Montag,27.Mai 2024
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Gold und Silber: Absatzeinbruch auch bei Perth Mint

Die australische Prägeabstand Perth Mint meldet für März den schwächsten Gold-Absatz seit Juni 2019. Auch die Silber-Verkäufe schwächelten.

Gold-Absatz der Perth Mint

Wie schon die U.S. Mint beim Absatz der American-Eagle-Münzen meldet auch die Perth Mint eines stark rückläufiges Geschäft mit Anlagemetall. Denn die australische Prägeanstalt hat im März lediglich 16.442 Unzen Gold in Form von Münzen und Barren verkauft.

Gold, Silber, Goldbarren, Perth Mint (Foto: Goldreporter)
Wie bei anderen Prägestätten hat der hohe Goldpreis und die Verkaufsneigung vieler Anleger Einfluss auf den Gold-Absatz der Perth Mint. Die Edelmetall-Produktion wird heruntergefahren (Foto: Goldreporter).

Damit ging der Output gegenüber Vormonat um 65 Prozent zurück. Im Vorjahresvergleich ergibt sich sogar ein Minus von 80 Prozent. In Sachen Goldabsatz war es zudem der schwächste Monat seit Juni 2019. Währenddessen liegen die 3-Monats-Zahlen mit 88.179 Unzen 55 Prozent hinter Vorjahr zurück. Damit setzt sich der rückläufige Trend fort, nachdem die Nachfrage im Herbst 2022 einen Peak erreicht hatte.

Auch weniger Silber

Die gleiche Entwicklung gibt es bei den Silber-Anlageprodukten. Denn hier meldet die Perth Mint für März den Verkauf von 860.672 Unzen. Damit ging der Absatz gegenüber Vormonat um 15 Prozent zurück und sank im Vorjahresvergleich um 53 Prozent. Im Zeitraum von Januar bis März hat die Prägestätte 2.636.850 Unzen Silber ausgeliefert – also 42 Prozent weniger als im Vergleichszeitraum von 2023.

Globaler Trend

Die Absatzschwäche im Privatsektor ist auch eine Folge des starken Goldpreis-Anstiegs. Deutschland ist ein wichtiger Absatzmarkt für die Perth Mint. Und wie in den vergangenen Wochen und Monaten berichtet, trennten sich viele Anleger von Gold und Silber, so dass der Markt mit Ankaufware überschwemmt wurde.

Gold, Silber, Absatz, Perth Mint
Monatlicher Gold- und Silber-Absatz der Perth Mint in Unzen seit März 2021 (Quelle: Perth Mint)

„Wir hatten einen Rückgang der Verkäufe im März erwartet, nachdem das Interesse im Februar im Zusammenhang mit der Herausgabe unserer 2024 Australian Kangaroo Serie, die zum ersten Mal das Bildnis von König Karl III. zeigte, gestiegen war“, sagt Vance, General Manager Minted Products. Der jüngste Nachfragerückgang bei Produkten der Perth Mint folge einem weltweiten Trend.

„Dies ist typisch für unsere Branche, in der wir, wie alle Münzprägeanstalten auf der ganzen Welt, den Schwankungen der Marktnachfrage nach Edelmetall-Anlageprodukten ausgesetzt sind“, so Vance.

Gold und Silber aus Australien

Die Perth Mint ist Hersteller zahlreicher bekannter und beliebter Anlageprodukte in Gold, Silber und Platin. Dazu gehören unter anderem Münzen der Sorten Känguru, Koala und Kookaburra, zahlreiche andere Anlageprodukte mit zumeist Motiven aus dem australischen Tierreich sowie die Lunar-Serie mit jährlich wechselnden Motiven des chinesischen Mondkalenders.

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19 Kommentare

  1. Man glaubt ja gar nicht, wie jetzt überall die Meldungen auftauchen, niemand kauft Gold, keiner braucht Gold, die Goldverkäufer gehen alle pleite und sogar der Buffet wurde ausgegegraben, weil er vor 15 Jahren sagte,
    er hält nichts von Gold, es bringt keine Rendite und produziert keine Nahrung. Exxon dagegen schon.
    Jetzt fehlen wirklich noch die Asteroiden, die polnischen Züge, versunkene Schiffe und die pleite Bank von Hawaii mit angeblichen 160.000 Tonnen. ( in Wirklichkeit sind das
    16.000 Unzen, welche dort gelagert sind, kann ja mal passieren mit den Zahlen).
    Jedoch, irgendwer muss das Zeug ja kaufen, sonst würde der preis nicht steigen und wenn die oben genannte Perth Mint nichts verkauft und andere auch nicht, wird das Zeug knapper und noch damit teurer.
    Dieser Zusammenhang ist aber wirklisch schwer hu verstehen :).

    • Wenn der Dax ohne jeden sachlichen Grund nur wegen des aus Papiergeldflut resultierenden Spekulantentum einen neuen irrwitzigen Rekord nach dem
      anderen hinlegt wird getrötet und getrommelt ,dass es nur so kracht.Wenn dagegen Gold aus für denkende Menschen völlig normalen Gründen einen logischen Rekordstand von 2321 Dollar erreicht herrscht Schweigen im Medienbusch.Irgendwie bezeichnend..

      • @Materialist
        Yessss. Knackig auf den Punkt gebracht!!!
        Schweigen ist Reden und Gold ist Dax.
        Oder so ähnlich, Moment, das war irgendwie anders.
        Ähm,…ich hab´s gleich.
        Schreien ist Dax, Reden ist Silber, Schweigen ist Gold?
        So war das doch.

  2. Kommt halt viel Material auf den Zweitmarkt, also Gebrauchtes. Da greifen die Käufer dann mit Rabatt zu, außer die, die unbedingt die neuesten 2024er Exemplare wollen. Und nur die muss der Händler dann ab Mint beziehen.

  3. „Und wie in den vergangenen Wochen und Monaten berichtet, trennten sich viele Anleger von Gold und Silber, so dass der Markt mit Ankaufware überschwemmt wurde.“

    Naja wenn der Markt damit überschwemmt wäre würde der Goldpreis kaum von rekord zu rekord steigen es bedeutet eher das da jemand alles aufsammelt was auf den Markt kommt . Und wie ich schon oft erwähnt habe werden es die Leute die ihr Gold so günstig verscherbeln schon bald wieder bereuen außer sie sind in einer zwangslage dann kann man das natürlich verstehen .

    • @Blockbuster
      Wer gestern verkauft hat, hat heute schon wieder gut 30 Euro je Münze verpasst.
      Und hat Papiermüll im Geldbeutel, der jeden Tag entwertet.
      Super, weiter so.
      Kein schlechter Freitag.

    • Blockbuster:
      Die Händler kaufen zur Zeit tatsächlich mehr Ware an als sie verkaufen. Das ist der Grund dafür, dass die Aufgelder merklich zurückgegangen sind. Die Händler wollen dadurch den Verkauf ankurbeln. Das ist bei den aktuellen Preisen natürlich ein Problem. Denn bei vielen Privaten dürfte es nicht nur um Gewinnmitnahmen gehen. Manche Leute kommen einfach nicht mehr über die Runden.

    • @ Blockbuster Mitten in einem langanhaltenden völlig intakten Aufwärtstrend verkauft kein Mensch mit IQ über 50.Es sei denn es gibt aussergewöhnliche Gründe.

    • @Blockbuster
      Jetzt Gold zu verkaufen, wäre parabolisch gesprochen so, als würde der Bauer im Juli seinen Mähdrescher veräußern, während sein Feld in der vollen Farbpracht des Sommers erstrahlt.

  4. @Maruti
    Ich kenne das Zitat von Buffet, man sollte lieber Ackerflächen kaufen da diese auch etwas produzieren. Gold dagegen produziert nichts, eine Unze bleibt eine Unze. Oder man sollte Exxonmobil kaufen da dieses wächst und dividenden zahlt.
    Ich würde sagen kaufe alles was dir möglich ist und Gewinn bringt. Also kann ich mit beiden dienen, sowohl Exxonmobil wie auch Gold. Bin mit beiden zufrieden, die Industrie braucht Öl, die Unze Gold bleibt auch nach 100 Jahren die Unze Gold. Es ist griffbereit wenn man es braucht!

    • @ Big Driver Ackerflächen und Immobilien in einem Land in welchem eine pseudogrüne Partei mitregiert können aber auch zu einem ganz ,ganz üblen Bumerang werden wie die Praxis zeigt.

      • Materialist:
        Es ist m.E. eine Frage der Zeit. Je radikaler und rücksichtsloser ein System ist, desto kürzer ist seine Lebensdauer. Somit geht es darum, die Schäden möglichst gering zu halten. Auf lange Sicht haben sich Grund und Boden immer bewährt.

        • Inzwischen hat man nicht nur ein anderes „System“, sondern auch eine andere Bevölkerungsstruktur. Mit zunehmender Tendenz ist mit Glück noch das Eigentum, was man nah am Körper trägt und selbst irgendwie verteidigen kann. Und sonst wird gelten: Mobil bleiben.

        • @ Racew Auf lange Sicht waren aber auch immer wieder in der Vergangenheit vernunftbegabte Regierungen am Werk.Diese Hoffnung gebe langsam.auf,ich rechne fast schon damit dass es 2025 weitergeht.

          • Materialist:
            Das sehe ich anders. Betrachte ich die jüngere Vergangenheit ab 1914, dann gab es lediglich in Westdeutschland ab 1949 eine Phase mit relativer Sicherheit, Fortschritt und wachsendem Wohlstand. Der Rest war das genaue Gegenteil davon. Allerdings wurde während dieser Periode die Generation geprägt, die heute am Ruder sitzt und die dafür sorgt, dass die o.g. Errungenschaften rückabgewickelt werden.

          • @Materialist:
            Im September 2025 wird zu Rettung der Demokratie (natürlich nicht zum Erhalt der Pöstchen und Pfründe) eine Mega-Alles-Koalition Schwarz-Rot-Grün zusammengebastelt, nur um die 30 % AfD und 8 % Wagenknecht draußen zu halten.
            Abkürzung: CDP: Club der Blockparteien.
            Dann wird weitergewurstelt bis zur Komplettpleite.

            Wir werden uns über jedes Gramm Gold und Silber freuen, das wir haben.

  5. Schon lustig dass das echte Geld = Gold immer hinterfragt wird während das wertlose und ungedeckte Falschgeld von den meisten nicht hinterfragt wird . Man erkennt daran das die Gehirnwäsche bei vielen anschlägt deshalb gehört die Masse leider immer zu den verlierer.

    Man hinterfragt doch nicht etwas was über 5000 Jahre funktioniert sonst würden die Zentralbankster sich nicht damit heimlich eindecken . WAS ist aus den verschiedenen Papierfetzen geworden die in den letzten Jahrhunderte unter die Leute gebracht wurden ???

    • @Blockbuster: Weil die Leute halt immer noch glauben, dass heute alles ganz anders ist als früher. Die Zentralbanker, Politiker und Co sind jetzt alles edle Experten (außer die von der Schwefelpartei natürlich), die niemals wieder den Karren an die Wand fahren, die Finanzen ruinieren, sich unnötig in einen Krieg ziehen lassen,…das war früher so, als alle so dumm waren und das Gold als barbarisches Relikt noch eine Daseinsberechtigung hatte.

      • @todo
        Naja, man redet den Leuten einfach ein,
        man mache es heute mit Atom, dem Laser, dem Computer oder dem Blockchain obwohl die meisten gar nicht wissen, was das ist. Aber, Hauptsache mit dem Laser.
        Früher sprachen die Ärzte am Krankenbett Latein oder Griechisch, das klang gut, wurde geglaubt und
        man vertraute der Kapazität, auch wenn dieser den grössten Blödsinn verzapfte.
        Und heute ? Es wird nie wieder Finanzkrisen geben (Computer), nie wieder Kriege ( Laser), nie wieder Armut ( Atom). Nie wieder Seuchen ( Penicillin) Und die Leute glauben es. Je krasser der Unsinn, desto mehr wird daran geglaubt.
        Unlängst las ich noch: Durch die Aktien für jedermann ist das Armenhaus der Welt abgeschafft worden. Na, dann, Halleluja.
        Zur Grundsicherung demnächst das Grund Aktien Portfolio für jeden. Jeder bekommt gratis von DAX je 10 Stück dessen Papiere gutgeschrieben.

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