Mittwoch,10.August 2022
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Deflation und Hyperinflation gleichzeitig – Unheil für die Welt

Jeder, der eine Hyperinflation selbst erlebt hat, weiß Folgendes: Das einzige Geld, das eine derart katastrophale Misere überlebt, ist Gold.

Von Egon von Greyerz, Matterhorn Asset Management AG

FLATION wird das Schlüsselwort der kommenden Jahre werden. Die Welt wird zeitgleich inFLATION, deFLATION, stagFLATION und letztlich hyperinFLATION erleben.

Ich hatte diese –FLATIONÄREN Ereignisse schon in der Vergangenheit in verschiedenen Artikeln prognostiziert. Hier ist der Link zu einem Artikel aus dem Jahr 2016.

Im Umfeld rapider Kursverluste bei den meisten Anlageklassen bewegt sich die Welt jetzt auf katastrophale Verwerfungen zu, die es so in der Geschichte noch nicht gegeben hat. Seit Anfang 2022 ist es zu einer allgemeinen Vermögenspreisimplosion von rund 20 % gekommen. Nur wenige Investoren begreifen, dass das erst der Anfang ist. Wenn dieser Bärenmarkt vorüber ist, werden wir Verluste von 75 -90 % bei Aktien, Anleihen und anderen Vermögenswerten erlebt haben.

Verluste in diesen Größenordnungen hat es seit ganzen drei Generationen nicht mehr gegeben, und deswegen werden die Schockwellen eine verheerende Wirkung haben.

Während die Vermögensblasen schrumpfen, starten die Güter- und Dienstleistungspreise zeitgleich in einen Inflationszyklus, den die gesamte Welt in diesem Ausmaß nie zuvor erlebt hat.

Auf einzelne Länder beschränkte Hyperinflationen hat es in der Vergangenheit schon gegeben, doch noch nie auf globaler Ebene!

Aktuell liegt die offizielle Inflationsquote in den USA und in Europa bei ca. 8 %. Für den Durchschnittskonsumenten im Westen sind die Preise für Güter des täglichen Bedarfs – wie Treibstoff und Lebensmittel – im Durchschnitt aber um mindestens 25 % gestiegen.

Eine unheilvolle Welt

In vielen Bereichen stehen der Welt also katastrophale Entwicklungen bevor.

Wie immer in Krisenzeiten suchen alle die Schuld bei anderen. Im Westen geben die meisten Menschen Putin die Schuld. Ja, Putin ist der Schurke, und es ist seine Schuld, dass die Preise für Lebensmittel und Energie sprunghaft ansteigen. Niemand analysiert wirklich, was oder wer Russland zum Eingreifen bewogen hat; weder Politiker noch Leitmedien verstehen die Bedeutung von Geschichte, die für die aktuellen Entwicklungen aber von zentraler Bedeutung ist.

In schwierigen Zeiten braucht es Schuldige. Viele Amerikaner werden die Schuld bei Biden suchen, der den Bezug zu den meisten Entwicklungen in den USA verloren hat und zudem noch sein eigenes Gleichgewicht. In Großbritannien sucht man die Schuld bei Boris Johnson, der seit der Partygate-Affaire die Kontrolle über das Vereinigte Königreich verloren hat. In Frankreich ist Macron der Schuldige, der gerade seine Mehrheit im Parlament verloren hat. Und in Deutschland bekommt Scholz die Schuld, weil er der Ukraine Geld für Waffen gibt und Russland Geld für Gas.

Solche Schuldzuweisungen sind nur der Anfang. Politisches Chaos und Anarchie wird eher die Regel sein und nicht die Ausnahme, denn das Volk wird die Führungen verantwortlich machen für steigende Preise, steigende Steuern und sinkende Leistungen in allen Bereichen.

Kein Land wird in der Lage sein, die staatlichen Sozialleistungen an die galoppierende Inflation anzupassen. Dasselbe gilt für ungedeckte oder unterfinanzierte Rentenleistungen, die drastisch fallen oder sogar ganz verschwinden werden, weil die zugrundeliegende Vermögenswertbasis – bestehend aus Aktien und Anleihen – implodiert.

In der Folge werden in vielen Ländern anarchische Zustände herrschen.

Deflationäre Implosion der Anlagemärkte – Aktien

Die „Everything-Bubble“ ist zu Ende. Möglich war sie nur durch das wohlwollende Verhalten der Zentralbanken bei der perfekten Manipulation ihrer eigenen Kontrollinstrumente – Geldschöpfung und Zinssätze.

Die Konsequenz von kostenfrei verfügbarem Geld war eine Verdreifachung der globalen Verschuldung (auf 300 Billionen $) im Verlauf dieses Jahrhunderts, und das praktisch zinskostenfrei.

Für Investoren, groß wie klein, war das ein Gottesgeschenk – Manna vom Himmel. Alles, was Anleger anfassten, stieg; und bei jeder Marktkorrektur wurde mehr Manna produziert.

Für Investoren galt nur: „Ob Kopf oder Zahl, ich gewinne immer.“

Dieses Markt-Schlaraffenland sorgte dafür, dass jeder zum Investment-Guru wurde. Selbst die Dummen wurden reich.

Wenn ich heute mit befreundeten Investoren rede, zeigt man sich vielleicht ein wenig beunruhigt, man sieht aber keinen Grund, warum der langfristigen Hausse-Trend nicht anhalten sollte. Zumindest für Anleger sind Greenspan, Bernanke, Yellen und Powell die besten Freunde gewesen; und Hauptziel der US-Notenbank war ja auch, die Investoren glücklich und reich zu halten. Deswegen halten die meisten Investoren jetzt auch still, trotz 20 %iger Verluste klassenübergreifend. Das werden sie bereuen.

Also: Die meisten Investoren vertrauen darauf, erneut gerettet zu werden, wobei sie nicht erkennen, dass es dieses Mal ganz anders laufen wird.

Wie man weiß, sind die Kursstürze an den Investmentmärkten NICHT nur Folge einer (180-Grad)-Kehrtwende bei der Zinspolitik der Zentralbanken sowie des Übergangs von quantitativen Lockerungen zu quantitativen Straffungen.

Nein, jene Genies, die an der Spitze der Zentralbanken stehen, sehen Entwicklungen überhaupt nie kommen – oder erst dann, wenn es zu spät ist. Dass die Welt mit aller Macht von Inflation erfasst wird, war für viele von uns schon seit längerem klar – doch offensichtlich nicht für die Menschen, die die Geldpolitik bestimmen. Sie werden jedenfalls nicht dafür bezahlt, irgendetwas kommen zu sehen, bevor es tatsächlich eintrifft.

Im Chart unten sehen wir den Dow seit 1970. 1982 begann der aktuelle, 40-jährige Bullenmarkt. Seit Beginn der Hausse haben Investoren eine drastische Versechsundvierzigfachung (46x) ihrer Aktienportfolios erleben können.

Es gab insgesamt vier beängstigende Korrekturen zwischen 35 % und 55 %. An die erste – im Oktober 1987 – erinnere ich mich noch gut. Es war der Schwarze Montag und ich war in Tokio wegen des Börsengangs von Dixons, ein in Großbritannien gelistetes (FTSE 100) Unternehmen, dessen Vizevorsitzender ich war. Am 19. Oktober stürzte der Markt um 23 % ab und innerhalb von 12 Tagen machte der Dow Verluste von 40 %.

Nicht die beste Zeit, um sich an der Tokioter Börse listen zu lassen😩.

Schaut man im Chart unten auf das Jahr 1987, sieht man auch, dass der massive Einbruch von damals heute kaum auffällt.

Dow Jones, Bullenmärkte, Bärenmärkte

Ein weiterer sehr wichtiger technischer Faktor in diesem Chart ist die bärische Divergenz im Relative-Stärke-Index (kurz RSI). Seit 2018 machte ich immer wieder darauf aufmerksam, dass der RSI in diesem Quartalschart ständig niedrigere Hochs ausbildete, während der Dow immer neue Höchststände markierte. Dieses sehr bärische Signal würde zwangsläufig zu starken Verlusten im Dow führen. Und die sehen wir inzwischen auch.

Meine langfristige Prognose, dass effektiv Verluste von 90 % am Aktienmarkt zu erwarten sind, hat sich auch heute nicht geändert. Derartige Verluste sind nicht größer als die der Jahre 1929-1932, allerdings haben sich die heutigen Bedingungen an den Schuldenmärkten und auch das globale Ausmaß der Blasen drastisch verschlechtert. Allein eine Rückkehr zu den Tiefs von 2002 und 2009 käme schon einem 80 %igen Einbruch von den derzeitigen Höchstständen gleich.

Der Wilshire 5000, der alle US-Aktien repräsentiert, hat seit Jahresbeginn 11 Billionen $ oder 23 % verloren. Siehe Chart unten. Weitere Billionen gingen an den Anleihemärkten verloren.

Aktien, Marktkapitalisierung, Verlust

Anleihen

Der 39-jährige Bullenmarkt der Anleihepreise (Bärenmarkt bei Zinssätzen) ist jetzt zu Ende gegangen. Tatsächlich endete er schon 2020 bei 0,5 %, nachdem die Zinssätze seit 1981 von 15,5 % gefallen waren.

Ich gehe davon aus, dass die Zinssätze über die Stände von 1981 steigen werden, während der größte Schuldenmarkt der Menschheitsgeschichte implodiert.

Viele Schuldner – staatliche wie private – werden ausfallen und die Anleihezinsen werden unendliche Stände erreichen, während die Anleihepreise kollabieren.

Diese Implosion der Anleihemärkte wird natürlich enorme Folgewirkungen für Finanzsystem und Märkte haben – mit Insolvenzen bei Banken und anderen Finanzinstitutionen.

Hyperinflation, Inflation, Anleihe, Renditen

Nach jahrelangen Anstrengen (10 Jahre und mehr), die Inflation auf 2 % zu bringen, haben Zentralbanker wie Yellen und Lagarde jetzt den Schock ihres Lebens bekommen, weil die offiziellen Inflationsquoten in kurzer Zeit auf über 8 % schossen; wobei die tatsächliche Inflation für die meisten Menschen vielleicht bei ca. 20 % bis 25 % liegt.

Dieser Anstieg der Inflation muss ein solcher Schock für die Notenbankenchefs gewesen sein, dass man sie über Wochen nicht wahrhaben wollte und als „vorübergehend“ bezeichnete.

Die Vorstände der Federal Reserve und EZB haben die gruslige Fähigkeit, rein gar nichts von dem kommen zu sehen, was sie nicht selbst vorausberechnet haben. Und da sie niemals auch nur einen einzigen Markttrend korrekt vorausberechnet haben, werden sie zwangsläufig immer den falschen Weg einschlagen.

Sie wären erfolgreicher, wenn sie einfach nur die Würfel entscheiden ließen. Langfristig hätten sie dann zumindest eine 50 %ige Chance, richtig zu liegen. Stattdessen haben sie eine 100 %ige Erfolgsbilanz beim Falschliegen.

Ich erwähne es ständig: Zentralbanken sollten nicht existieren! Die Naturgesetze und die Gesetze von Angebot & Nachfrage würden bei der Regulierung der Märkte viel bessere Arbeit verrichten. Ohne Zentralbanken und deren Manipulationen käme es zu einer Selbstkorrektur der Märkte und nicht zu jenen extremen Höhen und Tiefen, die diese Banken erzeugen.

Wie absurd diese desaströse Manipulation durch Zentralbanken ist, zeigt sich deutlich an den Kreditmärkten. Jahrelang stiegen die Kreditmengen im Umfeld von Null- oder Negativverzinsung sprunghaft an.

Jedem Wirtschaftsstudenten wäre klar, dass hohe Kreditnachfrage zu hohen Kreditkosten führt. Das zumindest wären die natürlichen Konsequenzen von Angebot & Nachfrage in einem freien und unmanipulierten Markt.

Das würde natürlich auch umgekehrt gelten: Gäbe es keine Nachfrage nach Krediten, würden die Zinssätze sinken, was die Nachfrage stimuliert.

Ich frage mich, was man Studenten heute noch beibringen soll, wenn angesichts eklatanter Manipulation kein Markt mehr korrekt funktioniert. Ich vermute, dass unsere „woke“ Gesellschaft auch die Ökonomiebücher umschreiben wird, so wie schon die Geschichtsbücher.

Ich würde ein Wirtschaftsstudium unter solchen Bedingungen hassen.

Anlagemärkte – Wohin noch flüchten?

Also: Welche Konsequenzen haben derart verheerende Zeiten?

Im Jahr 2022 ist buchstäblich jede einzelne Anlageklasse mit Verlusten von rund 20 % konfrontiert wie die Tabelle unten zeigt. Auch die Ära der erfolgreichen Kursrücksetzerkäufe ist zu Ende, weil rundherum alles einbricht.

Angesichts panischer Marktreaktionen und erster Opfer sind die Investoren gelähmt. Sie hoffen, dass sie von der Federal Reserve und anderen Zentralbanken gerettet werden, sie haben allerdings Angst, dass es diesmal anders kommen könnte. Doch all das ist nur der Anfang. Viel mehr Panik und deutlich mehr Opfer werden folgen.

Gold im Vergleich

Private wie institutionelle Investoren sind völlig desorientiert. Alle Sektoren fallen gleichzeitig. Man kann sich einfach nirgendwo mehr hinwenden.

Schauen Sie sich nur folgende Tabelle an:

Gold, Vergleich, Aktien, Anleihen, Goldpreis

Gold in Euro und Gold in den meisten anderen Währungen weist bislang für das Jahr 2022 einen positiven Ertrag aus.

Doch jetzt schauen Sie sich den Rest an: Alles andere – von Unternehmensanleihen über US-Staatsanleihen bis hin zu Aktien, Immobilien, Technologiewerten und Kryptos etc. – hat in diesem Jahr zweistellige Verluste zwischen 16 % bis 71 % hinnehmen müssen!

Niemand erkennt, dass das erst der Anfang ist.

Die Mehrheit der Anleger ist vollkommen gelähmt. Sie alle hoffen auf eine schnelle Erholung wie im April 2020, sie werden aber eine sehr, sehr schwere Enttäuschung erleben. SIE WIRD EINFACH NICHT KOMMEN!

Die Anleger sind weder mental noch finanziell vorbereitet auf das, was jetzt kommt.

Bislang sehen wir nur marginale Verkäufe. Die meisten Investoren rühren sich nicht vom Fleck und werden in einem Markt bleiben, der um 50 % und mehr korrigiert, bevor sie erkennen, dass es sehr ernst ist. Und ab diesem Punkt werden sie anfangen zu beten und zu hoffen, weil sie glauben, dass es nun zu spät sei, um noch auszusteigen.

Leider wird niemand verstehen, dass es diesmal ganz anderes laufen wird, dass diesmal die meisten Anlageklassen effektiv um 90 % und mehr fallen werden.

Monumentale Superblasen haben nie ein Happyend

Monumentale Superblasen können nur schlimm enden. Doch kein Anleger hat Erfahrungen mit solch massiven Implosionen von Blasen, weil es sie nie zuvor gegeben hat.

Ich habe die Konsequenzen in vielen Artikel erläutert, und sie werden verheerend sein.

Traurigerweise werden Kassandras erst dann ernst genommen, wenn es zu spät ist. Und das wird auch diesmal so sein.

Und glauben sie nicht, dass irgendjemand zur Hilfe kommt. Die US-Notenbank, die in den letzten 10 Jahren bei geldpolitischen Straffungen immer zu spät reagiert hat, wird die Investoren nicht retten. Sie wird stattdessen nur mehr Qualen bereithalten – in Form von Zinserhöhungen und strafferer Geldpolitik.

Natürlich wird die Federal Reserve ab einem bestimmten Punkt auch wieder reagieren und panisch die Zinssätze senken und Falschgeld ins System einspeisen. Doch das wird viel zu spät kommen. Zudem lässt sich ein moralisch wie finanziell bankrottes System mit keinem Falschgeld der Welt retten, und sei es noch so viel.

Die moralisch wie finanziell bankrotte westliche Welt hat diese kommende Misere erzeugt und muss jetzt auch unter den Konsequenzen leiden.

Leider ist das der einzige Weg, damit all das zu Ende geht. Ein verkommenes und schuldendurchsetztes System kann nur in einer katastrophalen Misere enden.

Schulden werden implodieren und Anlagewerte werden implodieren. Die Gesellschaft wird nicht funktionieren und auch keine Sozialversicherungen, Renten etc. Das wird enorm großes menschliches Leid hervorbringen, das letztlich alle trifft.

Auch die Weltbevölkerung wird drastisch schrumpfen. Mitte des 19. Jahrhunderts lebten 1 Milliarde Menschen auf der Welt und das Bevölkerungswachstum war seit Jahrtausenden niedrig gewesen. In den folgenden 170 Jahren explodierte die Weltbevölkerung dann förmlich auf 8 Milliarden Menschen. Ein Chart der plötzlich solche Spitzen ausbildet, korrigiert in der Regel um bis zu 50 %. Die Gründe für ein Sinken der Weltbevölkerung liegen auf der Hand: ökonomischer Kollaps, Elend, Hungersnot, Krankheiten und Kriege.

Ein solches singuläres Ereignis ist notwendig für die Welt, damit sich ein kaputtes System aufräumt und eine neue Ära mit grünen Trieben und stärkeren moralischen wie ethischen Werten beginnen kann.

Vermögenssicherung ist eine Notwendigkeit

Die wenigen Menschen, die Vermögen zu sichern und zu schützen haben, werden mit physischem Gold und etwas Silber deutlich besser laufend als mit allen konventionellen Anlagemärkten, welche einbrechen. Dieser Trend hat schon begonnen, wie man in der Tabelle oben sehen kann.

Die Aktienmärkte werden abrutschen und Rohstoffe werden rapide steigen.

Für Anleger lässt sich das am besten anhand des Dow/Gold-Verhältnisses illustrieren. Aktuell steht das Verhältnis bei 16,5 und wahrscheinlich wird es langfristig seine Unterstützung bei 0,5 finden. Das Erreichen dieser Zielmarke entspricht einem 97 %igen Verfall des Dow im Verhältnis zu Gold. Das klingt unglaublich, doch angesichts der heutigen Umstände ist dieses Niveau durchaus möglich. Dazu auch mein Artikel.

Ein Dow/Gold-Verhältnis von 0,5 könnte zum Beispiel Folgendes bedeuten: Dow 5.000 Punkte und Gold 10.000 $.

Gold – Die ultimative Absicherung gegen Vermögenszerstörung

Jeder, der eine Hyperinflation selbst erlebt hat, weiß auch Folgendes: Das einzige Geld, das eine derart katastrophale Misere überlebt, ist Gold. Vor einem Jahr traf ich einen Mann aus dem ehemaligen Jugoslawien, der mich erkannt hatte. Er erzählte meinen mit anwesenden Freunden, dass physisches Gold seine Familie vor dem kompletten Niedergang gerettet hatte. Meine Freunde haben seinen Ratschlag leider nicht beherzigt.

Denken Sie dennoch daran, dass jeder Schutz oder jede Versicherung erworben werden muss, bevor die Katastrophe eintritt!

Gold, Dow, Dow-Gold-Ratio

Ihr wichtigstes Vermögen ist Ihr Verstand, Ihr Herz und Ihre Seele. Menschen, die diese Anlagen weise einzusetzen wissen, bieten sich immer Gelegenheiten.

Und wie immer gilt in Krisenzeiten: Dasein und Hilfe für Familie und Freunde ist Ihre wichtigste Aufgabe.

Egon von Greyerz ist Gründer und Managing Partner der Matterhorn Asset Management AG (www.goldswitzerland.com).

Hinweis: Meinungen oder Empfehlungen im Rahmen von Gastbeiträgen geben die Einschätzung des jeweiligen Verfassers wieder und stellen nicht notwendigerweise die Meinung von Goldreporter dar.

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16 Kommentare

  1. Zur Inflation.
    Wir waren gerade im Supermarkt.
    NUDELN (HARTWEIZEN) 63 Cent die 500 Gramm, Sonnenblumenöl, 2,69 der Liter.
    U.s.w.
    Keine Sonderangebote, Normalpreis.
    Volle Regale.

    Wo?
    In einem Coop, Venedig, mitten auf der Insel, 10 Minuten von San Marco.
    Da muss alles mit kleinen Böötchen und die letzten 200 m mit Handkarren angeliefert werden.

    Ihr in Dummland werdet nicht nur von den Ölmultis verarsc……, sondern von allen, incl. Aldi und Lidl.

    • Meister Eder:
      Letzte Woche war ich in Polen in einem Netto-Markt. 500 g Nudeln bzw. 1 Kg weißer Reis lagen bei etwa 0,90 Euro. Ein Liter Sonnenblumenöl kostet dort gerade knapp zwei Euro. Das bezieht sich auf Hausmarken bzw. no-name-Produkte. Allerdings liegt dort das durchschnittliche Monatseinkommen zwischen 800,00 und 1.000,00 Euro. Ein Handwerker sagte, dass die Inflationsrate bei ca. 14,00 % liegt. Das deckt sich auch mit meiner Wahrnehmung.
      95er-Benzin kostete vor dem Ukraine-Krieg ca. 5,20 PLN/Liter. Letzte Woche waren es 8,10 PLN/Liter. Die staatliche Subventionierung ist dabei schon eingepreist.
      Eine schöne Zeit in Italien wünsche ich Ihnen und Pumuckl.

      • @Racew
        Danke für die Urlaubswünsche.
        Die genannten Preise waren auch die Hausmarke.
        Barilla Pasta liegt bei 1,06 die 500 g.
        Superbenzin 2,06, Festland.

        Der Tourismus läuft hier wieder, glücklicherweise.
        Sehr viele Amis, der zerbröselte Euro macht es billiger.

        Die Menschen brauchen das Geld.
        Und die Stadt auch, Renovierungen etc. sind unendlich teuer, steht ja fast alles im Wasser.
        Und man kann ja nicht mit dem LKW vors Haus fahren.
        So einen 400 Jahre alten Palazzo möchte ich nicht geschenkt.
        Als das alles gebaut wurde, war es der reichste Fleck der ganzen Welt.
        So wurde auch gebaut.
        Der Unterhalt……..
        Fun Fact: bei so einem Palazzo war das Fundament genauso teuer, wie die ganze Pracht über Wasser, incl. der Malereien von Tintoretto etc..
        Die Rialtobrücke z.B. steht im Sumpf auf fast 50.000 in den Boden gerammten Eichenpfählen.
        Ingenieurleistung und Handwerkskunst vor Jahrhunderten.
        Wie lange halten unsere neuen Autobahnbrücken ?

        Letztes Jahr zur gleichen Zeit war es eine Katastrophe.
        Unser Lieblingsrestaurant hatte alle 5 Mitarbeiter entlassen müssen.
        Sohn und Mutter in der Küche , Vater im Service. 6 Tage die Woche.
        So haben die 2 Jahre überlebt.
        Ist (natürlich ) kein Touri-Schuppen, sondern ein für Touris kaum zu findendes,
        abgelegenes kleines Paradies, aber auch die Einheimischen hatten kein Geld für Restaurants.

        Ein Venedig-Besuch ist vielleicht eine gute Vorbereitung für die Zukunft Dummlands.
        UNTERGANG, nur in dem Fall ohne Stil, Kunst und Grandezza.

        • Mein Mitleid hält sich doch arg in Grenzen. Wurde nicht der Heizungaustausch in Italien noch kürzlich mit 110% gefördert? Warum da auf die Tränendrüse drücken, Herr Eder? Ich kann für einen Heizungaustausch 40000 Euro blechen. Woher kommt in Italien eigentlich das Geld für die Förderung? Aus der dort florienenden Wirtschaft?

          • @Axel Piller
            Naja, es ist wie bei uns: das normale arbeitende Volk hat echte Probleme und muss sehen, wie es durchkommt.
            Das sind 80 %.

            Der gut vernetzte Reiche mit Villa in Mailand und Ferienhäusern in der Toscana und am Meer lässt sich seine Luxusspielzeuge durchsanieren, der 110 % Superbonus wurde z.T. recht flexibel gehandhabt.
            Und dank gutem Steuerberater hat er jeher recht überschaubar Steuern bezahlt.
            Draghi hat seine armen Freunde versorgt.

            Das ganze Geld landet wie üblich OBEN und nicht da, wo es wirklich gebraucht wird.
            Woher das Geld kommt ?
            Ganz einfach: Italien macht neue Schulden, die EZB kauft den Schrott und wir haften dafür.
            Wieder ein Grund für klein und rund und gelb.

            Italiens Wirtschaft: die 3 Provinzen Piemont, Lombardei und Venetien gehören zu den stärksten und reichsten Regionen in ganz Europa, z.T. sogar noch vor Bayern und BaWü.
            Man sieht den Wohlstand nur nicht so, es fährt nicht jeder Depp mit einem geleasten Cayenne rum.
            Was sich hinter einer alten Gartenmauer oder einer angegrauten Fassade verbirgt, ist mitunter atemberaubend.
            Sie sollten mal einen Piemontesen oder Venetianer über seine Landsleute in Rom oder noch weiter südlich sprechen hören.
            Garantiert nicht jugendfrei.
            Rom und weiter südlich ist ein Desaster, das würden die Lombarden etc. gerne im Mittelmeer versenken. Möglichst heute noch.

            Ich hab halt ein Herz für das normale hart arbeitende Volk, egal wo.

            Dass ich in Dummland bei Energiesanierungen weniger Subventionen bekomme, als ich vorher an Mehrwertsteuer etc. gezahlt habe, ist auch eine Sauerei.
            Aber so ist Dummland eben.

            Genau deshalb sind wir auch Fans dieser kleinen runden……..

          • Axel Piller:
            In Italien gibt es den Superbonus, um die Menschen dazu zu bringen, dass sie Maßnahmen wie den Austausch von Heizungen, die energetische Sanierung, etc. vornehmen.
            In Deutschland läuft es perfider. Wir lassen uns in eine Energiekrise manövrieren. Damit wird der Druck aufgebaut, der erforderlich ist, um die Menschen zu ihrem Glück zu zwingen. Dann gibt es halt keine andere Alternative, als die genannten Maßnahmen auf eigene Kosten einzuleiten. Dazu beteiligen wir uns als EU-Nettozahler Nr. 1 noch am italienischen Superbonus und vielen anderen teuren Dingen. Wäre diese Entwicklung nicht vorhersehbar gewesen, wäre das aus deutscher Sicht schon ärgerlich genug.
            Der springende Punkt ist aber, dass es absehbar war und dass die deutschen Wähler diesen Weg gewählt haben. Ich kenne keine andere Nation, die sich für den eigenen Niedergang entscheidet.

          • @Racev
            Das ist für mich eine ernsthafte Frage: Heizungsaustausch mit welchem Brennstoff eigentlich. Heizöl sicher wie Verbrenner bei PKW bald geächtet und langsam unbezahlbar; Erdgas erwartet das gleiche Los, Kohle will man nicht mehr und gibt es kaum noch. Bei Holzheizungen sollte man schon einen kleinen eigenen Wald haben Wärmepumpen funktionieren nur, wenn du ein Medium hast, dem
            man genug Wärme entziehen kannst und die Wohnung große Heizflächen hat ( Fußbódenheizung). Ansonsten wird sie zu einer
            simplen Elektroheizung. Erzählen wir doch später unseren Enkeln wie ungesund die 20°C Zimmertemperatur des 20.Jahrhunderts war.

  2. Ich weiß nicht, wie er das meint, der Herr Greyerz.
    Deflation bezeichnet man doch einen Zustand stetig fallender Preise. Das kann nicht mit einer Hyperinflation gleichzeitig einhergehen.
    Ich denke er meint eine Wirtschaftsdepression.
    Also einen Zustand des Mangels an Waren und Produkten infolge Firmen Untergang.
    Das geht natürlich immer mit einer sehr starken Inflation einher. Wenn die Regale leer sind, bezahlt man gerne höhere Preise für das Öl aus der Sonnenblume.
    Ich denke, so eine starke Depression ist zur Zeit nicht in Sicht. Irgendwer in der EU wird schon Sonnenblumen züchten. Aber eine tüchtige Inflation, nach südländischem Muster, die ist sehr wohl wahrscheinlich.
    Ein Gelatti : erst 40 Lira, 2 Monate danach 100 Lira, ein Jahr später 1.000 Lira. An den letzten Preis, an welchen ich mich, als ich noch Kind war, erinnere, waren 50.000 Lira.
    Mein Vater gab mir einen 100.000 Lira Schein und sagte, bring die Hälfte wieder.
    Ich hatte damals auch einen 500.000 Lira Schein gesehen, der hatte derart viele Löcher und die Farbe war fast komplett ab, aber er wurde angenommen. Für ein Pollo vom Grill.
    Vielleicht sehe ich auch noch einmal einen 100.000 Euro Schein.
    Für einen Kaffe mit einem belegten Brötchen. Deja Vu.

    • @Klapperschlange
      Was soll daran nachahmenswert sein. In einem der ärmsten Ländern der Erde wird für die allgemeine
      Öffentlichkeit einer der teuersten Wertaufbewahrung angeboten. Das ist schon fast makabre Ironie. Es ist ein Tauschmittel für die Oberschicht. Solange die Nachricht nicht lautet, das der Simbabwe Dollar ans Gold gebunden ist, bleibt sie das gleiche wie die Währung, ohne Wert.

      • @Goldnase

        Mit der „Nachahmung“ meinte ich in erster Linie die „offizielle“
        Feststellung des geldpolitischen Ausschusses eines Landes,

        . . . daß mit Gold Stabilität und Wertaufbewahrung verbunden ist,
        um sich gegen die steigende Inflation zu schützen.“

        Stelle Dir vor, der chinesische Finanzminister „Liu Kun (劉昆 / 刘昆)“
        hätte dieses Statement als Aufforderung an sein Mrd.-Volk gerichtet.

        Oder ein Herr „Erdogan“ oder ein Herr „Lindner“.
        Da wäre die Hölle los am Goldmarkt und die Gold-Drückerkolonnen
        hätten sofort Ausgangssperre.

        ٩(˘◡˘)۶ ✌

        • @Klapperschlange
          Da hast Du natürlich auch recht. Solange es hier gelingt, Gold ins Minus zu befördern,
          sobald Aktien – und Bitcoinkurse einbrechen, suggeriert das doch, EM lohnen sich auch
          nicht. Mal sehen, wie lange das funktioniert.

  3. @Goldhase
    Heizungstausch.
    In einer Anlage, in der wir eine Mietwohnung haben, steht ein Heizungstausch an, die Ölheizung hat über 30 Jahre auf dem Buckel und ist technisch reif für die Rente.
    Da es eine größere Anlage ist, geht das über ein beratendes Ingenieurbüro (auch um maximal Subventionen abzugreifen, logisch)
    Empfehlung vor 2 Jahren: Gas zur Basislast mit Wärmepumpe als Hybrid.
    Da die Preise irre waren und die Verfügbarkeit der Handwerker schlecht, haben wir gewartet, glücklicherweise.

    Aktuell denken wir über Pellets nach (Problem: Wohin mit dem Pelletbunker).
    Stand letzte Woche empfehlen die Ingenieure eine neue Ölheizung für die Basislast und eine Wp als Hybrid dazu.
    Wenn es Strom gibt, können wir die WP laufen lassen, wenn der Strom ausfällt oder unbezahlbar wird oder es für die Wp zu kalt wird, läuft die Ölheizung.
    Das ist die aktuelle Überlebensstrategie.
    Der ganze Öko-Schnick-Schnack ist aus den Unterlagen verschwunden.
    Wir kaufen eine „Krisen“-heizung.
    Die Strommangellage haben wir ja noch 10 Jahre.

    • @MeisterEder
      Eine andere Überlebensstrategie würde mir auch nicht einfallen. Jeder der kann und will, sollte sich dringend etwas einfallen lassen. Mein Heizöllieferant erzählte mir von Kunden, die bis 24 Tonnen Kohle kauften.
      Verweichlichte Typen, die die 16 °C nicht mitmachen wollen.
      Wenngleich es noch genügend Menschen anders sehen. Ich glaube in der MoPo las ich vor kurzem einen Leserkommentar: Sinngemäß wenn die Heizung ausfällt, heize ich eben mit meinen Elektroheizkörpern. Der Bildungsstand in diesem Lande ist inzwischen so schlecht, das es auch manchmal schon wieder lustig wird .

      • Goldhase:
        Die Überlegung des Lesers ist verständlich. Kommt es zur Sperre oder Rationierung von Gas, wird es sehr wahrscheinlich zu einem Blackout kommen, weil viele weitere Menschen auch auf diese Idee kommen werden. Gestern hatte ich einen Kommentar eines Technikers von den Stadtwerken gelesen. Er teilte mit, dass man dort jetzt mit Nachdruck das Gasnetz prüfe, weil es im Falle von Sperren zu erheblichen Sicherheitsproblemen bei älteren Bauteilen kommen könne. Ich habe das leider und richtig verstanden und kann es daher nur ungenau wiedergeben. Wenn dann bei Druckabfall die Sicherheitsventile von Millionen Gasthermen reagieren und nur noch händisch durch einen Monteur geöffnet werden können, dann werden wir eine brisante Gemengelage sehen.
        Ich frage mich in der letzten Zeit immer wieder, ob und in welcher Weise die Bevölkerung dann aktiv wird.
        In diesem Zusammenhang wundert es mich aber sehr, dass es keinen Aufschrei gab, als jüngst zum Kauf von Notstromaggregaten geraten worden war. Aus meiner Sicht war dies ein Offenbarungseid und ein Armutszeugnis zugleich.

        • @Racev
          Das Elektroenergieerzeugung mit Gas zusammenhängt, hatte dieser Leser geistig nicht so richtig verinnerlicht. Fehlten vielleicht ein paar Schulstunden Physik. Aber er konnte wenigstens lesen und schreiben, was heute bei vielen Grundschülern nicht mehr selbstverständlich ist.

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