Samstag,02.März 2024
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Gold verlässt tonnenweise die Schweiz: China und Indien im Fokus

Die Schweiz lieferte im Juni mehr als 100 Tonnen Gold nach Asien. China, Indien und die Türkei waren die größten Abnehmer.

Gold für China, Indien, Türkei

Im vergangenen Monat hat die Schweiz 117,72 Tonnen Gold exportiert. Davon gingen alleine knapp 31 Tonnen nach China, 23 Tonnen nach Indien und 13 Tonnen in die Türkei. Die Daten stammen aus dem aktuellen Monatsbericht der Eidgenössischen Zollverwaltung.

Gold, Goldbarren, Raffinerie, Altgold (Bild: Goldreporter)
Schweizer Raffinerien verarbeiten beliebiges Ausgangsmaterial (Rohgold, Altgold, Investmentbarren etc.) in handelsfähige Goldprodukte – etwa in 1-Kilogramm-Goldbarren für den asiatischen Markt (Bild: Goldreporter)

Schweizer Goldexporte

Insgesamt entfielen 101 Tonnen auf Lieferungen in asiatische Länder. Dabei hatten die Schweizer Goldexporte im Juni insgesamt einen Wert von 6,69 Milliarden CHF (6,95 Mrd. Euro). Aber während das Volumen im Vormonatsvergleich um 23 Prozent sank, hat die Schweiz gegenüber dem Vorjahresmonat 37 Prozent mehr Gold exportiert. Hintergrund: Schweizer Raffinerien bedienen bis zu zwei Drittel der weltweiten Nachfrage nach verarbeitetem Gold.

Goldimporte Schweiz

Dazu liefern die Länder natürlich auch massenhaft Edelmetall in die Schweiz. Im Juni waren es 167 Tonnen im Wert von 5,86 Milliarden CHF (6,09 Mrd. Euro). Dabei gingen die Lieferungen zuletzt zurück – um 39 Prozent gegenüber Vormonat und um 7,7 Prozent gegenüber Vorjahr.

Gold, Importe, Schweiz

Goldexporte, Schweiz, Tonnen

Größte Lieferanten von Gold mit hohem Feingehalt (bereits verarbeitetes Metall, in der Regel Feingold) waren die USA mit 24 Tonnen, Kanada mit 11,8 Tonnen und Südafrika mit 9,7 Tonnen. Hierbei handelt es sich um bereits raffiniertes Edelmetall. Außerdem kamen größere Mengen an Rohgold aus Peru (19 t) und Chile (20 t).

Hintergründe Gold-Transfers

Hinweis: Bei dem genannten Metall handelt es sich gemäß der Eidgenössischen Zollverwaltung um „Gold, einschl. platiniertes Gold, in Rohform, zu anderen als zu monetären Zwecken (ausg. als Pulver)“. Darüber hinaus erhalten Sie mehr Informationen über die internationalen Goldtransfers in unserem Interview mit der Leiterin der London Bullion Market Association, Ruth Crowell: LBMA-Interview: „Warum steht der Goldpreis nicht höher?“

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3 Kommentare

  1. Interessant, China & Indien haben in Juni 2023 kein einziges Stück Gold nach Schweiz Exportiert, aber dafür jeweils 31 t. und 23,4 t. Importiert.
    Gold scheint für beide Länder ein hohen Stellenwert zu besitzen, hm. Warum wohl? Speziell China hat unmengen an verschiedenen Rohstoffen, trotzdem importieren die große Mengen. Die Industrie in China ist ein Moloch, die braucht große Mengen an Energie und Rohstoffen.
    Ein Beispiel, die Vale S.A. Brasil größter Eisenerz Förderer Global. 80 % der Jahres Produktion werden nach China exportiert, die BRICS+ Staaten haben die Rohstoffe. Was hat der Westen anzubieten?

    • @bigdriver
      Ich bin da nicht so sicher, vielleicht kann GR aufklären.
      Wenn ein Land Gold in die Schweiz zur Aufarbeitung schickt, kann es sein, dass dieses aufgearbeitete Gold erst 2 oder 3 Monate später wieder zurück geliefert wird.
      Und es scheint dann so, es wurde im betreffenden Monat nur etwas importiert, aber nichts exportiert.
      Die Schweiz ist nun mal der grösste Goldverarbeiter der Welt. Dort entsteht 99.99 % reines Gold durch einen chemischen Prozess.
      Denn, der Investor will aufs Milligramm genau wissen, wieviel Gold drinnen ist. Was nachvollziehbar ist.

  2. @Maruti
    Nicht alles auf der Goldwaage legen was ich schreibe:)
    Es ist nun mal so das die BRICS+ Staaten die meisten Rohstoffe haben, speziell China ist für den Westen sehr wichtig. Dieses hin und her, seitens der USA und viele ihre EU Lakaien ist nur eine große Show. China braucht den Westen um zu expandieren, der Westen braucht China um billiger zu produzieren. Ausserdem ist China ein sehr großer Absatzmarkt und nicht zu vergessen wichtige Rohstoffe.
    Das die Chinesen ihre Staatliche Goldreserven erhöhen, und die US Schuldenpapiere reduzieren spricht für sich. Trotzdem kann ich mir nicht vorstellen das die BRICS+ eine Abschaffung des Dollars als Ziel haben, die Auswirkungen global wären fatal.

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