Freitag,21.Juni 2024
Anzeige

Gold weiter stark, aber ETF-Investoren zögern

Der im Vorwochenvergleich starke Preisanstieg bei Gold und Silber führte nur in geringem Maße zu höheren Beständen beiden großen Edelmetall-ETFs.

Silber- und Goldpreis

Am gestrigen Donnerstag schloss der Goldpreis im US-Futures-Handel mit 2.047 US-Dollar pro Unze (Februar-Kontrakt). Das entsprach 1.871 Euro. Silber kostete zum gleichen Zeitpunkt 24,63 US-Dollar beziehungsweise 22,51 Euro pro Unze. Damit stiegen die Edelmetall-Preise im Vorwochenvergleich wieder deutlich an. Gold kletterte um 2,5 Prozent beziehungsweise 1,9 Prozent (in Euro). Dagegen sprang der Silberpreis um 7,5 Prozent oder 6,9 Prozent nach oben.

Gold, Goldpreis, ETF, SPDR Gold Shares
Entwicklung der Goldbestände im SPDR Gold Shares (GLD) seit September: Trotz Goldpreis-Hoch seit Wochen nur wenig verändert.

Damit haben die Edelmetalle den Schwung nach der Fed-Sitzung weiter mitgenommen. Während an den Aktienmärkten zuletzt etwas Druck aufkam, schlosss der Goldpreis am US-Terminmarkt zuletzt fünf Tage in Folge über 2.030 US-Dollar pro Unze.

Größter Gold-ETF

Die Antwort von ETF-Investoren ist weiter verhalten. Denn beim SPDR Gold Shares (US-Börsenkürzel: GLD) sehen wir per 20. Dezember 2023 im Vorwochenbergleich eine Bestandszunahme um 0,29 Tonnen auf 878,25 Tonnen. Dabei flossen dem größten ETF seiner Art netto 130 Millionen US-Dollar an Investorengeldern zu. Pro ausgegebenem Anteilsschein muss der GLD-Betreiber eine Zehntel Unze Gold physisch einlagern.

Größter Silber-ETF

Eine ähnliche Entwicklung gibt es beim iShares Silver Trust (SLV). Hier stieg das Silberinventar im Vorwochenvergleich um 59,81 Tonnen oder 0,4 Prozent auf 13.791,07 Tonnen. Dabei flossen dem Fonds netto 46 Millionen US-Dollar zu. Pro ausgegebenem Anteilsschein ist der Fonds offiziell mit einer Unze Silber physisch gedeckt.

Gold, Silber, ETF, GLD, SLV, Bestände

Einordnung Gold- und Silber-ETFs

Vergangene Rallys bei den Edelmetall-Kursen waren regelmäßig von deutlich steigenden Beständen in den entsprechenden Silber- und Gold-ETFs begleitet. Allerdings sind die Fonds-Bestände eher Nachläufer, die einem steigenden Silber- und Goldpreis mit zunehmendem Inventar folgen. Dann nämlich, wenn sich vor allem institutionelle Investoren über dieses Instrument („Papiergold“) auf dem Edelmetallmarkt positionieren. Abgesehen davon, erfreuten sich diese ETFs in den vergangenen Jahren steigender Beliebtheit unter jungen US-Anlegern, die Anteile über immer stärker verbreiteten Discount-Broker erwerben.

Anzeige

Goldreporter-Ratgeber

Genial einfach, sicher und günstig: Gold vergraben, aber richtig!

Was tun bei Goldverbot oder Goldengpass? Notfallplan für Goldanleger

Abonnieren Sie den kostenlosen Goldreporter-Newsletter und erhalten Sie den Spezial-Report "Vermögenssicherung mit Gold" (PDF) kostenlos! Weitere Informationen?

31 Kommentare

  1. Ob ETF-ler zögern ist völlig irellavant für den Goldpreis. Selbstverständlich steht der Goldpreis vor neuen Höhen und zwar die nächsten 40 Jahre. Warum? Ganz einfach, weil die Expofunktion von 8% p.a. das mathematisch vorgibt, weltweit. Alle kleinen „Zick-Zack-Kurven“ sind nichs anderes als kleinere Expofunktionen innerhalb eines breiten 100-jährigen Band, an denen man sich genüsslich abarbeiten kann und allerlei Kaffeesatz entdecken will.

    Es ist auch völlig wurscht, ob der Wertewesten hier Gold versucht zu manipulieren. Gold ist keine regionale Einzelaktie in einem Teil des Weltmarktes, sondern die einzige „Weltaktie“ in allen Ländern auf dem Globus, welche nur von den Expofunktionen des fractional-banking getrieben wird, da alle FIAT aus dem Nichts haben. Alle! Selbst wenn der Westen Gold manipuliert, wen juckts?
    Der Dollar (o. Euro) ist nicht der Fiat-Money- Gesamtmarkt. Wir sehen gerade, dass trotz Drückung der Fiat-Markt des „globalen Südens“ (BRICS+) dies kompensiert. Auch dort wirkt die gleiche Expofunktion, womöglich aber etwas verzögert bzw. schneller, da der Start des FIAT dort später, bzw. bei einigen früher begann.

    In Summe all dieser regionalen Expofunktionen aller weltweiten Fiat-Währungen bildet sich m.M. n. dieses 100-jährige lange 8%p.a.-Durchschnittsband. Womöglich sind die kleineren Fiat-Währungen schon in der stärkeren Aufwärtsbewegung, so dass diese jetzt schon viel stärker in die Ersatzwährung Gold umschichten, den Dollar oder Euro auch weniger trauen, da man ja auf der Expokurve sieht, dass dieses Fiat demnächst auch in diese höheren Regionen des Graphen kommen.

    Ich habe aufgrund meiner Forschung nochmals meine 8%-Expokurve bis 2064 verlängert. Bei 8% p.a. steht Gold dann bei 43.000€ und einem Winkel von 80°. (Im Vergleich stehen wir heute erst bei 30° – habe nochmal genau den Winkelmesser angelegt). Selbst da ist noch Luft nach oben. Ich werde mir das nochmal mit 9% und 10% p.a. anschauen, da ich vermute, dass sich der Exponent auch aller 10 Jahre um 1 Prozentpunkt heben könnte, wohl aufgrund dessen, dass andere Fiatwährungen der welt schon exponentieller steigen als der Duchschnitt.

    Zeichnen Sie sich ruhig mal eine 8% p.a.-Kurve von 1971 + 70 Jahre auf ein langes Blatt. Sie glauben ja nicht, was Sie daran plötzlich entdecken, worüber es sich lohnt nachzudenken und zu forschen. Das ist wichtig, da ein Investor immer wissen will, wann er wo bei seinem Invest stehen sollte.
    Grüße vom Commander

    • Korrektur: Im Jahr 2053, wo Gold bei 18.500 € sein müsste, sind wir bei einem Steigungswinkel des Graphen von 80°. Um diesen für 2064 zu ermitteln müsste ich mein Blatt um 1,35 m verlängern. Schätzungsweise sind es dann aber etwa um die 98°. Sorry für den Fehler.

        • @Gold Newbie
          Schon möglich.
          Daß der Liter Milch dann vielleicht 230.000.000.000 Euro kostet ist ja mit CBDC auch kein Problem mehr, muß man den 15-Zoll-Bildschirm des Smartphones an der Kasse nur horizontal halten, um die Zahl noch lesen zu können.
          Die Altersversorgung mit der zusammengesparten 100.000 Euro Bundesanleihe von 2023 reicht dann aber leider nicht mal mehr für einen Zahnstocher.

          • Haha – bzw. oh Gott, welch Dystopie. Ein Segen für alle die früher gehen dürfen (langsam verstehe ich meine Eltern und Großeltern).

            Aber Moment mal, lieber Meister: Sie glauben tatsächlich, es wird noch Milch geben, so richtige von Kühen?! Und nicht schon längst irgendwelche Formen von aufgelösten Insekten/synthetische Ersatznahrung? Sie sind ja geradewegs ein optimistischer Romantiker was die Zukunft betrifft!

    • @Commander
      Ist doch sicher alles nicht ernst gemeint. Gold steigt nicht, sondern der Euro verliert, sollte es ihn 2053 noch geben. Berechnen Sie doch einfach den Wertverlust des Euro. Vielleicht bezahlt man in diesem Jahr für ein Brot 365 Euro und für eine warme Wohnung 9500 Euro.
      Wobei hier die Wenigsten im Forum die Richtigkeit der Kurve noch kommentieren könnten.

      • Verehrter @Goldhase: Das ist alles ausgesprochen ernst gemeint. Ich muß das aus eigenem Interesse wissenschaftl. analysieren ud dazu gehört auch, gängige Narrative der alternat. Medien, samt seiner öffentl. publizierenden Protagonisten, zu prüfen bzw. infrage zu stellen. Das mache ich auch mit meinen Thesen regelmäßig, vergleiche sie mit der Wirklichkeit um nicht ideologiebasiert auf falschen Annahmen zu investieren. Ich hafte hierbei zu 100% mit meinem eigenem Vermögen, nicht mit dem anderer. Auch verfolge ich keinerlei Reputationsinteresse (sondt wäre ich nicht anonym) oder finanzielle Interessen (bin kein Gold-Händler o.ä.).

        Ja, der Euro wird uns, wie der Dollar, noch Jahrzehnte begleiten, genauso wie die permanent inflationierende Türkische Lire, der argent. Peso oder zig andere Währungen, die viel mehr schwank(t)en.

        Es gibt nur zwei Gründe für das Ende des Euros als gesetzl. Zahlungsmittel.
        1. man schafft das gesetzl. Zahlungsmittel politisch in allen Beitrittsländern bei Einstimmigkeit ab und ersetzt ihn durch ein Substitut.
        2. Die Währung wird wird aufgrund der hyperinflationären Unzuverlässigkeit, also des schnellen Wertverlust durch die Menschen nicht mehr angenommen und durch Alternativen ersetzt.
        Weit und breit ist von beiden Punkten auch nach 24 Jahren und trotz Abwertung beider weltweit etablierter Währungen nichts zu sehen. Zudem gibt es Annahmezwang per Gesetz, also sozusagen mit der Waffe. Kein Italien, Griechenland oder a. Defizitländer werden den durch Deutschland gestützten Euro-Transfer abschaffen wollen. Es ist also bei vielen viel Wunschdenken dabei. Auch in 2053, lieber @GoldNewbie haben wir €. Wenn man den Dollar betrachtet, der schon um die 90% seines ursprüngl.Kaufkraft verloren hat, und damit immer noch sogar Weltleitwährung ist,haben wir beim Euro noch sehr viel Luft in Jahrzehnten nach unten. In 20 Jahren verdient der Arbeiter dann halt 4.000 € netto und zahlt 1800 € Miete, der VW Golf kostet dann halt 40.000€.

        Selbstverständlich kann man die Expofunktion des Goldpreises spiegelbildlich als Abwertungsgraph von Euro oder Dollar bestrachten. Die Kurven sind in teil-idenisch. Man kann mehrere Ereignisse daraus interpretieren.

        Es wird aber eine andere Kurve oft nicht betrachtet: Nämlich die der Teuerung der tgl. Güter. Diese ist zwar auch exponentiell, aber nur etwa mit 3% p.a.,verläuft also viel viel flacher. Die Differenz zwischen beiden Exponentialkurven ist der Gewinn bzw. die Höhe des Reichtums mit dem Asset, und die klafft, aufgrund der Mathematik, immer weiter auseinander. Deswegen wird man in dem Kondratieff-Winter-Zyklus mit Gold auch reich, ohne dass es gleich einen Währungereform oder Hyperinflation geben muss. Ähnlich verhält es sich auch mit anderen Assets, z.B. Aktien, welche ebenfalls gemäß Cantillon-Effekt zuerst die inflationäre Geldschwämme aufsaugen und lange in sich „speichern“. Nur schrittweise gelangen diese Fluten in die Realwirtschaft, also in die untere 3%p.a.-Kurve. Erst wenn diese schneller steigt wird es gefährlicher.

        Man muss also alles sehr kritisch, pragmatisch und analytisch beurteilen, um sich nicht selbst zu betrügen. Es ist kein Gesichtsverlust, früher geglaubte Ansichten aufgrund der neuen Praxiskenntnisse zu korrigieren. Auch meine These werde ich in den Jahren regelmäßig prüfen und ggf. anpassen.

        Hoffe geholfen und zu neuen Denkansätzen beizutragen.
        Besten Gruß
        Der Commander

        • @Commander
          Ich habe durchaus Respekt für Ihre Zukunftsrechnung. Aber Sie können nicht die Höhe
          einer Inflation auf 30 Jahre und eine Lohnentwicklung voraussehen. Bei einer anhaltendenden Rezession mit entsprechender Arbeitslosenquote stimmt Ihre Rechnung dann ohnehin nicht mehr . Zuviel Unbekannte in der Gleichung. Ein Arbeiter bei Mercedes oder VW würde wenn er er in 20 Jahren 4000 Euro bekäme, enttäuscht sein, die bekommt er schon heute, ebenso wie jeder Gemeindepfarrer.
          Wie war der alte Spruch: Im alten Rom bekam man für 1 Unze Gold einen Anzug und
          heute auch. Das dürfte der innere Auftrag dieser Währung sein ( und nicht nur für Anzüge). Etwas zurm Euro. Ob der sich hält oder in Jahren durch eine andere
          glaubensbasierte Papierwährung ersetzt wird, ist bedeutungslos. Vielleicht haben Sie
          mit Ihrer durchschittlichen Teuerung von 3% aber auch recht, notfalls kann man die
          Berechnungsmethode dafür auch jederzeit etwas anpassen.

        • „In 20 Jahren verdient der Arbeiter dann halt 4.000 € netto und zahlt 1800 € Miete, der VW Golf kostet dann halt 40.000€“

          Ich möchte jetzt keineswegs arrogant kommen, von der Sorte gibt es sicher schon genug, aber ich kann an dieser Stelle nur meine Eingangsfrage (leicht abgeändert) wiederholen:

          In 20 Jahren gibt es immer noch VW (Golf)?

          Es scheint mir, Sie machen bei Ihren wissenschaftlichen Analysen einen Prämissenfehler bzw. sollten diese vielleicht noch einmal grundsätzlich überdenken. Aus eigenem Interesse.

        • Commander:
          Aufgrund der Berechnungen der Ingenieure galt die Titanic als unsinkbar. Vom Rammen des Eisbergs bis zum Untergang brauchte es zwei Stunden und vierzig Minuten, um diese Berechnungen ad absurdum zu führen. Theorien sind solange und soweit faszinierend, bis sie auf die Realität treffen. Gerade kann man das in Echtzeit beobachten (Energiewende, Inflation, Migration, Sanktionen gegen Russland, etc.).

      • Ich möchte nochmals ergänzen, dass mein Ziel mit der Extrapolation der Goldpreiskurve darin liegt, zu idenifizieren, an welcher Stelle wir aktuell im laufendem Verschuldungs- (oder Kodratieff-)zyklus stehen und nicht um zu ermitteln, wie reich wir demnächst werden.

        Die jahrzehntelange Dauer-Untergangspropaganda diverser Alternativer (u.a.Ex-hartgeld.com, Krall, Kettner usw.) mag zwar immer mehr Leute zum Aufwachen bewegen, was durchaus gewünscht ist, die hier anwesenden lange Erwachten sollten sich aber heute mit den tatsächlichen Zuständen ehrlich positionieren und ein besonnenes Correktiv darstellen.

  2. Auf Grundlage des Goldkurses in Euro pro Unze der letzten 6 Jahre habe ich den Kurs einmal linear und einmal exponentiell extrapoliert. Unter der Annahme, dass der Goldkurs einer mathematischen Funktion folgen sollte, würden sich folgende Goldkurse nach weiteren 6 Jahren einstellen: 2.700 € bei linearer (7,5 % p. a.) und 3.480 € bei exponentieller (14,5 % p. a.) Extrapolation
    Daraus jetzt aber Kurse für die Zukunft abzuleiten, halte ich für sehr gewagt. Der Goldkurs lässt sich nicht vorhersagen oder berechnen, dafür sind die Einflüsse (geopolitische Lage, Zinsen, andere Assets, usw.) und die Möglichkeiten der Manipulation zu groß. In 6 Jahren wissen wir mehr. :-)

    • Geschätzte @schneeflocke: Der Goldpreis entwickelt sich immer exponentiell in einem zinseszinsbasiertem fractionell banking-Fiatsytem, genauso wie deren Geldmenge und gegenüberstehenden Schulden. Jede Kurve beim Zusammenbruch von Fiatwährungen war/ist exponentiell. Der Goldpreis bildet das nur ab. Eine lineare Steigerung gibt es hierbei nicht. Das ist reine unmanipulierbare Mathematik. In Ihrer Rechnung mit 7,5%p.a. kommt mein Inflationsrechner in 6 Jahren bei 1850 € Ausgangspreis auf 2855 €, mit 14,5 % p.a. auf 4.168 €. https://www.in2013dollars.com/us/inflation/2023?endYear=2029&amount=1850&future_pct=0.145

      Ich nehme im 50- jährigem Mittel, was etwa 2/3 des üblichen Verschuldungszykluszeitraumes ausmacht, also ziemlich repräsentativ als Exponent erscheint, eben die 8%.p.a. als Ausgangswert, um den groben Korridor zu ermitteln, indem sich Gold in den nächsten 30 Jahren weiter bewegt. Das bedeutet nicht, dass es zu einem Stichtag genau den Preis hat, aber um den 8%-Graphen herum volatiliert.

      Hätte ich 1980 gewusst, dass Gold sich langfristig auf dieser Linie bewegt, hätte ich den heutigen Preiskorridor voraussehen können. Wieso sollte ich also heute, wo ich gute Daten habe, nicht das für die nächsten Jahrzehnte ermitteln können? Zumal das ja kein Einzelfall ist, sondern alle Fiatsysteme exponentiell kollabierten, nur mit unterschiedlichen Exponenten, also Geschwindigkeiten (Argentinien z.B. mit ca. 100% p.a. in 4 Jahren).

      Die Funktion ( y = e hoch x) ändert sich deswegen nicht, Der Exponent ist alleinig dafür verantwortlich für die Steigung des Graphen und der dürfte bei 8% p.a. liegen, zumal die US-Schulden, wie auch die Förderkosten von Gold genauso mit etwa 8% p.a. im letzten halben Jahrhundert wuchsen.

  3. Zu viel Zahlen rechnerei, mag sein das man einiges was die zukünftige Goldpreis Prognose ausrechnen kann. Für den Otto normalen Goldanleger, zählen eigentlich nur 2 Gründe warum er weiter Gold kaufen sollte.
    Grund nur 1, Gold ist seit Jahrhunderte als das ultimative „Geld“ bekannt, überall akzeptiert, höchst liquide und begehrt.
    Grund nur 2, es spiegelt die Entwertung des Papiergeldes ab, umso höher die Entwertung desto höher der Goldpreis. Also eine Versicherung gegen das FIAT Money, und Geldwertspeicher.
    Für mich sind diese zwei Gründe genug um Gold zu behalten und weiter aufzustocken. Ausserdem sind die Motive auf die Goldmünzen schön zu betrachten. Es wird in Zukunft schwer sein sich von den Gold Lunars und Pandas zu trennen, nicht so sehr von Maples, Sovereigns, o.ä.

    • @ Big Driver Das der Goldkurs steigen wird, ist meiner Meinung nach Konsens hier im Forum und darüber hinaus. Wie er steigen wird und ob er einer mathematischen Formel folgt oder nicht ist eigentlich egal. Die beiden von Ihnen genannten Gründe treffen auch auf mich zu. Lediglich bei der Auswahl der Münzen bevorzuge ich eher Maple Leaf oder Wiener Philharmoniker bzw. Kangaroo’s. Aber das ist Geschmacksache.

    • @ Big Driver Allein die Unfähikeit der Regierenden zum schuldenfreien Wirtschaften ist ein hinreichender Grund in Gold zu gehen.Jede Mrd. mehr neue Schulden ergibt am Ende eine höhere Inflationsrate. Zum Glück macht man ja jetzt in Deutschland keine Schulden mehr.Man zaubert lieber
      Sondervermögen herbei und investiert ,in Panzer,Bomben und Raketen .Kommt mir irgenwie bekannt vor mein Vater hat das Ende damals noch miterlebt.

  4. @Commander
    Ihre Argumentation ist sowohl schlüssig, als auch brilliant! Hut ab!
    In meiner gut 40-jährigen AU-Geschichte habe ich vieles durchlebt – zum Glück mit Erfolg. Aber es gab viele unerklärliche Ereignisse, die aufwärts geführt haben – nichts war 100 %ig absehbar!!! AU braucht immer Zeit – also ist Geduld die 1. Tugend… Und Omas Erfahrungen – „ein Tag wie Gold“…
    Jetzt hätte ich gerne die Meinung des Schreiners… :-))) Aber mach weiter, Commander!!!
    Euer Dokta

    • @Goldeneye
      Ich bin grundsätzlich ein großer Freund der Mathematik und dem Versuch, künftige Entwicklungen aus Daten der Vergangenheit „vorhersehen“ zu wollen.
      Das war ja auch Teil meines Jobs.
      Beispiel: da wird ein Staudamm für 2 Milliarden gebaut, der aus den Stromverkäufen der nächsten 30 Jahre abbezahlt werden soll. Wie entwickelt sich der Strompreis, wie die mögliche Nachfrage (wirtschaftliche Entwicklung de Landes), wieviel wird es in 20 Jahren regnen (Wasserzufuhr..), Versandungsgrad des Stausees, dazu Wartungskosten, Steuern, Abgaben und noch 20 andere Faktoren.
      Da kann man mit vielen unbekannten Variablen schön viel rechnen. Auf 5 Stellen hinter dem Komma genau.

      So, jetzt kommt in einem Nachbarland eine komplett blöde Regierung ans Ruder und schaltet gute konventionelle Kraftwerke ab. Ab da verdiene ich mir eine goldene Nase, weil ich den Staudamm als Pumpspeicher benutze. Nachts pumpe ich Wasser mit Atomstrom für 4 Cent hoch, am nächsten Tag verkaufe ich den Strom für 50 Cent an die Dummköppe nebenan.
      Damit habe ich das Ding in 10 Jahren abbezahlt, die Finanzierung ist aber auf 30 Jahre angelegt (langfristige Kredite).
      Upps.
      Vorhersehbar ?
      Nein !
      Geht auch andersherum.

      Alles nur Scheingenauigkeit.
      In der Erfahrung der letzten 2000 Jahre war die Zukunft immer ganz anders als die 30 Jahre davor, aus der heraus man Trends berechnet oder geschätzt oder gehofft hat.
      Beispiel zu oben: aus der wirtschaftlichen Entwicklung der BRD hat man in den 60-Jahren einen Ausbauplan für Kraftwerke gemacht (ca.-Zahlen aus meiner Erinnerung).
      Ergebnis: wir brauchen 68 Atomkraftwerke und 4 Wiederaufbereitungsanlagen. Dazu Kohlekraftwerke, Öl etc in Massen..
      War mathematisch völlig sauber aus der Entwicklung des Stromverbrauches von 1950 bis 1965 extrapoliert worden.

      Ist irgendwie doch leicht anders gekommen, oder ?
      Warum ?
      Die Menschen und die Politiker verhalten sich nicht rational.
      Oft sogar unglaublich dumm.
      Fakt: ich kann das Verhalten einer dummen irrational agierenden Masse schlicht nicht vorausberechnen.

      Dazu kommen völlig unerwartete Trendbrüche (die Truthahn-Illusion).
      Wenn man 1912 die weitere wirtschaftliche Entwicklung des deutschen Reiches und der Reichsmark aus den Daten 1871 bis 1912 heraus weitergerechnet hätte, wäre man in einer unglaublich goldenen Zukunft gelandet.
      Kam dann doch etwas anders.
      Eine Kugel und viel Dummheit haben die schöne Berechnung erledigt.
      1928 waren die Börsianer happy, aber 1930 ?
      Dazu gibt es unendliche viele Beispiele.

      Zitat: mathematische Prognosen ersetzen den Zufall durch den Irrtum. Sonst nichts.

      Fazit: ich halte es mit Einstein:
      „Zwei Dinge sind unendlich, das Weltall und die menschliche Dummheit.
      Beim Weltall bin ich mir nicht ganz sicher.“

      Also setzt der pensionierte Schreinermeister ausschließlich auf Sicherheit.
      Komme da was wolle: Gold wird es immer geben und es wird immer einen Wert haben.
      Und ob der Wert jetzt um 4 oder 8 % pro Jahr steigt ist mir egal, solange ich das Risiko los bin, dass sich die Alternativanlagen komplett in Rauch auflösen.

      Ehepaar beim Scheidungsanwalt.
      Warum ?
      Er war Mathematiker, sie war aber UNERECHENBAR.
      Shit happens.

      • Dankeschön @GoldenEye und auch dem @Meisterle, der mich wieder zum Lachen brachte und neue Gedanken initiierte:
        Es ist gut für mich, meine Thesen infrage zu stellen. Dadurch prüft man auf Plausibiliät.

        Ihre Energieversorgungsbeispiele betrachten aber einen sehr kleinen zeitlichen wie regionalen Raum und stimmen in Ihrer Auswertung so natürlich. Ich betrachte aber das BigPicture vom „Mars“ aus und in Jahrhundertzyklen. Diese sind erstaunlicherweise in allen Kulturen und Jahrtausenden gleich verlaufen. Elend- Aufbau-Blütezeit- Niedergang und alles von vorne: Elend-….. Nur der Zeithorizont ist unterschiedlich. Was ich beim Zinseszins vorher berechnen kann, ist die Expofunktion und die funktioniert immer genau, ob 1630 oder in 2120.

        Das Wissen um diese Zyklen ist so alt, dass es in Italien gar eine Kirche gibt, die im 16 Jh. mit einem großen 4-teiligen Zykluskreis der 4 Phasen des Auf-und Niederganges bemalt wurde. Leider weis ich nicht mehr, wo diese ist (kam vor Jahren mal in einer Doku). Jedenfalls wusste man das immer sich wiederholende Schema schon vor 450 Jahren und betrachtete es derart wichtig, das man es öffentlich aufzeigte. Wer von den Lesern weis, wo diese Kirche steht, möge dies mir bitte hier mitteilen. Das suche ich nämlich noch.

        • @Commander
          Ihre Zyklensichtweise ist vollends zutreffend.
          Ich mag solche Gedankenspiele auch sehr. Damit haben wir privat auch schon manches Stündchen und manches Fläschchen beim Training des logischen Verstandes genossen.
          ABER: mein aktiv erlebbarer Zeithorizont (vulgo Restlebenserwartung) deckt aber (leider ? ) keine 450 Jahre mehr ab.
          Bei allem theoretischen Interesse an Kondratieff etc. habe ich genug Sorgen, wie wir persönlich möglichst unbeschadet durch die nächsten lächerlichen 25 Jahre kommen.

          Zumindest werde ich den völligen Niedergang Debilistans und der EU noch erleben dürfen.
          Super.
          Genau das hat mir nach einem arbeitsrechtlichen Leben noch gefehlt.

          Unsere private Frage ist nur, aus welcher Entfernung wir das bewundern wollen.
          Der Wiederaufbau wird (mit Entwicklungshilfe aus China und Nigeria ?) dann nach unserer Zeit erfolgen.
          Vielleicht trete ich zu einer Religion mit Wiedergeburt über.
          Wenn es dann ganz blöd kommt, werde ich zur Strafe für Missetaten als kreuzdummer Politiker wiedergeboren und muss für die Grü…. oder die Soz…. im Bundestag sitzen und das Chaos auslöffeln.

          Dabei denke ich noch nicht daran, dass unsere wunderbare Aussenministerin mal wieder Rußland den Krieg erklärt und die das dann sogar ernst nehmen.

          These: für die nächsten 20 Jahre fahren wir in EU/Euroland mit Metall wohl gar nicht schlecht.
          Über den Rest diskutieren wir dann nach unserer dritten Wiedergeburt.
          Wahlweise bei Manna oder dem Ort, der auch ganz ohne Wärmepumpe gut geheizt ist.

          Eines meiner Lieblingslieder:
          https://m.youtube.com/watch?v=VfJcC5bzNAQ&pp=ygUcdGhlIG9sZGVyIGkgZ2V0IGFsYW4gamFja3Nvbg%3D%3D
          Alan Jackson, the older i get.

          Schöne Festtage !

          • @meister eder; commander
            Inwieweit diese These richtig ist, werde ich am Ende dieser Laufzeit auf einer Wolke in Begleitung meiner Harfe genaustens beobachten. Eigentlich läuft doch alles auf eine Wahrscheinlichkeitsrechnung hinaus. Wenn ich mir da so sicher wäre, dazu mir gut Karten merken könnte, würde ich mich nicht mehr mit Gold beschäftigen. Vermutlich eher versuchen, die Spielbanken zwischen Bregenz und Kassel beim Blackjack so richtig zu ärgern.
            Frohes Fest allen

  5. Ich kann zu den Ausführungen nur Meynard Keynes
    zitieren, welcher auf das Schuldenproblem angesprochen sagte: Langfristig sind wir ohnehin alle tot.
    Er meinte Schuldner und Gläubiger zusammen.
    Leider wird Keynes immer öfter missverstanden:
    Gerne hört man, dass der Staat in Krisenzeiten sich nicht totsparen soll, sondern Geld in die Hand nehmen und investieren soll. Also Schulden machen.
    Nicht gerne hört man, dass er sagte, in Zeiten ohne Krisen soll er sparen.
    Doch gerade in Boomzeiten wird mitnichten gespart, sondern man gönnt sich kräftige Schlucke aus der Pulle.
    Besonders die Gewerkschaften zeichnen sich dadurch aus.( Bei den kräftigen Schlucken).
    All das ist ein weiterer Grund, dem Staat nicht zu trauen und auf Gold zu setzen.

  6. @Maruti
    Den Staat kann man nicht trauen, egal welchen. Die letzten 3 Jahre war Beweis genug, obwohl dies jetzt mit Gold nichts zu tun hat.
    Warum meinen Sie habe ich mir die ganze Jahre die Mühe gemacht um Gold anonym zu kaufen? Kein Politiker, kein Staat, kein Nachbar, hat ein Überblick wie viel oder wie wenig Gold ich habe. Wo und in welchen Mengen ich das Gold habe, anders gesagt viel Spaß bei der Suche.
    Das Gold ist anonym gekauft worden und anonym wird es unter die Leute kommen, nichts da mit ankauf in Edelmetallhandel. Tausche Gold gegen Dienstleistung oder andere brauchbare Sachen.
    Genau deswegen auch die kleinere Einheiten, zu den Goldunzen.

    • @Big Driver
      Genau meine Denke.
      Man muss sich nur gedanklich in andere heruntergewirtschaftete Bananenrepubliken versetzen (Zimbabwe, Venezuela, Argentinien, dutzende andere…..).
      Durchgekommen ist nur, wer dem Staat NICHT vertraut hat und privat vorgesorgt hat (Dollar, Gold…) .

      Dummland hat 60 gute Jahre hinter sich (1950 bis 2010) , es wäre aber ein katastrophaler Fehler, das in die Zukunft fortzuschreiben.
      Nur ein Zeitsprung im selben Land: 60 Jahre war auch die Zeitspanne von 1890 bis 1950.
      Da war es am selben Ort vergleichsweise ungemütlich.
      Und alles außer Gold war mindestens 4 x WEG.

    • Kruegerle:
      Ich frage mich auch schon seit geraumer Zeit, wie es unserem tapferen Schneiderlein wohl geht. Hoffentlich ist er auf dem Weg der Besserung. Seine klugen Beiträge fehlen.

      • @ Raçew. Für mich ist er immer noch Rumpelstilz. Mit so einem freundlichen Gesichtsausdruck habe ich mir immer den Zwerg Rumpelstilz vorgestellt.Die Grödse passt auch fast.

  7. @Racew & Commander
    Ihr seid brilliant! Commander zieht es absolut perfekt auf (Jet-Ingenieur!?) – nachvollziehbar!
    Aufgrund meiner 40-jährigen Erfahrungen bin ich etwas näher an Racew. Da muß nur der kleinste Quatsch passieren – und schon geht’s rauf oder runter! Völlig irrational – wie überall in der Wirtschaft! Immer im Hinterkopf haben – 20 % sind Realität; 80 % Psychologie!
    Immer AU schön im Auge behalten; und letztlich muß jeder immer wieder neu selbst entscheiden! Realisieren oder weiter abwarten? Ich bin der der Abwarter – das brachte mir rd. 400 % plus
    Bei Fragen bitte an meine Praxis wenden! :-)
    Dokta
    WS fehlt mir auch!

  8. @Gold Newbie
    Ich habe nix von Kuhmilch geschrieben !
    1973 wurde ein interessanter Hollywoodstreifen gedreht, er spielt im New York des Jahres 2022 (u.a. mit Charlton Heston)
    Titel: Soylent Green.
    Die gute Nachricht vorab: man verarbeitet keine Insekten für die Kunstnahrung zur Ernährung der verarmten Massen.
    Man verarbeitet…….
    Positiv: so schlimm ist es nicht gekommen.
    Also: nicht alle Horrorprognosen treten auch ein.
    Oder so: im Vergleich zu Soylent Green ist Kunstmilch aus Monsanto-Gensoya und Insektenpulver echt die bessere Alternative.

    Eine kleine Minderheit wird aber im Tausch gegen so komisch bunte Metallplättchen auch dann noch echte LEBENSMITTEL bekommen.
    Noch ein Grund für KGS.

  9. Hallo Zusammen
    Es erfreut mich, dass der Goldpreis etwas über 2050 Dollar je Unze geschlossen hat. Das Kartell ist spät dran. Vielleicht kommt jetzt eine Zeit wo es den Goldpreis nicht mehr so stark manipulieren kann wie bis anhin.
    Vielleicht? Ich glaube, der US Dollar wird in den nächsten Jahren gegen die meisten Währungen an Wert verlieren. Die Fed ist gezwungen Dollars per Mausklick zu produzieren und zu drucken, um den Staatshaushalt und die gigantische Zinslast zu finanzieren. Im Jahr 1960 kostete ein Dollar 4.20 Schweizer Franken. Heute kostet ein US Dollar 85 Rappen. An diesem Beispiel ist die schleichende Entwertung sichtbar.
    Gold dagegen erhält den Wert.
    Ich habe noch nie gehört dass Goldbesitzer verarmt sind. Das Betongold, wie man es immer nannte ist am abbröckeln. Man sieht es bei der Signa und dem Betrüger Benko. Sein Immobilien Imperium zerfällt. Die Immobilienkrise ist akut.
    Gibt es auch eine Goldkrise? Nein.
    Alle die Gold besitzen können ruhig schlafen, auch wenn der Goldpreis schwankt.
    Schöne Festtage
    grüsse aus der Schweiz

Schreiben Sie einen Kommentar

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie Ihren Namen ein

Anzeige

Letzte Beiträge

 

Unsere Spezialreports und Ratgeber sind erhältlich im Goldreporter-Shop!

Anzeige