Mittwoch,01.Februar 2023
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Gold-Prognose: Goldpreis bald bei 4.000 Dollar?

Gold, Gold-Prognose, Goldpreis (Foto: Goldreporter)
Juerg Kiener von Swiss Asia Capital erwartet einen starken Goldpreis-Anstieg im kommenden Jahr: „Es ist nicht viel notwendig, um den Markt zu bewegen“ (Foto: Goldreporter).

Für das kommenden Jahr geben jetzt viele Analysten ihre Goldpreis-Prognose ab. Wir beleuchten die derzeit optimistischste Einschätzung.

Goldpreis-Entwicklung

Das Jahr ist noch nicht zu Ende. Damit für 2022 ein Jahresgewinn herausspringt, muss das Edelmetall auf Basis der US-Futures bis zum 31. Dezember zumindest 1.829 US-Dollar pro Unze erreichen. Am gestrigen Donnerstag nach Börsenschluss fehlten dazu noch rund 25 Dollar. Dagegen bleibt auf Euro-Basis noch ein Spielraum bis 1.608 Euro, also rund 90 Euro.

Gold-Prognose

Was wird im kommenden Jahr passieren? Einige Analysten haben ihre Gold-Prognose bereits abgegeben. Aber das wohl optimistischste Kursziel stammt von Juerg Kiener, Managing Director und Chief Investment Officer bei Swiss Asia Capital. Gegenüber dem Nachrichtensender CNBC erklärt der in Singapur ansässige Schweizer, der Goldpreis könne im kommenden Jahr auf bis zu 4.000 US-Dollar pro Unze steigen. Das entspräche ausgehend vom aktuellen Preis mehr als einer Verdopplung.

Im Rahmen seiner Gold-Prognose vergleicht er die aktuelle Situation mit den Jahren 2001 und 2008, wo der Goldpreis in den folgenden Jahren stark zulegte. „Es gibt die Chance für einen großen Kursanstieg, nicht nur um 10 oder 20 Prozent, sondern eine Bewegung, die wirklich zu neuen Hochs führt“, so Kiener. Allerdings lässt er sich bei seinem Kursziel Spielraum, mindestens erwartet er Gold aber bei 2.500 US-Dollar. Wie kommt er zu dieser Einschätzung?

Konjunktur und Geldpolitik

Kiener glaubt, dass weitere Zinsanhebungen und Rezessionsängste die Märkte unter Druck setzen werden. Eine solche Entwicklung werde die Zentralbanken dazu veranlassen, die Geschwindigkeit ihrer Zinsanhebungen zu drosseln. Und davon profitiere der Goldpreis. Gold sei zudem der letzte Vermögenswert, den die Notenbanken noch besäßen. Außerdem erwartet er eine anhaltend angespannte Angebotslage.

Angespannte Angebotslage

Zentralbanken deckten sich verstärkt mit dem Edelmetall ein und auch in ganz Asien sei die Goldnachfrage groß. Er sagt in dem Interview auch, die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) habe ihr Goldverleih-Geschäft eingeschränkt. „Wo immer sie hinschauen, es gibt kaum größere Mengen an verfügbarem physischem Gold“, so Kiener. Für Großmengen gebe es Lieferzeiten von bis zu drei Monaten. Deshalb seien auch Investoren mit großen Short-Positionen unter Druck. „Es ist nicht viel notwendig, den Markt zu bewegen“, meint Kiener. Es sei zwar prinzipiell immer Gold verfügbar, aber eben nicht mehr zu jedem Preis.

Gold als Geldanlage

Und er erklärt: „Seit den 2000er Jahren liegt die durchschnittliche Rendite von Gold in jeder Währung zwischen 8 und 10 Prozent pro Jahr. Das haben Sie auf dem Rentenmarkt nicht erreicht. Das haben Sie auf dem Aktienmarkt nicht erreicht“. Bei der anhaltend hohen Inflation werde Gold von Investoren gesucht. „Gold ist ein sehr guter Inflationsschutz, eine gute Wahl während einer Stagflation und eine großartige Ergänzung für jedes Portfolio“, so Kiener.

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18 Kommentare

  1. Also, ich hätte nichts dagegen! Zeigt dann allerdings auch sehr verstärkt den Verfall der FIAT-Währungen – dann kostet die Dose Ravioli schnell mal 17,99 EUR…
    Egal; für uns zeigt sich dann wieder: lieber reichlich AU haben, als gar nix… Der Sinn ist klar: Rettung des Vermögens in die neue Währung. Hab gestern im privaten Fort Knox nochmal Bestandsaufnahme gemacht – beruhigt kann somit das Jahr zuende gehen… :-)
    Allen hier goldige Weihnachten – in aurum veritas!
    Der Dokta

    • Golden Eye:
      Habe gestern einem Freund etwas abgekauft. Natürlich habe ich ihm mehr gegeben, als er beim Händler bekommen hätte. Der Freund ist krankheitsbedingt Frührentner, aber er kam meines Wissens immer gut über die Runden. Nun sind es die Energiepreise, die persönliche Pläne und Kalkulationen über den Haufen werfen. Und wir stehen wohl erst am Anfang der Krise. Jetzt sind es die Leute mit überschaubaren Einkommen, die betroffen sind. Bald werden es auch diejenigen sein, die etwas besser verdienen, usw.. Und so wird es sich fortsetzen. Das Problem dabei ist, dass eine ruinöse, selbstmörderische Politik ohne Rücksicht auf Verluste fortgesetzt wird. Sie haben Recht, EM sind vor diesem Hintergrund unverzichtbar. Aber auch hier ist es wohl nur eine Frage der Zeit, bis man gezwungen wird, auf diese Rücklagen zurückzugreifen. Es bleibt noch die Edersche Alternative: raus aus diesem Land, in dem die Irren die Blinden führen.

      • @Racew

        Auswandern ist vermutlich kaum eine Lösung. Ich gehe davon aus, dass es eine globale Agenda ist die hier zur Anwendung kommt.

        Man hätte schon vor Jahren gehen müssen, habe das damals aber nicht erkannt.

        Wenn man aus der Heimat flüchtet, dann verliert man sein Netzwerk. Man sollte auch nicht unterschätzen, dass man sich in der Heimat gut auskennt, das wird in der Fremde erst mal lernen müssen.

        • Weglaufen ist keine Lösung. Wer kann, sollte vorsorgen, und ein gutes Portfolio haben. In Sachwerten investieren. Mehr können wir nicht tun. Und dann Augen zu, und durch.

  2. Ich halte es für wenig wünschenswert, das Gold auf 4000 $ steigt. Den dann haben wir massive probleme an anderer stelle.
    Ich denke so bis März erreichen wir ein neues Ath bei Gold, bis max. 2200 €, und Silber um die 30 €. Mehr aber nicht und damit wäre ich vollends zufeieden.
    Was sagt Mutti Maruti dazu ?

    • @Oliver Ich bin zwar nicht Maruti, würde aber trotzdem gerne meine Meinung dazu sagen. Ich gehe davon aus, dass der Goldpreis eine Seitwärtsbewegung im nächsten Jahr machen wird. Zumindest für das erste Halbjahr. Sollte der Krieg in der Ukraine enden, wovon ich aber nicht unbedingt ausgehe, wird der Goldpreis fallen. Die EZB wird die Zinsen nicht mehr signifikant erhöhen können, ansonsten wird es für die Länder teuer. Das würde auch nichts mehr bringen, da wir eine Güterpreisinflation haben.

      • @snowflake
        Ja, es gibt eine Inflation bei den Gütern.
        Nur, das haben wir ausnahmsweise mal selbt in der Hand, wenn wir wollen.
        Jedoch, solange wir uns immer wieder einreden lassen, dass Shopping, Restaurants, Theaterbesuche, Fernreisen und alle 2 Jahre neue Autos zur Lebensqualität gehören, wird sich wenig ändern.
        Man sollte sich aber, nicht nur jetzt, sondern immer hinsetzen und den Rotstift zur Hand nehmen.
        Überall, auch bei den Lebensmitteln, von welchen ein Grossteil eigentlich zum Sondermüll gehört.
        Da lebt man gesünder, länger und hat noch mehr Lebensqualität.Hat man ein Motiv und ein Ziel vor Augen, kann man ein ungeahntes Glücks und Freiheitsgefühl erleben. Etwa so, als wenn ein starker Raucher es geschafft hat, der Tabakindustrie den Garaus zu machen und den Mittelfinger zu zeigen.
        Wenn ich jedoch sehe, was die Leute vor Weihnachten so alles in den Warenkorb laden, habe ich jede Hoffnung auf Änderung verloren.
        Kann man sich nicht befreien oder will man es nicht oder beides zusammen.
        Ich kann Ihnen sagen, ich glücklich über jeden Penny, welchen ich nicht in den Konsum sondern in Gold gesteckt habe und ich wünsche, dass es allen so geht.

    • @oliver
      maruti repariert gerade seine Atemregler. Nach über 150 Tauchgängen dieses Jahr muss das sein. Einer hat einen zu hohen Mitteldruck. Bin noch am Forschen nach der Ursache. Ein MK2 von Scubapro, dürfte gar nicht sein.
      All die Goldprognosen sind mit Vorsicht zu geniessen.
      Er kommt meist von Leuten, welche zum Goldkauf oder Verkauf animieren wollen. Ähnliches geschieht auch bei Aktien oder Bitcoins.
      Übergeordnet meine ich, dass die zentralen Wacher über den Goldpreis, die Fiat Money Banken, ein strenges Auge auf die Preisentwicklung werfen.
      Sie haben recht, sollte der Goldpreis tatsächlich so weit ausbrechen, haben wir erhebliche Unanehmlichkeiten.
      Mir ist ein langsamer, unauffälliger Anstieg bei weitem lieber. So 1-2% im Jahr.
      Frohe Weihnachten, Dir und Deinen Lieben.

  3. Goldpreis um die 4000 Dollar? Regelmäßig zum Jahresende kommen von irgendwelchen Bankern (Goldmann Sachs und Co.) solche „Ansagen“ und entlocken den Goldbugs unter uns kleine Freudentränchen in den Augenwinkeln. Schon Ende 2020/21 hieß es: Der Goldkurs werde bis Ende 2022 auf 2000 Dollar steigen. Nun, das ist er aber nicht, auch wenn er im Febr./Mrz. in kürzester Zeit atemberaubende 1850 EUR erreicht hatte und alle Goldbugs – mich eingeschlossen – den Atem angehalten und uns gefragt haben, was jetzt kommen wird. Danach setzten die üblichen Downsizing-Manipulationen ein, um das Gold im Kurs niedrig zu halten. Wird wohl auch weiter so sein.
    Ganz besonders niedlich fand ich den obigen Satz: „Gold sei zudem der letzte Vermögenswert, den die Notenbanken noch besäßen.“ Ei sieh da: Der Kaiser ist nackt! Und bald schafft er es auch nicht mehr, seine Blöße mit bunt bedruckten wertlosen Scheinchen zu bedecken. Ist nur die Frage, wann die Bevölkerung das endlich in ihrer Gesamtheit begreift. Dann wird der König mitsamt seinen Manipulationen endlich vom Thron gestoßen. In diesem Sinne wünsche ich allen hiesigen eifrigen Kommentatoren und dem Chefredakteur frohe und gesegnete Weihnachten und ein Gold-reiches 2023!

    • @goldmarie
      Ja warum nicht gleich 10.000. Prognosen? Ich nenne es Geschwätz. Anfang März diesen Jahres stand Gold bei 2.000 $ und Silber bei 26 $. Die Experten von Goldman Sachs trommelten und verkündeten 2.300 $ und 30 $ zum Jahresende. Interessant wäre, ob die Experten ihr Verhalten auch nach ihren Prognosen ausrichten.

      • @odin
        G&S gibt 2 Prognosen raus.
        Eine, kostenlos, für die Allgemeinheit und einen happig kostenpflichtigen Börsenbrief für ihre Anleger.
        Die unterscheiden sich gewaltig.
        Und wehe, jemand veröffentlicht den Insiderbrief.
        Wenn die allgemein von 2300 Dollar sprachen, können Sie Gift darauf nehmen, dass der Insiderbrief 1800 und darunter meinte.
        Und so wird es wohl kommen.

  4. M.E. ist es völlig egal, wieviele bunte wertlose Papierzettel man für eine Unze bekommt.
    Es ist die falsche Maßeinheit.
    Man muss es in realen Werten messen.
    Wie die berühmten 350 Laibe Brot pro Unze zu Zeiten Alexander des Grossen.

    Kann jeder für sich selber machen:
    50 Laib Brot, 10 Liter Milch, 100 Liter Heizöl.
    Oder was auch immer.

    Was nutzen mir 4000 Euro pro Unze, wenn das Brötchen 20 Euro kostet ?

  5. @MeisterEder
    Recht haben Sie! Habe einmal Vergleiche angestellt: wieviel Ware bekomme ich auf dem Wochenmarkt für 20,– Goldmark, bzw. gleichwertig für rd. 470,– EUR? Einfach mal die Statistiken bemühen; Ihr Einkaufskorb war 1910 genauso voll wie 2022! Zugegeben, mit 1 Ausnahme: Fleisch war früher erheblich teurer!
    Fazit: Gold hat seinen Wert gut gehalten, während inzwischen 4 Währungen den Abflug gemacht haben. Sch… auf Zinsen!
    Man vergleiche die „wahren Werte“!
    Allen Selbstdenkern hier ein frohes Fest, Gesundheit, genug schottischen Treibstoff & fette Gänse!
    Der Dokta

    • @Dokta Dafür ist das billige Massenfleisch von heute auch nichts mehr wert.Ein gutes Rindersteak kriegt man auch nicht unter 8 Euro..

  6. Im neusten Video von Sebastian Hell geht er auf Blackrock ein und deren 16 seitige Prognose zu Reszession in den kommenden Jahren.

    „Die guten Zeiten sind vorbei und wir müssen uns auf eine massive Rezession einstellen, dabei bleibt die Inflation hoch. Es wird eine Zeitenwende geben und das was früher bei den Geldanlagen funktioniert hat (Great Moderation), wird nicht mehr funktionieren.“

    Was wird das für Gold bringen? Die Prognosen liegen zwischen 2,5k – 4,5k Dollar.
    Ob die US Banken dem physischen Gold allerdings erlauben nach oben hin auszubrechen, steht auf einem anderen Blatt Papier.

    Fakt ist, wer nichts macht und sein Geld auf der Bank liegen lässt wird große Teile seiner Ersparnisse verlieren.

    • @Bluebird
      Das Weginflationieren der Staatsschulden und entsprechend der Ersparnisse der Fiat-Halter könnte einen für uns sehr positiven Nebeneffekt haben.
      Wenn der Staat so seine Schulden still und leise ohne Arbeit los wird, muss er sich den Ärger und die Arbeit einer Vermögensteuer nicht mehr machen wollen oder müssen.
      Alleine bei der offiziellen deutschen Staatsverschuldung von 2,5 Bio. haben sich dieses Jahr (je nachdem ob man die echte oder die getürkte Inflationsrate nimmt) 300.000 bis 500.000 Millionen Staatsschulden in Nichts aufgelöst.
      Das entspricht dem Grossteil der jährlichen Steuereinnahmen.
      Läuft doch.
      Und die Dummländer lassen es zu 95 % ohne Gegenwehr mit sich machen.
      Sonst hätten wir Schlangen vor unseren Händlern.

    • @bluebird
      Eine Rezession geht allermeistens erst mal mit einer Deflation einher. Das bedeutet, dass es zwar eine Teuerung geben könnte, aber nur, wenn die Wirtschaft komplett abtaucht. Will heissen, es wird nichts mehr produziert.
      Eher kommt es erst mal dazu, dass unproduktive, nur von den Subventions Töpfen lebende Unternehmen verschwinden. Ein reiningendes Gewitter also.
      Die verbleibenden, soliden Firmen werden überleben und ihre Preise gestalten. Das muss nicht zwangsläufig zur Teuerung führen, es gibt ja noch bei allem und jedem die Konkurrenz aus China.
      Meines Erachtens gibt es überhaupt keinen Grund für die jetzige Teuerung. Er ist rein spekulativ und die verdammten Preise werden zurückkommen.
      Kein einziges Schiff ist gesunken, alle Gasfelder, alle Ölfelder sind noch da und alle Äcker und Bauern auch.
      Vielleicht ist es ja nur eine Falle wie schon 2008.
      Man will, dass die Leute ihre Sparguthaben raushauen, konsumieren und dann, wenn alles vorüber und nichts mehr da ist, wie 2015 auf Kredit leben.
      Erinnern Sie sich noch an 2008 ?
      Fast Neue Autos Abwracken, fast neue Küchen rausreissen, fast neue Bäder ebenso und alles neu machen. Weg mit dem Sparbuch, bevor es nichts mehr wert ist.
      Ist es 10 Jahre später schon wieder so weit ?

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