisentwicklung gekoppelt sind. Wir hatten bereits erklärt, wie das Statistikinstitut INSEE in Frankreich die realen Preiserhöhungen beschönigt, indem es die Wohnkosten praktisch außen vorlässt, die im „Warenkorb“ nur 6 % ausmachen, und indem es einen äußerst nebulösen „Qualitätseffekt“ erfindet.

Berechnung der Inflation

In dieser Zeit der explodierenden Preise verhindert noch ein weiterer Faktor die korrekte Messung: Der Gewichtungseffekt. Der Verbraucherpreisindex basiert auf einem durchschnittlichen Ausgabenprofil, das die Gesamtheit der französischen Haushalte repräsentieren soll, dem sogenannten Gesamtwarenkorb. Man muss jedoch wissen – und dieser subtile Unterschied ist entscheidend – dass die Zusammensetzung und die Gewichtung der verschiedenen Produkte im Warenkorb nur einmal jährlich angepasst werden.

Es kommt also zu einem beträchtlichen Verzögerungseffekt. Wie das INSEE in einem Hinweis zur Methodologie erklärt, verwendet es die Gewichtung von „Jahr A-2, bewertet zum Preis im Dezember von Jahr A-1 und komplettiert durch Volumenkorrekturen zwischen A-2 und A-1“ [angewendet, um die Gesundheitskrise zu berücksichtigen, wenn auch unvollkommen]. Wenn es darum geht, einer klaren Antwort auszuweichen, kann man auf unsere Statistikbehörde vertrauen.

Die Gewichtung

Aktuell schnallen die Franzosen den Gürtel enger, um ihre Autos vollzutanken, ihre Gasrechnung oder ihr Heizöl zu bezahlen und für die Stromkosten aufzukommen (die aber dank der Tarifbegrenzung in diesem Jahr nur 4 % steigen werden). Der Posten „Energie“ verteuert sich schlagartig im Budget der Haushalte, doch im Verbraucherpreisindex spiegelt sich das nicht wider, denn der behält die gleiche Gewichtung für diese Komponente bei: 8,86 % im Juli 2022, nach 8,08 % im Juli 2020, 7,48 % im Juli 2017 und 8,68 % im Juli 2012. Damit bewegen wir uns noch immer innerhalb des historischen Rahmens. Gleiches gilt für den Lebensmittelsektor, den die Preissteigerungen ebenfalls mit voller Wucht treffen.

Inflation, Frankreich, Berechnung

Die heutige Gewichtung entstammt also der Welt von gestern und entspricht nicht mehr unserer aktuellen Realität. Während der Lockdowns von 2020 haben wir das gleiche Phänomen erlebt: Die Kraftstoffpreise sanken, aber die Haushalte profitierten nicht davon, weil sie in Quarantäne waren oder unter Ausgangssperre standen! Die Inflationsraten lagen derweil auf einem sehr niedrigen Niveau, obwohl die Ausgaben für Lebensmittel stiegen (keine Firmen- oder Schulkantine mehr). Diese Zusatzkosten spiegelten sich nicht im Verbraucherpreisindex wider.

Wahre Inflation wird kaschiert

Das zu langsame Anpassen der Gewichtung, und der Verzögerungseffekt, der damit einhergeht, haben sich als sehr nützlich erwiesen, um starke Preiserhöhungen und Inflationsspitzen zu kaschieren, auf Kosten der Verbraucher. Wenn sich der Anstieg der Energie- und Lebensmittelpreise im kommenden Jahr fortsetzt (und das steht zu erwarten), wird das INSEE seine Gewichtung natürlich anpassen müssen (in den Hinterzimmern seiner Büros, denn die Transparenz dieser öffentlichen Einrichtung geht gegen null). Es bleibt jedoch noch Zeit, auch um weitere Listen zu erfinden. Es wäre mit Sicherheit zu viel verlangt, dass das INSEE seinen Warenkorb jeden Monat oder jedes Quartal anpasst…

Die reale Inflationsrate liegt also weit über den offiziellen Verlautbarungen. Wir hatten es schon vermutet, die angebliche aktuelle Inflationsrate von 6 % in Frankreich ist nur ein guter Witz.

Quelle: de.GoldBroker.com

Philippe Herlin ist ein Finanzanalyst und Doktor für Wirtschaftswissenschaften beim Conservatoire National des Arts et Métiers in Paris. Als Befürworter von Risikotheorien, wie sie von Vordenkern wie Benoît Mandelbrot und Nassim Taleb entwickelt wurden, und als Verfechter der Österreichischen Wirtschaftsschule wird er seine Ansichten zur aktuellen Krise, zur Eurozone, zur Staatsverschuldung und zum Bankensystem einbringen. Nachdem er bereits ein Buch zum Thema Gold geschrieben hat, welches heute ein Standardwerk der Branche ist („L’or, un placement d’avenir“, Eyrolles 2012), hofft er, dass das Edelmetall in unserer Wirtschaft künftig wieder eine bedeutendere Rolle einnehmen wird, bis hin zur vollständigen Monetarisierung.

Hinweis: Meinungen oder Empfehlungen im Rahmen von Gastbeiträgen geben die Einschätzung des jeweiligen Verfassers wieder und stellen nicht notwendigerweise die Meinung von Goldreporter dar.

Goldreporter

Goldreporter-Ratgeber

Genial einfach, sicher und günstig: Gold vergraben, aber richtig!

Was tun bei Goldverbot oder Goldengpass? Notfallplan für Goldanleger

Abonnieren Sie den kostenlosen Goldreporter-Newsletter und erhalten Sie den Spezial-Report "Vermögenssicherung mit Gold" (PDF) kostenlos! Weitere Informationen?



16 Kommentare

  1. Dagegen schreibt ntv
    Der Bundeskanzler meint, wir werden wohl durch diesen Winter kommen.
    Na, dann. Mir ist jetzt schon so wohl und im Winter wird mir sicher noch wohliger, dank der Tatkraft unserer Regierung.
    Der Grund ist einfach: Irgendwann, aber sicher nicht rückwirkend könnten wohl Über und Zufalls Gewinne abgeschöpft werden. Das freut denn auch Lotto Spieler,
    oder jeden, welcher zufällig etwas fleissiger war und dadurch zufällig mehr verdient hat.
    Mir ist jetzt schon wohliger.
    https://www.n-tv.de/politik/Scholz-Werden-wohl-durch-diesen-Winter-kommen-article23571303.html
    PS
    Was wäre wohl, wenn es wohl das schöne Wort wohl nicht gäbe?

  2. Warum brauchen Haushalte eine klare vorstellung über die vom Staat errechnete Inflation ? Gr schreibt, um ihr (Konsum?) Verhalten an zu passen…..Jeder hat jedoch eine andere
    – persönliche – Inflationsrate, da jeder ein anderes Konsumverhalten hat. Und die wenigsten werden, wollen und können sich ihre persönliche rate berechnen. Man kann nur sein möglichstes tuhn um dem entgegen zu wirken oder sein vermögen in sicherheit zu bringen. Allerdings, um zumindest meinem umfeld herum, machen dies die wenigsten….privatvermögen schrumpft auf girokonten oder in Sparstrümpfen rum….und der Staat….lacht sich ins fäustchen

    • Oliver:
      Im Mai hatte ich nach einem Einkauf im Discounter mal spaßeshalber meine persönliche Inflationsrate berechnet. Gekauft hatte ich Artikel, die ich seit längerer Zeit immer wieder dort kaufte, weswegen mir die alten Preise geläufig sind. Ich bin auf + 17,60 % gekommen.

      • Ja nur du konsumierst ja nicht nur beim Discounter. Da muss bei deiner berechnung wirklich alles…..wo du Geld für ausgiebst mit reinfließen….ich denke da kommste mit 17 % nicht weit….

        • @Oliver und Racew

          Das Verfluchte an der Inflation ist ja, dass sie die Menschen umso härter trifft, je grösser der Prozentsatz des Einkommens ist, den sie für den Grundbedarf ausgeben müssen.

          Rund 60 % der Bundesbürger leben inzwischen ja komplett von der Hand in den Mund.
          Die geben 100 % ihres Geldes für Lebensmittel, Energie etc. aus.
          Die sind garantiert über 20 % „Alltagsinflation“.
          Und die haben oft keinen finanziellen Puffer mehr.
          Für die kann man nur hoffen, dass jetzt die Miete nicht erhöht wird, oder sie im Eigentum wohnen und keine Reparaturen kommen.

          Wer beispielsweise als Double Income No Kids (nur) z.B. 500 für Lebensmittel pro Monat ausgibt, im eigenen abbezahlten und durchsanierten Haus wohnt, sich alle 2 Jahre einen neuen Porsche in die Garage stellt , hat eine deutlich geringere persönliche Inflation.
          Und wahrscheinlich merkt der die auch gar nicht.
          Einer aus unserer Rentnergang hat das beim Betanken seines Cayenne Turbo nur bemerkt, weil er die EC-Karte am Automaten ein 2. Mal eingeben musste. Der Betrag je Tankvorgang war noch auf 150 Euro begrenzt. 230 Euro für eine Tankfüllung.
          Aber der hat damit kein Problem. Ein Leben lang hart und erfolgreich gearbeitet lässt er sich eben nicht von Lenchen vorschreiben, wie er zu leben hat.
          So leben aber keine 10 % in diesem Land.

          Unsere Politikhelden in Berlin werden die 100 Euro mehr für Lebensmittel im Monat sicher auch nicht bemerken. Die haben keinen Schimmer mehr, wie es 60 Millionen ihrer Bürger da draußen wirklich geht.

          Die Folgen kommen: Der Schuhhändler Görtz ist insolvent.
          Solche Meldungen werden wir jetzt jeden Tag lesen müssen.
          Logisch, die Leute sparen wo sie können: Restaurants, Kleidung, Möbel……
          Alles was nicht sein muss, wird eingespart.
          Wer noch Geld hat, versorgt sich mit langlebigen Consumer Durables (Waschmaschine etc), bevor es noch teurer wird.
          Wenn das Strohfeuer durch ist, wird es bei Mediamarkt etc. auch duster.

          Auch JP Morgan Deutschland hat ein Problem (das ist kein Witz):
          Die hatten ja wg. Brexit Geschäft nach Frankfurt verlagert.
          Obwohl sie Notstromdiesel haben, planen sie jetzt im Rahmen einer „Wargaming Option“, die Rückverlagerung nach London. Die rechnen mit einem massiven Blackout.

          Die nächsten 12 Monate werden die „spannendsten“ , die wir je erlebt haben.
          Nur weil die Politik so blöd ist.
          Hoffentlich hat jeder genug Metall und sonstige Vorräte.

          • @Meister Eder
            https://www.zerohedge.com/commodities/europes-nightmare-scenario-comes-true-energy-bills-rise-eu2-trillion-will-reach-20
            Das hier schreibt Zerohedge zur Entwicklung der Energie-Kosten in Europa. Ein Fünftel des verfügbaren Einkommens wird dafür draufgehen. Keine Kaufkraft der Masse heißt aber auch keine Konjunktur, kein Absatz. Da wird auch noch so viel penetrante, nervtötende Werbung nichts dran ändern können. Und die Parteichefin der deutschen Grünen trompetet, daß es keine Laufzeit-Verlängerungen für die AKW im Land geben wird. Mein Opa Karl entging im April 1945 nur knapp der Exekution. Die Rote Armee hatte grad die Oder überquert, und er glaubte nicht mehr an den Endsieg.

        • Oliver:
          Das ist natürlich richtig. Es sollte auch nur ein Beispiel dafür darstellen, dass die offizielle Inflationsrate einen untauglichen Parameter liefert.

  3. Wenn ich gewusst hätte wie man eines Tages um die Früchte seiner Arbeit betrogen wird von seiten derer die laut Eid Schaden von uns abwenden sollen,hätte ich mit 60 mein Arbeitsleben beendet.Schön blöd war man.

  4. Erinnere ich mich an meine Jugend, weiss ich, dass damals vieles noch teurer war als heute.
    Da gab es keine Supermärkte oder Discounter.
    Schuhe kostete ein Vermögen, ebenso Kleidung.
    Beides wurde immer wieder aufgearbeitet und an kleinere Geschwister weitergegeben.
    Wir trugen Sommer und Winter die Lederhose, im Winter mit Strümpfen.
    Geheizt war nur die Küche und es war viel kälter als heute.
    Die Menschen sind zu verwöhnt. Alles im Überfluss, jeder Schnickschnack will jetzt und gleich haben.
    Man soll mal darüber nachdenken, bevor man über die Teuerung meckert.
    Denn all das, was heute der Teuerung unterliegt, hatten wir als Kinder und Jugendliche gar nicht. Es gab es auch nicht.
    Ich meine, wem das Leben zu teuer ist, soll nicht nach dem Staat schreien, sondern einfach sein Konsumverhalten ändern.
    Gelegenheit sich mal in anderen Ländern umzusehen, hatte man ja bei der billigen Reiselust in der Vergangenheit zur Genüge.
    Der deutsche Wohlfühl- und Sozialstaat kommt noch auf den Teppich zurück. Ganz gewiss. Und das ist auch richtig so.

    • @Maruti
      Alles richtig, 100 % unsere Lebenserfahrung.
      Der Grund, warum alles teurer war, war aber auch, dass es damals noch Qualitätsprodukte gab und die Läden nicht voll Schrott aus China hingen.
      Geht aber auch heute noch.
      Ich laufe bei Schlechtwetter mit einer über 10 Jahr alten Gore-Tex Jacke von Salewa herum, die war teuer, hält aber auch noch 10 Jahre. Und sieht immer noch super aus. Und ob die Farbe gerade in Mode ist, ist mir gediegen egal.
      Die Wintermäntel „für schön“ sind von Boss oder Dressler.
      Ein Sakko aus Harris-Tweed kostet zwar 500 Euro, hält aber ewig und kommt nie aus der Mode.
      Schuhe aus Italien, die quasi unkaputtbar sind (neue Sohle drauf und weiter..).
      Oberhemden von eterna oder Olymp, 80 Euro (im Schlussverkauf günstiger) aber auch fast unkaputtbar.
      Meine Armbanduhren haben keine Batterie, die trägt auch noch mein Urenkel.
      Die Autos aus Japan, jeder über 15 Jahre alt. Keine Macken, fahren einfach.

      Spruch meines Vaters: kaufst a Glump, hast a Glump.
      Hochdeutsch: wer billig kauft, kauft 3 Mal.

      Ob die Leute aus der kommenden Situation was lernen ?
      Mal sehen.

    • @Maruti
      „Denn all das, was heute der Teuerung unterliegt, hatten wir als Kinder und Jugendliche gar nicht.“
      Sie hatten eine harte Jugend. Keine Butter, kein Gas, Strom,Briketts. Nur ein paar Dinge der Teurung.
      Und noch etwas: Ein Rentner der 45 Jahre schwer für seine Altersbezüge gearbeitet hat, hat alles
      Recht der Welt, nach dem Staat zu rufen, wenn er unverschuldet in diesem Staat verarmt.

      • @Goldhase
        Der besagte Rentner hat sicher hier ( in anderen Ländern keineswegs) das Recht zu rufen. Das hat er. Doch ob der Staat verpflichtet ist, ihm auch seine Bedürfnisse auf Kosten anderer zu gewähren, ist keineswegs garantiert.
        Denn, der Rentner wusste ja seit 45 Jahren, was er jeden Monat in seine Rente einbezahlt hat.
        Das kann auch ein Hauptschüler ausrechnen.
        Und, er kann eben nur das herausbekommen, was er einbezahlt hat. Die anderen, also der Staat, sind keineswegs verpflichtet, den Mehrbedarf zu subventionieren. Denn dafür müssen andere hart arbeiten.
        Wenn man nach dem Staat ruft, muss man allererst die Frage stellen:
        „Und was hast du bisher für den Staat getan, was dich berechtigt Forderungen zu stellen“

        • @Maruti
          Nein. das kann ich nicht teilen. Viele können ein Berufsleben über 45 Jahren nicht planen . Der Staat ist zwar nicht verpflichtet, einen Mehrbedarf zu finanzieren. Hat er diesen jedoch verursacht, z.B. durch ausufernde Staatsverschuldung mit Hilfe der Notenbank und daraus resultierender Inflation, denke ich schon, das er in der Pflicht steht. Sie möchten das alle ihr Wohlstandlevel runterfahren. Dagegen ist im Prinzip nichts einzuwenden. Nur trifft es bei dieser Rasenmäher Methode eben die Bedürftigen. Und für die empfinde ich mehr Anteilnahme, als ich in Ihrem Text herauslese.
          Und nein, es gibt viele im Niedriglohnsektor, die bei Renteneintritt fast
          das gleiche bekommen, wie die, sich nie den Arbeitsstress antaten und somit keinen Euro einzahlten. Zu Ihrem letzter Satz: Das muss sich kein Mensch fragen, der sein Leben lang arbeitete und Sozialabgaben zahlte. Und wem steht das Recht zu, so eine Frage überhaupt zu stellen?

          • @goldhase
            „Frage nicht, was dein Land für dich tun kann – frage, was du für dein Land tun kannst.“ So lautet einer der berühmtesten Sätze John F. Kennedys
            Und nicht von maruti. :)
            Ich habe den Kennedy noch live miterlebt.
            Als teenie. Und mir seine Sprüche gemerkt.

          • @Maruti
            War zwar auch meine Zeit, aber Kennedy nicht mein Präsident. Daher hielt sich
            wohl mein Interesse an ihm in Grenzen. Und JFK Satz entspricht auch nicht der Adaption von Maruti. Eigentlich ist mir der Spruch zu polemisch und leicht abgehoben. So eine Art moralische Allzweckkeule. Ganz einfach. Bevor jemand
            Ansprüche an die Gesellschaft stellt, informiert er sich über seine Berechtigung
            dazu. Soll er denn zuvor eine Woche in Klausur gehen und sich fragen, ob er/ sie genug für den Staat getan haben?

    • Maruti:
      Die Inflation ist nicht vom Himmel gefallen. Sie findet ihre Ursachen in Fehlern, die über Jahre hinweg verschleppt worden sind. Ein weiterer Aspekt ist die Entschuldung der Staaten zum Nachteil der Bevölkerung. Wohlgemerkt sind dies nur zwei Punkte aus einer Gemengelage von Fehlern, Problemen und Versäumnissen.
      Der Bevölkerung mag man vorhalten, dass sie in weiten Teilen geschlafen hat. M.E. ist dies ebenso falsch wie zu einfach gedacht. Wie oft empört man sich z.B. darüber, dass Opfer von Straftaten nicht genügend Hilfe erhalten, währenddessen alles dafür getan wird, dass Täter mit erheblichem Aufwand resozialisiert werden?
      Die Grundkonstellation ist in beiden Fällen identisch, denn das schuldlose Opfer wird pönalisiert und im Regen stehen gelassen.
      Es ist die allererste Pflicht jeden Politikers, sich zum Wohle seines Landes und der Bevölkerung einzusetzen. Diese Pflicht wird hierzulande seit vielen Jahren missachtet. Über Trumps “America first“ echauffiert man sich, obwohl in diesen zwei Worten das Grundprinzip jeder Politik liegt.
      Die Bürger meckern demzufolge völlig zu Recht über die Inflation. M.E. ist dies allerdings noch viel zu wenig.
      Der Zug nimmt immer mehr Fahrt in Richtung Wand auf. Und unsere Politiker tun alles dafür, damit der Aufprall möglichst hart und schmerzhaft werden wird. Eine Umkehr ist von ihnen nicht zu erwarten. Also bleibt nur der Bürger, der sich einsetzen sollte, damit Schaden von unserem Land abgewendet werden kann. Ich hoffe daher, dass es nicht nur beim Meckern bleibt.

Schreiben Sie einen Kommentar

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie Ihren Namen ein

Anzeige

Letzte Beiträge

 

Unsere Spezialreports und Ratgeber sind erhältlich im Goldreporter-Shop!

Anzeige