
Die spekulativen Gold-Positionen am US-Terminmarkt weisen seit Wochen hohe Schwankungen auf. Der Goldpreis schaffte kurzfristig die RÃŒckkehr ÃŒber 1.800 US-Dollar.
Goldpreis: $ 1.800 umkÀmpft
In der vergangenen Woche war die Marke von 1.800 US-Dollar einmal mehr umkÀmpft. Aber mit einem kurzen Ausflug unter diese Schwelle verdaute der Goldpreis die Verfallstermine am US-Terminmarkt. Am Ende schaffte Gold es erneut, sich zum Wochenende Ìber dieser Marke zu etablieren.
CoT-Daten Gold
Wir betrachten die jÃŒngsten CoT-Daten mit den Positionen der gröÃten HÀndlergruppen im GeschÀft mit Gold-Futures per 29. Juni 2022. Hier sank die Netto-Short-Position der âCommercialsâ gegenÃŒber Vorwoche um 2,77 Prozent auf 182.007 Kontrakte.
Auf der Gegenseite nahm die Netto-Long-Position der âGroÃen Spekulantenâ um 3,43 Prozent ab auf 157.693 Kontrakte. Dabei reduzierte die Untergruppe des âManaged Moneyâ (Hedgefonds, Investmentgesellschaften) ihre Netto-KÀufe um 27 Prozent auf 36.102 Kontrakte. Hier haben wir in den vergangenen Wochen eine sehr groÃe Fluktuation der Positionen gesehen. Diese Schwankungen von Woche zu Woche sind Ausdruck erheblicher Unsicherheit ÃŒber die weitere Goldpreis-Entwicklung unter den spekulativ ausgerichteten HÀndlern.
Open Interest
Gleichzeitig hÀlt sich das Engagement von TerminhÀndler auf dem Goldmarkt sehr in Grenzen. Denn der Open Interest, also die Summe aller offenen Gold-Kontrakte an der COMEX, weist auch in dieser Woche nur kleine VerÀnderungen auf. Er sank im Vorwochenvergleich um 0,65 Prozent auf 497.005 Kontrakte. Bis zum Handelsschluss am gestrigen Freitag ging der Open Interest dann noch einmal um 0,3 Prozent zurÌck auf 495.502 Kontrakte.
Goldpreis-Entwicklung
Der Goldpreis im US-Futures-Handel ging in dieser Woche mit 1.812,90 US-Dollar pro Unze in Wochenende (August-Kontrakt). Das heiÃt, gegenÃŒber Vorwoche ergibt sich ein Kursverlust von 0,8 Prozent. Das Wochenhoch ereignete sich am Montag mit 1.852 US-Dollar. Dagegen rutschte der Goldkurs am Freitag zwischenzeitlich auf 1.783 US-Dollar.

COMEX-Gold-Lager
Unterdessen nahmen die GoldbestÀnde in den COMEX-Tresoren in der siebten Woche in Folge ab. Denn per 30. Juni 2022 summierten diese sich auf 32,98 Millionen Unzen. Damit wanderten weitere 330.000 Unzen ab. Dabei gingen die zur sofortigen Auslieferung an Kunden verfÃŒgbaren BestÀnde der Kategorie âeligibleâ um rund 170.000 Unzen zurÃŒck auf 15,87 Millionen Unzen.
Erkenntnis: Bei einem Open Interest von 495.502 Kontrakten wurden Ende der Woche insgesamt 49.550.200 Unzen Gold in Form von Standard-Futures gehandelt (100 Unzen pro Vertrag). Das heiÃt, der Gold-Futures-Handel an der COMEX war offiziell zu rund 66,5 Prozent gedeckt mit entsprechenden LagerbestÀnden gedeckt (Vorwoche: 66 %).
LieferantrÀge
Diese Unterdeckung wird vom Börsen-Betreiber damit gerechtfertigt, dass nur ein Bruchteil der Futures-VertrÀge tatsÀchlich physisch abgewickelt werden. Das heiÃt, am Ende des Kontrakt-Monats schlieÃen die Parteien ihre Positionen per Barausgleich. Wie hoch der Anteil ist, kann man ebenfalls aus einer wöchentlichen Pflichtmitteilung ersehen.
So meldete die Börsenaufsicht CFTC fÃŒr den vergangene Woche ausgelaufenen Kontrakt-Monat Juni nun insgesamt 24.091 AntrÀge auf physische Gold-Lieferung. Das heiÃt, vergangene Woche kamen nur noch 166 hinzu (Vorwoche: +184). Zum Vergleich: Im bisherigen Rekordmonat Juni 2020 wurden insgesamt 55.102 AntrÀge auf physische Gold-Lieferung eingereicht.





Höhere Mathematik:
Die GoldbestÀnde der Comex gingen 7 Wochen lang zurÌck, jedoch blieb die Deckung gleich oder stieg sogar auf 66.5%.
Also, weniger Gold aber gleiche Vertrags-Deckung.
Demnach mÌssen nach Adam Riese die VertrÀge Ìberproportional weniger geworden sein.
Weniger Gold, weniger VertrÀge, beides seit 7 Wochen rÌcklÀufig. Kann ja nur bedeuten, auch weniger Vertrauen in die Comex.
Richtig oder falsch ?
Goldembargo eher eine farce:
So schreibt ein Kommentator auf n-tv
„Somit bleibt ein Goldembargo vom Wirkungsgrad weitgehend auf der Ebene der Symbolik. Es wird weder die Kriegskasse von PrÀsident Wladimir Putin merklich schmÀlern, noch wird es dem Westen selbst groÃen Schaden zufÃŒgen. Russlands knapp zehnprozentiger Anteil am Weltgoldmarkt wird nicht so spÃŒrbar fehlen wie Erdgas, Getreide oder DÃŒngemittel. Da es global ein Ãberangebot !!! gibt, betonen Analysten, sind EngpÀsse und preisliche Auswirkungen !!! nicht zu befÃŒrchten. Und auÃerdem gilt der Boykott nur fÃŒr neues russisches Gold. Alte Goldbarren, die vor der russischen Aggression im Umlauf waren, dÃŒrfen weiter gehandelt werden.“
Eine Preiserhöhung wird es nicht geben, da ein Ãberangebot vorliegt und bereits gelagertes Gold weiter gehandelt werden darf. Ausserdem gibt es noch den Umweg ÃŒber China, Indien….
Komisch, bei Gas gibt es merkwÃŒrdigerweise kein Ãberangebot, bei Ãl auch nicht, aber beim Gold schon.
Keine Sorge fÃŒr den Winter. Es wird auch im Winter genÃŒgend Gold geben, es wird billig bleiben und wer will kann es statt Gas zum Heizen verwenden.
Wieder ein typ. Beispiel von Bezahl – Medien oder Propaganda Presse.
Habt ihr gewuÃt, daà Heinrich Hoffmann von Fallersleben eine englische Version des Deutschland-Lieds verfaÃte? Die hat er mir unlÀngst im Traum offenbart.
Glorious things of thee are spoken
https://www.youtube.com/watch?v=WGPM0nDEDfQ
Glorious things of thee are spoken, hidden splendour of our gold.
It whose worth cannot be broken, worthy for its own abode;
In the cosmic star blasts founded, what can shake thy sure repose?
With short sellersâ walls surrounded, thou mayâst smile at all thy foes.
See the streams of printed money springing from Jay Powell’s trove,
Well mislead thy sons and fathers, and all common sense remove;
Who can drown, when such a river ever flows their thirst tâ assuage?
Fate which, like the Fed, the giver, ever cheats from age to age.
Dweller of the Goldbug City, I, through grace, a member am,
Let the world deride or pity â I will glory in Thy name.
Fading is the brokerâs pleasure, all his boasted pomp and show;
Solid joys and lasting treasure, none, no none, none but bullionâs children know.
Solid joys and lasting treasure, none, none but bullionâs children know.
Joy they know.
Bei der COMEX muà man bedenken, wieviele GroÃbanken sich ÃŒberhaupt als Gegenpartei beteiligen: Von den ehemals 8 sind es nur noch 2, wobei JPM ÃŒber 80% stellt.
Und dann will jemand noch an einen freien (Papiergold-)Markt glauben?
Da ist die Shanghai Goldbörse deutlich solider aufgestellt wÃŒrde ich meinen…
Einen schönen Sonntag!
Ingo Diekmann
@ingo dieckmann
Bei nur 2 Beteiligten an einem Markt spricht man kartellrechtlich von Absprachen oder Manipulation.
Bei den Lebensmittel Diskountern gab es diesen Umstand. Lidl und Aldi machten die Preise. Und zwar untereinander aus.
Komisch nur, weshalb es so ein Geschrei allenthalben darum gab.
Die Mineralölkonzerne tun das heute noch munter.
Irgend so eine Dumpf Pfeife unter den Politikern wollte sogar deshalb die Konzerne zerschlagen. So kÃŒndigte er es medienwirksam in der Ãffentlichkeit an.Die Konzerne haben nur mÃŒde gegrinst, sonst nichts.Und meinten, nichts als Verschwörungstheorie und Geschwurbel.
Und so blieb es dabei.