Montag,16.Mai 2022
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Gold und Silber: US-Banken bauten Short-Positionen ab

Die mit Gold-Futures handelnden US-Banken haben ihre Vorwärtsverkäufe zuletzt deutlich reduziert. Das gilt auch für die Silber-Futures.

Goldpreis

Im vergangenen Monat erreicht der Goldpreis auf Basis des Londoner Referenzpreises noch einen Durchschnittskurs von 1.933 US-Dollar pro Unze. Mittlerweile steht der Kurs wieder deutlich tiefer, bei zuletzt rund 1.880 US-Dollar.

Gold-Banken an der COMEX

Wie die aktuellen Daten zur Bankenbeteiligung am US-Gold-Futures-Handel zeigen, haben die dort aktiven Institute im Vormonatsvergleich ihre Goldverkäufe teilweise stark reduziert. Aus dem Bank Participation Report der Börsenaufsicht CFTC geht hervor, dass die Netto-Short-Position der (fünf) US-Banken auf Gold per 3. Mai 2022 um 14 Prozent gefallen ist auf 61.016 Kontrakte.

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Short-Positionen abgebaut

Das heißt, sie standen netto mit umgerechnet 189 Tonnen Gold auf der Short-Seite. Das ist der niedrigste Wert seit Anfang Februar. Währenddessen summierte sich die Netto-Short-Position aller Banken auf 131.203 Kontrakte (umgerechnet 408 Tonnen). Damit sanken deren Vorwärtsverkäufe gegenüber Vormonat um 10,5 Prozent.

Silber-Shorts stark reduziert

Noch stärker auf (nur ebenfalls nur fünf) US-Banken ist der Silber-Futures-Handel an der COMEX konzentriert. Diese hielten Anfang Mai eine Netto-Short-Position auf Silber im Umfang von 27.634 Kontrakten. Damit standen diese Häuser mit umgerechnet 4.297 Tonnen Silber auf der Short-Seite.

Allerdings sehen wir hier den niedrigsten Wert seit November 2021 und einen Rückgang um satte 22 Prozent gegenüber Vormonat. Der Silberpreis kam im April um 5,5 Prozent zurück. Damit könnte man auch argumentieren, die US-Banken nutzten den Kursrückgang, um sich von Risiken eine steigenden Silberpreises zu befreien.

Hintergrund Silber- und Gold-Futures

Die Banken nehmen im US-Futures-Handel in der Rolle der Market Maker oft die Gegenposition der spekulativen Investoren ein. Aber sie handeln auf Silber und Gold auch auf eigene Rechnung. In der Vergangenheit bauten die Banken bei steigendem Goldpreis/Silberpreis regelmäßig ihre Netto-Short-Position auf, während sie bei fallenden Kursen Terminverkäufe glattstellten.

Wobei die Netto-Short-Positionen der Banken in den vergangenen Jahren immer dann einen Tiefpunkt erreichten, wenn die Edelmetall-Kurse besonders stark gefallen waren. Hingegen war bei einer besonders hohen Short-Positionierung im Bankensektor oft mit einem Kursrückgang zu rechnen.

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14 Kommentare

  1. Nicht nur das. Die Medien schreiben:
    Grosse Sorgen um den Bitcoin. Massive Verluste.
    Gold und Silber bauen auch weiter ab, der Dollar legt zu.
    Wie mächtig das US gesteuerte Bankensystem ist, hat nun wohl auch der Letzte erkannt.
    Von wegen, der Dollar ist pleite. Wir sind pleite, so schauts aus.
    Schimpfen hilft nichts, es lässt nur eigenen Dampf ab.
    :).
    If you cant beat them, then join them.
    Das derzeitige Finanzsystem ist nicht nur das Stärkste, es ist auch das beste, das wir haben können.
    Meine Goldträume rücken wieder näher. Die 1800 Dollar sind in Sicht.

    • @ Maruti

      Grüß dich servus aus Wien,stimmt das der Bitcoin fällt, ist aber wie bei Gold !!!
      Gold habe ich immer noch bei 1588-1624.- 1652.-im Auge
      Und bei Bitcoin sollte 22.248-26.870.- noch kommen, und vielleicht sogar die 17.866.-
      Lass es dir gut gehen

      • @Ukunda
        thanks. Ich warte seit 2 Jahren nun auf die 1600 +-
        beim Gold.Beim Bitcoin habe ich leider keine Ahnung, wie man den kauft. Hast Du einen Tip ?
        Müsste ein hartes Wallet ausserhalb der Banken sein, also eines auf Papier.
        Grüsse auch nach Wien. Bin derzeit wieder mal in Sizilien. ( Ragusa). Sonnige Grüsse von dort.

        • @ Maruti

          Ich habe Silber Gold+Bitcoin Das übrigens sehr gut Gold unterstützt. Ich dachte bis vor einem Jahr noch das Bitcoin ein Scam ist und nur das Geld von Gold weglocken soll.
          Habe meine Meinung dazu geändert man braucht beides. Ich habe mir von der Schweiz die Bitbox ( nur die für Bitcoin ) gekauft,ein Konto bei Bitpanda eröffnet und dann kaufe ich einfach in 1000.- euro schritten ein bei den Unterstützungen,bis ich genau einen Bitcoin habe.die lade ich dann auf die Bitbox rüber, thats it
          Mein Löwenanteil bleibt aber Gold und Silber

    • @Maruti
      „Das derzeitige Finanzsystem ist das beste, das wir haben können.“
      Die jahrelange gesammelte Kritik ist offensichtlich völlig an Dir vorbeigegangen.
      Bist Du sicher, dass Du in einem Goldforum richtig aufgehoben bist? Nur zur Info: Gold und Silber sind die Negation des herrschenden Finanzsystems. Wer sein hart erarbeitetes Geld vor Banken und Versicherungen in Sicherheit bringen will, setzt auf EM.
      Was für eine Rolle spielst Du hier? Finanz-Systemlinge hätte ich hier nicht erwartet.
      Stockholm-Syndrom?

      • @Christian

        Ganz gut beobachtet. Bin stiller Leser seit…ewig. Und konnte mir über die Jahre über den Toto oder wie auch immer er sich gerade nennt eine Meinung bilden: Ein pseudokritischer Gold-Basher, der völlig unbeleckt von ökonomischer Kenntnis ist (da stimme ich 100% Krösus zu). Zudem USA- und Finanzsystemnah. Muss man nur reaktionär genug auftreten, um das bei einigen hier vergessen zu machen??
        Meine Güte, ein Glück, dass hier der Translator, der Thanatos und die Klapperschlange und manch einer mehr (die ich hier nicht nenne) schreiben. Sonst……

        So, das musste mal raus.
        Bei der Gelegenheit: Danke, danke, danke an den Goldreporter!
        Das Nachschauen beim GR ist meine tägliche Routine!

      • @christian
        Ich habe nicht gesagt, dass das Finanzsystem fehlerfrei ist. Selbst wenn es das wäre, heisst das noch lange nicht, dass auch die Menschen, welche es bedienen, fehlerfrei sind. Auch ein völlig fehlerfreies Auto, das beste, welches es gäbe, kann Unfälle verursachen, wenn jemand Vorwärts mit Rückwärts verwechselt.
        Zusammenfassend meinte ich:
        Wir haben zur Zeit kein besseres Finanzsysten, es ist zur Zeit das beste, was wir haben können.
        Aber selbst wenn Sie, Christian, ein besseres kennen würden, würde auch das nichts nützen, wenn der Mensch nicht besser ist.
        Alles klar ?, Wenn nein, dann vergessen Sie es einfach.

      • @ Christian

        Sorry finde deine Kritik eher haltlos
        Dieses Finanzsystem ist nur für die Eliten !!!!!
        Und noch etwas …sieh dir mal den Goldchart zur Zeit der Weimarer Republik an,der erinnert stark an Zeiten wie heute,stark rauf und stark runter. Und nur die starken Hände werden gewinnen, alle anderen werden teilweise fast alles verlieren.
        Leider vergessen hier einige, das wir gemeinsam gegen dieses System kämpfen

        • @Ukunda
          Ganz im Gegenteil, haltlos ist eher das Geschwätz über den Bitcoin. Hat nicht gerade Thanatos die 50%-Verluste beschrieben? Vollständig unbeeindruckt bringst Du weiterhin unter das Volk, das man das Zeug „braucht“.
          Was soll das?

          • @christian
            Warum schimpfen so drauf los, anstelle zu sagen, dass Sie anderer Meinung sind.
            Mit dem Bitcoin hätten Sie nun ein anderes Finanzsystem. Gut, das gefällt Ihnen auch nicht, aber das kann man doch anders ausdrücken.
            Doch meine Frage, welches Finanzsystem Sie gerne hätten, damit wir diskutieren können, die bleiben Sie auch schuldig.
            Himmel, Christian, wollen Sie tatsächlich mit einem Sack Silber oder Goldmünzen nach Fuerte Ventura fliegen und dort den Urlaub bezahlen oder das Abendessen ?
            Wir brauchen ein Bezahlmittel und das kann doch nur Geld sein. In Papierform oder digital, wie Sie es wünschen.
            Gold und Silber sind nun mal Schatzmittel, zur Langzeit-Aufbewahrung und völlig ungeeignet für den schnellen Verzehr.

    • Maruti:
      Das ist vielleicht eine Frage des Blickwinkels. Aus Sicht des schwachen und immer weicher werdenden Euros steht der Dollar besser da. Aber hinter dem Dollar stehen ein großer Militärapparat und der Wille, diesen rücksichtslos einzusetzen. Das Gold hat den Abwärtstrend der vergangenen Wochen hingegen gut überstanden. Und zwar ohne Militär und ohne Rücksichtslosigkeit.

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  3. Synchronspringen für Arme: Der Frechdachs und der ShitCoin [© by Falco] belieben weiter abzustürzen.

    Die Volatilität der Krypto’währungen‘ ist bekanntlich extrem, aber ein ‚Wert’verlust von 31 Prozent innerhalb von sechs Wochen ist schon eine Hausnummer. Von seinem Allzeithoch im November 2021 hat er mehr als 50 Prozent an Wert eingebüßt. Institutionelle Anleger stellen überrascht fest, dass der KryptoShit kein sicherer Hafen ist.

    https://www.btc-echo.de/schlagzeilen/bitcoin-abverkauf-setzt-sich-fort-140738/

    Aber selbst wenn so mancher Marktstratege demgegenüber ein „outperformendes“ Gold zu erkennen glaubt – selbiges bewegt sich aktuell in schwierigem Fahrwasser. Die negative Korrelation zu den steigenden US-Anleiherenditen [alleine von Freitag Mittag bei 3,08 Prozent auf aktuell 3,18 Prozent] scheint voll intakt zu sein. Obschon immer noch im negativen Bereich, sind selbst die Realzinsen gestiegen.

    Was erlauben Dollar? Der Dollar-Index marschiert ebenso synchron, quasi Hand in Hand mit den Renditen – diesmal aber up to the moon.

    https://finanzmarktwelt.de/goldpreis-gold-faellt-massiver-druck-233802/

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  5. Börsen-Crash voraus:

    Der S&P 500-Index beendete am Freitag seine fünfte Woche mit Kursverlusten, die
    längste Verlustserie seit Juni 2011, da der anfängliche Optimismus nach der Sitzung der
    Federal Reserve schwand. Wachstums- und Technologiewerte stehen weiterhin unter
    Druck, und die Rendite der fünfjährigen US-Staatsanleihen hat mittlerweile den
    höchsten Stand seit September 2008 („Hallo, Herr Lehmann – nett, Sie wieder mal zu
    sehen !“) erreicht, da die Anleger befürchten, dass höhere Renditen das künftige
    Gewinnwachstum gefährden.“

    https://stockcharts.com/h-sc/ui?s=%24UST5Y&p=D&st=2008-05-08&id=p88243390691

    Und was machen die 10-jährigen US-TBonds?

    https://stockcharts.com/h-sc/ui?s=%24UST10Y&p=D&st=2008-01-20&id=p47655170872

    („Ach, – Herr Lehmann: was ich Sie schon immer mal fragen wollte:
    warum hatten die großen US-Ratingfirmen den Lehmann-Brothers noch
    zwei Tage vor dem Crash Bestnoten im Rating vergeben ?“
    )

    Halten wir zur Lehmann-Pleite also fest:
    die US-Rating-Firmen versagten als Frühwarnsystem auf ganzer Linie !“

    Also: weg damit – völlig unnütz!

    ✌(༼•!•༽)✌

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