Donnerstag,07.Juli 2022
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Gold: Die Krise des Schwarzen Freitag 1869!

Zu allen Zeiten wurde versucht, Gold als Vermögenswert zu kontrollieren und zu manipulieren. Ein Blick auf die Goldpreis-Panik von 1869.

Von Thomas Andrieu

Gold ist für seine Seltenheit und Zuverlässigkeit bekannt. Seine Nützlichkeit hat sich jedoch in den vergangenen Jahrhunderten stetig weiterentwickelt. Das Metall weckt Begehrlichkeiten und dient gleichzeitig auch als Spekulationsobjekt und hat mehrere Paniken an den Märkten erlebt – sei es aufgrund von Crashs oder Kursexplosionen.

Im 19. Jahrhundert sind die Finanzmärkte noch größtenteils unreguliert und manipulative Praktiken sind weit verbreitet. Dies ermöglicht es den beiden Spekulanten Jay Gould und James Fisk 1869 ein umfangreiches Vorhaben zur Manipulation des Goldkurses zu organisieren. Darauf folgt am 24. September 1869 schließlich ein Einbruch des Goldpreises um fast 20 % innerhalb weniger Stunden, von 162 $ auf knapp über 130 $ die Unze.

Der Schwarze Freitag des 24. September 1869

Als Schwarzer Freitag oder Black Friday auf Englisch wird die Goldpreispanik vom 24. September 1869 an der Wall Street bezeichnet. Der Tag blieb als Tag der Panik am Finanzmarkt in Erinnerung und die Regierung setzte sogar Milizen ein, um die Menschenmenge im Zaum zu halten, die sich vor den Banken und Dutzenden Maklerfirmen sammelte, welche damals pleitegingen. Der Ausdruck „schwarz“ wurde seither für zahlreiche Börsenkrachs verwendet, darunter auch für den Schwarzen Donnerstag von 1929.

Die beiden Finanziers, die der Auslöser der Spekulationen waren – Jay Gould und James Fisk – profitierten damals insbesondere vom geheimen Einverständnis des Schwagers von Präsident Ulysses Grant. Durch Mitwissen der Familie des Präsidenten erlangten die beiden Spekulanten Einfluss auf das Staatsgold. Die Staatskasse war zum Dreh- und Angelpunkt geworden, weil die Regierung die Staatsschulden in den Griff bekommen wollte. Um sie zu reduzieren, wurden offizielle Goldbestände im Tausch gegen Staatsanleihen verkauft, wodurch die öffentliche Verschuldung vor Beginn der Krise von 1869 um 50 Millionen Dollar gesenkt werden konnte.

Gold, Goldmarkt, Kontrolle, 1869
James Fisk und Jay Gould planen 1869, wie sie die Kontrolle über den Goldmarkt gewinnen können.

Damals begannen Jay Gould und James Fisk am 1. September im Namen von Butterfield und Corbin Gold im Wert von 1,5 Millionen Dollar zu kaufen. Der Markt ahnte nichts, als der Preis pro Unze bis zum 6. September rasant auf 137 $ anstieg. Am 7. und 8. September gelingt es den beiden Spekulanten nicht, die Welle des Angebots zu bezwingen. Doch obwohl sie angesichts des Verkaufsdrucks fast ihre gesamten Gewinne wieder einbüßen, geben Gould und Fisk ihre Manipulationspläne nicht auf. Ab dem 12. September, während auch Präsident Ulysses Grant vom Verkauf des Staatsgoldes nicht sonderlich begeistert war, bringt Jay Gould den Schatzmeister zum Einstellen der Goldverkäufe. Während er so versucht, den Verkaufsdruck von staatlicher Seite zu verringern, setzt er seine eigenen Käufe fort.

Der Goldpreis steigt daraufhin bis zum 22. September auf 141 $. Am darauffolgenden Tag erfährt Jay Gould, dass Präsident Ulysses Grant ihre Manipulation des Goldpreises durchschaut hat, und dass er den Befehl geben würde, am Freitag, den 24. September wieder staatliche Goldreserven zu verkaufen. An jenem Freitag, den 24., verkaufte die Staatskasse schließlich Gold im Wert von 4 Millionen Dollar und Gould entscheidet sich, sein eigenes Gold in letzter Minute zu verkaufen. Der Goldpreis sinkt noch am selben Tag von 162 $ auf 133 $. Diese Operation hätte Gould einen Gewinn von 12 Millionen Dollar (das 20.000 – 25.000-fache des Durchschnittsgehalts) eingebracht. Der Einbruch des Goldpreises löste eine Panik aus, die unter anderem zu einem Rückgang des Weizenpreises um mehr als 30 % und zu einem bitteren Einkommensverlust für Millionen Farmer des Landes führte.

Gold, Börse, Goldpreis, 1969
Fotografie der Tafel im Handelsraum der New Yorker Goldbörse vom 24. September 1869, die den Einbruch des Goldpreises zeigt.

Die Ursprünge der Gold-Krise

Zu dieser Zeit erreichte das Bevölkerungswachstum des Landes eine der höchsten jemals verzeichneten Raten. 1870 hatten die Vereinigten Staaten 38 Millionen Einwohner. Um Ihnen eine ungefähre Vorstellung zu geben: Das Jahresgehalt eines Zimmerers lag bei etwa 500 $ bis 600 $. Ab 1861 erleben die USA eine schwere politische Krise. Im Sezessionskrieg standen sich die Südstaaten, die hauptsächlich demokratisch regiert wurden und die Sklavenhaltung erlaubten, und die republikanisch geprägten Nordstaaten gegenüber, die die Sklavenhaltung ablehnten. Der Krieg sollte die Staatsausgaben langfristig belasten, welche sich zwischen 1861 und 1865 auf fast 3,4 Milliarden Dollar beliefen.

Die Staatsschulden der USA, die vor dem Sezessionskrieg fast bei null lagen, erhöhen sich dadurch von 65 Millionen Dollar im Jahr 1860 auf 2,8 Milliarden Dollar im Jahr 1866. Aus diesem Grunde wurde 1862 auch das erste Einkommensteuergesetz erlassen. Dies führte zu einer Destabilisierung des Preissystems. Doch wie kann es sein, dass der Goldpreis damals bis auf 162 $ je Unze stieg, wenn er 1971 bei nur 35 $ lag?

Vor dem Krieg hatte die Regierung Silber- und Goldmünzen als Währung benutzt. Doch um den Sezessionskrieg finanzieren zu können, war sie gezwungen sogenannte „grüne Scheine“, die „Greenbacks“ auszugeben, die gegen Gold getauscht werden konnten. Sie dienten ursprünglich der Finanzierung der Staatsausgaben, entwickelten sich aber rasch zur Umlaufwährung und waren nach dem Legal Tender Act von 1962 auch nicht mehr in Gold umtauschbar. Insgesamt wurden fast 400 Millionen Dollar in Form von Greenbacks ausgegeben. Die Inflation erhöhte sich im Zuge dessen von 14 % 1862 auf fast 25 % 1863 und 1864. 1 $ in Gold entsprach damals 1,5 $ in Greenbacks. Dieser Kontext, geprägt durch die volatilen Staatsfinanzen und die Entwertung des Dollars, war die Geburtsstunde der Goldpreisspekulationen.

Jay Gould und James Fisk, zwei hartnäckige Spekulanten

Alles begann mit einer beispiellosen Spekulation, die von Jay Gould und James Fisk organisiert wurde. Jay Gould wurde 1836 geboren und begann seine Laufbahn in einer Gerberei, wo er schnell den Ruf eines Gauners erwarb. 1857 wird er Mitglied des Verwaltungsrates der Eisenbahngesellschaft Erie Railroad, wo er James Fisk und den älteren Spekulanten Daniel Drew kennenlernt. James Fisk ist dagegen nur ein Jahr älter als sein künftiger Komplize Jay Gould. Die drei Direktoren Gould, Fisk und Drew kommen schnell überein, auf diskrete Weise Unternehmensaktien auszugeben und verdienen so mehrere Millionen Dollar, während sie gleichzeitig die Spekulationen des Geschäftsmannes Cornelius Vanderbilt durchkreuzen.

Während des Sezessionskriegs bereichert sich Jay Gould zudem als Baumwollschmuggler. 1880 besitzt er vier Eisenbahngesellschaften, die über ein Schienennetz von insgesamt 16.000 km verfügen. Und 1869 hat er eine umfassende Manipulation des Goldpreises geplant und durchgeführt.

Jay Gould, James Fisk
Jay Gould und James Fisk

Krisen am Gold-Markt – auch heute noch denkbar?

Gold hat zahlreiche weitere Krisen erlebt, darunter auch die berühmte Panik von 1857. Das Schiff SS Central America, welches große Goldmengen zu den New Yorker Banken transportieren sollte, war damals einer der Auslöser der Krise. Die entscheidende Rolle, die Gold im 19. Jahrhundert gespielt hat, zeigt auf, wann das Edelmetall unterschiedliche Verwendungszwecke bekam. Die meisten bekannten Krisen am Goldmarkt, einschließlich der letzten 1971, sind das Ergebnis unglücklicher Regierungsentscheidungen.

Die Debatte um den freien Handel mit Gold ist daher für Investoren von zentraler Bedeutung, da der freie Handel eine gewisse Sicherheit bieten kann. Das Goldverbot und die Konfiszierung des Edelmetalls 1933 unter Roosevelt haben sich ins Gedächtnis der amerikanischen Goldbesitzer eingebrannt und spiegeln sich im Misstrauen wider, mit dem zentralisierte Goldmärkte betrachtet werden. Die Krise von 1869 bleibt in jedem Fall ein bedeutendes Ereignis im Amerika des 19. Jahrhunderts und kündigte zu einem gewissen Grad bereits die Krise am Silbermarkt an, die 1873 folgen sollte.

Quelle: GoldBroker.com

THOMAS ANDRIEU ist Autor und Mitautor einer Vielzahl von Büchern sowie aktiver Redakteur für verschiedene Wirtschafts- und Finanzmedien (Cafedelabourse, Cointribune, Youtrading, etc.). Als Verfechter der wirtschaftlichen Freiheiten setzt er seine wissenschaftlichen und persönlichen Studien parallel zu seinen Veröffentlichungen und Überlegungen fort. Als Autor eines Buches über Gold („L’or et l’argent“, 2021, JDH Éditions) ist er ein Kenner der zyklischen Ansätze in Wirtschaft und Finanzen und beruft sich auf Pioniere in diesem Bereich (William Jevons, Ragnar Frisch, Schumpeter, Martin Armstrong usw.).

Hinweis: Meinungen oder Empfehlungen im Rahmen von Gastbeiträgen geben die Einschätzung des jeweiligen Verfassers wieder und stellen nicht notwendigerweise die Meinung von Goldreporter dar.

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13 Kommentare

  1. Der Artkiel erinnert mich gerade an die aktuelle Situation im Cryptomarkt bei Bitcoin. Auch hier wird gerade massiv der Preis nach unten manipuliert und einige Lawinen künstlich ins rollen gebracht (TerraLuna, Celsius..)- Michael Saylor von MicroStrategie steht besonders aktuell unter Druck. Aber ich glaube dennoch, dass auch Bitcoin diese ganze Sache überstehen wird u. dann wirklich dann ist der Weg frei für Preise über 100k. Wobei man nicht mehr in USD rechnen sollte denn dieser ist so oder so bald Geschichte und der Euro erst recht! Es ist alles nur noch ein rauszögern! Gold, Silber u. Bitcoin werden uns retten glaubt daran auch wenn es aktuell bei BTC nicht so aussieht aber der Moment wird kommen u. BTC stärker machen als jemals zuvor!

    • @F.S.
      Die zentrale Botschaft in dem Bericht ist doch folgende: „Im 19. Jahrhundert sind die Finanzmärkte noch größtenteils unreguliert und manipulative Praktiken sind weit verbreitet.“ Genau darum geht es: Finanzmarktregulierung. Auch wenn das die marktradikale Rechte, die den Räuberbanden ausgerechnet mit immer mehr Freiheiten zu Leibe rücken will, aus ideologischen Gründen nicht verstehen will.
      Werter F.S., nur für die Kryptos sieht es schlecht aus, da wird allenthalben davon ausgegangen, das selbst eine durchgreifende Regulierung die Selbstzerstörung nicht mehr aufhalten kann. Leider.
      Ansonsten schwankt die Finanzbranche zwischen Einsicht und Druck von Aussen.
      https://www.institutional-money.com/news/regulierung/headline/esg-daten-bvi-fordert-strengere-vorschriften-216507/
      Neue Regeln fürs Kapital (Basel III, Solvency ll)? Bin da aus guten Gründen skeptisch.
      https://www.faz.net/aktuell/finanzen/finanzmarkt/wie-man-den-finanzmarkt-staerker-belasten-will-18100750.html

      • @christian
        Wenn das schon die marktradikale Rechte zu Wege bringt, möchte ich nicht wissen, was die marktradikale Linke tut. Putin, der Prototyp einer marktradikalen Linken , beweist es gerade.
        Ob allerdings der Bitcoin, welcher durchaus marktradikal Links ist, untergeht, möchte ich bezweifeln, gibt es doch noch genügend Linke, welche ihn hofieren. Eigentlich müsste die Linke diesen geradezu verehren.Ist er doch genau das, was sie wollen. Geld der Völker und Massen, ohne kapitalistische Kontrolle einzelner.
        Irgendwie verstehe ich die Linke nicht. Man schenkt ihnen quasi ein Instrument gegen den Kapitalismus und sie wollen ihn nicht.

        • @Maruti
          Die Erklärung ist m.E. ganz einfach.
          Frage: gibt es wirklich „Linke“ Politiker noch ?
          Ich sehe von sehr wenigen Ausnahmen abgesehen nur noch bezahlte Marionetten.
          Egal in welcher Farbe.
          Unterschiedlich sind nur die Milliardäre und Lobbygruppen, die dahinter stehen und die Fäden ziehen.
          Für die echten Menschen interessieren die sich NULL.
          Es geht um die eigene Karriere und den nächsten „Spenden“-Scheck.
          Und das gut bezahlte Pöstchen nach der Politik.

          Und nur noch darum.

          Als schon lange hier tätiger Forist kennen Sie ja die Lebensgeschichte von Pumuckl und Meister Eder: wir stammen beide aus der Sozialbauplatte in wenig schönen Wohngegenden. Alle 4 Eltern einfache „Arbeiterklasse“.
          Wir haben mit BAFöG und Nebenjobs das Studium finanziert und es dorthin geschafft, wo wir heute sind. Von recht weit unten in das obere eine Prozent.
          Aber von 1960 bis 1980 gab es noch Politiker und Gewerkschaftler, die sich um die „normalen“ Leute gekümmert haben.
          Heute würde die Geschichte anders laufen, oder noch viel mehr Kraft benötigen.

          Und heute ?
          Es gibt kaum noch Sozialwohnungen, Die (rot-grün-regierte) Stadt München verkauft eigene Grundstücke meistbietend an Bauträger (die dann Wohnungen für über 10.000 Euro je qm drauf bauen) , statt mit eigenen Wohnungsunternehmen Sozialwohnungen zu schaffen. Aber für jeden anderen absurden Blödsinn ist Geld da.

          Die Inflation galoppiert und was hören wir von der Regierung ?
          Lebensmittel sind noch zu billig (Özdemir) und Energie soll gefälligst noch teurer werden, wegen CO2-Verringerung.
          Und 16 Grad in der Wohnung sollen dem armen Volk reichen.
          Immerhin ist unendlich viel Geld für den Einkauf bei US-Rüstungskonzernen übrig.
          Die SPD-Führung und der Kanzler schweigen.
          Das Volk ist egal.

          Was heute SPD/Grüne machen, dafür hätte sich vor 30 Jahren jeder FDP-Politiker in Grund und Boden geschämt und wäre mit Schimpf und Schande vertrieben worden.
          Über die heutigen Gewerkschaften lohnt es sich keine einzige Zeile zu schreiben.

          Und da sind wir wieder beim Thema: solchen Marionetten das hart verdiente Geld anvertrauen ?
          Never ever !
          Edelmetall ist „Alternativlos“.

    • @fs
      Nun ja, hier würden so manche schreien: Aluhut, Verschwörungs Geschwurbel. Ich nicht.
      Natürlich wird auch der Bitcoin in den Fokus der Währungshüter rücken. Man hätte eben den Bitcoin nicht an die Börse bringen sollen und nicht als inflationsgesicherte Währung bewerben.
      Dafür ist es zu spät. Es könnte durchaus sein, dass er komplett verwindet und man sagt, Bitcoin ? Was war das nochmals ?
      Eines ist sicher, er bringt keine Zinsen und Essen kann man ihn auch nicht. Er vergeudet massiv kostbare Energie durch das mining.
      Trotzdem, er war gut gemeint, aber wurde schlecht umgesetzt. Das hätte man vorher wissen müssen, bevor man in die Schlacht gegen alle Notenbanken und Regierungen zieht.
      Wie man sieht, gibt es die Goldkriege schon seit 1869 und früher. Doch Gold hat alle überstanden und wurde immer stärker.
      Warum glauben Sie, dass nun wirklich fast alle Notenbanken der Erde Gold vorhalten und keinen Bitcoin, kein Silber, keine Diamanten, kein Palladium oder Osmium oder Iridium……Von Aktien ganz zu schweigen. Allenfalls noch Devisen und Bonds in Dollar, Pfund oder Jen und ein paar Euro Bonds.

  2. Bitcoin ist u. bleibt spekulatives Mausklick-Fiat-Geld ohne intrinsischen Wert – analog zum übrigen Betrugsgeldsystem, das systembedingt implodieren muß, wie ausnahmslos immer in der Geschichte.

    • @condor
      Implodieren tut das Fiat Money jetzt schon.
      Es ist eben ungeeignet zum Sparen und Anlegen.
      Eigentlich war es von Anfang an nie dazu gedacht.
      Es ist ein Tauschmittel, zum baldigen Verzehr.
      Letztlich kann es einem doch egal sein, wenn der Wert um das 10 fache sinkt, aber das Einkommen um das 11 fache steigt. Es kommt nur auf das Einkommen an. Meistens sorgen schon Gewerkschaften und Streiks dafür.
      Nur, Sparen sollte man mit diesem Fiat Geld nicht.
      Man sollte seinen Sparanteil schleunigst tauschen.
      In wertstabile Anlagen. Meint der eine es seien Aktien, ein anderer Bitcoin und ein dritter Gold, sei es drum.
      Ich meine, Gold ist von allem am sorgenfreiesten.
      Man tauscht es ein, wirft es in die Truhe und braucht sich jahrzehnte lang nicht mehr darum kümmern.
      Ein Aktiendepot muss man pflegen, wie Immobilien auch und ebenso den Bitcoin. Und das kostet, am allermeisten Nerven und Schlaf.
      Gold ist ungemein beruhigend, gerade in solchen Zeiten.

    • Leider haben sie den Bitcoin nicht verstanden, ich empfehle Ihnen den Bitcoin Standard als Literatur zu lesen, bevor sie solche unqualifizierten Aussagen hier schreiben.

      • @coinbug

        Ich habe Bitcoin auch nicht verstanden, da gibt es glaube ich auch gar nichts zu verstehen. Da braucht man kein Buch, nur gesunden Menschenverstand. Ich würde eher in Tulpenzwiebeln investieren als in Bitcoin.

        Wie kann man soviel Fiat in einen Datenstring investieren, wo kein Mensch weiß wer das System kontrolliert? Wie kann man soviel Fiat in einen Datenstring investieren, der darauf angewiesen ist, daß eine Unmenge Strom fließt?

        Mit anderen Worten, der sogenannte Vermögenswert produziert laufende horrende Energiekosten. Das ganze Ding ist vollkommen schwachsinnig. Wann die Menschen es begreifen kann ich nicht sagen, die Erkenntnis wird sich aber irgendwann durchsetzen, da bin ich mir ganz sicher.

      • @Coinbug
        ich hätte da 2 Fragen an den „BTC-Profi“:
        1.) Wie hoch sehen Sie das Risiko staatlicher Eingriffe bis hin zum Verbot, spätestens an dem Zeitpunkt, an dem die Notenbanken mit eigenen CBDC kommen (womit zumindest ich in den nächsten 3 Jahren rechne) ?
        Die Ausreden können wir uns ja schon denken: Geldwäsche, Steuerhinterziehung, Finanzierung krimineller Aktionen etc.
        Die gleichen Lügen, die zu den Barkaufgrenzen bei Gold geführt haben.

        2.) Wie hoch schätzen Sie das Risiko ein, von einer komplexen und fremdsteuerbaren Infrastruktur abhängig zu sein ?
        Die ja aufgrund der Abhängigkeit vom immer fragiler werdenden Stromnetz risikobehafteter wird.

        Die Fragen sind rein sachlich gemeint.
        Ich sehe z.B. in der Theorie den praktischen Vorteil von BTC, ihn quasi als „Fluchtwährung“ besser durch den Zoll/über irgendwelche Grenzen zu bekommen, als z.B. Goldbarren.
        Andererseits gibt es ja schon Länder wie China, die mein Handy bei der Einreise und an Kontrollpunkten auslesen.

        Wir haben ja alle ein gemeinsames Ziel: unser hart erarbeitetes (und schon zigfach versteuertes) Geld vor kriminellen Dummköpfen zu retten.
        Und das wird immer schwieriger.

  3. Interessant!
    Ein Handwerker verdiente 550 $ Jahresgehalt und eine Unze kostete 130$.
    Demnach wäre Gold momentan vergleichsweise günstig.
    Dennoch sollte man aber auch die Goldmengen vergleichen.
    Damals gab es ja nur einen Bruchteil der heutigen Goldmenge.
    Aber dafür auch ein vielfaches der Bevölkerung.
    Wie auch immer…

    • @Fritzthecat Interessant ist auch, zumindest für mich:

      Die Bude die wir bewohnen wurde im Jahr 1966 für rd. 1.230 Unzen Gold (damaliger Goldpreis) von der Neuen Heimat an die derzeitigen Käufer veräußert. Zum heutigen Goldpreis müsste man beim aktuellen Immobilienpreis lediglich 260 Unzen für unsere Bude auf den Tisch legen.

  4. ich sehe bei BTC nicht vor Nachteile und durchaus einige Vorteile gegenüber physischem Gold. Klar Gold ist und bleibt Gold von der Natur limitiert u. nicht durch einen Menschen erschaffen wie bei BTC das macht es einzigartig. Auch klar ist im Weltall wird es noch viel Geldvorkommen geben aber dies abzubauen bedeutet auch massive Energie, Zeit u. Kosten u. sicher nicht zu den aktuellen Preisen. Allerdings weis man das bei BTC die Menge limitiert ist u. nicht mehr beliebig erweiterbar ist wie bei den ganzen anderen Shitcoins von welchen ich absolut strickt abrate. Ich denke als Depotbeimischung von 10-20 % kann man es auch als Goldbug sich mal antun u. sich mit dem technischen auseinander setzen denn die Paralleln zu Gold sind definitiv vorhanden nur eben auf digitaler Form. ich rechne dennoch das sich die zukünftigen Kurse weit über 100k usd bewegen werden. Gold sehe ich mittel bis lang im Bereich 2,5 bis 5,0 k usd.

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