Mittwoch,08.Dezember 2021
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Gold und Silber im Aufwind, ETF-Investoren zögern

Gold, ETF, GLD, Goldbarren (Foto: Goldreporter)
Die Bestände des größten Gold-ETFs sind auch diese Woche gefallen. Silber-ETFs waren dagegen schon wieder stärker gefragt (Foto: Goldreporter).

Gold und Silber erhielten in den vergangenen Tagen etwas Aufwind. ETF-Investoren sind aber noch nicht wesentlich zu Edelmetallen zurückgekehrt.

Edelmetall-Kurse im Aufwind

Die Edelmetall-Kurse haben in der laufenden Handelswoche zugelegt. Am Donnerstagvormittag um 8:30 Uhr notierte der Goldpreis am Spotmarkt mit 1.785 US-Dollar. Das entsprach 1.532 Euro. Silber kostete 24,23 US-Dollar beziehungsweise 20,80 Euro pro Unze. Der aufkommende Rückenwind für Gold und Silber hat bislang noch zu keiner stark steigenden Nachfrage nach Anteilen an den großen Edelmetall-ETFs geführt.

Gold-ETF

So sind die Bestände des SPDR Gold Trust (GLD) gegenüber Vorwoche erneut gesunken. Der Betreiber meldete per 20. Oktober 980,10 Tonnen an eingelagertem Gold. Das sind 2,62 Tonnen weniger als vor einer Woche. Und dies entspricht Netto-Kapitalabflüssen im Umfang von 283 Millionen US-Dollar.

Gleichzeitig erreichte das GLD-Inventar ein neues Jahrestief. Pro Anteilschein muss der Fonds 1/10 Unze Gold physische hinterlegen. Seit Jahresbeginn haben Investoren mittlerweile 10,6 Milliarden US-Dollar aus dem Gold-ETF abgezogen.

Gold-ETF, Silber-ETF, GLD, SLV, Bestände

Silber-ETF

Dagegen sind die Silber-Bestände des iShares Silver Trust (SLV) zuletzt wieder leicht angestiegen. Denn der Betreiber des größten ETFs weist aktuell 17.000,01 Tonnen aus. Das sind 12,97 Tonnen mehr als vor einer Woche. Allerdings erhielt der Silber-ETF aus dem Hause Sprott Inc. noch stärkeren Zulauf. Denn dessen Bestände sind um 21,77 Tonnen auf ein neues Rekordhoch von 4.747 Tonnen angestiegen. Der Fonds wird auch von der Online-Community „Wall Street Silver“ promotet. Deren Mitgliederzahl ist seit Anfang September um weitere 25 Prozent auf 161.000 angestiegen.

Einordnung Gold-/Silber-ETFs

Vergangener Kursrallys bei den Edelmetallen waren regelmäßig von deutlich steigenden Beständen bei den Edelmetall-ETFs begleitet. Allerdings sind die ETF-Bestände eher Nachläufer, die einem steigenden Silber- und Goldpreis mit zunehmendem Inventar folgen. Dann nämlich, wenn sich vor allem institutionelle Investoren über dieses Instrument („Papiergold“) auf dem Edelmetallmarkt positionieren.

Goldreporter

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5 KOMMENTARE

  1. China: „Evergrande-Deal geplatzt“

    „Der chinesische Immobilienentwickler „Evergrande teilte mit,
    dass sein Plan, sich durch den Verkauf seiner Immobilienverwaltungssparte
    an einen kleineren Rivalen Liquidität zu beschaffen, gescheitert sei.
    Evergrande steuert folglich immer noch direkt auf einen Zahlungsausfall zu,
    im Laufe des Monats werden Zinszahlungen für Offshore-Bonds fällig, bei
    denen dann die 30-Tage-Nach-Frist abläuft.
    Nachdem China Evergrande gestern beantragt hatte, dass seine Anteilscheine
    ab diesem Donnerstag (21. Oktober) wieder an der Börse in Hongkong ge- und
    verkauft werden dürfen, rauschen die [
    “immergrünen „Anm.d.Red.]
    Aktien im Frankfurter Handel heute um mehr als zehn Prozent in die Tiefe.“

    (·̿Ĺ̯·̿ ̿) ✌

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  3. @Klapperschlange
    Die Info, dass man eine Sparte an einen kleineren Rivalen verkaufen will, war ja nur eine Nebelkerze für die ganz ganz DUMMEN.
    1.) Alle in der Branche haben sicher das gleiche Problem. Wie wahrscheinlich ist es, dass der kleine Rivale ausgerechnet jetzt genug Geld hat oder Kredit bekommt ? Ausser direkt auf Weisung der KP.
    2.) Wenn ein Konzern trudelt kauft man nicht, man wartet ab. Es wird jeden Tag billiger.
    Man kauft dann spottbillig aus der Konkursmasse. Und hat dann eine gesäuberte Bilanz ohne Schulden und sonstige Altlasten. Wenn überhaupt.

    Noch eine gute Nachricht aus China: in Shenyang sitzt eine Tochter der Würth-Gruppe, die hochwertige (und nicht ersetzbare) Schrauben für die Autoindustrie fertigt. Die haben mit Glück noch 15 % der Strommenge zur Verfügung wie im Normalfall. Aktuell helfen noch Dieselgeneratoren (pro Stunde 200 Liter je Stück Verbrauch) den kompletten Blackout zu verhindern.
    Ohne diese Schrauben gibt es keine Autoproduktion mehr, ausser Annalena häkelt etwas mit dem man das Getriebe an den Motor und das dann an die Karosserie fixiert.

    Geiz ist Geil.
    Bis zu dem Moment, an dem ich ein 70.000 Euro Auto nicht produzieren kann, weil ich beim Schraubeneinkauf 2 Euro je Auto sparen wollte.

    Leute, es geht gerade erst so richtig los.

    • @meister Eder
      Hochwertige Schrauben, was ist das ?
      Schraube ist Schraube. Für meinen Maruti kaufe ich alle Schrauben im Baumarkt. Die sind billig und passen haargenau.
      Und wenn es für meinen hochwertigen Maruti gut genug ist, wird es auch für Daimler und Audi, BMW oder VW reichen. Oder etwa nicht ?
      Also, wenn die ein paar Schrauben brauchen, ich besorge denen ein paar.

      • @Maruti
        Das kenne ich. Als Student hatte ich einen 14 Jahre alten FIAT.
        Toller Motor, aber der Rest Eisenoxyd.
        Meine Freundin hatte einen uralten Golf 1.
        Glücklicherweise Tochter eines Bauern.
        Wir haben regelmässig irgendwelche Eisenteile reingeschweisst, um das Zeug am Auseinanderfallen zu hindern.
        Die Golf 1 Kotflügel vorne waren mit irgendwo übrig gebliebenem Flachstahl angeschweisst. Musste man bei 4 mm Dicke auch nicht lackieren.
        Wäre gespannt, ob man so ein BMW-Getriebe mit zehn 8×12 an den Motorblock dübeln kann. Vielleicht hält das besser als die Spar-Serienlösung.

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