Donnerstag,07.Juli 2022
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Hyperinflation in Europa: Eine reale Möglichkeit?

Hyperinflation (Foto: PeJo - Fotolia.com)
Hyperinflation: 1 Billion Mark Notgeldschein aus der Zeit der deutschen Inflation 1923 (Foto: PeJo – Fotolia.com).

Hyperinflation in Europa? Man muss man dieses Szenario sehr ernst nehmen. Wir sind nur einen Schritt, d. h. eine staatliche Schuldenkrise, davon entfernt. 

Von Philippe Herlin

Wir sind in der Inflation angelangt, das ist mittlerweile für alle offensichtlich, selbst für diejenigen, die es lange Zeit geleugnet haben: die monetären und politischen Entscheidungsträger, die nun zusehen müssen, wie ihr Lieblingsspielzeug kaputtgeht (Finanzierung über Haushaltsdefizite, ohne dass es wehtut). Letztere glauben noch immer, dass es sich um eine vorübergehende Phase handeln wird. Ein Witz! Ausdauernde Kräfte sind am Werk: Die Druckerpresse, die seit dem Beginn der Coronakrise nicht mehr stillsteht, die Nullzinsen, die extrem teure Energiewende und die Rohstoffproduzenten, die den unverhofften Glücksfall nutzen und ihre Preise erhöhen. Auch die Preise für Elektroautos steigen weiter, obwohl sie bereits sehr kostspielig sind und hohe Subventionen benötigen. Wie wird dieses wirtschaftliche Modell überleben, ohne den Staatshaushalt zu stark zu belasten?

Von der Inflation zur Hyperinflation?

Kurz gesagt ist die Inflation gekommen, um zu bleiben. Daher stellt sich nun die folgende Frage: Könnte sie sich zur Hyperinflation ausweiten? In den USA hat die Notenbank Fed eine erneute Straffung der Geldpolitik mittels einer progressiven Anhebung ihrer Leitzinsen angekündigt. Diese Zinserhöhung ist noch keineswegs gesichert, weil die öffentliche und die private Verschuldung ein solches Niveau erreicht hat, dass es zu einer Solvenzkrise kommen könnte, doch der Wille ist zumindest vorhanden. Vergessen wir dabei nicht, dass das Ende der Nullzinspolitik nur einen der Gründe für die Inflation beseitigen würde, wie wir in früheren Beiträgen erklärt haben…

Auch die EZB kündigt nun eine kommende Zinserhöhung an, wirkt dabei aber viel weniger überzeugend. Zudem zeichnet sich ein für die Eurozone spezifisches Risiko ab, das die Pläne in Gefahr bringt:

Muss die EZB zur Hilfe eilen? Italiens Anleiherenditen steigen weiter. Die der 10-jährigen Staatsanleihen erhöhen sich auf 3,4 %, der höchste Wert seit 2018.

Neue Staatsschuldenkrise?

Die Zinsen der italienischen Staatsschulden klettern bedrohlich: Seit ihrem Tief Mitte 2021 haben sie sich um drei Punkte erhöht, ein enormer Anstieg. Wenn der italienische Staat Finanzierungsprobleme bekommt, gerät die gesamte Gemeinschaftswährung ins Wackeln! Zudem bedeuten Risiken auf Staatsebene auch Risiken für das Bankensystem und es ist allgemein bekannt, dass die italienischen Banken schon seit Langem in einer schlechten finanziellen Lage sind.

Eine Schuldenkrise in Italien und Griechenland wie im Jahr 2011, und möglicherweise auch in Spanien, Portugal und Frankreich würde alle zaghaften Bestrebungen der Frankfurter Institution, zur Normalität zurückzukehren, sofort zertrümmern. Nach dem Gelddrucken im Zuge der Corona-Krise wäre die EZB gezwungen, die Druckerpressen erneut anzuwerfen, um die Implosion der Eurozone zu verhindern. In diesem Fall würden wir tatsächlich direkt in die Hyperinflation steuern. Wir dürfen nicht vergessen, dass das Gelddrucken zusätzlich zur Verteuerung der Rohstoffpreise und der sehr kostenintensiven Energiewende hinzukommen würde.

USA weniger gefährdet

Jährliche Inflationsraten von 50 % oder 70 %, wie wir sie in der Türkei oder in Argentinien erlebt haben, würden dann auch das tägliche Los der Europäer. Dies wäre eine Katastrophe, die den Euro selbst in Frage stellen und eine Rückkehr zu den nationalen Währungen ankündigen würde, unserer Meinung nach angefangen bei Deutschland.

Die USA müssen sich nicht mit einer derartigen Heterogenität auseinandersetzen und die internationale Nachfrage nach dem Dollar schützt sie vor exzessivem Gelddrucken. Sie besitzen zudem beträchtliche Ressourcen an Energierohstoffen. (Wenn die Kraftstoffpreise steigen, leiden auch die amerikanischen Verbraucher, aber die lokalen Produzenten profitieren und das Volkseinkommen bleibt unterm Strich stabil, während in Europa Geld ins Ausland abfließt.) Die Vereinigten Staaten haben unserer Einschätzung nach daher kein großes Risiko für eine Hyperinflation.

In Europa muss man dieses Szenario dagegen sehr ernst nehmen. Wir sind nur einen Schritt, d. h. eine staatliche Schuldenkrise, davon entfernt. Und diese beginnt sich bereits anzudeuten…

Quelle: GoldBroker.com

Philippe Herlin ist ein Finanzanalyst und Doktor für Wirtschaftswissenschaften beim Conservatoire National des Arts et Métiers in Paris. Als Befürworter von Risikotheorien, wie sie von Vordenkern wie Benoît Mandelbrot und Nassim Taleb entwickelt wurden, und als Verfechter der Österreichischen Wirtschaftsschule wird er seine Ansichten zur aktuellen Krise, zur Eurozone, zur Staatsverschuldung und zum Bankensystem einbringen. Nachdem er bereits ein Buch zum Thema Gold geschrieben hat, welches heute ein Standardwerk der Branche ist („L’or, un placement d’avenir“, Eyrolles 2012), hofft er, dass das Edelmetall in unserer Wirtschaft künftig wieder eine bedeutendere Rolle einnehmen wird, bis hin zur vollständigen Monetarisierung.

Hinweis: Meinungen oder Empfehlungen im Rahmen von Gastbeiträgen geben die Einschätzung des jeweiligen Verfassers wieder und stellen nicht notwendigerweise die Meinung von Goldreporter dar.

Lesetipp zum Thema: Goldreporter-Spezial-Report „Wenn Gold wieder Geld wird“

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21 Kommentare

  1. Vieleicht ist ein erstes Zeichen der derzeiti Absturz der Bitcoins . Im Moment eine Anlage für ganz Harte. Des Euro hängt im Wertverfall noch etwas hinterher, aber er tut sein Bestes.

    • @Goldhase
      Ist auch klar. Der Bitcoin bringt keine Zinsen und essen kann man ihn auch nicht.
      Es macht auch keinen Sinn, ihn per Computer zu produzieren um ihn dann wieder in einem Computer zu verstecken.
      Tenhagen meint, Soros hat all seine Bitcoins schon lange verkauft. Verkaufen auch sie ihre Coins jetzt und setzen sie auf mündelsichere Staatsanleihen.
      Da werden sie geholfen, im Alter.

  2. Man muss neidlos anerkennen:
    Die Aktien tiefrot, Schock bei den Käufern zu Pfingsten, wo man meinte, die Aktienralley startet. Nun heftige Buchverluste. Ähnliches beim Bitcoin, auch der rauscht.
    Meist nehmen es die Märkte vorweg. Die Zinserhöhung wird wohl doch nicht zu “ wohlfühlend“ für die Märkte sein, wie erhofft.
    Und so geht man ins Geld, und glaubt an Wucherzinsen und fetten Reibach durch die EZB.
    Mal sehen. Gold hält sich erstaunlich gut, noch. Auch dank des Euro, welcher sich wieder der Dollar Parität nähert.
    Und Putin ?
    Profitiert von unseren Milliarden und dem fast schon gewonnen Krieg.Von wegen, er kann sich nichts dafür kaufen. Das glauben auch nur Strohdumme.
    Mit entsprechend Kapital kann man alles kaufen, meist ohnehin nicht direkt, sondern indirekt. Der „Strohmann“ lässt grüssen. Man frage mal einen Drogenbaron aus Mexico.

  3. Wer nun glaubt Gold wäre der letzte Rettungsanker bei einer Eskalation, der könnte womöglich enttäuscht werden.
    Denn sollte Gold tatsächlich wesentlich höher stehen, werden Staaten und Zentralbanken in der Not Anteile ihrer doch enormen Bestände auf den Markt werfen um das Schlimmste zu verhindern.
    Noch ehe das Edelmetall zu den- wie z.B. von Greyerz- prognostizierten Höhen aufsteigt wird allein die Ankündigung der Verkäufe zum Absturz der Kurse führen.
    Merke: Wir leben in einer “ all bubble Blase“ und Abstürzen wird ALLES!
    Es wird keine Gewinner geben.
    Auch wenn wir uns dies noch so anders herbeiwünschen….

    • Glauben Sie wirklich? Demnach haben müssten Sie schon ihr gesamtes Vermögen konsumiert haben!? Besitzen Sie derzeit kein Gramm Gold? Wenn doch: schnell verkaufen, Schöne Momente mit Ihren Liebsten an den schönsten Orten der Welt kann Ihnen keiner mehr nehmen.

    • 1. Ob sie das physische Gold noch haben ?
      2. Wenn sie die angeblichen Tonnen noch besitzen könnten allein die Chinesen diese weginhalieren das Geld dafür haben sie allemal
      3. Ohne Gold ist ein neues Geldsystem UNMÖGLICH von daher werden die Staaten versuchen das Gold zuhalten und eher gezwungen sein noch mehr zu zukaufen je schlimmer die Lage wird desto mehr werden Panikkäufe einsetzen und dann werden wir Kurse sehen die wir uns jetzt nicht vorstellen können .

      Am Ende führen alle Wege nur zu Gold alles andere ist Schrott so ähnlich sagte das schon JP Morgan

    • @Fritzthecat,ich glaube nicht das die Goldbesitzer eine Entäuschung erleben werden,nur Gold ist Geld….
      die Manupilation hat begonnen Verlust 2%!!!

    • @Fritzthecat
      Danke für Ihren Beitrag, bin da aber anderer Meinung. Staaten und deren Zentralbanken sehen in Gold eher eine „Währung der letzten Instanz“, einen Notanker der Stabilität und weniger eine Liquiditätsreserve.
      Ein gutes Beispiel ist die Türkei, die kurz vor dem befürchteten „Zahlungsausfall“ steht. Die Absicherung eines 10 Millionen US-Dollar schweren Pakets türkischer Anleihen gegen Zahlungsausfall verteuerte sich alleine heute um 12000 auf 837000 Dollar (Credit Default Swaps).
      Die Goldreserven sind in dieser Situation doch die einzigen relevanten Sicherheiten!
      Das wissen gerade die Türken ganz genau.
      https://www.deraktionaer.de/artikel/maerkte-forex-zinsen/tuerkei-kreditausfall-versicherungen-auf-allzeithoch-flucht-aus-anleihen-staatspleite-voraus-20251752.html

    • @Fritzthecat
      Was passiert, wenn es die Bubbles zerreißt, konnt man ja schön im März 2020 sehen, da ging ja auch EM in den Keller.
      Der Unterschied: Aktien etc. kann man dann noch problemlos kaufen.
      Aber physisches Edelmetall wir man sicher nur noch sehr schwer bekommen können. Wenn überhaupt.
      Wir hatten in den letzten 2 Jahren genug Phasen, in denen die Shops so gut wie leer waren.

      Wenn überall das „Ausverkauft“ Schild hängt, und/oder die Schlange vor den Läden 100 Meter lang ist (auch nicht lange her) nutzt mir der günstigste Börsenpreis auf meinem Bidschirm NIX.
      Ok, kann ich mir einen Screeshot machen und ausdrucken: zu dem Preis hätte ich gekauft, wenn es noch was gegeben hätte.
      Ist aber nur sehr begrenzt von Nutzen.

  4. @christian
    Eine Staatspleite ist nicht so ein Problem. Fast alle Staaten hatten schon mal eine. Die müssen nicht vors Insolvenz Gericht und lösen sich auch nicht in Luft auf.
    Man bekommt die Schulden eben ganz oder teilweise erlassen und startet neu durch. Investoren, Pensionsfonds und der IWF schmeissen das Geld wieder rein. Sicher, ein paar Auflagen ( Griechenland, Zypern), aber meist nur vorübergehend.
    Der Bürger muss halt nur enger schnallen.Ich meine, der weniger Betuchte von den Bürgern.

    • @Maruti
      Sie müssen schon unterscheiden bzw. genauer hinschauen: Ich habe von „Zahlungsausfall“ gesprochen, während Sie das reisserische „Staatspleite“ aus der Überschrift des „Aktionärs“ übernommen haben.
      Der Zahlungsausfall (der jederzeit auch Russland droht) ist eine eher finanztechnische Kategorie. Wer einmal in Verzug geraten ist, der hat dafür mit deutlich höheren Refinanzierungskosten zu bezahlen. Quasi die Schufa das Finanzkapitalismus.

      • @christian
        Oh, danke. Das ist ja wunderbar.
        Das müsste Boris Becker aber auch wissen.
        Keine Insolvenz, lediglich Zahlungsausfall.
        Wozu sitzt der aber nach Bild
        „reisserisch“ im Knast ?
        Justizirrtum wohl.
        PS: Das war ein Witz.
        Natürlich haben Sie recht.
        Auch die USA kann nicht pleite gehen, Europa natürlich auch nicht. Lediglich Zahlungsausfall.
        „Freedom just an other word, for nothing have to lose.“
        Kann man so oder so sehen.

      • @Christian
        Aus der Welt des bösen Finanzkapitalismus: da gibt es nur ein einziges Wort:
        Default.
        Dann ist Ende, egal ob es Boris Becker trifft, oder VW, oder einen Staat.
        Bei Boris spricht man von Privatinsolvenz, bei Staaten eben umgangssprachlich von Staatspleite.
        Default ist Default, der Rest ist nutzlose semantische Haarspalterei.

        Unter einem gewissen Rating (bei non investment Grade) darf keine reguläre Finanzinstitution auch nur noch einen einzigen Cent Kredit vergeben. Egal zu welchem Zins.
        Ich würde mich strafbar machen.
        Dann bleiben nur noch ganz spezielle Hedgefonds oder eben Weltbank , EZB, Rettungsfonds.etc.

        Maruti liegt richtig: Staaten kommen da immer irgendwie raus.
        GRUND: die haben ja immer etliche Millionen Bürger/Knechte, die sie ausplündern können.

  5. Zum Thema Inflation:
    Was wir im Moment erleben ist im Endeffekt der fast schon verzweifelte Kampf der FED mit dem Ölpreis. Da eine Ausweitung der Ölförderung in den USA aus ideologischen Gründen nicht gewünscht ist, versucht die FED über eine Zerstörung der Nachfrage den Ölpreis und damit die Inflation zu drücken.
    Nachdem der Ölpreis heute auch zusammen mit allen anderen Assets fiel kam heute nachmittag eine neue Hiobsbotschaft. Lybien stellt quasi seine gesamte Ölförderung bis auf weiteres ein. Damit sind 1.1 Mbd erstmal vom Markt und der Ölpreis steigt wieder kräftig an. Also zurück auf Los für die FED.

    • @HD
      Nicht mal im Urlaub hat man Ruhe: habe heute die Info bekommen, dass man im Brüssel und Berlin den Energienotstand vorbereitet.
      Volles Programm incl. RATIONIERUNGEN.
      Werdet Ihr garantiert nicht in ARD und ZDF hören.

      Ok, irgendwann sitzt Habeck mit dem schwarzen Anzug schwitzend und stotternd in einer Sondersendung und erklärt Euch, das Ihr frieren werdet.

      Also Heizöltank immer randvoll halten, dito Kaminholz und Gasflaschen für den Kocher.
      Wer noch irgendwo einen Benzinkanister kaufen kann: machen und füllen.
      Was unsere Freunde aus Südbayern berichten , sind Kanister seit Wochen ausverkauft (ausser man kennt jemanden, der jemanden kennt, der……).
      Die 11 kg Gasflaschen gibt es seit 3 Wochen nur noch im Taisch voll gegen leer. Wer keine leere Flasche hat, hat Pech.

      Super, die DDR ist wieder da, nur demnächst ohne Heizung.
      Kinders, wer hätte das gedacht.

      Also: ob der Goldpreis gerade mal 30 rauf oder runter hüpft ist egal.
      Es gibt die nächsten 4 bis 6 Wochen wichtigere Dinge zu tun. Wenn die breite Masse kapiert was los ist, isch over.
      Aktion Eichhörnchen.

      Glück Auf !

      • @Meister Eder
        Wer hier schneidig verkündet, das er für seine Ideale gerne
        friert oder weniger duscht ( kann ja e keiner nachprüfen) wird wohl auch mit einem neuen Hungergefühl umgehen müssen. Erdgas ist eben doch etwas mehr, als „nur “ ein Brennstoff .
        Übrigens Grüße nach Norditalien und ein wenig Neid wird
        hoffentlich verziehen.

        • Goldhase:
          Die Leute, die gerne frieren wollen, haben vermutlich noch nie gefroren. Beim Bund war ich im Winter ca. eine Woche im Manöver. Nachts war es bis – 15 Grad Celsius kalt. Das war richtig schmerzhaft. Im Übrigen macht es keinen Sinn zu frieren, wenn man das Gas, dass man nicht abnimmt, trotzdem bezahlen muss. Man macht Putin so noch reicher, denn das Gas kann er anderweitig verkaufen. So verdient er doppelt, während wir unsere Wirtschaft an die Wand setzen.

  6. Ich verstehe das Gejammer über Gold langsam nicht mehr.In den letzten Jahren hat es sich für mich in Hinsicht auf Wertbeständigkeit und Flexibilität/Mobilität als beste Lösung gezeigt.Der Bitcoin rauscht schneller ab als er gestiegen ist und eine Immobilie (ausser det selbstgenutzten )ist in einem Land wie Deutschland mit seiner gegenwärtigen Regierung,die keine Gelegenheit auslässt ins Chaos zu steuern,auch kein Segen mehr .Das Sparen habe ich mir abgewöhnt ich gönne mir lieber öfter mal was schönes und ansonsten bereite ich mich durch Vorratswirtschaft.(Benzin,Diesel,Werkzeug und Material)auf die kommenden Zeiten vor ,die mit Sicherheit noch schlechter sein werden als die jetzige Zeit.

  7. Nachtrag:
    Gerade ein Mail bekommen, dass in Deutschland seit heute 40 % weniger Gas durch Nordstream 1 kommt.
    Eine bedauerliche technische Havarie in einer Pumpstation.
    So ein Pech aber auch.
    Gerade jetzt, wo wir die Speicher füllen wollen.

    Ist aber nicht so schlimm, weil die Pipeline in Kürze von Gazprom sowieso ganz abgeschaltet werden muss.
    Dringend nötige Wartungsarbeiten.

    Dumme Zufälle.
    Was für ein Pech die Gazprom aber auch hat, gerade jetzt.
    Habe (fast) schon Mitleid.

    Unaufschiebbare Wartungsarbeiten und technische Pannen sind übrigens kein Vertragsbruch durch Gazprom.
    Einfach nur Pech.
    Sehr viel Pech.
    Und gerade jetzt…….

    Verschwörungstheorie:
    Da spielt ein Schachmeister gehen Leute, die zu doof für für „Mensch-ärgere-dich-nicht“ sind.

    • @MeisterEder
      Anscheinend haben wir aber aktuell noch soviel Gas im Überfluss, dass wir aktuell damit über 12 GW Strom erzeugen können.
      Eigentlich müssten unsere „genialen“ Führer spätestens jetzt den Katastrophenfall ausrufen und die Stromerzeugung aus Gas stoppen. Damit allerdings wären wahrscheinlich zumindestens rollende Blackouts nicht mehr zu vermeiden und die Schafe würden brutal aus ihrem Schlaf geweckt werden. Dann würde wahrscheinlich auch eine „Beruhigungsbehandlung“ duch ARD/ZDF nicht mehr wirken.
      Bei allem Ärger auf unsere aktuelle Regierung darf man aber auch Merkel nicht vergessen. Ohne ihre „geniale“ Vorarbeit könnte Putin jetzt nicht so leicht den Sack zumachen.

      • @HD
        Gas zur Stromerzeugung verwenden wir derzeit aus reiner Verzweiflung, damit die Masse noch nicht merkt, was im September kommt.
        Wir haben ja schon etliche Steinkohlekraftwerke abgeschaltet, wie eines der weltweit besten KKW in Hamburg Moorburg und deshalb natürlich auch keine Steinkohle nachbestellt.
        Die kommt ja aus Kolumbien, Australien und ähnlich nahen Zielen und natürlich auch von Putin.
        Inzwischen ist auch Kraftwerkskohle teure Mangelware, weil die Welt um Deutschland herum massenweise Kohlemeiler baut. Es stehen schon Kohlekraftwerke still, die eigentlich noch laufen dürften, weil der Nachschub fehlt.
        2021 haben sogar wir 21 % mehr verbrannt, weil der Wind einfach nicht wehen wollte und die Sonne immer noch so eigensinnig ist, nachts auf die andere Seite des Globus zu scheinen.
        Frechheit.

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