Montag,05.Dezember 2022
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Gold: So sind die Banken jetzt positioniert!

Gold, Banken, short (Foto: Goldreporter)
Die Banken im US-Terminhandel haben ihre Netto-Short-Position auf Gold zuletzt deutlich abgebaut (Foto: Goldreporter).

Die an dem US-Terminmarkt mit Gold-Futures handelnden Banken haben ihre Verkaufs-Positionen zuletzt auf den niedrigsten Stand seit drei Jahren reduziert.

Banken auf dem Goldmarkt

Sind das weitere Anzeichen für eine bevorstehende Gold-Rally? Die an der US-Warenterminbörse mit Gold-Futures handelnden Banken haben ihre Verkaufs-Positionen zuletzt auf den niedrigsten Wert seit drei Jahren reduziert.

Die Information kommt vom jüngsten Bank Participation Report. Der einmal am Monatsanfang von der US-Börsenaufsicht publizierte Bericht legt die von den Instituten gehaltenen Kontrakte offen, allerdings nur zusammengefasst in die Gruppen „US-Banken“ und „Nicht-US-Banken“.

US-Banken

Demnach hielten die US-Banken per 7. Juni 2022 einen Netto-Short-Position auf Gold im Umfang von 52.166 Kontrakte. Da ein Kontrakt (Vertrag) jeweils 100 Unzen umfasst, standen diese Banken mit umgerechnet 162,25 Tonnen Gold auf der Verkaufsseite. Dabei wird diese Menge Papiergold nur von fünf Banken gehalten.

Gold-Verkäufe stark reduziert

Wenn man alle Banken zusammennimmt, US-Banken und Nicht-US-Banken, dann kommt man auf 30 Händler. Diese waren Anfang Juni bei Gold mit 108.112 Kontrakten (336 Tonnen) netto-short positioniert. Hierbei handelt es sich um den niedrigsten Wert seit Mai 2019. Alleine gegenüber Vormonat sank die Netto-Short-Position um 17 Prozent.

Gold, Futures, Banken

Silber-Futures

Anders sieht es dagegen bei Silber aus. Hier haben (fünf) US-Banken noch eine dominantere Stellung im Futures-Handel. Deren Netto-Short-Position stieg zuletzt um 7 Prozent auf 28.312 Kontrakte. Das heißt, die Institute standen unter dem Strich mit 4.403 Tonnen Silber auf der Verkaufsseite. Aber zum Vergleich: Das Jahreshoch lag Anfang April bei 35.475 Kontrakten (5.516 Tonnen) noch 25 Prozent höher.

Hintergrund Silber- und Gold-Futures

Die Banken nehmen im US-Futures-Handel in der Rolle der Market Maker oft die Gegenposition der spekulativen Investoren ein. Aber sie handeln auf Silber und Gold auch auf eigene Rechnung. In der Vergangenheit bauten die Banken bei steigendem Goldpreis/Silberpreis regelmäßig ihre Netto-Short-Position auf, während sie bei fallenden Kursen Terminverkäufe glattstellten.

Wobei die Netto-Short-Positionen der Banken in den vergangenen Jahren immer dann einen Tiefpunkt erreichten, wenn die Edelmetall-Kurse besonders stark gefallen waren. Hingegen war bei einer besonders hohen Short-Positionierung im Bankensektor oft mit einem Kursrückgang zu rechnen.

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3 Kommentare

  1. Normalerweise lassen sich diese Banken nicht so ohne weiteres in die Karten gucken. Nach dem Motto, Leute kauft Gold, es gibt eine Ralley.
    Das sollte man bei diesem Pokerspiel beachten.
    Eines jedoch kann man mit hoher Sicherheit sagen:
    Kommt es nicht zu einer deutlichen Anhebung der Zinsen, zumindest etwas über das Inflations Niveau,
    wird Gold haussieren und nicht die Aktien.
    Denn, diese Inflation ist von der Variante „Stagflation“ und da werden die Quartalsberichte der Konzerne nicht so üppig ausfallen.
    Da man jetzt eigentlich die Zinsen senken müsste, dies aber nicht kann, versucht man homöopathische Zinsen.
    In der Hoffnung dass nun die Regierungen das Füllhorn ausschütten. Aber die lebten ja bisher mehr oder weniger von den Notenbanken und haben „Taschen leer“.
    Zudem kommt, dass Vollmundige Versprechen, wie “ what ever it takes“ nicht mehr ziehen werden.
    Wie es scheint, ist wohl Endbahnhof.
    Eine prächtige Perspektive für Gold.
    Sorry GR, ich schreibe wieder mal Unsinn und mache gleich meine Pause.
    ( Aber wieso dürfen Medien, Politiker und Finanzexperten Unsinn schreiben, aber der maruti nicht, das verstehen wir nicht ?)

    • @bauernbua
      Um Gottes willen, das wäre auch etwas, wenn alle gleicher Meinung wären. Dann könnte wir uns ja gleich eine Uniform anziehen, stramm stehen und Jawoll rufen.
      :)
      Artenvielfalt, das ist doch zur Zeit gewünscht, oder ?
      Ein pro für ein Maruti-Reservat.! ( eine gefährdete Spezies).

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