Freitag,01.Juli 2022
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Gold-Futures: Banken bauen Verkaufspositionen ab

Die an der US-Warenterminbörse COMEX mit Gold-Futures handelnden Banken haben ihre Netto-Verkäufe zum Jahreswechsel reduziert.

Goldpreis zum Jahreswechsel

Der Goldpreis ist schwächer ins neue Jahr gestartet. Der Kampf um die Marke von 1.800 US-Dollar wird gefühlt zum Dauerthema. Und in dieser Woche dürften die letzten institutionellen Investoren aus dem Weihnachtsurlaub zurückgekehrt sein.

Gold-Futures der Banken

Derweil haben die an der US-Warenterminbörse COMEX mit Gold-Futures handelnden Banken ihre Netto-Short-Position zum Jahreswechsel abgebaut. Denn laut dem jüngsten Bank Participation Report der US-Börsenaufsicht CFTC sanken die Netto-Käufe aller Banken gegenüber Vormonat um 6,4 Prozent auf 122.806 Kontrakte. Das heißt, sie standen zu diesem Zeitpunkt mit 382 Tonnen Gold auf der Verkaufsseite.

Gold, Banken, Futures
Netto-Verkäufe der Banken im Handel mit Gold-Futures jeweils am Monatsanfang auf Basis des Bank Participation Reports der US-Börsenaufsicht CFTC, plus: Goldpreis-Entwicklung (Grafik/Berechnung: Goldreporter)

Einordnung

Zum Vergleich: Anfang 2021 waren es umgerechnet 490 Tonnen. Das Verkaufsinteresse lag also um 28 Prozent höher. Dagegen erreichten die Netto-Verkäufe im Januar 2020 ihren bisherigen Höchststand mit 225.111 Kontrakten beziehungsweise 700 Tonnen an Netto-Verkäufen.

Silber-Futures

Im Bereich der Silber-Futures sind die US-Banken dominant. Deren Netto-Short-Position stieg gegenüber Vormonat um 2 Prozent auf 28.828 Kontrakte. Das entsprach Netto-Verkäufen von 4.483 Tonnen Silber. Vor genau einem Jahr waren die US-Banken bei Silber mit 36.515 Kontrakten netto-short. Das heißt, sie standen mit 5.678 Tonnen Silber auf der Verkaufsseite. Damit lag man 26 Prozent über dem aktuellen Niveau.

Hintergrund Gold- und Silber-Futures

Die Banken nehmen im US-Futures-Handel in der Rolle der Market Maker oft die Gegenposition der spekulativen Investoren ein. Aber sie handeln auf dem Goldmarkt auch auf eigene Rechnung. In der Vergangenheit bauten die Banken bei steigendem Goldpreis regelmäßig ihre Netto-Short-Position auf, während sie bei fallendem Kurs Terminverkäufe glattstellten.

Wobei die Netto-Short-Positionen der Banken in den vergangenen Jahren immer dann einen Tiefpunkt erreichten, wenn der Goldpreis besonders stark gefallen war. Hingegen war bei einer besonders hohen Short-Positionierung im Bankensektor oft mit einem Goldpreis-Rückgang zu rechnen.

Goldreporter

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10 Kommentare

  1. Die „Insolvenzwelle“ schwappt unaufhaltbar in die „Hauptstrom-Presse“:
    (Funke-Montag- bis Sonntag-Ausgabe),
    (hier mehr:)

    Und . . . sieben Energieversorger liefern keinen Strom/Gas mehr – und sind meist insolvent.

    * Otima Energie AG
    * Smiling Green Energy
    * Lition Energie
    * Fulminant Energie
    * Dreischtrom
    * Neckermann Strom
    * Stromio [ ~ 13.000 Kunden müssen machen wie früher mit Kerze ]

    Quelle: Focus

    „Deutschland schafft sich ab . . .“
    ᕙ(⇀‸↼‶)ᕗ

    • @Klapperschlange Passend dazu melden grosse Werften in MV heute Insolvenz an.Die unter Umständen 2000 fehlenden Arbeitsplätze werden sich dank der schönrechnerrischen Qualitäten der Staistiker kaum auswirken.

      • @Materialist

        hättest Du auf meinen „goldgelb“ hinterlegten LINK oben „(hier mehr:)“
        geklickt
        dann hättest Du die Schlagzeile zur MV-Insolvenz schon lesen
        können …

    • @Materialist
      Die Check24-Pfennigfuchser fallen dann in den Grundversorgertarif des örtlichen EVU zurück.
      Augsburg (und viele andere) haben für diese „Neukunden “ einen eigenen Tarif eröffnet, weil man für die den Strom ja teuer auf dem Spotmarkt zukaufen muss.
      Da sind dann schnell mal 100 % Preissteigerung drin, beispielsweise 69 Cent die kwh.

      Die können sich dann alle bei Robert und Lenchen bedanken.
      Oder bei sich selbst, falls die diese Figuren gewählt haben.
      Es geht voran.
      Gestern standen wir noch einen Schritt vor dem Abgund.
      Heute sind wir schon deutlich weiter.

  2. @Klapper

    Wieder super lustig.
    Meine letzte Freundin war bei Neckermann-Strom bis 2018. Sie hat sich am Telefon
    beschwatzen lassen. Eine Stromabrechnung
    und eine Rückzahlung der viel zu hoch
    angesetzten Monatsabschläge kam nicht.
    Erst als ich der Firma massiv gedroht habe,
    haben sie gespurt.
    Gut, wenn dieser
    e h r l i c h e Versorger
    vom Markt verschwindet.
    Er versorgt sich nämlich gerne selbst!

    • @all
      Heute einen schöner „roter“ Tag mal bei den Aktien:-)
      Beginnt jetzt die große Talfahrt zu den 80-90% Verlust?
      Falls ja wird der physische Edelmetallmarkt bald vor Herausforderungen stehen:-)
      Was „Papiergeld“ dann macht ist mir relativ egal.

  3. In den USA hat der Nasdaq-Index wegen flottierender Zinsängste heute um 2,5 Prozent nachgegeben. Seit dem Allzeithoch am 22. November hat der Index damit mehr als zehn Prozent verloren, was gemeinhin als Beginn einer charttechnischen ‚Korrektur‘ gewertet wird. Der Dow-Jones-Index notiert um 1,6 Prozent tiefer, der S&P-500 ebenfalls. Und unser Dachs? Schmiert um 185 Punkte ab.
    https://www.der-postillon.com/search?q=dachs

    Es reichen also schon bloße Zins-Gerüch[t]e – Latrinenparolen aus der Fed-Kombüse.
    https://www.faz.net/aktuell/finanzen/boerse-ueberraschende-protokolle-der-amerikanischen-notenbank-fed-17720943.html

    Am Mittwoch der ‚Schock‘ durch das Protokoll der letzten FOMC-Sitzung, dann Kommentare von St. Louis Fed-Chef James Bullard: Das Fedchen wird wohl schon im März die Zinsen anheben und dann ihre Bilanzsumme reduzieren. Selbst homöopathische Zinsanhebungen wird die sagenumwobenen Investoren in vermeintlich sichere Häfen wie US-Staatsanleihen strömen lassen – mit der Folge, dass deren Renditen dann fallen [gut für Gold römisch I]. Und die Aktienmärkte geraten unter Druck [gut für Gold römisch II].

    Ich rate daher zu Gelassenheit [ist sowieso immer gut, Anm. d. Red.].

  4. Wie man bei Zinsen von höchstens 0,2% bei einer Inflation von wenigstens 8% überhaupt nur darüber nachdenken kann, aus physischem Gold zu flüchten, ist mir schleierhaft.
    Bei Aktien allerdings ist das anders. Denn dort sind es natürlich nicht die Zinsen, welche sogenannte Anleger (die Bankberater), verunsichern, sondern die Anleihenkäufe, welche nicht mehr so sprudeln.
    Und weil man in diesen Kreisen weiss, dass diese Papiere zu 80% mindestens überteuert sind und die Zombifirmen bald nicht mehr wissen, von was man leben soll, muss jeder Bankmanager diese Schrottpapiere schnell los werden. Oder Umpacken. Verpackt nun als Turbo Quad Rent Fond der Volksbank mit Hochglanzprospekt.
    Die ABR Kundschaft wird schon zulangen, wie immer.
    „Herr R., Sie wollen doch auch in diesem Jahr gute Rendite machen. Da haben wir genau das richtige für sie….

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