Freitag,20.Mai 2022
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Gold, eine Versicherung gegen geldpolitische Fehler der Fed

Die Investoren, die physisches Gold bei diesem Preisniveau kaufen, schließen eine Versicherung gegen das Risiko eines geldpolitischen Fehlers der Fed ab.

Von Laurent Maurel

Der europäische Erzeugerpreisindex ist im Monat März um 36,8% gestiegen und liegt damit deutlich über dem Erzeugerpreisindex in Großbritannien:Der europäische Erzeugerpreisindex ist im Monat März um 36,8% gestiegen und liegt damit deutlich über dem Erzeugerpreisindex in Großbritannien:Der europäische Erzeugerpreisindex ist im Monat März um 36,8% gestiegen und liegt damit deutlich über dem Erzeugerpreisindex in Großbritannien:

Gold, Erzeugerpreise

Die überraschende Fortsetzung des steilen Aufwärtstrends dieser Inflationszahlen bereitet uns auf einen explosiven Anstieg der europäischen Verbraucherpreise in den kommenden Wochen vor. Die Versuche zur Preiskontrolle werden zunehmen und mit ihnen das Risiko von Knappheiten. Wird eine Übertragung dieser Preiserhöhungen, die heute von den Erzeugern getragen werden, auf die Verbraucher und das Lohnniveau verhindert, besteht die Gefahr, dass sich das bereits stark angespannte soziale Klima auf dem gesamten europäischen Kontinent weiter verschlechtert.

Die Inflation, die von so vielen Ökonomen als vorübergehend betrachtet wurde, beschleunigt sich. In dieser Woche setzt der Aluminiumpreis zum Höhenflug an:

Seit Jahresbeginn hat sich Mehl um 36% verteuert, Milch um 35% und Mais um 34%, während der Ölpreis seit fast eineinhalb Monaten bei mehr als $100 liegt.

Der Benzinpreis steigt, doch Diesel bricht an der Tankstelle alle Rekorde:

Diesel, Preis, Chart

Die Unterbrechung der Produktionskette in China ist zusammen mit der Explosion des Dieselpreises eine Bedrohung für den gesamten Straßenverkehr in Europa und in den Vereinigten Staaten.

Auf der anderen Seite hat die Verlagerung der europäischen Nachfrage von russischem Erdgas hin zu amerikanischem Flüssiggas zur Explosion der Erdgaspreise in den USA geführt. Anfang Mai katapultiert ein Anstieg um 8% innerhalb eines einzigen Tages den amerikanischen Gaspreis auf seinen höchsten Stand seit 2008.

In den USA wirkt sich die Inflation bereits deutlich auf das Lohnniveau aus. Die durchschnittlichen Lohnkosten erhöhen sich in diesem Monat überraschend: Der Index für Beschäftigungskosten verzeichnet seinen höchsten Wert seit 1995.

4,5 Millionen US-Amerikaner haben ihre Arbeit auf der Suche nach einem höheren Gehalt bereits gekündigt. Die Differenz zwischen der Zahl offener Stellen und der Anzahl der Arbeitssuchenden vergrößert sich immer weiter. In den USA gibt es mittlerweile mehr als 5,6 Millionen nicht besetzte Stellen, was den Aufwärtsdruck auf die Löhne weiter verstärkt.

Diese Spannungen am Arbeitsmarkt erreichen nun auch in Deutschland, wo der Index für den Lohndruck seinen höchsten Stand seit 1992 verzeichnet:

Diese Ausweitung der Inflation hat die Fed dazu veranlasst, ihren Leitzins um 0,5% anzuheben – trotz des Rezessionsrisikos, das diese radikale Entscheidung birgt.

Die amerikanischen Verbraucher haben diesen Preisschock relativ gut weggesteckt, denn die Kreditbedingungen sind günstig geblieben. Trotz der höheren Preise für Neuwagen bieten die Autohändler beispielsweise weiterhin die Möglichkeit einer 0-%-Finanzierung ohne Eigenkapital, wodurch die Nachfrage gestützt wurde. Die Kreditbedingungen sind eine entscheidende Variable für den Konsum in den Vereinigten Staaten. Einige Beobachter erwarten einen Rückgang der Nachfrage, wenn sich die günstigen Finanzierungsbedingungen ändern. Steigende Preise dämpfen die Nachfrage, aber eine Erhöhung der Zinsen könnte für die amerikanische Nachfrage noch schädlicher sein.

Die Inflation hat bereits zu einem heftigen Einbruch der Kaufkraft in den USA geführt:

Die Amerikaner kürzen ihre Ausgaben. Der Freizeitsektor ist davon logischerweise zuerst betroffen:

Die Zinsanhebungen kommen nun also zu einem Zeitpunkt, an dem die Folgen der Inflation beginnen, das Konsumniveau in den USA zu beeinträchtigen. Das Timing der Fed hätte nicht schlechter gewählt sein können. Die Verzögerung, mit der die Zinsschritte beschlossen wurden, wird einen sehr hohen Preis haben.

Die steigenden Zinsen bedrohen mittlerweile auch andere Wirtschaftszweige in den USA, beispielsweise den Wohnimmobiliensektor.

Die 30-jährigen Hypothekenzinsen haben sich bereits explosionsartig erhöht und liegen mit 5,3% so hoch wie schon seit 2010 nicht mehr:

Der Index, der den Zugang zu Wohneigentum misst, ist innerhalb weniger Wochen eingebrochen und auf seinen niedrigsten Stand seit 2008 gefallen:

In einem Umfeld, in dem die Refinanzierung von Hypotheken nun unmöglich geworden ist, drohen die neuen Kreditbedingungen, die durch den Kurswechsel der Fed herbeigeführt wurden, die Nachfrage im Immobiliensektor zu zerstören, der der Inflation bislang widerstanden hatte.

Auf der anderen Seite führt der Aufwärtstrend der Zinsen zu einem Wiederanstieg (fast so heftig wie 2020) der europäischen Anleiherenditen auf „Investment Grade“ Bonds, die nun den Höchststand überschreiten, den sie während der Pandemie erreicht hatten.

Wenn die Zinsen weiter steigen, droht in Europa und in den Vereinigten Staaten eine schwere Rezession.

Der Nachfragerückgang, den eine mögliche Rezession mit sich bringen würde, könnte auch die Rohstoffpreise wieder sinken lassen – vorausgesetzt, dass der Umfang des Angebots mit früheren Phasen wirtschaftlicher Abkühlung vergleichbar bleibt.

Auch die chinesische Nachfrage wird das Angebot beeinflussen, sobald die Ausgangsbeschränkungen aufgehoben wurden. Die Blockade in China stellt in diesem Sommer ein Risiko für die globale Wirtschaftsaktivitäten dar. Andererseits wird sich die chinesische Nachfrage im Laufe des Sommers mit Sicherheit wieder erholen, wie die neuen Kreditanträge bezeugen, die sich innerhalb der letzten 3 Monate auf über 1 Billion Dollar beliefen – ein historischer Wert. Die chinesischen Konsumenten verhalten sich während der Ausgangssperre genauso wie die Bewohner westlicher Staaten: Sitzend auf ihren Sofas bereiten Sie ihre zukünftigen Käufe vor.

Angesichts der sinkenden Bestände deutet nichts darauf hin, dass die Rohstoffpreise deutlich nachgeben werden. Selbst falls die Nachfrage abnimmt, wird das schwache Angebot die Preise diktieren.

Vor dem Hintergrund der sich tagtäglich ändernden geopolitischen Rahmenbedingungen wird sich das Angebot nicht sobald erhöhen. Der globalisierte Handel weicht nach und nach einem merkantilistischen System, in dem Zollschranken, Embargos und protektionistische Maßnahmen den Handel einschränken. Der Zugang zu Ressourcen wird daher logischerweise immer komplizierter und die Spannungen auf Seiten des Angebots nehmen zu.

In diesem Umfeld findet Gold bei jedem Rücksetzer – so gering diese auch sein mögen -ganz selbstverständlich seine Käufer. Die Investoren, die physisches Gold bei diesem Preisniveau kaufen, schließen eine Versicherung gegen das Risiko eines geldpolitischen Fehlers der Fed ab.

Quelle: Goldbroker

LAURENT MAUREL in Edelmetall- und Bergbauanalyst. Als ausgebildeter Ingenieur arbeitete er in verschiedenen Sektoren (Telekommunikation, Softwaretechnik, Astrophysik …) in Kanada, den Vereinigten Staaten, Deutschland und Frankreich.

Hinweis: Meinungen oder Empfehlungen im Rahmen von Gastbeiträgen geben die Einschätzung des jeweiligen Verfassers wieder und stellen nicht notwendigerweise die Meinung von Goldreporter dar.

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22 Kommentare

  1. Eine absolut richtige, aber dennoch traurige Erkenntnis.
    Denn diesen, so grossen Notenbanken sollten bei all den Ressourcen, welche ihnen zu Verfügung stehen
    ( hunderte Mitarbeiter, Finanzmathematiker, Ökonomen, Wissenschaftler aller Ebenen und mittlerweile auch Quantencomputer neben anderen Gross Rechneranlagen), Fehler nicht all zu oft passieren.
    Und doch geschieht es. Menschlich, auch technisch durch Rechenfehler der Computer.
    Und genau aus solchen Gründen, weil eben auch bei Notenbanken oder Regierungen ein GAU eintreten kann, beabsichtigt, wie in Russland oder fahrlässig wie zuletzt in Deutschland mit der Gasversorgung – alle Eier in einem Korb- müssen wir Gold als Ultima Ratio im Hintergrund halten.
    Leider, koste es, was es wolle.
    Daran hat sich die letzten 5.000 Jahre leider nichts geändert.

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  3. „Die Investoren, die physisches Gold bei diesem Preisniveau kaufen, schließen eine Versicherung gegen das Risiko eines geldpolitischen Fehlers der Fed ab.“

    physisches Gold ist nicht nur eine Versicherung es schützt auch vor Enteignung und vor Währungsreformen sofern man das Gold gut versteckt hat .

  4. Diesel schon wieder 2,20€.
    Wir sind auf dem Weg ein
    A r m e n h a u s
    zu werden. Der bleiche Lateinlehrer liegt mit
    seinem Lastenfahrrad gar nicht so schlecht.
    Meine 25 jährige Benzinkutsche wird nächsten Monat verschrottet.14 Autos hatte ich in meinem
    Leben, nun ist Schluss.
    Goldi liegt wie immer richtig, nur meine EM kann
    ich nicht essen und meine getrockneten Kidneybohnen
    sind weggehamstert.
    Einstein hatte Recht: Es ist alles relativ zu sehen;
    wer kein Essen hat, der braucht auch kein
    weggehamstertes Klopapier.

  5. Immer wieder in den Medien die Abwiegler Nachrichten:
    Diesmal: Russland stimmt UNO bei Friedensgesprächen zu: Aufatmen bei den Aktionären. ( merken die eigentlich noch immer nicht, dass man sie an der Nase
    herumführt ?).
    Dann, Russland bindet den Rubel an Gold und senkt die Zinsen um 3% !. Es kauft aber Gold zu den Comexpreisen ein.
    Aufatmen bei den Aktionären.
    So nebenbei könnten die Comex Handler versucht sein, Gold billiger zu machen und damit den Rubel wieder zu schwächen. Wieder Aufatmen bei den Aktionären.
    Daraus folgt, laut Medien, Aktionäre, auch die von Heckler und Koch, dürfen immer aufatmen.
    Aktionäre der Goldminen jedoch, die sollten sich schleunigst von diesen trennen, denn Gold und Silber werden spottbillig, so die Medien.
    Übrigens liegt der Ankaufspreis ( will man selbigen verkaufen) einer Maple Silbermünze jetzt bei 22 Euro. Vor 10 Jahren konnte man selbigen um
    26 Euro einkaufen. Will man selbigen heute einkaufen, kostet der 32 Euro mit Steuer, damals 26 Euro noch ohne Steuer. Ob da die Inflation noch eine Rolle spielt ?
    Man sieht, lukrativ wird auch Silber nicht gehalten.
    Bei Aktien, so man die richtigen hält ( aber wer hat, ausser den Banken selbst) schon die richtigen, sieht es anders aus.
    Da bei diesen eben nur die Banken Gewinne machen, private Investoren nahezu alle nur Verluste, das wird natürlich in den Medien nicht angesprochen. Auch das nicht grossartig, wie es um Dividenden steht. Solche muss man zurückzahlen, wenn das Unternehmen pleite geht.
    ( Siehe Wirecard).
    Man sollte auf Nummer sicher gehen und die Zinsen oder Renditen sausen lassen. Gold und Cash ist sicherer.
    Ein Weekend zum Nachdenken.

    • @Maruti
      Besten Dank für die so hilf und lernreichen Kommentare und dessen stetiger Einschätzungen die ich und sicher auch viele andere GR Leser, ästimieren. Wünsche einen schönen Abend. KONDOR Zürich
      Übrigens,
      Ebenfalls vermisse ich auch @Stillhalter

      • @Kondor
        Echt jetzt? Mein Problem ist, dass ich überhaupt nicht verstehe, was er sagen will. Ich muss es immer dreimal lesen, bevor ich da einen Sinn entdecke! Das ist mir viel zu viel Geschwurbel;).
        Aber das liegt bestimmt an mir!

        • @christian
          In einfachen Worten:
          Aktien sind für durchschnittliche Anleger zu teuer, zu riskant und weit überbewertet.
          Aktien sind für Banken.
          Gold und Cash sind für Kleinanleger, wie wir.
          Warum:
          Weil Grossbanken Aktien den Kleinanlegern erst schmackhaft machen, damit man diese nachher umso besser abzocken kann. ( Man nennt so etwas auch Casino oder Spielhöllen-Gebaren).
          Gold und Cash wird dem Anleger versucht zu verleiden, aber so dieser ein Gehirn hat, wird er jenes durchschauen und kann entsprechend handeln.
          Mir ist allerdings unklar, wieso gerade Sie das nicht verstehen wollen und mit dem neudeutschen nichtssagenden Wort
          „Geschwurbel“ ankommen.

  6. Inflation“: in der Türkei bereits bei über 70 %, (hier mehr;)
    in Argentinien bei über 50 %, bei uns (schöngerechnet ! ) 7,4 %, weiter steigend.
    Die großen Supermärkte kündigen bereits Preissteigerungen von über 60 % an, (siehe hier.)

    “Humor ist der Knopf, der verhindert, dass uns langsam der Kragen platzt.“

    Ein Mann sieht im Schaufenster eine Lampe für fünfzehn Euro.
    Als er im Geschäft nachfragt, kostet sie 17 Euro, an der
    Kasse dann schon 21. Beim Rausgehen freut er sich über
    seinen exzellenten Deal, denn da kostet die Lampe bereits 25 Euro.“

    ✌(༼•!•༽)✌

    • @klapperschlange
      Natürlich nutzen die Händler jedes Argument zur Preissteigerung und Gewinn Erhöhung.
      Ob Corona oder Ukraine, ob Fussball oder Pfingsten.
      Oder den berühmten Sack Reis, welcher in China umgefallen oder dass Fidel Castros Feuerzeug kein Benzin mehr hat.
      Würden wir genau so machen und machen auch die Gewerkschaften so, wenn es um mehr Lohn für Lockführer, Beamte oder den öffentlichen Dienst geht.
      Dagegen hilft nur eines: Massive Konkurrenz und strenge
      Kartell Kontrollen.
      Ich hoffe, man tut das auch.
      Und was kann der Einzelne tun ?
      Konsum Verweigerung auf allen Ebenen.
      Ein wenig Mangelwirtschaft spielen und nichts kaufen.
      Stell Dir vor, die Supermärkte sind voll Waren und keiner geht hin. Und wenn, nur Sonderangebote mitnehmen.
      Wir, das Volk, können durchaus mit den Füssen abstimmen. Man muss nur wollen, statt zu jammern.

      • Werter Maruti,
        die breite Masse ist viel zu oberflächlich und ignorant und sie glaubt grundsätzlich, dass immer andere für ihr Wohlergehen verantwortlich sind.
        Der einzige der Verantwortung in diesem Lande hat, ist der klein und mittelständische Unternehmer, alle anderen lehnen sich entspannt zurück und harren der Dinge, die da kommen!
        Gott sei Dank, konnte ich mich eigenständig in den Ruhestand versetzen, denn das verantwortungslose Treiben manches Mitarbeiters hätte mich ansonsten absehbar ins Irrenhaus gebracht!

    • @Klapperschlange
      Das ist ein Zitat aus der Tagesschau (Original) und Übernahme in die Goldseiten. Vor dem Hintergrund , das uns hier gesagt wird, wie gut es uns noch geht, suche ich Humor immer noch. Das ist bestenfalls Schwarzer Humor.
      Sie werden das aber vermutlich besser einordnen können.

      • @Goldhase

        Das „Humor-Zitat“ kann man in der Tat „Joachim Ringelnatz“ zuordnen.

        . . . und wenn ich (notgedrungen) zur nächsten Tankstelle fahren muß
        (vorher habe ich die Spritpreise mit der „Clever Tanken-App“ verglichen),
        stelle ich fest, daß die Spritpreise in der letzten 1/2 Stunde um 4 Ct.
        angehoben wurden.
        ☭ ☭ ☭

        • @Klapperschlange
          Ich dachte mehr an den Witz unter dem Zitat. Ansonsten bin ich bei Ihnen.
          Die Schockstarre an der Tankstelle erlebte ich eben selbst. Bei fast 2,2 Euro E5 gehen wir
          stramm auf argentinische Verhältnisse, dem der Witz zugeordnet wurde, weil die Menschen
          dort mit einer Inflation von 50% klarkommen müssen. Wir haben in D somit Luft nach oben.

        • @Christian
          Doch nicht gleich die rechte Keule auspacken, nur weil der andere Ihren Humor nicht teilt.
          Kann es sein, das Sie etwas zu Übertreibungen neigen?

  7. Zu Zeiten unseres Meisenkaisers gab es einen
    Goldstandart mit ca. 1/3 echter Golddeckung.
    Dies hat von 71 bis 1914 gut funktioniert.
    Keine Inflation, eher Deflation und wie Phoenix aus der Asche eine neue Macht, Deutschland.
    Und die Welt hat nur so geglotzt.
    Bretton Woods mit Keynes als Superberater hat nur den USA gedient. Ein echter Goldstandart war dies natürlich nicht.
    Der nun kommende Reset wird wohl eine
    Verbindung zu Gold haben, aber nur
    um das Volk wieder zu täuschen und zu rasieren.
    Genauso wie es die Römer gemacht haben und im Mittelalter die unterwürfigen Ritter von
    ihren Landesherren mit beschnittenen Silberbrakteaten über den Tisch gezogen wurden.
    Kauft EM, ich rechne mit einer baldigen Mehrwertbesteuerung und einer Bargeldobergrenze.
    Schön wäre es, wenn der geniale Songwriter
    Mal wieder eine Anekdote abliefern würde.

    • @Donaustreuner
      Klar, das kann man machen. Man könnte aber statt Gold auch Silber nehmen oder Osmium, das seltenste Metall der Welt oder Kaurimuscheln oder ähnliches.
      Das nützt aber nichts, da man selbiges an Papier, sprich, an papierenen Vertrag binden muss. Und jeder Vertrag kann jederzeit gebrochen werden, vom Stärkeren meistens. Siehe Russland zur Zeit.
      Das bringt uns nicht weiter. Denn solches, ein Gold Devisen Standard ( ein Goldstandard selbst ist heute unmöglich) bräuchte eine übergeordnete Kontroll- Institution mit nahezu göttlicher Weisheit und Voraussicht gesegnet. Kennen Sie eine solche ?
      Besser wäre so eine Art Bitcoin, nicht dieser Bitcoin.
      So eine Art. Dezentralisiert, ohne Banken und Politiker und weltweit anerkannt. Und nur ein Supercomputer führt Regie. Emotionslos, Mitleidlos und unbarmherzig.
      Das ginge. Nur, was passiert dann mit den weniger breiten Schultern , auch sozial Schwachen genannt ?
      Nun, die verhungern, gehen zugrunde und übrig bleiben die Starken, Schönen und Reichen.
      Darwinsche Selektion wie in der Tierwelt.
      Sicher, das ginge.
      Nur, wer will das, mit allen Konsequenzen ?

  8. @ Maruti
    Geld muss privat ausgegeben werden und ohne Kontrolle einer Behörde sein.
    Es gab den Chiemgauer und hier hatten wir
    den Donautaler. Hat alles nicht funktioniert, denn die Lemminge glauben dem Geschwafel von
    der Christine.
    Wir hatten hier Ende des 18. Jahrhunderts den
    Maria Theresia Thaler aus Silber, da gab’s keine
    Probleme. Den kannte jeder, sogar in Afrika
    konnte man damit einkaufen. Wir haben damals
    zu Vorderösterreich gehört und alle waren selig.
    Dann kam leider der Korse.
    Gedankenspielerei für eine bessere Zukunft
    gibt’s im Buch von Daniel Eckert:
    ALLES GOLD DER WELT.(Die Alternative zu unserem maroden Geldsystem) Finanzbuchverlag.

    • @Donaustreuner
      Das ist alles sehr richtig. Das eine aber verschwand wieder in der Versenkung, das andere, der Thaler, ja, das geht schon. Ich habe jahrelang mit dem Krügerrand so manches bezahlt.
      Doch ehrlich, wer will schon seine Taschen mit dem schweren Metall ausbeulen, noch dazu auf Reisen ?
      Heute benutzt man den Flieger, eine bequeme Bahn, Internet überall und Schecks oder Kreditkarte.
      Die Pferdekutsche hat ausgedient, auch finanziell.
      Stellen Sie sich vor, Sie wollen als Unternehmen etwas kaufen oder verkaufen und reisen dann mit den entsprechenden Thalern nach Japan um 2.000 Fahrzeuge zu kaufen.
      Aus eben solchen Gründen kam man schon vor 300 Jahren auf die Idee, eine Art Bankensystem zu erschaffen. Und so konnte der Käufer nur mit einem Stück Papier, für jeden Räuber wertlos, reisen.
      Nach Erfindung des Telegraphen brauchte man nicht mal das, ein Ausweis, Siegel und Codewort genügte.
      Nein, Donaustreuner, das Rad der Geschichte dreht sich nicht zurück, vorerst nicht. Höchstens nach einem globalen Atomkrieg.
      Dennoch, Sie haben recht. Für private Käufer im kleinen Bereich reicht Bargeld oder auch ein paar Silberlinge für Lidl oder Penny. Aber ich bin sicher, Sie wären der einzige, welcher so bezahlt. Auch an der Donau.

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  10. „Staatsanleihen“, – der garantiert „sichere Hafen !?“

    WC: „wohl kaum“!

    Lokus Focus“ „schwurbelte“ im Juli 2020:

    „Wert in 3 Jahren fast verdoppelt –
    Besser als Dax und S&P 500! Österreichs 100-jährige Anleihe macht Anleger reich“,

    (siehe hier:)

    Und jetzt? – 3 9 %
    Wegen steigender Zinsen und galoppierender Inflation macht die
    100-jährige österr. Staatsanleihe die Anleger wahrscheinlich mehr als arm . . .

    https://www.finanzen.net/anleihen/a19pcg-oesterreich-anleihe

      ≧ ͡❛ ͜ʖ ͡❛≦.   . .

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