Montag,06.Februar 2023
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Gold kaufen: Aktuelle Lage und Preise im Handel

Gold kaufen, Goldmünzen, Goldbarren (Foto: Goldreporter)
Gold kaufen: Der Goldpreis ist zuletzt deutlich gestiegen. Anleger warten ab, das Aufgeld sinkt (Foto: Goldreporter).

Die Nachfrage nach Gold und Silber im deutschen Edelmetall-Handel hat zu Jahresbeginn etwas nachgelassen. Das Aufgeld ist weiter zurückgekommen.

Starker Goldpreis-Anstieg

Der Goldpreis ist zu Jahresbeginn ordentlich nach oben gezogen. Mit 1.781 Euro pro Unze am Freitagvormittag um 11 Uhr kletterte die Notierung gegenüber Vorwoche noch einmal um rund 1,5 Prozent. Damit bescherte der Januar Goldbesitzern auf Euro-Basis ein Plus von bislang 4,5 Prozent.

Mittlerweile hat sich unter Goldkenner herumgesprochen, dass der erste Monat des Jahres meist recht gut läuft und man im Dezember oft relativ günstig Gold kaufen kann. Auch deshalb sind Anleger im Januar wohl etwas zurückhaltender. Das bestätigten uns in dieser Woche auch deutsche Edelmetall-Händler. Aber es gibt auch andere mögliche Gründe.

Gedämpfte Nachfrage nach Gold und Silber

„Im Moment laufen die Geschäfte etwas schleppend, der Januar war sonst ein eher starker Monat. Ich denke, dass die Kunden teilweise im letzten Jahr Silberkäufe vorgezogen haben und es jetzt am Silbermarkt etwas mau aussieht, was sich aber in den nächsten Wochen wieder geben müsste. Die geringen Käufe beim Gold liegen auch an den gestiegenen Kursen, hier muss sich erst der Markt wieder beruhigen, erklärte Henry Schwarz gegenüber Goldreporter. Er ist Geschäftsführer der GfM Gesellschaft für Münzeditionen (Anlagegold24).

Die gedämpfte Nachfrage findet auch Ausdruck in einem weiter rückläufigen Aufgeld für die Anlageprodukte. Dabei handelt es sich um den prozentuellen Aufschlag auf den reinen Metallwert, wenn Sie in Form von Barren und Münzen Silber oder Gold kaufen.

Gold kaufen

So kosteten Krügerrand-Goldmünzen zu einer Unze am Freitagvormittag durchschnittlich 1.867 Euro. Basis ist unsere wöchentlichen Datenerhebung bei fünf deutschen Edelmetall-Händlern. Somit lag das resultierende Aufgeld bei 4,81 Prozent. Zur gleichen Zeit kostete ein Goldbarren zu 100 Gramm durchschnittlich 5.868 Euro. Wollte man in dieser Form Gold kaufen, so betrug das Aufgeld im Schritt 2,43 Prozent. Mittlerweile muss man von einem dauerhaft erhöhten Preisniveau sprechen, nachdem wir uns finanz-, geld- und geopolitisch offensichtlich in einer Dauerkrise befinden. Denn noch vor einige Jahren zahlte man in unserer Statistik über lange Zeit ein Aufgeld von weniger als 4 Prozent für Krügerrand-Unzen und weniger als 2 Prozent für 100-Gramm-Goldbarren.

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Das durchschnittliche Aufgeld für Maple-Leaf-Silbermünzen (aktueller Jahrgang) ist nun zwei Wochen in Folge gesunken. Das Aufgeld scheint sich nach der Steueranpassung bei knapp unterhalb von 40 Prozent einzupendeln.

Silber kaufen

Auch bei den Silber-Produkten sehen wir rückläufige Aufschläge. So kostete eine Silbermünze der Sorte Maple Leaf (aktueller Jahrgang) zuletzt durchschnittlich 30,79 Euro pro Unze. Mit einem Silberpreis von 22,11 Euro pro Unze ergab sich ein Aufgeld von 39,29 Prozent.

Wenn Sie Silber kaufen möchten, bleiben Barren ab einem Kilogramm die finanziell bessere Wahl. Denn mit 925 Euro pro Stück lag der Preis für diese Stück im Durchschnitt nur 30,22 Prozent über dem Materialwert.

Silber und Gold kaufen

Hinweis: Mit den von uns erhobenen Daten beobachten wir die allgemeine Marktpreis-Entwicklung und sondieren Hinweise auf die Veränderung von Angebot und Nachfrage in deutschen Edelmetall-Handel. Allerdings können die Preisangaben bei einzelnen Händlern deutlich variieren. Unsere wöchentlichen Durchschnittspreise ermitteln wir bereits seit dem Jahr 2010.

Wer Silber oder Gold kaufen möchte, sollte beachten: Kleinere Veränderungen beim Aufgeld sind nicht als Beurteilungsgrundlage für kurzfristige Kaufentscheidungen gedacht, da Silber- und Goldpreis ohnehin ständigen Schwankungen unterworfen sind. Aber das von uns errechnete durchschnittliche Aufgeld gibt einen Anhaltspunkt über das Preisniveau bei verschiedenen Anbietern.

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8 Kommentare

  1. Manchmal passieren Dinge…. heute gab es bei Degussa die Silber-Britannia für 28, irgendwas.
    Noch mit der Queen drauf.
    10 % billiger als woanders.

    • @Schreinermeister
      Ja manchmal findet man durchaus günstige Angebote. Habe mir ein paar Donald Duck 75 Jahre gegönnt. Die kosteten bei Auragentum ca. 39 Euro das St. Bei allen anderen Anbietern zb. Die bei EBay 55 Euro aufwärts das St.
      Klar, mir ist bewusst das die bei EBay öfters mal zur Übertreibung neigen aber da ist 39 Euro schon ein Schnäpchen.
      Andere werden argumentieren das 39 Euro die Unze Silber viel zu teuer ist.
      Ich spekuliere hier aber auf Sammlerpreise, da zahle ich gerne diesen Aufpreis,
      Schönes Wochenende

  2. @MeisterEder
    Vllt. werden da Restbestände günstiger verkauft? Könnte mir vorstellen, daß jetzt die große Nachfrage kommt für die neuen Münzen mit Charlie drauf…??? Wäre mir aber egal – 1 Unze bleibt 1 Unze, oder? :-)
    Gruß vom Dokta

  3. Da empfiehlt Pro Aurum 25% des Liquiden Vermögens in Gold anzulegen.
    Dazu muss man mal das liquide Vermögen zählen. Was gehört eigentlich dazu ?
    Ich meine: Bargeld, Geld auf dem Girokonto oder schnell auflösbarem Sparbuch, Tagesgeld.
    Möglicherweise noch die leidigen Anleihen,auch Bonds genannt. Obwohl ich mir nicht ganz sicher bin,ob man die so schnell verkaufen kann. Gut, die Order kann man stellen,aber die Ausführung übernimmt die Bank oder der Broker und das Placet gibt der Gesetzgeber (Siehe Zypern).
    Also, hat der Bundesdeutsche Durchschnitt so in etwa 5.000 EUR sofort verfügbares Geld. Und davon soll er nun 1250 EUR in Gold anlegen. Nicht gerade üppig und die fehlen dann auch noch beim Kauf der Waschmaschine oder des Autos.
    Keine Ahnung, was sich Pro Aurum dabei gedacht hat.
    Was anderes ist, wenn jemand 300.000 Euro so einfach rumliegen hat. Der kann 75.000 in Gold anlegen und der Rest ? was ist mit dem Rest von 225.000 EUR ?
    Die soll er also weiterhin rumliegen lassen, Hauptsache Proarum hat verdient.
    Vernünftige Ratschläge sehen anders aus, meint maruti.
    

    • @Maruti
      Vernünftiger wäre in der heutigen Zeit 80% in EM zu investieren:-)
      Gerne habe ich eine vollkasko Versicherung ohne Selbstbeteiligung wie sie immer so schön sagen….
      Und diese Versicherung lasse ich mir gerne einiges kosten.
      Ich habe erst am eigenen Leib erfahren wie wichtig Versicherungen sind.

  4. @Maruti
    hab soeben auch die Zeilen von ProAurum gelesen.

    Muß Ihnen natürlich Recht geben, das ist reine PR und kein Anlagetip.
    Obwohl ich selbst Goldsammler bin ;)

    Wünsche noch ein schönes WE

  5. @Maruti
    Da die wenigsten von uns reich geboren werden oder großes Vermögen durch Erbschaft erlangen, würden viele Leute hier in forum die still mitlesen über Möglichkeiten eines positiven Cashflows dankbar sein. Einfach ausgedrückt ohne Geld das man nicht für laufende Rechnungen, Miete, Lebensmittel einkaufen, bißchen um das Leben zum Genießen braucht, keine Möglichkeiten haben um Gold & Silber zu kaufen. Außerdem was heißt hier 1250,00€? Das sind immerhin 2 × 1/4 oz. Oder 2 Sovereign, plus 8 – 10 oz. Silber. Besser haben als nichts haben. Durch was sollten man Geld sparen, die Mehrzahl der Menschen bei vollzeit St.Kl.3 haben um die 2000,00€ bis 2600,00€ Nettoeinkommen. Also muss man die Spielregeln des Systems kennen um Cashflow zu generieren, dabei sollte man nicht die Nase nicht hochhaben und bereit sein aus anderen zu lernen. Wie sagte Robert Kiyosaki sucht euch Mentoren, nicht Theoretiker sondern jenige die in der Praxis den Weg gegangen sind.

  6. @Maruti
    Sie sagen es selbst, Pro Aurum empfiehlt. Alle sind erwachsen und können „noch“ selbst entscheiden.
    Die Banken empfehlen auch Ihre Schrottanlagen in Ermangelung von Alternativen. Da würde ich
    dann schon eher zu diesem Vorschlag tendieren. Bei den 5000 Euro wird man wohl Kinder und Arme
    herausrechnen können. Der Rest verdient in D teils ziemlich üppig. Die haben dann allerdings die Qual der Wahl.

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