Montag,05.Dezember 2022
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Ist Gold „Hobsons Wahl“?

Gold hat den Vorteil langfristig überragender Gewinne und bietet zudem noch die beste Vermögensschutzanlage gegen die erheblichen Finanzsystemrisiken.

Von Egon von Greyerz, Matterhorn Asset Management AG

Thomas Hobson war der Besitzer eines Mietstalls im Cambridge des 16. Jh. Wollten Reisende ihr Pferd wechseln, mussten sie das Pferd nehmen, das am nächsten zur Tür stand, ansonsten bekamen sie keines. Obwohl es 40 Pferde im Stall gab, hatte der Reisende keine Wahl. Die „Hobsons Choice“ bedeutet also die Wahl unter nur einer Sache.

In diesem Artikel wird es darum gehen, ob man als Anleger in den kommenden Jahren wirklich mehr als nur „Hobsons Wahl“ hat.

Gold ist eine der Top-Anlageklassen dieses Jahrhunderts gewesen, und trotzdem hat es niemand; nur 0,5 % der Weltfinanzanlagen sind in Gold investiert.

Die meisten Investoren haben Gold gar nicht auf dem Schirm, weil es im Bankenwesen und im Vermögensverwaltungsbereich weder beworben noch verstanden wird. Physisches Gold empfiehlt sich hier auch nicht, weil sich damit praktisch keine laufenden Provisionen und Gebühren abkassieren lassen. Und Edelmetallaktien sind ein derart kleiner Bereich, dass sich kaum jemand darum kümmert.

Alle reden darüber, wie schlecht Gold als Investment abgeschnitten hat.

Im Januar 2000 stand Gold bei 290 $, der aktuelle Preis liegt bei 1.855 $. Das ist eine Steigerung um das 6,4-fache innerhalb von 22 Jahren und somit besser als alle anderen Anlageklassen.

Läuft Gold besser als der Dow?

Beim Investieren ist das Timing sicherlich von entscheidender Bedeutung.

Schauen wir uns also die Performance von Dow und Gold seit 1971 bis heute an.

In der Tabelle unten findet man die annualisierten Gesamtgewinne für Gold und den Dow (reinvestierte Dividenden inbegriffen).

Vom Zeitpunkt als das Goldfenster geschlossen wurde bis heute hat Gold 8,1 % p.a. eingebracht, wohingehend der Dow (bei reinvestierten Dividenden) zwischen 1971-2022 auf Jahresbasis eine Rendite von 10,9 % gebracht hat. Der Dow hat hier also mit 2,8 % p.a. deutlich besser abgeschnitten.

Betrachten wir aber den Zeitraum 2000-2011, so schnitt Gold mit jährlich 18,4 % besser ab als der Dow (20,8 % minus 2,4 %).

Annualisierte Rendite: Dow – Gold – USD (relativ zu Gold)

Wenn wir uns die sehr wichtige Tabelle oben noch einmal anschauen, sehen wir auch, dass der Dollar zwischen 1971 und 2022 pro Jahr 7,4 % gegenüber Gold verloren hat. Da sich die Verluste beim Dollar in den kommenden Jahren wahrscheinlich verschärfen werden, hat es keinen Sinn, US-Dollars zu halten.

Büchse der Pandora

1971 schloss Nixon das Goldfenster und öffnete damit die Büchse der Pandora, die Defizitfinanzierung, Schuldenexplosion und den Zusammenbruch des Dollars sowie aller anderen Währungen brachte.

Gold, das seit 1933 einen Fixpreis von 35 $ hatte, schoss in die Höhe. Es vervierundzwanzigfachte sich (24 x) – von 35 $ im August 1971 auf 850 $ im Januar 1980. Anschließend korrigierte Gold für 20 Jahre und markierte 1999 bei 250 $ seine Talsohle. Erst 2008 sollte die Marke von 850 $ wieder erreicht werden.

Man könnte natürlich Nixon die Schuld geben an diesem desaströsen halben Jahrhundert geprägt von Schulden, Defiziten und epischen Anlageblasen. Doch: Plus ça change, plus c’est la même chose… (Je mehr sich die Dinge ändern, desto mehr bleiben sie sich gleich.)

Wer sich aber besser mit Geschichte auskennt, könnte wissen, dass noch keine Währung jemals in ihrer ursprünglichen Form überlebt hat – mit Ausnahme von Gold. Noch jede Währung ist bislang auf NULL gefallen.

Nixon fatale Entscheidung war ein überdeutliches Signal, dass die Ära der Zentralbanken, die mit der Gründung der Federal Reserve 1913 begonnen hatte, vorüber war.

Der Niedergang von Geld ist ein langsamer und grauenvoller Prozess, der stattfindet, ohne dass es jemand merkt.

Aktuell scheint so, als würden die Dinge aufgrund der Inflation nur ein wenig teurer werden, doch niemand versteht, dass das die Folge von Geld- und Schuldenschöpfung ist, die zu Währungsentwertung führt.

Wie der Chart unten zeigt, sind es nicht die Preise, die steigen, sondern der Wert des Geldes, der sinkt.

Gold Währungen, Vergleich

Ganz gleich, ob man den Startpunkt bei 1913 oder 1971 setzt, im Verhältnis zu Gold haben alle Währungen bis heute zwischen 97 % und 99 % verloren.

Ende einer monetären Ära

Da haben wir es. Ohne Währungsdisziplinierung mittels Bindung an Gold, das seit 5.000 Jahren seine Kaufkraft hält, werden Regierungen und Zentralbanken immer unbegrenzte Währungsmengen schöpfen, um die Zustimmung der Wähler zu erkaufen.

Sie haben jedenfalls kein Verständnis davon, dass sie auf diesem Weg monumentale Asset- und Schuldenblasen entstehen lassen. Am Ende monetärer Zyklen führen solche Blasen nicht nur zu einem Zusammenbruch des Finanzsystems, sondern auch zu einem Zusammenbruch der Weltwirtschaft, was mit Kriegen und sozialen Unruhen und letztlich allgemeiner Misere einhergeht.

Leider stehen wir jetzt in der Endzeit dieser monetären Ära – ein Finale, das globales Leiden in bisher nicht gekanntem Ausmaß hervorbringen wird. Hinzu kommt noch das Risiko eines großen Krieges. Oder eines Atomkrieges, der dann völlig verheerende Auswirkungen hätte.

Noch nie zuvor in der Geschichte hat es eine Zeit gegeben, in der jede einzelne der führenden und aufstrebenden Wirtschaften bis zum Anschlag verschuldet gewesen ist.

13.000 Atomsprengköpfe

Doch auch das hat es in der Geschichte noch nicht gegeben: 13 Länder verfügen über 13.000 Atomsprengköpfe. Wahrscheinlich reichen schon 10-15 von ihnen aus, um den größten Teil des Lebens auf der Erde auszulöschen.

Also: Die Welt sieht sehr beunruhigenden Zeiten entgegen. Und es macht fast keinen Sinn, diese Zukunftsaussichten zu durchdenken, da im Grunde niemand etwas dagegen ausrichten kann. Das potentielle Risiko ist aber hoch, gerade weil die USA und Europa derzeit nicht an einer friedlichen Lösung interessiert sind, sondern Geld und Waffen in die Ukraine schicken. So etwas ist dem Frieden jedenfalls nicht förderlich.

Doch Folgendes darf nicht vergessen werden: Die USA und Europa, die direkt in die Sanktionierung Russlands involviert sind, stehen nur für 15 % der Weltbevölkerung. Die Länder, die für 85 % der Weltbevölkerung stehen wie u.a. China, Indien, Afrika und Südamerika, treiben nach wie vor Handel mit Russland.

Mit den Sanktionen unter Führung der USA wird also in Wirklichkeit der Karren vor das Pferd gespannt. Wir wissen zudem, dass diese Sanktionen nicht nur extrem schlecht für die Weltwirtschaft sind, sondern eben auch nicht förderlich auf dem Weg zum Frieden.

Warum überhaupt noch Vermögen in Papiergeldform halten?

Zu Beginn dieses Jahrhunderts fühlten wir uns sehr unbehaglich mit Blick auf die vorherrschenden Risiken im Finanzsystem sowie den wachsenden Mengen an Kredit und insbesondere Derivaten. Zudem hatte ich seit Beginn meines Arbeitslebens Ende der 60er Jahre bis Anfang der 2000er Jahre miterleben können, wie der Wert der meisten Währungen um knapp 90 % verfiel.

Für alle, die sich intensiv mit Geschichte beschäftigen, war das nichts Neues, da historisch betrachtet noch jede einzelne Währung auf NULL gefallen ist.

Warum sollte jemand überhaupt auch nur einen Teil seines Vermögens in Papiergeldform halten, wenn man weiß, dass es mit der Zeit wertlos werden wird?

Anfang 2002 empfahlen wir unseren Investoren, einen großen Teil ihrer Anlagen in physisches Gold zu wechseln, das außerhalb des Bankensystems gehalten wird. Damals stand Gold bei 300 $.

Unserer damaligen Einschätzung nach machte die erhöhte Risikolage im Finanzsystem eine Vermögenssicherung in Form von Gold notwendig. Zudem war Gold damals unbeliebt und überverkauft, ganz ähnlich wie heute.

Dow 5.000 und Gold 10.000 USD

Schauen wir uns die Tabelle erneut an, jetzt allerdings auf Grundlage der Prognose, dass 2028 Gold bei 10.000 $ steht und der Dow bei 5.000 Punkten, was für uns realistische Zielmarken sind (auch hier wurden die Dividenden für die Dow-Kalkulation reinvestiert). Die Dow-Rendite ist eine Schätzung, denn eine exakte Dividenden-Prognose gestaltet sich schwierig. Sollte der Dow auf 5.000 fallen, dann entspräche das einem Verfall von 85 % und viele Unternehmen werden unter diesen Bedingungen keine Dividenden ausschütten.

Annualisierte Rendite: Dow – Gold – USD (relativ zu Gold)

Gold, Dow, Rendite, Vergleich

Im Zeitraum zwischen 1971-2022 brachte der Dow Jones, bei reinvestierten Dividenden, eine exzellente Rendite von 10,9 % pro Jahr – im Vergleich zu 8,1 % beim Gold.

Aus unserer Sicht haben die Aktienmärkte weltweit ihre Spitzenstände erreicht und befinden sich in einem langfristigen Bärenmarkt, der wahrscheinlich mit einem Verfall von 75 -90 % einhergeht. Man sollte nicht vergessen, dass es zwischen 1929-1932 Aktienmarktverluste von 90 % gegeben hatte, und das unter deutlich günstigeren Bedingungen als heute.

Die Aktienmärkte werden in den kommenden 5-10 Jahren also definitiv nicht die besten Orte sein. Gold ist hingegen immer noch überverkauft und unbeliebt – und im Vergleich zum US-Geldangebot immer noch auf dem Niveau von 2000 (als es 290 $ kostete) und von 1971 (als es bei 35 $ stand). Lesen Sie dazu auch meinen vorhergehenden Artikel.

Das Dow/Gold-Verhältnis hatte 1999 seinen Höchststand erreicht und befindet sich jetzt in einem Abwärtstrend. Wie ich im Chart unten zeige, wird dieses Verhältnis höchstwahrscheinlich die Unterstützungslinie des Abwärtstrends erreichen, die bei 0,5 % verläuft. Das entspräche also einem Absturz des Verhältnisses um 97 % von den heutigen Ständen aus betrachtet. Persönlich glaube ich aber, dass dieses Verhältnis auch deutlich tiefer fallen kann.

Wenn das Dow/Gold-Verhältnis also bei 0,5 % steht und der Dow bei 5.000 und Gold bei 10.000 $, ergibt sich ein sehr anderes Bild für den Zeitraum von 1971 bis 2028. Gold bringt eine annualisierte Rendite von 10,4 % (siehe Tabelle oben) – mehr als das Doppelte der Dow-Rendite, die bei 5 % auf Jahresbasis liegt.

Das Ergebnis werden wir natürlich erst in den kommenden Jahren erfahren. Trotzdem handelt es sich hier um eine, aus meiner Sicht, sehr zurückhaltende Prognose für die relativen Bewegungen von Gold und Aktienmarkt.

Doch sollte sich diese Vorausberechnung tatsächlich so einstellen, wären große Teile der Aktienmarktgewinne der letzten Jahrzehnte einfach ausgelöscht.

In Gold bepreist

Schauen wir uns zum Abschluss noch einige andere Dinge an, die in Gold gemessen werden (mit freundlicher Genehmigung durch meinen Freund Charles Vollum, der mit „pricedingold.com“ exzellente Arbeit macht).

Schauen wir uns zuerst die Hauspreise in Großbritannien seit 1952 an – gemessen in Gold und Britischen Pfund.

UK, Häuserpreise, Gold

Seit 1952 sind die Hauspreise in Großbritannien um das 100-fache gestiegen. Gemessen in Gold (blaue Kurve) stehen die Hauspreise in Großbritannien aber noch dort, wo sie 70 Jahre zuvor standen. Nur wenige Hauseigentümer sind sich bewusst, dass all das eher an der Entwertung ihrer Währung liegt als am steigenden Wert ihrer Häuser.

Oder werfen wir einen Blick auf den US-Mindestlohn.

Hier der US Federal Minimum Wage ab 1930:

Gold, Mindestlohn

Der US-Mindestlohn liegt heute effektiv niedriger als im Jahr 1940. Verbesserungen der Lebensstandards lassen sich eindeutig darauf zurückführen, dass die Menschen mehr Schulden aufnehmen – und eher nicht auf steigende Reallöhne.

Misst man nun das effektive BIP der USA (also in Gold), sieht man, dass es heute noch auf den Stand liegt, das Ende der 1950er Jahre erreicht wurde.

Gold-Geld statt Papier-Geld halten

Ich könnte einfach so weitermachen. Ich denke aber, meine Botschaft ist schon jetzt eindeutig. Und die lautet: Nicht die Preise oder der Wert steigen, sondern der Wert des Papier- oder Fiat-Geldes stürzt ab – wie schon immer in der Geschichte.

Man kann sich natürlich fragen, warum dieses Muster, das sich über Jahrtausende hinweg wiederholt, nur von einem Prozentbruchteil der Weltbevölkerung verstanden wird.

Wie ich oben deutlich gemacht habe, sollte niemand mehr irgendein Papiergeld halten, weil Gold im Verlauf der Zeit um Längen besser abschneidet als alle Währungen.

Doch habt man jemals gehört, dass Regierungen oder Zentralbanken den Menschen empfehlen würden, sie sollten nicht Barmittel halten, sondern Gold? Natürlich nicht, denn das würde bedeuten, dass niemand mehr staatliches Falschgeld akzeptiert, der Staatsbankrott wäre die Folge.

Folgendes versteht jedenfalls niemand: Die eigenen Regierungen sind ohnehin schon bankrott, weil den Falschgeldmengen, die sie produzieren können, keine Grenzen gesetzt sind.

Ende einer monetären Ära & das Platzen einer 3-Billiarden-$-Blase

Doch inzwischen bewegen wir uns rapide auf das Ende dieser monetären Ära zu. Und dieses Ende geht mit dem Zusammenbruch des Finanzsystems einher, das unter dem Gewicht des ganzen Falschgeldes und aller Scheinschulden kollabieren wird.

Rechnen wir die Derivate zur globalen Verschuldung hinzu, dann ist die Welt von Schulden und Verbindlichkeiten in Höhe von mindestens 2-3 Billiarden $ betroffen, die implodieren werden – und mit ihnen auch alle Vermögensblasen, die durch diese Schulden getragen werden.

Könnte meine Prognose falsch sein? Ja, natürlich könnte sie das, ich bezweifle es aber, weil allen Schuldenblasen das gleiche Ende blüht.

Es geht hier also um das WANN und nicht um das OB.

Was Investoren und normale Menschen aus diesem Artikel mitnehmen sollten: Eigenes Vermögen in echtem Geld zu halten, das seine Kaufkraft seit 5.000 Jahren hält, ist um Welten besser, als mit Anlagen zu spekulieren, die vorübergehend besser abschneiden als Gold aber im Verlauf der Zeit ein viel höheres Risiko jedoch keine höhere Rendite mit sich bringen als Gold.

Aber auch Folgendes: Physisches Gold in einem sicheren Rechtsgebiet und einem sicheren Tresorlager/ Ort zu halten, sorgt in jedem Fall für mehr Seelenfrieden und Sicherheit als volatile Märkte.

Um auf Thomas Hobson zurückzukommen. Man braucht nichts weiter zu machen, als Hobsons einfache Regel bei der Pferdewahl auch für die eigene Anlagewahl in prekären Zeiten zu nutzen. Das heißt, Sie haben die freie Hobson-Wahl unter einer Sache – und die ist natürlich GOLD.

Ich bin mit Sicherheit kein Goldbug, ich habe allerdings verstanden, dass Gold den Vorteil langfristig überragender Gewinne bietet – und zudem noch die beste Vermögensschutzanlage gegen die erheblichen Finanzsystemrisiken ist, die man halten kann.

Wir und unsere Investoren verstehen das seit 20 Jahren. Und ich hoffe aufrichtig, dass Gold sehr schnell von mehr Investoren (Goldinvestments sind nur 0,5 % der globalen Finanzanlagen!) entdeckt werden möge.

Egon von Greyerz ist Gründer und Managing Partner der Matterhorn Asset Management AG (www.goldswitzerland.com).

Hinweis: Meinungen oder Empfehlungen im Rahmen von Gastbeiträgen geben die Einschätzung des jeweiligen Verfassers wieder und stellen nicht notwendigerweise die Meinung von Goldreporter dar.

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8 Kommentare

  1. Ich weiss nicht, wie er sich eine Zukunft ohne Papiergeld bzw. dessen Nachfolger, digitales Geld, vorstellt.
    Will er tatsächlich mit einem Haufen Gold in Urlaub fahren oder Einkaufen gehen ?
    Das ist in unserer schnell lebigen Zeit faktisch unmöglich.
    Genau so gut könnte er vorschlagen, statt Autos wieder Pferde zu nehmen und auf Flugmaschinen ganz zu verzichten. Dann bräuchte man auch kein Öl und keinen Strom und Gas auch nicht.
    Also, setzt man auf Holz, eine warme Höhle und Pfeil und Bogen.
    Wäre es nicht besser, den Menschen selbst zu regeln ?
    Damit er mit den Errungenschaften der Wissenschaft und Technik nicht andauernd Missbrauch treibt ?
    Natürlich ist Papiergeld oder gar digitales Geld gefährlich, wie Atomkraft oder Wasserstoff auch.
    Aber, ein Käsemesser ist auch gefährlich und gehört weder in Hände von Kindern noch von Psychopathen oder gar Kriminellen.

    • @Maruti
      Ist leider nur Utopie, aber ich könnte mit ein Leben ohne Papiergeld schon gut vorstellen.. Stell Dir vor, Du steckst Dir 93 Gramm in die Geldbörse, so schwer wiegt das nicht. Dafür bekämst Du dann einen schönen Urlaub in Frankreich mit Familie.
      Der Kaminfeger würde eine 1 Gramm Unze für 2 mal Kehren vielleicht auch nicht ablehnen.
      Ich träume sicher weiter.

        • @goldhase
          Schon richtig, aber wir leben im 22. Jahrhundert.
          Da sollte auch das Bezahlmittel dazu passen.
          Wir können nicht auf Kaurimuscheln oder Goldplättchen darauf setzen. In Einzelfällen ja, aber wie soll Siemens oder VW das machen ?
          Das Papiergeld oder digitale Geld ist doch nicht schuld daran, es ist der Mensch in seiner Gier.
          Und das würde auch beim Gold so sein.
          Wir müssen die Gier des Menschen regulieren, nicht das Papiergeld.
          Als Beispiel nenne ich die Gier der Mineralöl Konzerne oder der grossen Wohnungsvermieter, welche jetzt nun unbedingt die Mieten um 10% erhöhen wollen, um mehr Rendite ein zu sacken.
          Ich nenne das mal papierene Renditen auf Kosten anderer, denn die müssen andere erwirtschaften.
          Da muss der Hebel ran und nicht bei Steuern und Abgaben. Denn diese muss auch einer erwirtschaften.
          Stellen Sie sich vor, Aktiengewinne, Renditen bei Anleihen und Zinsen sind verboten.
          Dann bräuchte es kein Gold.
          Man kann in Industrien investieren, beteiligt sich dann am Gewinn direkt, aber auch am Verlust.
          Der Gewinn muss begrenzt werden auf 2%, der Verlust nicht. Erwirtschaftet die Firma mehr, muss sie es an den Staat abführen oder reinvestieren.
          ( in Arbeitsplätze etwa).
          So in etwa, das würde die Gier schon abkühlen.
          Der Staat sollte sich nicht aus allem heraushalten, und alles privatisieren, sonst braucht man nämlich keinen.

          • @Maruti
            Ich meinte ja auch nur, das man mit EM theoretisch schon bezahlen könnte.
            Wenn Bezahlterminals nicht funktionieren, wird es beim Einkaufen auch im 21. Jahrhundert schwierig. Gold wäre dann überflüssig, wenn es beim Geld eine Gegenpartei gebe, die ein unbegrenzte Schöpfung dieses Druckpapiers durch den Staat verhindert. Und natürlich muss Papiergeld reguliert werden, was sollte die derzeitige Inflation sonst ausgelöst haben. Gold hatte diese Funktion in der Vergangenheit nur, weil es selten und unzerstörbar (nebenbei auch schön) ist. Andere Dinge verbrauchen sich und entfallen damit als Geldregulator. Das der Mensch mit Gier an allem Schuld ist; klar wer sonst. Warum Firmen Gewinne über eine fiktive Summe von 2 % an den Staat zusätzlich abführen sollen, ist sicher gut gedacht, kann aber einer Wirtschaft schaden. Vielleicht brauchen die Unternehmen auch einige Zeit einmal 10 oder 20 %, um in Folgejahren innovative Produkte auf den Markt zu bringen.
            Ob man für max. 2% Gewinn und unbegrenztem Verlustchancen in solche Risikogeschäfte einsteigen soll?

          • Wieso soltten die Vermieter in ihrer „Gier“ nicht die Mieten erhöhen, wenn die Fixkosten und Handwerkerkosten sich in den letzten Monaten verdoppelt haben? Sollen die draufzahlen?

  2. @goldhase
    Das ist es ja eben. Gut gedacht oder gut gemeint ist nur ein anderes Wort für Versagen.
    Ein Staat ist eine Gemeinschaft aller Bürger.
    Und er muss allen Bürgern gerecht dienen.
    Dazu gehört, dass er essentielle Dinge nicht aus der Hand geben darf.
    Infrastruktur, Energie, Polizei und Militär, Gesundheits und Verkehrswesen.
    Private Firmen können ja gute Rendite machen, beim Verkauf von Tulpen, Fussabtretern oder Rollern oder sonst was.
    Aber nicht bei der Energie, oder im Gesundheitswesen.
    Nicht bei lebensnotwendigen Dingen.
    Und schon gar nicht beim Geld.Ein Staat hat die Pflicht, seine Währung inflationsfrei zu halten. Indem er nur das ausgibt, was er einnimmt und nicht ständig von Investition in die Zukunft faselt und letztlich Schuldenmacherei meint.
    Mit Schulden machen wurde noch nie jemand glücklich.
    Muss man wirklich einen Staat zu obigem zwingen, indem man eine Goldwährung installiert ? Im 22. Jahrhundert !

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