Donnerstag,01.Dezember 2022
Anzeige

Gold- und Silberpreis belastet: US-Rendite fast bei 4 %

Gold, Renditen Anleihen
Die Rendite 10-jähriger US-Staatsanleihen erreichte am Dienstag fas t 4 Prozent. Der US-Dollar zeigt sich weiter stark. Das ist ein Belastungsfaktor für Gold und Silber.

Am Anleihemarkt sind die Renditen 10-jähriger Staatsanleihen erneut deutlich angestiegen. Gold und Silber geraten nach der der Erholung in der Vorwoche erneut unter Druck.

Gold und Silber

Am Dienstagvormittag um 9 Uhr notierte der Goldpreis am Spotmarkt mit 1.665 US-Dollar pro Unze. Das entsprach 1.719 Euro. Damit verzeichnete das Edelmetall gegenüber Vorwoche einen Kursrückgang von 2,5 Prozent. Auf Euro-Basis betrug der Anschlag lediglich 0,7 Prozent.

Dagegen kam der Silberpreis um 7 Prozent zurück auf 19,39 US-Dollar. Parallel ergab sich ein Kursverlust von 5,4 Prozent auf 20,00 Euro. Damit gerieten die Edelmetall-Kurse nach dem Aufschwung in der Vorwoche wieder unter Druck.

Zinserwartungen

Begleitet wird diese Entwicklung durch eine entsprechende Bewegung am Anleihemarkt. Denn hier sehen wir bei den Renditen 10-jähriger Staatspapiere wieder deutlich gestiegene Aufschläge, nach der Erholung in der Vorwoche. Die robusten US-Arbeitsmarktdaten vom Freitag festigten die Erwartungen an weitere kräftige Zinsanhebungen in den USA. Aktuell liegt die Federal Funds Rate bei 3,00 bis 3,25 Prozent. Und am US-Terminmarkt wird im Rahmen der Fed-Sitzung am 1./2. November ein weiterer Zinsschritt um 75 Basispunkte mit einer Wahrscheinlichkeit von knapp 79 Prozent gehandelt.

Steigende Renditen

So rentierten 10-jährige US-Bonds am Dienstag mit 3,99 Prozent (Vorwoche: 3,63 Prozent). Stark gestiegen sind auch die deutschen Renditen. Denn 10-jährige Bunds werden am Markt mit 2,35 Prozent verzinst. Entsprechend rauf ging es auch mit den Zinsen im Rest des Euroraumes. Griechische und italienische Staatsanleihen rentierte jeweils deutlich über 4 Prozent. Aber auch in Großbritannien steigen die Rendite weiter an, auch zuletzt hohe 4,46 Prozent.

Banken-CDS

Die Credits Spreads (Credit Default Swaps) im Bankensektor sind bei einigen Banken gegenüber Vorwoche weiter gestiegen. Dagegen kam die Prämien Kreditausfallversicherung bei Credit Suisse und den britischen Instituten zurück. Hier zeichneten sich aus unterschiedlichen Gründen zuletzt erhöhte Spannungen ab.

Banken, CDS, Credit Suisse
Quelle: Deutscher Derivate Verband / Berechnungen: Goldreporter.de

Anleihe-Renditen und Gold

Welchen Einfluss haben die Anleiherenditen auf den Goldpreis? Generell lässt sich sagen: Wenn Staatsanleihen mit guter Bonität höhere Zinsen bringen, dann steigt deren Attraktivität unter defensiv ausgerichteten institutionellen Investoren. Dagegen wirkt das zinslose Gold als Anlageform dann in normalen Zeiten für solche Kapitalverwalter weniger lohnenswert. Auf solche Einflüsse reagieren auch automatisierte Handelssysteme.

Allerdings sind die Anleiherenditen nur einer von vielen Aspekten, die eine Rolle bei der Entwicklung von Gold-Nachfrage und Goldpreis spielen. Wenn an den Kapitalmärkten sichere Häfen gesucht sind, steigen die Edelmetalle oft, während die Anleiherenditen sinken (steigende Anleihekurse).

Goldreporter-Ratgeber

Genial einfach, sicher und günstig: Gold vergraben, aber richtig!

Was tun bei Goldverbot oder Goldengpass? Notfallplan für Goldanleger

Abonnieren Sie den kostenlosen Goldreporter-Newsletter und erhalten Sie den Spezial-Report "Vermögenssicherung mit Gold" (PDF) kostenlos! Weitere Informationen?

4 Kommentare

  1. Die 1660 Dollar beim Gold sind gefährlich nahe, mit zur Zeit 1662 Dollar. Werden 1660 zum Tagesschluss unterschritten, könnten wir noch diese Woche 1620 oder gar 1615 sehen. Damit wäre die Ralley beendet und Bärenland erreicht.
    Ob man noch warten soll, auf mögliche 1550 Dollar im Dezember ?
    In EUR eher nicht, denn der fällt womöglich im Gleichschritt mit, wenn die EZB jetzt nicht auf den Tisch haut und die PIGS Länder an die Kantare nimmt.
    Was heisst, Zinsen mindestens rauf auf 5-6% und das Tricksen mit einem hintenherum QE für eben diese Länder sein lässt.

    • Die Pigs? Aktuell kopiert doch Deutschland deren „solides“ Finanzgebaren, nur dass dann niemand mehr da ist, für den ganzen Schlamassel zu haften

  2. „Wenn Staatsanleihen mit guter Bonität höhere Zinsen bringen, dann steigt deren Attraktivität unter defensiv ausgerichteten institutionellen Investoren“

    Ja und die bonität wird von privaten US Ratingsagenturen die der Finanzmafia gehören bestimmt wohl deshalb werden unliebsame Staaten schnell abgestuft während der US Pleitestaat immer sein triple AAA bekommt lol

Schreiben Sie einen Kommentar

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie Ihren Namen ein

Anzeige

Letzte Beiträge

 

Unsere Spezialreports und Ratgeber sind erhältlich im Goldreporter-Shop!

Anzeige