Mittwoch,14.April 2021
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Geldschöpfung im Sisyphus-Modus – Tod für Dollar & Anleihen

Sisyphus (Foto: Wikipedia)Die nächsten 5-10 Jahre werden vom größten Vermögenstransfer der Geschichte geprägt sein. Da die meisten Investoren an Blasenmärkten wie Aktien und Anleihen festhalten, werden sie kräftige Vermögensverluste hinnehmen müssen.

Von Egon von Greyerz, Matterhorn Asset Management AG

Als Anleger braucht man nur vier entscheidende aber simple Punkte zu verstehen, um die Flut wahrzunehmen, die uns zum Glück führt.

Warum nur wird die Mehrheit der Anleger auf anderen Strömen unterwegs sein und sich durch Not und Klippen winden müssen?

Es liegt wohl daran, dass sich Anleger wohler fühlen, wenn sie dem Trend folgen, ohne Veränderungen antizipieren zu müssen.

Wer jene vier Puzzle-Teile versteht, wird nicht nur der totalen Vermögenszerstörung entgehen, sondern auch eine Gelegenheit bekommen, wie es sie nur einmal im Leben gibt.

Die nächsten 5-10 Jahre werden vom größten Vermögenstransfer der Geschichte geprägt sein. Da die meisten Investoren an Blasenmärkten wie Aktien und Anleihen festhalten, werden sie kräftige Vermögensverluste hinnehmen müssen.

Wie Brutus in Shakespeares Julius Caesar sagt:

”Es gibt Gezeiten für der Menschen Treiben;
Nimmt man die Flut wahr, führt sie uns zum Glück,
Versäumt man sie, so muß die ganze Reise
Des Lebens sich durch Not und Klippen winden.
Wir sind nun flott auf solcher hohen See
Und müssen, wenn der Strom uns hebt, ihn nutzen,
Wo nicht, verlieren, was zur See wir wagten.

Klarheit: Vier Puzzle-Teile

Also: Um welche vier Puzzle-Teil, die entweder zum Glück oder ins Elend führen, geht es hier?

Es geht um:

1. Aktien
2. Währungen
3. Zinssätze
4. Rohstoffe

Man füge diese 4 Teile zusammen und das Rätsel der Marktentwicklung und der Zukunft der Weltwirtschaft wird ganz klar erscheinen.

Doch leider wird das Zusammenführen dieser 4 Teile den meisten Investoren Schwierigkeiten bereiten.

Ewige Geldschöpfung

Haben Regierungen und Zentralbanken mit ihrer verschwenderischen Politik für eine Konditionierung der Investoren gesorgt? Denn diese Investoren erwarten nichts anderes als das ewige Glück…

Ja, vielleicht haben sie das. Doch dieses Glück hier wird flüchtig sein und in „Not und Misere“ enden.

Zentralbanken haben jetzt die Sisyphusaufgabe, bis in alle Ewigkeit Geld zu drucken.

Je mehr sie drucken, desto mehr werden sie drucken müssen. Als Sisyphus schließlich in den Hades kommt, muss er zur Strafe einen großen Stein bergauf rollen. Oben angekommen, rollt der Stein immer wieder zurück, so dass er ihn wieder und wieder und wieder… hinaufrollen muss.

Und eine solche Strafe hat auch die Federal Reserve auferlegt bekommen. Wie ich im Artikel über Paracelsus, den Schweizer Arzt im 16. Jh., deutlich gemacht hatte, kann alles Gift sein, entscheidend ist hierfür nur die Dosis. Seit Jahrzehnten bekommen die USA eine toxische Dosis „Gratisgeld“; sobald man davon abhängig geworden ist, kann dem vergifteten Patienten (der US-Wirtschaft) nur geholfen werden, indem ihm noch mehr vom selben Stoff injiziert wird.

Einerseits kann die Fed nie und nimmer die Geldschöpfung vorsätzlich stoppen, weil dann sofort Aktienmärkte, Anleihemärkte und das Finanzsystem zusammenbrechen würden.

Andererseits hat die unablässige Geldschöpfung auch ihre Konsequenzen.

Sie wird den Dollar zerstören, sie wird den Markt für US-Staatsanleihen zerstören und letztlich auch zu Inflation und Hyperinflation führen.

Unter Zerstörung des Anleihemarktes ist ein sehr deutlicher Anstieg der Zinssätze zu verstehen – etwas, das sich, in Anbetracht einer globalen Verschuldung von 280 Billionen $ (Tendenz rapide steigend), weder die USA noch die Welt leisten können.

Das haben wir es: Den USA und der Welt sind quasi die Hände gebunden; was sie auch machen, es wird schreckliche Konsequenzen für die Welt haben.

Kommen wir jetzt zu den 4 Puzzle-Teilen zurück, die Investoren fest vor ihrem geistigen Auge haben sollten.

Puzzle-Teil 1: Rohstoffe

Seitdem Nixon das Goldfenster vor 50 Jahren schloss, hat die Welt ein beispielloses Ausmaß an Kreditwachstum und Geldschöpfung erlebt.

Die Golddeckung der Währungen hielt die jeweiligen Zentralbanken an der kurzen Leine; seit 1971 begann jedoch eine Art Geldschöpfungsfreiheit, die von den USA und den meisten Ländern der Welt exorbitant genutzt wurde.

Seit 2006 verläuft die Geldschöpfung exponentiell.

Eine Zunahme des Geldangebots – das ist die Definition von Inflation in Reinform. Doch bis vor Kurzem schlug sich starke Inflation allein in bestimmten Anlageklassen wie Aktien, Anleihen und Immobilien nieder. Die normalen Verbraucherpreise stiegen in den offiziellen Quoten nur marginal an, obgleich einige von uns deutlich höhere Inflationsraten erleben als die offiziell erhobenen.

Doch jetzt senden uns die Rohstoffpreise Warnsignale, dass die Inflation bald mit Nachdruck durchschlagen wird.

So ist die Inflation im Bereich der Agrarprodukte seit letzten Mai um 50 % gestiegen. Bislang hat das noch keine schwerwiegenden Auswirkungen auf die Verbraucherpreise gehabt; doch die werden sich bald zeigen.

Seit ihrem Tief im April 2020 sind die Rohstoffpreise ganz allgemein um 100 % gestiegen.

Unten im Chart sehen wir das Verhältnis aus Rohstoff- und Aktienkursen. Hier zeigt sich, dass Rohstoffe in einem 50-Jahre-Tief sind. Angesichts des massiven Aufwärtspotentials kann dieser Chart als Vorwarnung für eine drohende stark inflationäre Periode gelten.

Rohstoff, Zyklen, Aktien

Die meisten Rohstoffpreise werden drastisch steigen, auch Nahrungsmittel und Energie.

Gold – Das Königsmetall

Anleger, die meine Artikel schon eine Zeit lang lesen, werden Folgendes wissen: Das beste Investment, um in inflationären Zeiten zu profitieren und gleichzeitig Vermögen zu sichern und zu schützen, sind Edelmetallaktien sowie physisches Gold, Silber und Platin.

Gold ist das Königsmetall, und seit dem Durchbruch durch die Gold-Maginot-Linie bei 1.350 $ befindet sich dieses Metall auf dem Weg zu Ständen, die sich heute kaum jemand vorstellen kann. Jede Korrektur, wie die aktuelle, sollte als Gelegenheit begriffen und genutzt werden, weiteres Gold zu kaufen.

Gold, Bullenmarkt

Im Verhältnis zum Geldangebot liegt Gold heute in einem historische Tief – so tief wie schon 1970 als Gold 35 $ kostete oder so tief wie im Jahr 2000, als Gold bei 290 $ lag (siehe Diagramm unten).

Das bedeutet, dass der Goldpreis bei Weitem noch nicht die massive Geldschöpfung der letzten Jahrzehnte widerspiegelt. Das wird noch kommen.

Gold, Fiat money

Puzzle-Teil 2: Dollar – Währungen

Die immer rasanter steigenden Defizite und Schulden in den USA werden Abwärtsdruck auf den Dollar ausüben.

Als ich mein Arbeitsleben 1969 in der Schweiz begann, gab es für 1 US $ noch 4,30 Schweizer Franken. Heute bekommt man nur noch 0,89 Schweizer Franken für 1 US $. Das nächste Ziel wichtige Ziel im Verhältnis ist 0,5 CHF für 1 USD. Vom heutigen Stand aus betrachtet, entspräche das einem Verfall von 44 %.

Dollar, Franken

Zugegeben, der Schweizer Franken ist seit mehr als 50 Jahren die stärkste Währung gewesen. Allen Problemen der EU zum Trotz scheint selbst der Euro gegenüber dem Dollar auszubrechen – mit sehr positiven Aussichten.

Dollar, Euro

Man darf allerdings nicht vergessen, dass sich alle Währungen in einem Entwertungswettlauf befinden, bei dem es keinen Preis für den Sieger gibt.

Man schaue sich nur das Gold-Dollar-Verhältnis an, das seit 2000 ganze 85 % verloren hat…

Wie ich schon oft erwähnt hatte: Alle Währungen haben effektiv (also gegenüber Gold) schon 97-99 % verloren, und in den kommenden Jahren werden sie auch noch die verbleibenden 1-3 % verlieren.

Dabei muss man verstehen, dass diese finalen Prozente – von heute aus betrachtet – einem 100 %igen Wertverfall gleichkommen und damit dem von Mises vorhergesagten Niedergang des Währungssystems.

Der Niedergang von Währungen ist mit dem Tage ihrer Geburt besiegelt

Allein das Wesen von Fiat-Währungen sorgt dafür, dass ihr Niedergang schon am Tag ihrer Geburt besiegelt ist. Da bislang alle Währungen in der Geschichte vom Staat zerstört wurden, ist es völlig absurd, das eigene Vermögen in einer Einheit zu bemessen, für die der Wertverfall vorherbestimmt ist.

Man sollte immer daran denken, dass Gold das einzige Geld ist, das schon 5.000 Jahre überlebt hat.

Puzzle-Teil 3: Zinssätze

Weltweit befinden sich die Zinssätze auf historischen Tiefs. In der Schweiz kann man zum Beispiel eine 15-jährige Hypothek für 1,1 % bekommen.

Natürlich klingt das nach dem Schnäppchen des Lebens. Man kann ein Haus für 1 Million Schweizer Franken kaufen und muss dafür nur 11.000 Franken an Zinsen zahlen. Mietete man dasselbe Haus, würde man im Jahr das Dreifache der Hypothekenverzinsung ausgeben. Hier ist ganz klar ein Ungleichgewicht entstanden, das nicht tragbar ist.

Die aufkommende Inflation wird die Zinssätze nach oben drücken, was wir schon bei 10-jährigen US-Staatsanleihen sehen können. Sie stiegen von März 2020 bis heute von 0,39 % auf 1,34 %. Technische wie zyklische Indikatoren untermauern, dass der monatliche Schlussstand von Juli 2020 als das langfristige Tief betrachtet werden kann.

Falls das zutrifft, wurde das Ende der Zins-Baisse sowie der Hausse bei US-Staatsanleihen bereits markiert ( ausgehend vom Volker-Hoch 1981 mit 16 %).

Und diese 40-jährige Periode beschränkter Zinsniveaus hat überhaupt nichts Natürliches an sich.

Als Volker im August 1979 Chef der Federal Reserve wurde, rentierte die 10-jährige US-Staatsanleihe mit 9 %, bis 1981 war ein schneller und steiler Anstieg auf 16 % zu verzeichnen. Als Volcker das Amt 1987 verließ, rentierte die 10-jährige Anleihe wieder mit 9 %. Also derselbe Stand wie 8 Jahre zuvor bei Amtsübernahme.

Greenspan: Green-Sprech & Niedrigzins

Dann betrat Greenspan die Bühne mit seiner Fed-Sprache, die niemand mehr verstand; allerdings liebten Politiker und Wall-Street-Akteure seine Taten, die viel mehr sagten als seine Worte. Im Verlauf seiner 13-jährigen Amtszeit hatte sich 2006 die Rendite für 10-jährige Anleihen von 9 % auf 4,5 % halbiert.

Jeder Fed-Chef nach Greenspan kannte von nun an nur noch eine Maßnahme: Akkommodieren durch endlose Geldschöpfung und Niedrigzins.

Und das ist die große 40-jährige Geschichte der Verzinsung von US-Staatsanleihen mit 10 Jahren Laufzeit – von 16 % im Jahr 1981 auf 0,4 % im Jahr 2020.

Bis zur Pleite drücken

Die Steuerung der US-Zinssätze vermittelt auf jeden Fall den Eindruck, dass es hierbei eher um Verzweiflung als um Strategie geht. In einem freien, nicht manipulierten Kreditmarkt würden Angebot und Nachfrage die Kosten der Kreditaufnahme bestimmen. Steigt die Nachfrage nach Geld, steigen auch die Kreditkosten, was wiederum die Nachfrage senkt. Und wenn kaum Nachfrage besteht, sinken die Kosten, was wiederum die Kreditaufnahme stimuliert.

Das könnte das Faszinierende an freien und unregulierten Kreditmärkten sein: Kreditangebot und -nachfrage beeinflussen die Kapitalkosten und funktionieren als systemeigene Steuerung.

Keynesianische Wirtschaftsansätze und MMT (Modern Monetary Theory) haben werthaltiges Geld allerdings abgeschafft.

Die derzeitigen geldpolitischen Strategien verdienen viel eher die Bezeichnung „unvernünftige“ oder „unsolide“ Geldtheorie.

Eine andere passende Bezeichnung wäre Sich-In-Den-Bankrott-Drucken!

Die derzeitige Strategie niedriger Zinssätze verfolgt zwei Ziele.

Erstens sollen steigenden Aktienmärkte gefördert werden. Denn hohe Aktiennotierungen lassen die Illusion einer starken Wirtschaft und einer starken Führung entstehen. Also das perfekte Instrument für den Wählerstimmenkauf.

Zweitens ist „Gratisgeld“ angesichts einer US-Verschuldung von 28 Billionen $ eine Frage des Überlebens für die Nation. Man stelle sich nur vor, die Zinssätze wären durch Angebot und Nachfrage reguliert…

Jeder Präsident, der in diesem Jahrhundert amtierte, hat dahingehend einen neuen Rekord aufgestellt. Bush verdoppelte die US-Verschuldung nahezu – von 5,7 Billionen $ auf 10 Billionen $ innerhalb von mehr als 8 Jahren. Obama verdoppelte sie erneut von 10 Bill. $ auf 20 Bill. $. Und Trump legte mit einer Steigerung um 8 Bill. $ einen neuen 4-Jahre-Rekord vor.

Hinsichtlich der exponentiellen Schuldenentwicklung läge ein angemessener Marktzins wohl eher in der Region von 10 % als bei aktuell 0 % für Kurzläufer.

Angesichts einer US-Verschuldung von 28 Bill. $ würden Zinskosten von 10 % ganze 2,8 Bill. $ bedeuten – das entspräche buchstäblich einer Verdopplung des ohnehin schon desaströsen US-Haushaltsdefizits.

Für die US-Gesamtverschuldung von 80 Bill. $ würden Zinssätze von 10 % bedeuten, dass Kosten von 8 Billionen $ – oder aber 40 % des US-BIP – anfallen würden!

Also muss sich die Federal Reserve der kolossalen Aufgabe stellen, die Zinssätze und die natürlichen Marktkräfte klein zu halten. Meiner Einschätzung nach wird sie an dieser Aufgabe letztlich scheitern – mit schrecklichen Konsequenzen.

Es scheint ganz so, als würde Powell der erste Fed-Vorsitzende seit Volcker werden, der während seiner Amtszeit (trotz aller Gegenmaßnahmen) steigende Zinssätze erleben wird.

Höchstwahrscheinlich hat der Zinssatzzyklus schon sein Tief markiert. Für den Markt, der noch für viele Jahre ein Niedrigzinsumfeld erwartet, wird das ein großer Schock sein. Anfänglich wird die Inflation die Zinsen in die Höhe treiben. Anschließend wird ein fallender Dollar die Zinsen noch weiter ansteigen lassen. Die Panikphase kommt dann, wenn der Dollar einbricht und die Schuldenmärkte ausfallen. Das wird zu Hyperinflation führen.

Puzzle-Teil 4: Aktien

Im Jahr 1956 stieg Warren Buffet in das Investment-Business ein. Der Dow stand damals bei 500 Punkten und hat sich seither verdreiundsechzigfacht (63 x). Seit Beginn seiner Karriere hat Buffett Jahr für Jahr einen durchschnittlichen Jahresgewinn von 29,5 % machen können.

Das ist in jeder Hinsicht ein bemerkenswertes Ergebnis über einen Zeitraum von 75 Jahren. Es ist sehr wahrscheinlich, dass Buffett und überhaupt alle Aktienmarktinvestoren miterleben müssen, wie der Aktienmarkt nicht fällt, sondern einbricht.

Der Buffett-Indikator – Massive Überbewertung bei Aktien

Buffetts eigener Indikator – Aktienmarktwert zu BIP – ist für Investoren aktuell ein sehr eindringlicher Warnhinweis.

Der US-Markt liegt jetzt bei 228 % im Verhältnis zur Wirtschaftsleistung. Damit liegt er 88 % über der langfristigen Trendlinie und auch deutlich über den Bewertungen der Jahre 1999-2000, die einen 80%igen Nasdaq-Crash mit sich brachten.

Aktien steuern auf Luftloch zu

Mit 88 % Überbewertung kann der Dow jederzeit in einem Luftloch landen.

Das Dow-Gold-Verhältnis ist ein sehr wichtiger Maßstab des relativen Wertes zwischen Geld und Aktien. 1999 markierte das Verhältnis ein Hoch und fiel bis 2011 um 89 %. Seither sahen wir eine Korrektur, die 2018 endete. Die nächste Bewegung wird wieder den Stand von 1:1 erreichen wie 1980, als der Dow bei 850 Punkten stand und Gold bei 850 $. Im Anschluss daran sind auch niedrigere Stände wahrscheinlich.

Ein Stand von 1:1 im Dow-Gold-Verhältnis würde bedeuten, dass der Dow von den heutigen Ständen ausgehend 94 % gegenüber Gold verliert. Das ist ein sehr realistisches Ziel. Man muss sich wieder vor Augen führen, dass der Dow zwischen 1929 und 1930 an sich schon 90 % verlor, woraufhin es 25 Jahre dauerte, bis diese Stände erneut erreicht waren. Und die heutige Situation ist in jeder Hinsicht viel schlimmer als damals 1929.

Der säkulare Bullenmarkt bei den Aktien wird mit großer Wahrscheinlichkeit 2021 zu Ende gehen. Die Marktwende könnte jederzeit kommen. Alles wird sehr schnell gehen – wie schon im Jahr 2000; doch dieses Mal wird ein sehr langer und brutaler säkularer Bärenmarkt folgen.

Echte Vermögensanlagen wie Gold, Silber und Platin werden zu Lebensversicherungen für Investoren.

Das Festhalten an Aktien und Anleihen wird Ihr Vermögen und Ihre Gesundheit zerstören.

Egon von Greyerz ist Gründer und Managing Partner der Matterhorn Asset Management AG (www.goldswitzerland.com).

Hinweis: Meinungen oder Empfehlungen im Rahmen von Gastbeiträgen geben die Einschätzung des jeweiligen Verfassers wieder und stellen nicht notwendigerweise die Meinung von Goldreporter dar.

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22 KOMMENTARE

  1. Theodor Fontane möge mir verzeihen!

    Herr von Ribbeck auf Ribbeck im Target-Land,
    Ein Geldbaum in seinem Garten stand,
    Und kam die goldene Wochenendzeit
    Und Gold und Silber stiegen weltweit,
    Da stopfte, wenn’s Mitternacht vom Turme scholl,
    Er dem PPT alle Taschen voll,
    Und kam nach Börsenschluß ein Junge, ganz blond,
    So rief er: »Junge, willste ’nen Bond?«
    Und kam ein Mädel, so rief er: »Komm her,
    kauf Aktien und Fonds, und ich hab noch viel mehr.«
    So ging es viel Jahre, bis lobesam
    Der Aktienindex zu sterben kam.
    Man fühlte sein Ende. ’s war Herbsteszeit,
    Wieder lachte der Goldpreis zur Wochenendzeit;
    Da sagte der Index: »Ich scheide nun ab.
    Legt mir einen Druckerstempel mit ins Grab.«
    Und drei Tage drauf, aus dem Frankfurter Haus,
    Trugen Aktienleichen sie hinaus,
    Alle Broker und Zocker mit Feiergesicht
    Sangen »Tenhagen meine Zuversicht«,
    Und die Anleger klagten, das Herze schwer:
    »He is dod nu. Wer erzählt uns nu ’ne Mär?«
    So klagten die Anleger. Das war nicht recht –
    Ach, sie kannten den alten Ribbeck schlecht;
    Der neue freilich, der knausert und spart,
    Hält Gold und Silber im Keller verwahrt.
    Aber der alte, vorahnend schon
    Und voll Mißtraun gegen den eigenen Sohn,
    Der wußte genau, was damals er tat,
    Als um einen Druckerstempel ins Grab er bat,
    Und im dritten Jahr aus dem stillen Haus
    Ein Geldbaumsprößling sproßt heraus.
    Und die Jahre gingen wohl auf und ab,
    Längst wölbt sich ein FIAT-Baum über dem Grab,
    Und in der goldenen Wochenendszeit
    Leuchtet der Goldpreis weit und breit.
    Und kommt ein Jung‘ übern Kirchhof, ganz blond,
    So flüstert’s im Baume: »Willste ’nen Bond?«
    Und kommt ein Mädel, so flüstert’s: »Komm her,
    Hab Aktien und Fonds wie Sand am Meer.«
    So verteilet Papierkram noch immer die Hand
    Des von Ribbeck auf Ribbeck im Target-Land.

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  3. @Wolfgang Schneider

    Vor lauter Dichterei verlierst Du (hoffentlich) nicht den Blick für das Wesentliche:
    die notorischen „Öl-Diebe“ in Syrien haben ordentlich ein‘s auf die Mütze bekommen.

    Das wurde aber auch mal Zeit, (hier mehr:)

  4. Als notorischer Pessimist -der ich bin- sollte man die Probleme, die uns in Zukunft bevorstehen, nicht nur auf die Ökonomie beschränken.
    Greyerz spricht immer nur von der monetären Katastrophe.
    Treffen Greyerz Vorhersagen aber auch nur annähernd ein, so wird es besonders in der westlichen Welt millionen und abermillionen Menschen geben, die nicht mehr viel zu verlieren haben.
    Dann brechen nicht nur Assets in’s bodenlose, dann werden wir gesellschaftlich mehr oder weniger das Mittelalter erleben.
    Es wird sich dann zeigen, ob Edelmetalle einem noch den Hintern retten.
    Oder ein Stück Land, auf dem einem die Ernte abgenommen wird, noch vor der Reife.
    Leider wird uns unsere hochspezialsierte Landwirtschaft, mit dem wir heute genügend Menschen ernähren können um die Ohren fliegen.
    Wenn plötzlich Düngemittel, Maschinen und Sonstiges unzureichend oder nicht mehr produziert wird.
    Doch bis dahin kann noch viel Wasser den Bach ablaufen, bis (und wenn überhaupt) ein solcher Armageddon eintritt.

    So genug gegrübelt.
    Jetzt geht es noch auf die Terrasse, Sonne genießen und die Steckzwiebel in den Boden. Das ist im März keinesfalls zu früh…..

  5. Die USA sind bis in ferne Zukunft die mächtigste Nation der Welt. Sie haben das Sagen. Und Gold steht eben nicht suf dem Plan. Aktien und Anleihen bestimmen die Regel und diese sind, wie der Dollar fest in Händen der USA.
    Und jede Nation hat sich danach zu richten. Selbst China und Russland.
    Das ist der Fakt. Alles andere ist Aberglaube.
    Gold wird weiter runter gehen.
    Ich rechne im März noch mit den 1.500
    und im April mit 1.400 Dollars.
    Da entscheidet es sich, ob es wieder raufgehen darf. Wenn nicht, rechnet mit dem Boden. 1050-1100 Dollar.

  6. Oh je, ich lese Egon von Greyerz schon lange nicht mehr. Es ist das seit vielen Jahren immer gleiche endlos lange PR-Geschwafel. Wer nichts zu sagen hat, sagt davon viel mit bunten Bildchen untermauert, um eine Scheinwahrheit zu suggerieren.

  7. @Friththecat
    https://www.youtube.com/watch?v=REOA3xXR8tI
    Der ganze Tag war belämmert, aber grad eben sprang mein kleines, süßes, dickes, wuscheliges, weißes Kampf-Pokemon (mit Winter-Survival-Gewicht) auf meinen Schoß; jetzt schnurrt sie. Ich streichle Tina grad in den Schlaf. Will mich dann selber kurz hinlegen. Oma Luise hatte nach dem Krieg – Opa Karl, der Bauer, war bis 1954 als Kriegsgefangener am Nordpolarkreis – wöchentlich die Kontrollettis (Erfasser) auf dem Hof, die jede Reihe Kartoffeln und jedes Huhn zählten, damit sie ja nicht ein Ei zu wenig ablieferte. Am Ende wurde sie von den roten Indianern enteignet, das Land fiel der LPG zu. 1948 wurde ihr Sparbuch 10 zu 1 runter entwertet. Die Schulden, 11 Tsd. Reichsmark zu Kriegsende plus Zinsen beließ man ihr großzügig 1 zu 1. Vater Helmuth erkrankte an Hunger-Typhus und überlebte, seine Schwester Marianne nicht. Um nicht zu verhungern, klauten Vater und sein Bruder dem Fischer die Fische aus dem Netz im nahen See. Hast Du eine Ahnung, wie viele Lauben-Grundstücke (Schreber-Gärten) ungenutzt brachliegen, weil die alten Nutzer wegsterben oder einfach nicht mehr können? Da wird es was zu lachen geben, wenn die linken Stadt-Neurotiker aus Berlin plötzlich Zwiebeln anpflanzen – bisher haben die doch alle höchstens Cannabis auf dem Balkon gezüchtet wie der Özdemir. Und der weiß nicht mal, daß man Pflanzen nicht mit eiskalter Plirre aus dem Sektkühler gießt, sondern mit abgestandenem Regenwasser, das im Sommer die Umgebungswärme aufgenommen hat. Ja, dann wird der Sozialismus erst richtig losgehen. Man wird denen in den Hintern treten, wo noch sichtbar was zu holen ist. Wegnehmen, umverteilen, dumm schwadronieren, keine Fehler einräumen, immer und stets Recht gehabt haben; scheiß Kapitalismus, Marx lag richtig, scheiß AfD-wählendes Bauernpack. Jetzt erst recht, holt raus die Mao-Bibel. Zu allem fähig, wenn es hart auf hart kommt, bloß zu nichts zu gebrauchen. Wenn die Sozialämter kein Geld und keine Gutscheine mehr ausreichen, wird sich ein nicht geringer Teil der Einwanderung ebenfalls erledigt haben. Und wer wird noch Strom und Erdgas liefern, wenn nicht bezahlt wird? Wo will ich die Grenze ziehen, wenn ich kommunale Mieter von der Mietzahlung dauerhaft befreie? Und was sollen die privaten Vermieter tun? Die Rechnungen bei den Versorgern nicht zahlen? Ewiges Gelddrucken wie jetzt in Amerika, und alles ist schön? Das ging schon beim Adolf nicht gut, Reichsbank-Präsident Schacht machte dem Eierkopp klar im Januar 1939, daß er die Staatsfinanzen an die Wand gefahren hatte. Welchen Ausgang es am Ende nahm, wissen wir alle. Ich habe zwei Bekannte, die beide aus Polen stammen. Werden sie die Grenze DDR-mäßig überwachen, daß sie mir auch ja kein polnisches Gemüse mit rüberbringen, das ich mit Silberkram bezahle? Einer habe ich einen Corona-Kredit gewährt, von den 7.000 € sind erst 900 € getilgt. Vielleicht setze ich die Tilgung aus, und die Dolmetscher-Kollegin muß mir dann immer was aus der alten Heimat mitbringen, bis die Schulden weg sind? Die 13,3 Hektar Land, die ich 2013 von meiner Mutter erbte, sind verpachtet an einen Betrieb. Ich habe mir im neuen Pachtvertrag die Möglichkeit ausbedungen, die Pacht teilweise in Naturalien (Getreide) zu bekommen, das ich dann einem geben würde, der Federvieh hat. War 1985 vor der NVA (3 Jahre Dienst) selber 2 Monate Traktorfahrer auf der LPG. Weiß noch, wie es geht. Möglich ist auch noch was anderes. Wenn der Sozialstaat kollabiert und es Probleme gibt mit der Versorgung der Eingewanderten, werde ich als Dolmetscher für Englisch und Russisch gar noch zwangsweise vergattert und wie ein Soldat rekrutiert und herangezogen. Der Mensch denkt, und Gott lenkt. Opa Karl war im Lager in Nordrußland der Dolmetscher gewesen, und deshalb ließen sie ihn bis 1954 nicht von da weg. Hier noch ein Gedicht von Erich Weinert zum Abschluß, wo der rote Gipskopp sich noch über Leute lustig macht, die lieber selbst vorsorgen.
    https://roteseiten.wordpress.com/2013/07/27/erich-weinert-ferientag-unpolitischen-16269566/
    Erich Weinert
    FERIENTAG EINES UNPOLITISCHEN (1930)

    Der Postbeamte Emil Pelle
    hat eine Laubenlandparzelle,
    wo er nach Feierabend gräbt
    und auch die Urlaubszeit verlebt.

    Ein Sommerläubchen mit Tapete,
    ein Stallgebäude, Blumenbeete,
    hübsch eingefaßt mit frischem Kies,
    sind Pelles Sommerparadies.

    Zwar ist das Paradies recht enge
    mit fünfzehn Meter Seitenlänge;
    doch pflanzt er seinen Blumenpott
    so würdig wie der liebe Gott.

    Im Hintergrund der lausch’gen Laube
    kampieren Huhn, Kanin und Taube
    und liefern hochprozent’gen Mist,
    der für die Beete nutzbar ist.

    Frühmorgens schweift er durchs Gelände
    und füttert seine Viehbestände.
    Dann polkt er am Gemüsebeet,
    wo er Diverses ausgesät.

    Dann hält er auf dem Klappgestühle
    sein Mittagsschläfchen in der Kühle,
    Und nachmittags, so gegen drei,
    kommt die Kaninchenzüchterei.

    Auf einem Bänkchen unter Eichen,
    die noch nicht ganz darüber reichen,
    sitzt er, bis daß die Sonne sinkt,
    wobei er seinen Kaffee trinkt.

    Und friedlich in der Abendröte
    beplätschert er die Blumenbeete
    und macht die Hühnerklappe zu,
    dann kommt die Feierabendruh.

    Er denkt: „Was kann mich noch gefährden
    Hier ist mein Himmel auf der Erden!
    Ach, so ein Abend mit Musik,
    da braucht man keine Politik!

    Die wirkt nur störend in den Ferien,
    wozu sind denn die Ministerien?
    Die sind doch dafür angestellt,
    und noch dazu für unser Geld,

    Ein jeder hat sein Glück zu zimmern.
    Was soll ich mich um andre kümmern?“
    Und friedlich wie ein Patriarch
    beginnt Herr Pelle seinen Schnarch.

  8. Fritzthecat:
    Sie liegen (leider) richtig. Aber wir sind an der Entwicklung selbst schuld. Das Rückgrat unseres Humankapitals – das Bildungssystem – ist eine Trümmerwüste. Das was uns immer wieder hochgebracht hat – Bildung, Forschung und Wissen – bauen wir systematisch zurück. Die Schaffung von Eliten ist in bestimmten Kreisen verpönt und wird bekämpft. Wir sollen dumm sein. Denn der Dumme kann gut regiert werden.
    Das Übermaß an Wohlstand über Jahrzehnte hinweg hat uns egal, faul und träge gemacht. Wer nichts leisten will, lebt nicht selten schlechter als derjenige, der sich anstrengt, arbeitet und Steuern zahlt. Wer bescheiden lebt, spart und nicht jedem Mainstream-Kokolores nachläuft, der ist ein Spießer. Cool sind dagegen Aktivisten, die Autos anzünden, Leute verprügeln und Polizisten mit Sch… bewerfen.
    Wir lassen uns jeden Quatsch, ob CO2-Hyperaktivismus, Gender-Sprech, Enteignungsphantasien, Moralkeulen, etc. einreden und rennen dem blindlings hinterher.
    Sehenden Auges nehmen wir hin, dass man völlig irrsinnige Projekte wie die Energiewende oder die vorsätzliche Schädigung der Industrie vorantreibt. Wir machen uns tagtäglich Gedanken um die ganze Welt; aber das eigene Land lassen wir vor die Hunde gehen. Dilettanten, Jasager und Korruptionsspezialisten regieren uns. Und wir lassen es zu, dass die wenigen Leute, die daran Kritik üben, als Verschwörungstheoretiker, Aluhutträger oder Corona-Leugner stigmatisiert werden. Und wir nehmen es hin, dass man unsere elementaren Grundrechte beschneidet. Durch Politiker, die in Sachen Corona ein Versagen nach dem anderen produzieren.
    Ein vereintes Europa mit einer starken Währung haben wir uns versprechen lassen. Tatsächlich sieht die Masse nicht, wie der Euro steht und welche Folgen die ausufernde Schuldenpolitik haben wird. Die Masse interessiert sich auch nicht für Target-2-Salden und lässt sich gerne klarmachen, wie reich der Deutsche doch ist.
    Dies sind nur einige Beispiele zur Geisteshaltung in unserer Gesellschaft, mit fallen noch sehr viel mehr Punkte hierzu ein.
    Das Problem ist, dass niemand auf die Bremse tritt. Wir Deutsche brauchen offensichtlich Katastrophen, bevor wir etwas ändern. Darunter machen wir es nicht. Es wird also wohl erst ganz dicke kommen müssen, bevor wir die Kurve kriegen. Ob es dann wieder bergauf geht, kann ich nicht sagen. Denn wir haben wie gesagt zu effektiv daran gearbeitet, dass unser Humankapital reduziert wird.
    Ich denke, Meister Eder würde an dieser Stelle sagen: “wieder ein Grund für EM“ und er würde damit richtig liegen.

  9. @Maruti
    https://www.amazon.de/Die-Angst-weißen-Mannes-Abgesang/dp/3548373593
    Ich empfehle Dir die Lektüre des Buches „Die Angst des weißen Mannes“ von Peter Scholl-Latour. Denk Dich mal in das England unter Queen Victoria in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts zurück. Die Briten sind nicht mehr die Könige der Welt, ihr Pfund ist nicht mehr die Leitwährung. Heute stecken sie bis zum Arsch in Schulden, Gordon Brown hat 2 Drittel der Goldreserven verschleudert, als der Goldpreis im Keller war, und nun sticheln die Schotten – sie wollen ein 2. Referendum über den Austritt aus der Union mit England. So verschwand auch das spanische Weltreich – und was haben die für Gold geräubert?! Als das Mittelalter vorbei war, sah es so aus, als ob Portugal und Holland sich die Welt teilen. Wo stehen die zwei Nationen heute? Die Dauer der Imperien wird immer kürzer, so lautet sein Fazit. Auch in den USA treten offen sezessionistische Tendenzen immer offener zutage. Das einzige, was Briten und Amis immer gut vermochten, war, anderen ein Bein zu stellen, wenn die zum Überholvorgang angesetzt hatten. Deutschland 1914 z.B. Im Grunde ist es mir egal, ob wir auf Befehle aus Washington oder aus Peking hören. Bloß auf Krieg habe ich keinen Bock. Wenn so ein paar Nach-uns-die-Sintflut-Armageddon-Freaks den roten Knopf drücken nach dem Motto, „wenn wir nicht die Welt besitzen dürfen, so soll sie keinem gehören“. Mein Traum, wie die Welt sein könnte, wäre eine Partnerschaft mit Rußland auf Augenhöhe wie linker Schuh und rechter Schuh. Eine Vernunftehe, denn jeder hat das, was dem anderen fehlt. Der Zug ist aber abgefahren. Den Platz an Rußlands Seite wird China einnehmen. Mit unserem vorhandenen Polit-Personal – grüne Atlantiker inklusive – ist auch keine Besserung in Sicht. Vielleicht ergibt sich ja was, nachdem die atlantische Soße im Klo runtergespült wurde. Russische Männer sind völlig vernarrt in Autos „Made in Germany“, wenn Du verstehst, was ich meine.

  10. @RACEW Apropos CO2,Greta kann aufatmen weltrettende Wissenschaftler haben einen Fernseher erfunden der anstelle von Strom mit Biogas betrieben wird,Dieses Biogas mit Hilfe eines neuen Verfahrens erzeugt welches die Sch…e verarbeitet die auf dem Bildschirm gelabert wird.

  11. @Goldreporter

    Hiermit möchte ich mich von Ihrer Webseite distanzieren. Offenbar haben Sie sich entschieden, rechtspopulistische Absonderungen zu tolerieren, während kritische Kommentare und Erwiderungen zensiert werden.
    Jahrelang konnten sich hier Rechtsextremisten ungehindert äußern. Zu hoffen ist, dass Sie nicht wieder zu dieser Unternehmenspolitik zurückkehren.

    • Wenn sie einmal einen konstruktiven inhaltlichen Beitrag leisten würden, anstatt nur zu provozieren … und das gleich mit mehreren Nicks.

  12. @Materialist
    https://www.eike-klima-energie.eu/2021/03/07/klima-fasten-luisa-neubauers-seltsame-predigt/
    Also meine Katze Tina mag nicht für’s Klima fasten. Und ich – soll ich etwa aufs Altenburger Bier verzichten? Eher friert die Hölle zu !!! Habe heute wieder 6 Flaschen 3 Jahre alten Rum (MULATA aus Kuba) und 6 Flaschen 2 Jahre alten Bordeaux-Rotwein aus Frankreich meinen Vorräten im Keller hinzugefügt. Werde mir bald ein Fuselreporter-Forum suchen müssen. Gute Nacht euch allen hier.

  13. @Goldreporter

    Die Provokationen beruhen auf Gegenseitigkeit. Das dürfte Ihnen nicht entgangen sein. Aber ich will nicht verhehlen, dass ich mich auf die Erwiderungen des Rechts-Chauvinismus konzentriert habe.

    Zum Letzteren: Das ist eine Unterstellung, die ich von mir weise. Ich bin mir selbst genug.

    Sie werden schon wissen, was für eine Art „Informationsdienst“ Sie sein wollen.

    • Wir sind ein Nachrichtendienst, der sich an alle richtet, die sich für Gold und Silber interessieren. Wir verfolgen keine politische Agenda. Und wir bemühen uns darum, eine breites Meinungsspektrum zuzulassen.
      Und wir filtern Kommentare, die gegen die Etikette verstoßen. Mehr dazu unter Regeln für Kommentatoren.

  14. @WS
    So etwas könnte beinahe aus den Federn von Wilhelm Busch stammen.
    Nicht nur die Charakteristik wegen, auch nahm er regelmäßig Scheinheiligkeit, Spießbürgertum, Ignoranz und andere menschliche Schwächen auf die Schippe.
    Und sind wir nicht alle Ignoranten wenn wir so machen Ignoranten des menschenverursachten Klimawandels in diesem Forum ignorieren?
    Gewiss wird nicht alles der Weisheit letzter Schluß sein.
    Aber rechtfertigt es uns dieses gefährliche Experiment einfach weiter zu führen?

  15. WS: Der Schrebergarten ist ein Relikt der wilhelminischen Zeit. Während der Industriealisierung wurden aus selbstversorgenden Landmenschen städtische Fabrikarbeiter. Mit den Kleingärten wollte man die Versorgung dieser Arbeiter in den Städten sicherstellen. Das Spottgedicht zielt wohl auf diesen Aspekt ab.

  16. @RACEW
    Ich habe mir das mal von einem Russen erzählen lassen. Nur eine Entscheidung vom Gorbatschow war wirklich vernünftig, und dafür sind ihm heute noch alle dankbar. Daß jeder Großstädter für ein paar Kopeken eine Parzelle am Stadtrand pachten durfte. Wo sie sich alle eine Datscha errichteten und auf Selbstversorgung machten, als es in den Läden einfach nichts gab. Habe ich damals selber miterlebt, wie es war 1990/91. Die staatlichen Lebensmittel-Geschäfte waren leer. Alles, wirklich alles gab es auf den freien Märkten, das aber nur zu exorbitanten Preisen. Eine Flasche Sekt aus Aserbeidschan für 25 Rubel – 100 Rubel monatlich verdienten die Putzfrauen in meinem Studenten-Wohnheim. Die freuten sich bald ein Loch in den Hintern, als ich ihnen beim Auszug mein Radio made in GDR überließ. Einer Putzfrau brachte ich aus dem Heimaturlaub alle Jeans-Sachen von mir mit, die mir nicht mehr paßten. Einen ganzen Koffer voll. Auch Jeanshosen waren begehrt und knapp. Weil sie einen Stall voll Enkel und Neffen hatte, die gerne Jeans hätten, war sie dankbar und segnete mich und schlug dauernd das Kreuz über mir. Hab mich richtig geschämt. Es war so eine Zeit des unglaublichen Mangels – die Versorgung mit billigen, weil staatlich subventionierten Lebensmitteln war, anders als in der DDR, im Grunde kollabiert. Das Geld war nichts wert. Ein Arbeiter verdiente 120 Rubel, ein Ingenieur 150 und der Direktor des Betriebs 170 Rubel im Monat. Alle mußten zusehen, daß sie nebenher was machten, um irgendwie über die Runden zu kommen. Diebstähle und Unterschlagungen waren an der Tagesordnung. Besonders im Handel. Viele Städter hatten ihre Balkone verglast und winterfest gemacht. Dort lagerten die Kartoffeln, Gläser mit allerlei Eingemachtem wie Gurken und Tomaten – meine Mutter und Oma haben auch viel eingeweckt damals in der DDR, das gibt es heute alles nicht mehr – ein, zwei Kürbisse für Kompott. Kurzum das, was wertvoll war und vom Lauben-Grundstück kam. Unter Jelzin war zwar das Angebot besser, die Preise hatten aber Westniveau erreicht, und das mit der Vorratshaltung aus Eigen-Erzeugung nahm zu. Konnte ich bei meiner (späteren und jetzt ehemaligen) Schwiegermutter in Kaliningrad sehen, wo ich bis 2000 öfter zu Gast war. Manch arme Hunde (Obdachlose, Trinker) – und das haben mir Mutter und Tante meiner Ex erzählt – lebten richtig davon, daß sie die Datscha-Gärten plünderten. Und in der DDR hatten auch wir Dorfleute allesamt Obstbäume am Straßenrand gepachtet beim Rat der Gemeinde. Die Bäume hatten jeder eine Nummer drauf gepinselt. Birnen, Äpfel, Kirschen, Pflaumen, Spillinge. Seit 1990 wüten die Straßen-Meistereien und fällen, was sie können. Im Obst-Anbaugebiet Markendorf bei Frankfurt (Oder) haben sie vor paar Jahren 8.000 alte Kirschbäume umgenietet, die für die Frankfurter Selbstpflücker waren. Will keiner mehr selber pflücken und einwecken. Heute gibt es Kirschen aus Südfrankreich und der Türkei, die für den langen Transport mit viel Chemie besprüht werden. Hauptsache, sie sehen gut aus. Will sagen, unsere Generation verlernt Dinge, die wir besser nicht verlernen sollten. Das Prinzip „Hilf dir selbst, dann hilft dir Gott.“ Deswegen, weil ich ein Fossil bin, auch die Überzeugung, lieber edles Metall zu horten, statt sich auf den Staat zu verlassen und die Zeichen (Brand-Geruch) zu ignorieren, die auf Kollaps des Systems hindeuten. Die Menschen in Rußland haben durch Solidarität und Zusammenhalt überlebt. Einer half dem anderen, wo es ging. Von Umverteilung mittels Tritt in den Hintern halte ich nichts.
    @RACEW
    Ich habe mal gehört, daß die Schreber-Gärten nach einem Dr. Schreber benannt sind, der das als Gesundheits-Konzept empfahl. Für jedermann. Raus aus den Stadtvierteln mit dreckiger Luft, dafür frische Luft und Bewegung.

  17. WS:
    Und weil das so war und ist, haben die Russen eine sehr positive Eigenschaft: die Leidensfähigkeit. Sie machen weiter, egal wie schlimm die Verhältnisse sind. So haben sie die Zaren, die Roten, die Kriege und die postsowjetische Zeit überstanden. Sie waren es, die den 2. WK in Europa entschieden haben.
    Uns geht diese Einstellung leider ab. Was nicht einfach und komfortabel ist, wird gar nicht erst in Angriff genommen.
    Mit Dr. Schreber liegen Sie richtig. Er war Initiator und Namensgeber. Der Kaiser hat es dann landesweit umgesetzt. Damit hat er den Menschen mal etwas Gutes getan und ist auch den Engländern nicht auf den Leim gegangen und dennoch bekam er im Nachhinein eins auf die Mütze.

  18. @WS Die Datschen gab es in Russland schon zu Stalins Zeiten,Gorbatchov mag das gefoerdert haben ,erfunfden hat er es nicht..Ich werde in dieser Woche noch meine Harzfeuer-Tomaten in Toepfen aussähen damit ich ab Juli wieder abends Tomatensalat aus sonnenwarmen reifen Tomaten mit Schafskaese,Thunfisch,Zwiebeln,Dill und Schnittlauch essen kann.Es ist nicht nur der Mangel ,es ist auch die bessere Qualitaet der selbst angebauten Lebensmittel.

  19. @RACEW
    https://www.amazon.de/Die-Schlacht-Lügen-John-MacArthur/dp/3423303522
    Leidensfähigkeit – ja. Aber hier handelt es sich um die Fähigkeit zu improvisieren, sich selbst und anderen in einer belämmerten Lage zu helfen. Das kann man zur Not antrainieren. Passiert aber nicht in unserem Land. Hier heißt es, verlaß dich auf den Staat, und Umverteilen ist klasse. Zwar wird die Zahl derer immer weniger, die mich mitleidsvoll ansehen, wenn ich ihnen vom EM-Horten erzähle, doch die große Masse der Riesterer und Rürupper wird es kalt erwischen.
    1913 hat die New York Times unseren Willi Zwoh noch als „prince of peace“ (Friedensfürst) bezeichnet, eine Nennung, die sonst nur Jesus Christus zuteil wird. Lies mal „Die Schlacht der Lügen“ vom US-Autor John MacArthur (Journalist), wie ihre Medien die Amis 1916 hysterisch und kriegsgeil gegen Deutschland gemacht haben, deutsche Soldaten im besetzten Belgien fressen kleine Kinder, hacken ihnen Ärmchen und Beinchen ab, um diese zu verspeisen. Selbst Nippes-Figuren von Kindern mit abgehackten Gliedmaßen mit der Aufschrift „Remember Belgium“ wurden in Umlauf gebracht, um die Massen zu verdummen. Steht auf Seiten 18 und 19 des Buches – siehe obigen Link. Als ab 1933 bei uns die braunen Säue tobten, wollte das im Amiland keiner wahrhaben, was die so trieben – wer einmal lügt, dem glaubt man nicht. Bis US-Truppen im Januar 1945 das KZ Bergen-Belsen befreiten, wo sie über die Sauereien geradezu stolperten.
    https://www.anonymousnews.ru/2019/09/01/anonymous-entlarvt-alliierte-propagandaluegen/

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  21. @Fritzthecat
    https://www.eike-klima-energie.eu/2021/03/09/die-buerokratie-hat-keine-hemmungen-mehr-man-muss-ihren-willen-brechen-weniger-heizen-und-autofahren-co2-steuer-fuer-die-rettung-des-planeten/
    Der Apostel Paulus soll einmal gesagt haben: „Wehe aber dem, der da anderen predigt, und der doch selbst ein Sünder ist.“ Ich kann diese Luisa Neubauer – sie entstammt dem Reemtsma-Clan – ums Verrecken nicht leiden. Sie selber ist die größte Vielfliegerin in der Republik zwischen Oder und Rhein. war als #langstreckenluisa auf Instagram zu finden, und verbietet der Masse der Prols, von denen alles lebt, den jährlichen Urlaubs-Flug nach Malle oder DomRep. Die Reemtsma-Clique ist stets mit vorn dabei, jedweden Mist zu fördern und zu sponsern, wenn es darum geht, daß unser Land noch tiefer in den Sumpf gerät. Selber hat man sich im WK2 eine goldene Nase verdient mit Lieferungen von Zigaretten an die Wehrmacht. Und jetzt das hier. Der „Green New Deal“ von Zar Joe dem Tüdeligen. Den er mit der Druckerpresse und noch mehr Schulden stemmen wird. Jesus hat den Sündern verziehen, weil er sie geliebt hat. Er lud den Dreck anderer (von uns) auf seine fragilen Schultern. Er selbst hat keinen ans Kreuz genagelt. Er hat sich für andere ans Kreuz nageln lassen. Sowas nennt man Vorbild. Deshalb sind ihm auch so viele gefolgt. Seit 2.000 Jahren inzwischen.
    https://www.youtube.com/watch?v=GDsla0C4b5o
    Was Du im Youtube-Link siehst, ist das Werk von satanischen Rattenfängern und Verführern.

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