Montag,27.Mai 2024
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Goldmarkt: Angebot und Nachfrage im ersten Quartal

Die weltweite Goldnachfrage im ersten Quartal stieg laut WGC um 3 Prozent auf 1.238 Tonnen. Auch Künstliche Intelligenz spielte eine Rolle.

Gold Demand Trends

Der World Gold Council (WGC) hat seinen Marktbericht „Gold Demand Trends“ für das erste Quartal 2024 vorgelegt. Demnach wurde die Goldnachfrage sowohl von Zentralbanken als auch von Over-the-Counter (OTC)-Geschäften angetrieben.

Gold, Goldbarren
Die weltweite Goldnachfrage und der Goldpreis wurden zuletzt von Geschäften außerhalb der Börse geprägt (Bild: Goldreporter).

Während Zentralbanken ihre Goldbestände weiter ausbauten und 290 Tonnen (netto) im ersten Quartal hinzufügten, spielten OTC-Geschäfte eine bedeutende Rolle bei der Preisentwicklung – also institutionelle Geschäfte, die nicht über die Börsen abgewickelt werden. Und der WGC gibt zu bedenken, dass ein Teil der Zentralbank-Transaktionen möglicherweise noch nicht in den offiziellen Berichten erfasst seien.

Stabile Nachfrage trotz ETF-Abflüssen

Die Gesamtnachfrage nach Gold, einschließlich OTC-Geschäften, stieg um 3 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 1.238 Tonnen. Dies war das stärkste erste Quartal seit 2016. Trotz eines Rückgangs der Nachfrage nach Gold Exchange Traded Funds (ETFs) um 114 Tonnen blieb die Gesamtnachfrage stabil.

Die Bewegungen der Gold-ETF-Bestände variierten je nach Region. Sowohl Europa als auch Nordamerika verzeichneten im ersten Quartal Abflüsse aus ETFs. Dies wurde jedoch teilweise durch Zuflüsse in asiatische ETFs ausgeglichen.

Private Goldnachfrage

Die Nachfrage nach Goldbarren und Goldmünzen lag im ersten Quartal bei 312 Tonnen. Damit ergibt sich gegenüber Vorjahr ein Anstieg von 3 Prozent. Dabei stieg die Goldbarren-Nachfrage um 20 Prozent, während 30 Prozent weniger Münzen nachgefragt wurden. Dies ist auch ein Hinweis auf das starke Angebot an Sekundärware, wie in unseren wöchentlichen Berichten aus dem Edelmetall-Handel gezeigt.

Währenddessen zeigte der Schmucksektor trotz der Goldpreis-Rally Stabilität. Denn die weltweite Schmucknachfrage war nur geringfügig um 2 Prozent niedriger als im Vorjahr, während die Schmuckherstellung um 1 Prozent zunahm. Dies führte zu einem leichten Anstieg der Lagerbestände im ersten Quartal.

Technologienachfrage nach Gold

Die Technologienachfrage nach Gold verzeichnete einen Anstieg um 10 Prozent auf 78,6 Tonnen. Hier betont der WGC den Boom im Bereich künstlicher Intelligenz, der zu einer verstärkten Nachfrage nach Gold in der Elektronikindustrie beigetragen habe.

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Angebot und Nachfrage nach Gold in den Quartalen Q1/2023 bis Q1/2024 in Tonnen (Quelle: WGC)

Goldangebot

Die Minenproduktion stieg im Vergleich zum Vorjahr um 4 Prozent auf 893 Tonnen – laut WGC ein Rekord für die Förderung in einem ersten Quartal. Währenddessen stieg das Goldangebot aus Recycling mit dem hohen Goldpreis um 12 Prozent auf 351 Tonnen. Damit wird in diesem Angebotssegment der höchste Quartalsertrag seit dem dritten Quartal 2020 gemeldet.

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10 Kommentare

  1. Pünktlich wieder zu den chinesischen feiertagen gehts abwärts man kann förmlich den frust und hass der Golddrücker bis hierher spüren . Die Menschen hier im Westen sollten endlich begreifen wer ihnen wirklich schadet ,WIR als Edelmetallbesitzer sollten sehr glücklich darüber sein das es die BRICS+ gibt denn sonst würde die Welt wesentlich düsterer aussehen .

    • @blockbuster
      Das war such so zu erwarten und wurde öfters hier geschrieben:
      Erklärung:
      Vor den Feiertagen verkaufen die Hausfrauen ihren Schmuck und das Silberbesteck um sich ein verlängertes Wochenende im Wellness Hotel zu gönnen.
      Jedenfalls sagen das die Anslysten des Bankensektors.

    • Die BRICS führen (Wirtschafts) krieg gegen uns und sie gewinnen und auch wir als Goldhalter werden darunter leiden und zwar mehr als ihnen lieb sein wird.

      • @Fumble
        Natürlich werden auch wir unter dem wirtschaftlichen Abstieg leiden (Inflation, Jobs, Rentensystem…..) .
        Wir wohnen eben da , wo ganz besonders hochbegabte (IO über 10, wenn ich das richtiggelesen habe ? ) Politiker an die Macht gekommen sind.
        Ist eben Pech, wenn das Volk um uns herum so unendlich blöd ist und sowas wählt.

        Aber mit Gold leidet es sich komfortabler als mit Rieser-Rente und italienischen Staatsanleihen.

        • @ Meister Eder Am Anfang der Woche traf mich das Leiden ganz persönlich als ich am Wochenanfang abends in meiner noch Mietwohnung die Heizung aufdrehte kam nichts .Scheinbar hat die Vermietfirma Angst ,dass die Leute die Heizrechnung nicht zahlen können und teilt die Wärme jetzt zu..Zu der derzeitigen Energiepolitikt im tollsten Deutschland aller Zeiten sage ich mal lieber nichts.Zum Glück habe ich meinen winterfesten Wohnsitz im Wald ,dort bestimme ich und nur ich wie warm es ist und nicht die mit IQ über 10.

          • @materialist
            Warme Füße außerhalb der Heizperiode gibt es nur und ausschließlich exklusiv im selbstbestimmten Eigentum. Und dann auch nur, wenn man den Installateur seines Vertrauens um entsprechende Einstellungen motivieren kann oder selbst dazu in der Lage ist.

            Glücklich kann sich schätzen, wer entsprechende Feuerstätten in seinem Heim hat und sich notfalls völlig losgelöst von sonstigen Engpässen Feuer unterm xxx machen kann ;)

    • @blockbuster

      Hier stellt sich nur die Frage, hat dass mit dem Abverkauf über den Montag Bestand oder geht es dann wieder in Richtung Norden? Meinungen dazu sind erwünscht!

    • @Blockbuster
      Sehe es 100 % wie Sie.
      Aber auf dem Weg in den sicheren und absehbaren finanziellen Untergang darf das Werte-Westen-Kartell in letzten Verzweiflungstaten gerne noch mal für Nachkaufgelegenheiten sorgen.
      So wie heute.
      Weiter so !
      Ich hatte die Hoffnung ehrlich gesagt schon aufgegeben, dass ich die laufend anfallenden Spargroschen noch sichern kann, ohne bei jedem Blick auf die Preisliste Magenkrämpfe zu bekommen.

  2. Die chinesen sind nicht mal zu Tür raus und schon gehts unter die $2300 die verzweifelten Golddrücker konnten wohl die feiertage kaum erwarten da sieht man welche Macht inzwischen die Chinesen auf den Goldpreis haben . Ich denke die Woche ist ein guter Zeitpunkt sich ein paar unzen zu zulegen .

  3. @ Stillhalzer Ich beobachte die Preise jetzt schon fast 25 Jahre.Ich gehe mal davon aus, dass es mal wieder so um.die 100 runter gehen kann aber mehr nicht.Sollte ich mich irren weiss ich was ich tun werde da ich der Inflationsrate. von Schönstatis keinen allzugrossen Glauben schenke.

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