Sonntag,22.Mai 2022
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Goldpreis und Aktien: Gefährliche Crash-Suppe

Gold, Goldpreis, Termine, Aktien (Foto: Goldreporter)
Alle Anklageklassen kommen derzeit unter Druck. Auch der Goldpreis ist schwächer in die neue Woche gestartet (Foto: Goldreporter).

An den Märkten braucht sich einiges an Ungemach zusammenzubrauen. Alle Anlageklassen müssen Federn lassen. Das bringt die neue Berichtswoche!

Aktien und Goldpreis unter Druck

Die neue Handelswoche hat erneut mit Verlusten begonnen. Dabei geht es nicht nur an den Aktienmärkten weiter abwärts (DAX auf 2-Monats-Tief), auch die Kurse der Edelmetalle und Kryptowährungen waren einmal mehr unter Druck.

Am heutigen Montag um 14:15 Uhr notierte der Goldpreis am Spotmarkt mit 1.861 US-Dollar pro Unze. Das entsprach 1.763 Euro. In beiden Fällen ging es gegenüber Vortag etwas mehr als 1 Prozent nach unten. Bei Silber betrug das Minus mit 21,88 US-Dollar beziehungsweise 20,71 Euro pro Unze gut 2 Prozent.

Crash-Suppe

Und nach wie vor braut sich eine komplexe Crash-Suppe zusammen. Am Morgen kamen schlechte Nachrichten aus China. Der Außenhandel ist schwer in Stocken geraten, unter anderem wegen der harschen (Null-)Covid-Politik.

Dagegen bereiten sich Anleger in den USA auf weitere Zinsanhebungen vor. Die Rendite 10-jähriger 10-Bonds ist mittlerweile auf 3,19 Prozent angestiegen. Nebenbei signalisiert nun auch die EZB eine gewisse Bereitschaft für Zinsanhebungen, womöglich im Sommer. Und der Krieg in der Ukraine wirkt sich weiterhin auf vielen Ebenen negativ auf die Volkswirtschaften aus. In diesem Umfeld steigen insgesamt die Finanzmarktrisiken. Auch deshalb, weil die dramatische Talfahrt vieler großer Tech-Konzerne und die große allgemeine Kursvolatilität Fonds und Banken in ernste Bedrängnis bringen könnte.

Konjunkturdaten

Was steht in dieser Woche noch an potenziell marktbewegenden Terminen an? Am Dienstag erscheint der ZEW-Index, der hierzulande die Stimmung an den Kapitalmärkten widerspiegelt. Außerdem melden sich gleich drei Fed-Mitglieder in öffentlichen Auftritten zu Wort (Mr. Bostic, Mr. Kashkari, Mrs. Mester).

Neue Inflationsdaten

Am Mittwochnachmittag wird die US-Inflationsrate für den Monat April bekanntgegeben. Erwartet werden 8,1 Prozent jährliche Inflation, nach 8,5 Prozent im Vormonat.

Der Donnerstag verspricht neben den wöchentlichen US-Arbeitsmarktzahlen die US-Erzeugerpreise im April. Und am Freitag werden die Industrieproduktion der Eurozone im März sowie das Verbrauchervertrauen der Uni Michigan veröffentlicht.

Aussichten Goldpreis

Dass neben Aktien und Anleihen auch Edelmetalle unter Druck geraten, ist kein sonderlich gutes Zeichen. Denn häufig steht dies im Zusammenhang mit einem erhöhten Cash-Bedarf unter institutionellen Investoren. Dabei folgen auf Marktschocks und Krisen nicht selten Turbulenzen im internationalen Bankensystem. Aber noch gibt es diesbezüglich keine konkreten Hinweise, außer bislang nicht bestätigten Gerüchten über Probleme bei einem amerikanischen Hedgefonds.

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18 Kommentare

  1. Den institutionellen Investoren wird es laut eignen angaben gar nicht erlaubt physisches Gold zu halten außer natürlich in Papierform .Woher also soll das Gold kommen das verkauft werden soll ? Das ist meine mMn nach nur Propaganda in wirklichkeit wird da ordentlich nachgeholfen um den Goldpreis runterzubringen damit es eben nicht zur großen Flucht in die Edelmetalle kommt .

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  3. Eben. Cash, der Gegenspieler zum Gold. Fällt Gold, steigt Cash in Wert. Letztendlich heisst das aber auch, Rezession und Depression voraus.
    Doch diesmal wird nix bit Waren billiger, wie es in einer Rezession üblich ist.
    Warum ? weil es zu wenig Waren gibt und diesmal kein Überangebot mit Preiswettkämpfen.
    Man könnte es auch Stagflation oder Depressions Inflation nennen. Da wünsche ich den Bürgern nur,
    Gott sei mit euch.Denn ihr müsst den Gürtel enger schnallen, mindestens 5 Löcher.
    Es wird nichts sein mit mehr Lohn oder Kurzarbeiter Geld oder Phantasien mit Energiepauschalen oder ähnliches.
    Der Staat wird kein Geld für solchen Unfug haben.

    • @Maruti Wenn der Staat kein Geld hat dann druckt er halt welches, das ist doch kein Problem in der modernen Draghionomie….

      • @materialist
        Genau. Das tut er. Nur, das ändert nichts.
        Der Wert des gedruckten Geldes, sprich die Kaufkraft, ändert sich mit, nach der Formel e=mc^-2. Doppelte Geldmenge, 4 facher Kaufkraftverlust. Auch Simbawe Theorem genannt.

    • @Christian
      Und welche Konjunktur meinen Sie? Die des Geldverlierens für Unerfahrene? Wenn Sie hier schon Ratschläge zur Geldanlage im Netz streuen, sollten Sie nicht vielleicht wenigstens die Risiken bei Sammlermünzen nennen, soweit Sie die überhaupt kennen. Das sind z.B. : Wer weiß sich als Anleger schon , inwieweit Jahrgang, Erhaltungsgrad und Auflage den Kaufpreis real widerspiegelt und wer kann zukünftige Trends und Flauten erahnen. Ältere Jahrgänge haben oft einen geringeren Goldanteil. Und wer kann schon so langfristig agieren , das er die Münze nicht ggf. unter Goldwert verkaufen muss. Seltene und gute Münzen sind für Normalverdiener ohnehin nicht erschwinglich.

      • @Goldhase
        Stimmt, das ist vielleicht der Nachteil im seminumismatischen Bereich: Man muss sich reinfuchsen, sich mit den einzelnen Münzen beschäftigen. Mir macht das Spaß. Man muss auch den Markt beobachten, nicht alles, was mir gefällt, ist auch bei anderen stark nachgefragt. Und dann kann ich mich oft nicht von meinen Lieblingen trennen;).
        Gold (nicht viel) horte ich nur. Handeln tue ich mit modernen Silberunzen, sehr beliebt sind die Queens Beasts, Pandas, Kookaburras, Schwan, Wedge Tailed Eagles, die Serien der südkoreanischen Komsco-Mint usw. Früh kaufen, 2 Jahre warten, ganz einfach. Dt. Kaiserreich ist auch sehr beliebt.
        Bin aber kein gewerblicher Händler, ist alles nur Hobby:).

      • Goldhase:
        Die Konjunktur gibt es schon. Und zwar in der Welt der Schönrechner. Dort schadet kein Gas-Embargo und die Energiewende liefert fantastische Resultate. Der Euro ist dort eine Hartwährung und die Inflation ist bestenfalls vorübergehend. Und wenn mal was nicht funktioniert, dann ist Corona schuld (oder Putin).

        • @Racev
          Der Euro als Hartwährung, der war gut. Wie flexibel Notenbanken bei ihren Prognosen sind sehen wir ja gerade bei der Vereinigung privater Banker FED. Erfolgreich noch ein paar Jahre Zeit geschunden und Zinsen weiter künstlich niedrig gehalten. Und nun mit voll in die Inflation.
          @Goldi
          Das mit dem Goldpreis sehe ich wie Sie. An eine Flucht ins Gold in diesem
          Finanzsystem ist nicht gewünscht. Relikt, barbarisch usw.

          • Goldhase:
            Wieso, das ist doch ein Super-System?! Die Club-Med-Länder konnten nicht abwerten, weswegen sie wettbewerbstechnisch ins Hintertreffen gerieten. Folge: Wirtschaft runter und kein Geld. Damit wir unseren Export hochhalten können, verkaufen wir diesen Ländern unsere Autos, Maschinen, etc. auf Pump über das Target-2-System. Genauer gesagt schenken wir ihnen unsere Produkte, denn Geld werden wir niemals bekommen. Auf dem Papier steht unser Außenhandel gut da und die Italiener fahren deutsche Autos für lau. Auf Neuhochdeutsch nennt man das dann eine Win-Win-Situation. Das der Euro in den letzten zwölf Monaten ggü. dem Dollar über 10,00 % abgewertet hat, war wohl ein vorübergehender Zufall.
            Ich wünsche mit mittlerweile den Aufprall möglichst zeitnah. Dieser Unsinn muss endlich aufhören.
            MeisterEder könnte hierzu bestimmt Interessantes beisteuern. Leider liest man seit einiger Zeit nichts mehr von ihm.

    • @christian
      Das ist doch etwas anderes. Genau so gut könnten Sie sagen, sammelt einfach Briefmarken, Artefakte oder Schallplatten.
      Warum ?
      Für all das brauchen Sie einen „Markt“ von entsprechenden Liebhabern.
      Nehmen Sie das Beispiel Auto.
      Wert nach Liste: 30.000 Euro.
      Sie peppen das auf, mit allen möglichen Zubehörteilen, tiefer gelegt, Spoiler, Lackierung, Stereo Anlage usw.
      Das Problem, Sie bekommen keine 30.000 beim Verkauf.
      Weil der entsprechende „Liebhaber“ für derartiges rar ist.

        • @christian
          Ja, einen Markt wird es immer geben. Fragt sich dann halt wo und was der bietet. Ob diese Art von Münzen in 30 Jahren jemand habe will. Vielleicht irgendwo auf der Welt, möglich.
          Ich denke, freuen Sie sich am sammeln und an der Münze, aber denken Sie bloss nicht an Profit.
          Da sind schon genügend Sammler abgestürzt.
          Bei Bildern, Perserteppichen, Vasen, Lampen ect.
          Bei Goldhändlern brauchen Sie es gar nicht versuchen. Aber, wie wäre es mit Uhren, wenn man schon sammelt.
          Eine Patek Phlilippe, eine Rolex, Blanchain, kann man immer ganz gut verkaufen und wenn es an Russland sein sollte.
          Ich habe meine Rolex Submariner in der Türkei mal einem reichen Russen um glatt das doppelte verkauft. Weil er sie unbedingt haben wollte.
          Er hätte 2 neue davon haben können, aber er wollte genau diese, mit welcher er mit mir zusammen tauchen war.

    • Bauernbua:
      Es wiederholt sich immer wieder. Die Leute werden geködert, die Gier siegt und am Ende haben andere das Geld. Den Profiteuren sind EM ein Dorn im Auge, denn sie binden das Geld in der Regel dauerhaft.
      Aber im Grunde genommen können die Edelmetaller froh sein. Solange die Menschen ihr Geld in das Finanzcasino werfen, gibt es noch Ware zu kaufen.

    • @Bauernbua
      Hallo wieder.
      An die wirklich lukrativen Aktien, Anlagen kommt unsereins so gut wie nicht dran und wenn, dann bereits hoffnungslos überteuert.

  4. Wenn die Pressestelle der Finanzmafia sagt das der Goldpreis sich ungewöhnlich verhält um dann mit der schwachsinnigen argumentation zu kommen das Gold als sicherer Hafen ausgedient hat dann weiß man was die Golddrückung bezwecken soll . In einem anderen Artikel hab ich gelesen das Gold in einer modernen Welt nichts zu suchen hat , das ist alles dummes geschwafel und am liebsten würden sie den Menschen das wort Gold aus den Gehirnen ausradieren eben weil Gold ein großes hindernis für die Finanzmafia ist . Gerade in so einem Umfeld macht es am meisten sinn den Goldpreis stärker zu manipulieren um dann zu behaupten das Gold kein sicherer Hafen ist damit die Menschen nachhaltig vom Goldmarkt fernbleiben . Man muss wissen das zig milliarden für think tanks ausgegeben werden um zu studieren wie sie die Menschen besser beeinflussen bzw steuern können .

    Gold’s Strange Behavior Shows It’s No Haven
    https://www.bloomberg.com/opinion/articles/2022-05-09/personal-finance-gold-s-strange-behavior-shows-it-s-no-haven

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  6. @Goldi Wobei beeinflussen und steuern noch sehr freundlich ausgedrückt iat,man könnte glatt auch vera,,,,,,,,, sagen,

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