Samstag,13.Juli 2024
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Gold kaufen: Aktuelle Lage und Preise um Handel

Jetzt Gold kaufen? Das Aufgeld für die beliebtesten Gold- und Silber-Anlageprodukte ist gegenüber Vorwoche leicht angestiegen – das könnte auch für die Nachfrage gelten.

Silber- und Goldpreis

Der Goldpreis bewegte sich zuletzt in der Nähe wichtiger technischer Unterstützungen. Dagegen steigen an den Finanzmärkten angesichts neuer Krisenszenarien die Unsicherheiten. Außerdem ist die US-Inflationsrate zuletzt wieder angestiegen. Und das gilt auch für die am Freitag veröffentlichten US-Erzeugerpreise im Juli. Von der Gesamtlage könnten die Edelmetalle profitieren.

Gold kaufen, Gold, Goldmünzen, Edelmetall. Handel (Bild: Goldreporter)
Mit dem Ende des Sommers, dem zurückgekommenen Goldpreis und neuen Unsicherheiten an den Finanzmärkten dürften auch wieder mehr Anleger Gold kaufen (Bild: Goldreporter).

Am Freitagvormittag um 11:30 Uhr notierte der Goldpreis am Spotmarkt mit 1.917 US-Dollar pro Unze. Das entsprach 1.745 Euro. Dagegen kostete Silber zum gleichen Zeitpunkt 22,70 US-Dollar beziehungsweise 20,66 Euro pro Unze.

Damit kam der Goldpreis auf Euro-Basis gegenüber vergangenem Freitag um 1,2 Prozent zurück, Silber hatte einmal mehr höhere Verluste zu verzeichnen. Denn gegenüber Vorwoche ging es um 3,6 Prozent nach unten. Sind das schon gute Einstiegskurse?

Gold kaufen

Wie haben sich die Preise im Handel entwickelt? Im Rahmen unserer wöchentlichen Marktbeobachtung ist das Aufgeld bei allen erfassten Anlageprodukten noch einmal leicht angestiegen. Anleger, die am Freitagvormittag in Form von Krügerrand-Unzen Gold kaufen wollten, zahlen im Durchschnitt 1.834 Euro für eine Münze (Vorwoche: 1.854 Euro). Damit lag der Preis 5,08 Prozent (Vorwoche: 4,95 %) über dem reinen Materialwert. Basis ist unsere Datenerhebung bei sechs deutschen Edelmetall-Händlern. Dagegen lag der Durchschnittpreis für 100-Gramm-Goldbarren bei 5.757 Euro. Somit ergab sich hier ein Aufgeld von 2,60 Prozent (Vorwoche: 2,43 %).

Silber kaufen

Die gleiche Entwicklung sehen wir bei Silbermünzen der Sorte Maple Leaf. Denn hier lag der Abgabepreis für Stücke des aktuellen Jahrgangs im Mittel bei 29,27 Euro (Vorwoche: 30,13 Euro) pro Unze. Damit ergab sich ein Aufgeld von 41,67 Prozent. Dagegen lag der Preis für 1-Kilogramm-Silberbarren zuletzt 31,09 Prozent über dem reinen Silberwert.

Angebotslage

Das gestiegene Aufgeld kann ein Hinweis sein auf eine leicht gestiegene Nachfrage im deutschen Edelmetall-Handel. Es gibt aber derzeit noch ausreichend Ware. Allerdings berichteten Händler schon vor zwei Wochen, dass eine deutlich steigende Nachfrage kurzfristig zu Engpässen bei bestimmten Produkten führen könnte, weil einige Prägestätten im August ganz geschlossen haben und andere die Produktion drosseln.

Silber und Gold kaufen

Hinweis: Mit den von uns erhobenen Daten beobachten wir die allgemeine Marktpreis-Entwicklung und sondieren Hinweise auf die Veränderung von Angebot und Nachfrage in deutschen Edelmetall-Handel. Allerdings können die Preisangaben bei einzelnen Händlern deutlich variieren. Unsere wöchentlichen Durchschnittspreise ermitteln wir bereits seit dem Jahr 2010.

Wer Silber oder Gold kaufen möchte, sollte beachten: Kleinere Veränderungen beim Aufgeld sind nicht als Beurteilungsgrundlage für kurzfristige Kaufentscheidungen gedacht, da Silber- und Goldpreis ohnehin ständigen Schwankungen unterworfen sind. Aber das von uns errechnete durchschnittliche Aufgeld gibt einen Anhaltspunkt über das Preisniveau bei verschiedenen Anbietern.

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11 Kommentare

  1. Der Höchstpreis bei Gold, etwa Februar 2022, betrug für das Kilo nahezu 67.500 Euro. Dasselbe Kilo kostet heute
    56.500, also 11.000 Euro weniger.
    Der Krügerrand wurde um fast 2.000 Euro das Stück den Händlern förmlich aus den Händen gerissen, bis die Regale leer waren. Tausende standen Schlange vor den Läden, mit Schutz-Maske womöglich auch noch.
    Heute kostet diese Münze 1807 Euro bei GVS.
    Nahezu 200 Euro weniger.
    Alle Warnungen wurden in den Wind geschlagen und ich höre von manchen Händlern, dass nun gejammert wird und man die Münzen wieder loswerden möchte. Bringt ja doch nichts, dieses Gold, sagte einer frustriert.
    Der Ankaufspreis liegt bei 1750 ( GVS), noch mal gute 50 Euro weniger. Und dazu noch bekommt der Herr 10% Inflations Geld.( Baumwollappen, wie manche verächtlich meinen). Doch gerade diese Lappen wären eine bessere Anlage gewesen.
    All diese Zahlen muss man sich vor Augen führen, ehrlich und ohne Selbstbetrug.
    Denn dies ist wieder einmal der Beweis, dass man niemals Gold kaufen sollte,
    wenn alle kaufen,
    wenn die Händler fast ausverkauft sind,
    wenn mehrwöchige Warte-zeiten ausgewiesen sind,
    Wenn nur noch Restposten angeboten werden,
    wenn Schlangen vor den Läden stehen,
    wenn die Bomben fallen,
    und in den Foren Panik ausbricht, nichts mehr zu ergattern, vom Gelben.
    Gold jedoch kauft man immer dann am besten, wenn man dafür ausgelacht oder für verrückt erklärt wird oder noch besser, für total doof gehalten wird.
    Weil man ins fallende Messer greift. Dass aber dieses Messer völlig stumpf ist, weiss keiner von denen.

    • @Maruti
      Man sollte immer nur dann Gold kaufen, wenn es keiner haben will und die Medien Gold schlecht reden. Alle jene, die Gold zu Beginn von Corona oder dem Krieg gekauft haben, wurden bitterlich enttäuscht. Gold ist irrational und hat nichts mit Angebot und Nachfrage zu tun. Es ist ein Politikum und als Spielball von vielen Playern in Abhängigkeit von wirtschaftlichen Kennziffern zu sehen. Der Goldpreis wird manipuliert – das wissen die erfahren Goldanleger hier im Forum alle. Und dieser Manipulation muss man sich stellen und Gold zu einem klugen Zeitpunkt kaufen. Ob man dabei immer ein vermeintliches Tief findet, ist gar nicht so von großer Bedeutung. Denn der überwiegende Teil der Foristen spekuliert nicht mit Gold, sondern sieht es als langfristige Anlage und als Versicherungsfunktion an. Von daher stimme ich Maruti zu.

      • @snowflake
        Danke, es ist wirklich nicht einfach, dieses Spiel zu durchschauen, hat man es doch mit eiskalten und mit allen Wassern gewaschenen Profis zu tun.
        Betrachtet man den Chart der letzten 5 Jahre in Dollars, könnte etwas über 1800 Dollar der Boden liegen, von wo es für einige Zeit wieder rauf geht, bis knapp 2100 Dollar.
        Zur Zeit stehen wir bei etwas über 1900 Dollar, also könnte man damit rechnen, dass noch bis etwa 1820 Dollar abverkauft wird. Muss aber nicht sein. Die (Profis) könnten eine Falle stellen und nun den Preis bis 2.000 steigen zu lassen um dann erst bis 1800 abzuverkaufen. Besser, man rechnet bei allen Käufen von nun ab mit 1820 Dollar. Die sollte man verkraften können, will man ein solides Rettungsboot haben.
        Übrigens, sieht es bei Aktien auch nicht viel besser aus, eher noch bei den Index Werten. Diese sind aber keine Dollar sondern nur Punkte und müssen nicht in Dollars ausbezahlt werden und haben zudem einen Kontrahenden samt dessen Risiko.
        Bleibt unsereins doch nur Gold in der eigenen Tasche und nicht in einem Portfolio bei irgendeinem Broker oder einer online Bank und seien die noch so renomiert und günstig.
        Es gilt der tausend Jahre alte Spruch: Gib Dein Gold und Deine Frau niemals in anderer Menschen Hand und sei es der eigene Bruder oder Schwester, Mutter oder Vater.

      • @ Schneeflocke
        Nicht ganz richtig. Zu Beginn der chin. Seuche habe ich einige wenige Unzen à ca. 1460 Teuro nachgekauft. Ansonsten weitgehende Übereinstimmung.

      • @Schneeflocke
        Sehen wir einmal, was der Spielball, den gerade die Bricks-Staaten in den Händen halten, am Ende des Monats zur Weiterreichung angestellt hat. Kann gut sein, dass nocheinmal Panikkäufe die Regale leeren. Bin gespannt, was die Medien melden, wenn die Gerüchte stimmen.

  2. @Maruti
    Sie kennen doch das Spiel, die Hochfinanz und Gefolgschaft Manipulieren den Goldpreis, genauso wenn der Aktienmarkt überhitzt ist. Goldpreis steigt über sagen wir 2000,00 $, laufen viele wie die Schafe und kaufen auf Teufel kommt raus. Aktie XY, ist z.b 30% über den fairen Wert, egal muss man haben. Hier kommen Manipulation, Angst, Gier, falschinformation zusammen, wenn dann viele Geld verlieren weil z.b der Goldpreis über 200,00 $ abgestürzt ist, oder Aktie XY auf den fairen Wert fällt, dann meinen die das dieses oder jenes Investment nichts taugt.
    Es ist interessant zu beobachten wie viele Menschen was Finanzanlagen angeht, sich hinter Licht führen lassen.
    Wenn die z.b ein paar Schuhe kaufen wollen, dann schauen die auf den Preis und nutzen Rabatt Aktionen.
    Zum Schluss was eine fiktiven Goldgedeckte Währung seitens der BRICS, ob dies überhaupt kommt ist dahingestellt. Alle sind mehr oder weniger von einander abhängig, ein Absturz des US Dollars ist nicht gewollt und geplant. Noch nicht. Sowas kann sich Jahrzehnte lang ziehen, also weiter in programm.

    • @Big Driver
      Den fairen Wert von Gold kann ich einigermaßen abschätzen, zumal ich ja zumindest den Förderpreis und Aufarbeitungspreis sowie den Preis der Lieferkette in der Hand halte.
      Bei einer Aktie kenne ich den fairen Wert nicht, da ich nicht in der Buchhaltung sitze. Herr Braun von Wirecard, behauptet den eigentlichen Wert nicht zu kennen, sein untergetauchter Partner kannte sehr wohl den wahren Wert der Aktie, möglich als einziger. Der war Null.
      All die Bilanzen und Meldungen sind das Papier nicht wert, auf dem sie gedruckt waren.
      Wie gesagt, da muss man schon in der Bilanzbuchhaltung selber sitzen.
      Wenn Gold zu 1600 Dollar die Unze gefördert wird, die Aufarbeitung zu einem Haereus Barren 100 Dollar kostet und der Vetrieb in den Laden von Herrn Kettner nochmals 100 Dollar, samt Lager- Geschäfts- und Austellungskosten dort, so glaube ich zu wissen, dass der faire Preis um etwa 1800 Dollar liegen muss, ohne dass Herr Kettner etwas verdient hat.
      Dann wären wir bei fairen 1900 Dollar. ( dem heutigen Preis).
      Wird der billiger, muss sich irgendein Faktor in der Kette ändern, sonst wäre es Betrug oder Manipulation.
      Aber dafür muss auch jemand bezahlen, damit solches geschehen kann.

  3. @Maruti
    Wirecard war ein parade Beispiel, aber hier haben genauso die Wirtschaftsprüfer mitgespielt. Meine Regel bei Aktien Investments, keine Bank-, Versicherungs-, Zahlungsanbieter-, Pharma- & Rüstungsindustrie Aktien. Von sowas lasse ich die Finger.
    Nicht alle Unternehmen haben verfälschte Bilanzen, da tun Sie den Mehrzahl der Firmen Unrecht.
    Trotzdem haben wir zwei doch was gemeinsam, wir kaufen und horten Gold als ab- & Versicherung. Dazu muss ich zugeben habe ich eine kleine (?) schwäche für prepper Ausrüstung. Man weiß ja nie wofür man das Gold oder die prepper Ausrüstung braucht.

    • @Big Driver
      Nur mal so eine persönliche Erfahrung aus 25 Jahren zum Thema Wirtschaftsprüfer aus 2 Dax-Konzernen.
      Das Prüfungsmandat ist nur die Eintrittskarte für die extrem gut bezahlten Beratungsmandate der hauseigenen Unternehmensberater. Da wird das große Geld verdient, das die hohen Gehälter der Partner und die Boni bringt.

      Dieses extrem lukrative Beratungsgeschäft will sich kein WP kaputt machen, nur weil er zu kleinlich in die Bücher guckt.
      Zu dem Zweck wir schon vorher ein Prüfungsplan mit den WP vereinbart (“ …da guckst du besser nicht zu genau hin….“).
      Wird so natürlich nicht gesagt.
      Aber gedacht.
      Und alle wissen, was gemeint ist.

      Wird dadurch erleichtert, dass die WP nur lächerlich gering haften.
      EY gibt es trotz Wirecard immer noch.
      Eigentlich ein Skandal.

      Stolpert einer der kleinen Prüfer rein zufällig mal über eine Mine, gibt es eben Gespräche eine oder zwei Ebenen höher.
      Im Worst Case treffen sich der Bilanzvorstand und der Prüfungsleiter/Vorstand des WP zu einem 4-Augen-Gespräch.
      Danach gibt es:
      1.) Einen schönen 5 oder 10 Mio. Beratungsauftrag zusätzlich für den WP
      2.) Kein Problem in der Bilanz mehr.

      Das ist natürlich alles nur ein ganz böses Verschwörungstheoretiker-Märchen aus einem fernen korrupten Land.
      Das geht in der BRD ganz sicher nicht.
      So sicher wie Sondervermögen Vermögen sind.

  4. @Big Driver
    Natürlich nicht alle Firmen. Lediglich die schwarzen Schafe. Doch leider haben gerade diese schwarzen Schafe unter den Firmen kein schwarzes Fell an, sondern auch ein weisses, wie die anderen.
    Wie also soll ich wissen, welche Firma zu den Bilanz Fälschern gehört und welche nicht, solange ich nicht die Buchhaltung mache ?
    Bei Gold ist das anders.
    Ich habe Goldprüfgeräte im Wert von mehreren tausend Euro und ich prüfe selbst mein Gold und kenne den Wert.
    Aktienprüfgeräte habe ich kein einziges und kenne auch leider keines.
    Sollte jemand eines kennen, bitte um Nachricht :)

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