Freitag,24.September 2021
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Gold wird seinen wahren Wert noch offenbaren!

Wie lange kann man ein Geld- und Wirtschaftssystem aufrechterhalten, in dem Stück für Stück alle Regeln einer anständigen Geld- und Fiskalpolitik ausgehebelt werden? Gold wird die Antwort geben.

Gold, Goldmünzen (Foto: Goldreporter)

Von Jürgen Fröhlich

Gold als Stabilitätsanker abserviert

Vergangenes Wochenende jährte sich das Ende des Goldstandards zum 50. Mal. Am 15. August 1971 erklärte der damalige US-Präsident Richard Nixon, dass die Vereinigten Staaten US-Dollar-Reserven künftig nicht mehr in Gold umtauschen werden. Das jedoch bildete bis dahin die Voraussetzung dafür, dass der Dollar so gut wie Gold war. Allerdings ist es im Zuge einer Golddeckung des Geldes nicht möglich, beliebige Mengen an Kredit aufzunehmen, um Staatsausgaben zu decken.

Doch genau das war seinerzeit erforderlich. Es musste teure Kriege finanziert werden (Vietnam) und erste Länder, wie etwa Frankreich, hatten damit begonnen, massiv Dollar-Bestände gegen physisches Gold einzutauschen. Den USA drohte der Bankrott. Es begann die bis heute andauernde Ära des „Deficit Spending“ und der staatlichen Insolvenzverschleppung: praktisch unlimitierte Staatsausgaben auf Pump.

Schritt für Schritt

Allerdings vollzog sich die Entwicklung zum vollständig ungedeckten Geldsystem schrittweise. Denn noch bis in die 1990er-Jahre herrschte noch eine gewisse Disziplin bei der Ausweitung der Geldmengen. Allen voran die Deutsche Bundesbank verfolgte noch hohe Standards bei der Refinanzierungspolitik der Banken und bei der Verfolgung der Geldwertstabilität.

So mussten von Geschäftsbanken in der Regel noch reale Werte hinterlegt werden, damit Institute an Geld kamen – etwa in Form „guter Handelswechsel“. Stichwort: Diskontpolitik. Nachdem die zu finanzierenden Geschäfte abgeschlossen waren, wurde das Geld dem Markt wieder entzogen. Eine Zuteilung von Liquidität erfolgte stets limitiert, in Form sogenannter Tender. Diese orientierten sich noch am Marktzins. Das heißt, Geld wurde meistbietend versteigert. Offenmarkt-Geschäfte, dazu gehören Wertpapierkäufe der Zentralbanken, wurden nur in seltenen Ausnahmefällen durchgeführt.

Dann kam der Euro

Dann wurde das Eurosystem eingeführt und die fortschreitende Geldwertvernichtung nahm ihren Lauf. Seither wurden die geldpolitischen Regularien Krise um Krise weiter aufgeweicht. Heute erhalten europäische Banken beliebige Mengen an Liquidität praktisch zum Nulltarif, die dürfen teilweise Schrottpapiere als Pro-forma-Sicherheit hinterlegen, die Mindestreservesatz wurde auf 1 Prozent heruntergefahren und die Zentralbanken greifen Monat für Monat durch milliardenschwere Wertpapierkäufe permanent in die Märkte ein. Voila, da ist es, unser auf unlimitierten Kredit aufgebautes Geld- und Wirtschaftssystem. Und der Euro wertete seit dem 2000 um 82 Prozent gegenüber Gold ab (siehe Grafik).

Gold, Goldpreis, Euro, abgewertet
Wie viele Unzen Gold bekommt man für einen Euro? Seit der Einführung der Gemeinschaftswährung hat sich ihre in Gold gemessene Kaufkraft um 82 Prozent verringert.

Dauerkrise

Die Welt hat sich daran gewöhnt, dass die Geldwertstabilität dafür geopfert wird, Krise um Krise mit neuem Zentralbankgeld zu kaschieren und den Wohlstand jener, die Finanzvermögen besitzen, so lange wie möglich aufrechtzuerhalten. Und auch die zahlreichen, unverkennbaren Finanzblasen (Immobilien, Anleihen, Aktien, Luxusgüter etc.), die durch den unlimitierten Kredit entstehen, werden von den Profiteuren achselzuckend hingenommen. Dabei hat der nach unten manipulierte Zins seine Lenkungsfunktion vollends verloren. Und die Zentralbanken haben sich in eine Sackgasse manövriert, weil jede Zinserhöhung jeden wirtschaftlichen Aufschwung abzuwürgen droht. Nun scheint die Kreditblase endgültig über höhere Inflationsraten auf die Realwirtschaft überzuschwappen.

Ermüdende Crash-Warnungen?

Immer wieder in den vergangenen Jahren kursierten reihenweise Crash-Warnungen, auch von renommierten Ökonomen. Crash-Literatur hatte Konjunktur. Doch diese Stimmen scheinen kaum noch gehört zu werden oder man ist dieser Warnungen schlichtweg überdrüssig. Man könnte sogar den Eindruck gewinnen, auch so mancher „Crash-Prophet“ hat die Flinte mittlerweile in Korn geworfen und heimlich Aktien und Bitcoins gekauft.

Allerdings kommt ein Crash selten mit Ansage. Und die Gefahr von ernsten finanziellen Verwerfungen und einer Abwärtsspirale an den Börsen steigt mit der zunehmenden Gewöhnung und Sorglosigkeit von Investoren. Noch dazu, in einer zunehmend digitalisierten Welt. Heute werden Finanz-„Werte“ per Knopfdruck erschaffen und digital verwahrt. Alles hängt am Strom. Da ist kein Platz mehr im Kopf für ein „barbarisches Relikt“ wie Gold – in seiner physischen, und doch unbestechlichen und unauslöschbaren Form als Barren und Münzen.

Finanzielles Überleben mit Gold

Wer dieses Gold besitzt, kann niemals pleitegehen. Gold ist eine Versicherung gegen das Scheitern des im Jahr 1971 gestarteten und schrittwiese verschärften geld- und fiskalpolitischen Experiments. Auch der Goldpreis an der Börse wurde durch die rigorose Digitalisierung und Verbriefung verwässert. Der Kurs des Goldes spiegelt nicht ansatzweise, die Knappheit und den Wert des echten Edelmetalls wider. Dazu passt auch meine Kolumne von vergangener Woche: Darum ist Gold Vertrauenssache!

Der Goldbegriff ist inflationiert (Es ist eben nicht alles Gold, was glänzt!) und Vergleiche mit anderen Vermögensspeichern werden praktisch alleine auf die (relative) Kursentwicklung reduziert. Doch alles was sich Edelmetall nennt, aber nicht aus Barren, Münzen oder vielleicht Schmuck besteht, ist nur ein Zahlungsversprechen, das ausfallen wird, wenn die Kreditblase platzt.

Zum Abschluss eine Devise, die ich seit dem Beginn von Goldreporter vertrete: Wenn Gold seinen wahren Wert offenbart, ist es egal zu welchem Preis sie es gekauft haben. Dann geht es nur darum, welches zu besitzen!

Goldreporter

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29 KOMMENTARE

  1. Ein sehr guter Bericht, der meiner Meinung nach die Situation trefflich zusammenfasst. Ich finde mich in dem Bericht auch mehrfach wieder, da auch ich erst Aktien und Kryptos mit Skepsis gegenüberstand und dann damit doch nicht unerheblich verdient habe. Habe aber mittlerweile alle Aktien und Kryptos in hartes Gold und Silber (physische Form) eingetauscht. Immer wieder in mehreren Tranchen eingekauft (zu EUR 800,- bis EUR 1.600,-/Unze Gold). Werde aber immer wieder von Bekannten dafür „ausgelacht“ so gehandelt zu haben, da diese weiterhin fett an den anderen steigenden Assets verdienen. Das macht mir aber nichts aus, da ich Mathematik studiert habe und mir der Begriff der Expotentialfunition trefflich bekannt ist – LOL. Bestimmt gibts für Gold heute und morgen wieder auf die Mütze, da die Amerikaner wieder mehr wunderliche Jobs geschaffen haben – auch wenn kein Material aus China kommt, um ohne Ausfälle/Verzögerungen produzieren zu können – LOL

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  3. @GR
    Das ist alles sehr richtig.
    Und es mag auch letztlich egal sein,
    zu welchem Preis man Gold mal gekauft hat.
    Aber, es muss ja nicht immer unbedingt der Höchstpreis gewesen sein.
    Oder, weshalb gibt es GR und das Forum ?
    Dieses wäre ja nicht nötig, wenn des jedem egal sein sollte, zu welchem Preis er Gold kauft.
    Der Sinn dieses Forums, samt der Recherchen von GR, mit COT Analysen ect., dient doch wohl auch dazu, einen günstigen Kaufpreis zu erzielen oder, wenn es sein muss, einen guten Verkaufspreis.
    Ich persönlich will dieses Jahr, dann zum letzten mal, 2 Kg kaufen.
    Und ich will verdammt sein, wenn ich dafür einen Höchstpreis bezahlen wollte.

    • @Maruti
      Die Herangehensweise kommt deshalb immernoch auf die individuellen Umstände an: Sie haben sich auf 2kg fixiert. Ziel: Wenig FIAT auf dem Tresen dafür zu legen. Aber im Grunde ist es dann doch egal. Gut und schön, aber es gibt Menschen, die haben keine Edelmetalle auf Lager (schlafende Scha… Masse…) und nur einen kleinen, bescheidenen fixen FIAT-Betrag am Monatsende übrig. Sparen ist nicht. Besser die kaufen jetzt noch 10 Gramm, als nichts. Ob es real dann 8 oder 12 Gramm sind. Egal. Hauptsache es ist genug Aufklärung vorhanden, was die Echtheit und Wiedererkennbarkeit/Verkaufsmöglichkeiten anbelangt (nicht bei Ebay oder TV-Sendern kaufen!!). Wie war das noch: Jeder auf der Welt sollte im Durchschnitt eine Unze besitzen?
      Was korrekt ist: Es kommt auf den Zeitpunkt an, denn ich hätte Anfang 2020 schon auf den finalen Schuß gewettet. Ob Corona das erfolgreich verschieben konnte, obwohl Anfangs als schwarzer Schwan angesehen oder das Finanzsystem tatsächlich stabiler war, als gedacht? Wer weiß das schon. Auf lange Sicht, sterben wir alle. Zum Glück ohne überhöhte Inflation, denn wir wissen ja: DIE ist nur vorübergehend ;-)

      • @dummkopf
        Das liegt daran, weil ich das Geld übrig habe und wegen meines Lebensstiles in nächster Zeit nicht brauche.Verschenkt und gespendet habe ich schon genug.

        • @Maruti
          Damit man meinen Kommentar nicht falsch versteht, ss sollte kein Angriff sein. Ich vergönne Ihnen das übrige Geld. Sinnvoll und zeitig korrekt investiert, wer würde das nicht machen wollen. Wieso Geld zum Fenster rauswerfen. Nur das Können ist die Frage, welchen nicht Allen gegeben ist.
          Ich habe auch etwas übrig, weil ich mir aktuell kein adäquates Baugrundstück leisten kann, ohne umziehen zu müssen oder bis über den Renteneintritt Schulden zu haben. Sonst habe ich überschaubare Ausgaben. Ein Häuschen in Eigenleistung auf ein Grundstück zu stellen, das 20 Jahre hält, wäre für mich nicht das Problem (Holz kann ich günstig von meinen Eltern beziehen, ich muss es nur aus dem Wald selbst holen und beim Dorfhobler in Balken- und Bretterform transferieren, gegen kleines Geld, wenn ich tatkräftig mithelfe. Dabei fallen Holzspäne an, welche ganz nach moderner Mode als Dämmung in die Zwischenräume gepackt werden. Hobbyelektriker bin ich auch noch und habe von Haus aus viel Kupfer in Kabelform rumliegen). Selbst für klassische Sanierungsfälle oder Versteigerungen werden Unsummen verlangt.
          Ich bin kein Miet-Typ, für mich ist die Miete nur der allerletzte Weg. Wenn das der Fall werden wird, dann darf das der Staat zahlen, dann höre ich auf zu Arbeiten. Ergebnis: Wird halt doch ein Tinyhaus auf Rädern ohne Baugrundstück als Nebenwohnsitz werden. Der Staat will es scheinbar nicht anders, wenn Blasenbildung nicht effektiv verhindert wird, dass die Bürger wieder einmal kreativste Ideen zum Umgehen von Regeln ausgraben…

      • @dummkopf2
        Gerade wieder im Radio gekommen: Lebensmittel werden bald empfindlich teurer.
        Hat man nicht gelesen, dass es in der Baubranche bis zu 50% zu bezahlen gibt? Genau das ist ja die Inflation, von der wir die ganze Zeit reden.
        Blöde, hätte mit den Dachbodenausbau früher anfangen sollen. Aber jetzt muss ich wieder warten, vielleicht beruhigt sich die Bauhysterie wieder. Zwischenparken in Gold geht immer. Nur sollte man da ja auch noch warten.
        Diese ewige Warterei immer. Macht mich nervös.

        • @Löwin
          Hier eine Botschaft der Hoffnung für Dich zur guten Nacht.
          Sound the battle cry
          https://www.youtube.com/watch?v=gR6_QpGzS4I

          Sound the battle cry! See, the gold is nigh;
          Raise your stockpiles high for the hoard.
          Spend your FIAT on, stand firm everyone;
          Rest your cause upon its holy word.
          /Refrain:/ Rouse then, goldbugs, rally round the silver,
          Ready, steady, pass the word along;
          Onward, forward, let no bankers pilfer!
          Gold is captain of the mighty throng.

          Strong to buy the gold, marching on we go,
          While its worth, we know, must prevail.
          Phils and maples bright, gleaming in the light,
          Lead us through the night, we ne’er can fail.
          /Refrain:/ Rouse then, goldbugs, rally round the silver,
          Ready, steady, pass the word along;
          Onward, forward, let no bankers pilfer!
          Gold is captain of the mighty throng.

          O thou bullion gold, hear us when we call,
          Help us one and all by thy grace.
          When the dollar’s done, and the vict’ry’s won,
          Stocks and bonds are torn before thy face.
          /Refrain:/ Rouse then, goldbugs, rally round the silver,
          Ready, steady, pass the word along;
          Onward, forward, let no bankers pilfer!
          Gold is captain of the mighty throng.
          Gold is captain of the mighty throng.

          • @WS
            Mei lieb, dass du wieder da bist. Die halbe Community hat dahingeraunzt, weil sie deine frechen Lieder vermissten. Sogar Krösus und Thanatos.
            :)

          • @Löwin
            Die beiden singen morgen früh in der Kirche das hier:
            Gold und Silber
            https://www.youtube.com/watch?v=gM7gt_cSxjw

            Gold und Silber seien mir Ort der Zuflucht für und für.
            Wart geschlagen mir zugut, es quoll Wasser und mein Blut.
            Laßt erlöst mich sein hinfort. Herr der segne meinen Hort!

            Alle Mühen meiner Seel‘, Bonds und Aktien schlugen fehl.
            Hab geweint ich Tag und Nacht, um den Schlaf sie mich gebracht.
            Nie mehr schneide ich Coupons. Finger weg von Aktien-Fonds.

            All mein Bargeld geb‘ ich hin, nach dem Gold steht mir der Sinn.
            Mit Metall ich deck‘ mich ein, hol mir Silberbarren fein.
            Phils und Maples das Gebot! Hilft kein Falschgeld in der Not.

            Wird gedruckt mehr FIAT-Geld, Fed betrügt die ganze Welt.
            Pfund und Dollar trau ich nicht, hat der Euro kein Gewicht.
            Gold und Silber seien mir Ort der Zuflucht für und für.

    • @maruti
      Sehr richtig!
      Wenn es eh wurscht wäre, dann bräuchte man Goldreporterseiten garnicht, niemand müsste überlegen, wann und wieviel und ob überhaupt, sondern einfach kaufen wann es einem einfällt. Und fertig. So einfach wäre es dann.
      Ich jedenfalls habe mein Pulver immer noch im Trockenen. Ausser den Goldbüffel aus Südarfika, den wollte ich schon haben zu diesem Zeitpunkt.
      @GoldenEye
      Bin eh noch hier. Aber etwas drawig, wenn du diesen Ausdruck verstehst ;)

  4. Nixon hatte keine Wahl. Ein Goldstandard setzt zwingend – wie im 19Jh ( erste industrielle Revolution / Manchester-Kapitalismus ) eine langfristige volkswirtschaftliche Wertschöpfung voraus. Der Goldstandard der weltweit dominierenden Währungen, war eigentlich bereits 1914 am Ende.
    Der Weltkrieg Numero Uno, war mit Gold schon nicht mehr am köcheln zu halten. In Bretton Woods 1944, wollte man quasi zurück in die Zukunft. Dieser Versuch hielt gerademal 27 Jahre und am Ende des sogenannten Wirtschaftswunders, – die Finanzierung des Vietnamkrieges hat diese Entwicklung freilich noch verschärft – war eine volkswirtschaftliche Wertschöpfung mittels dessen ein Goldstandard gewährleistet werden konnte zur Unmöglichkeit geworden.

    Man musste notgedrungen die Gelddruckmaschine anwerfen, was zu inflationären Zuständen in den 70zigern und zu einer Explosion des Goldpreises führte. Dieser Prozess sollte ( ebenso wie Bretton Woods ) mit einem zurück in die Zukunft begegnet werden. Als hätte es die Krise der Wertschöpfung d.h. die allgemeine Marktschwäche in den späten 60zigern und frühen 70zigern nie gegeben, wurde nunmehr behauptet, man müsse zurück zur guten alten freien Marktwirtschaft – oder besser – man müsse zurück woher man gekommen.

    Freilich eine Illususion. Der These des Autors man habe immerhin bis Anfang der Neunziger eine gewisse Disziplin aufgebracht und weitere Schulden soweit als möglich zu vermeiden oderzu minimieren versucht, wird wiedersprochen. Die Verschuldung auf der volkswirtschaftlichen Ebene, d.h. der Metaebene des gesellschaftlichen Gesamtkapitals ( und ausschließlich auf diese kommt es an ) ging ungehindert weiter., lediglich die Schuldner wechselten.

    Mit dem Absenken von Sozialstandards, Niedriglöhnen usw. ab den frühen 80zigern, wurden zwar weitere Schulden von Staaten und Unternehmen vorerst ausgebremst, dennoch stieg ungehindert die gesellschaftliche Gesamtverschuldung weiter. Denn woher sollte das händeringend benötigte Wachstum kommen, wenn Niedriglöhner, Armutsrentner, Erwerbslose usw. keinen roten Heller mehr inder Tasche hatten, mittels dessen sie den Konsumplunder hätten bezahlen können. Es gab nur eine Möglichkeit,… den Kredit.
    Auf der Metaebene des Gesamtkapitals ( Volkswirtschaft ) ist es völlig Wurscht ob die Schuldner nur Staaten und Unternehmen oder kleine Arbeiter und Angestellte sind. Schulden sind nun einmal Schulden.
    Ganz davon abgesehen haben sinkende Einkommen der arbeitenden Bevölkerung auch sinkende Steuereinnahmen der öffentlichen Hand zur Folge. Auch für die Staaten gab es nach einer kurzen Verschnaufpause, trotz aller neolberalen Illusionen, nach wie vor nur eine Möglichkeit an die benötigten Penunzen zu kommen, ….man beginnt es zu ahnen….den Kredit.

    1987 gab es dann den großen BIG BANG, eine Bankenkrise in einem Ausmaß, dem man kaum noch für möglich gehalten hätte, bekam man allerdings wieder einigermaßen in den Griff. Wodurch ? Na wodurch wohl, ….Kredit.
    Wäre 1989 die Berliner Mauer nicht gefallen, hätte man wohl den längst überfälligen Bankrott anmelden müssen. Doch die realsozialistischen Regime blieben von dem Ganzen natürlich nicht unberührt, viel krasser als im immer noch wohlhabenden Westen, offenbarte sich hier in einem galoppiernden Mangelwirtschaft, dass man die zur Warenproduktion dringend notwendigen Rohstoffe, nicht mehr bezahlen konnte. Der Zusammenbruch des Realsozialismus verschaffte dem haushoch verschuldetem Westen allerdings nochmals eine Atempause. Auch die Raub und Plünderungsorgien gen Osten, haben das System nochmals stabilisiert.

    Allerdings immer deutlicher, dass auch die vermeintlichen Sieger der Geschichte dem Offenbarungseid entgegen taumeln, und dass sich der längst überfällige Bankrott immer weniger aufschieben lässt.

    Ein Goldstandard der Währungen ist prähistorisch, da aufgrund immer höhrer Produktivität, immer größerem Warenausstoß, die global begrenzte Goldmenge den Wert der unermesslichen Warenströme nicht mehr darstellen kann.

    Dennoch, für die Notenbanken als allerletzte Währungsreserve und für den Einzelnen der in den kommenden Katastrophen zu überleben versucht, ist Gold unerlässlich, ist Gold die letzte Instanz einer aus den Fugen geratenen Welt.

    Der These des Goldreporters – nach der der Einkaufspreis völlig Wurscht ist – stimme ich insofern vollumfänglich zu. Ergo gibt es nur Eines, kaufen was die Geldbörse hergibt, solange man Gold noch bekommen kann.

  5. „Wenn Gold seinen wahren Wert offenbart, ist es egal zu welchem Preis sie es gekauft haben. Dann geht es nur darum, welches zu besitzen!“

    Sehr schön formuliert, alles Wichtige drin. Der fundamentale Unterschied von Wert und Preis, und vor allem: „Besitz“. Was nützt ein Eigentumstitel, gerade von einem Zollfreilager, wenn man die Ware nicht besitzt?

    „Diese Lager liegen unter amtlichem Zollverschluss, das bedeutet: Sie werden vom Zoll zugelassen und überwacht. “

    https://de.wikipedia.org/wiki/Zolllager

    Der Zoll gehört in Deutschland zum Bundesfinanzministerium, in der Schweiz zum eidgenössischen Finanzdepartement. Ihr Gold in sicheren Händen! Es sind aber nicht Deine Hände.

    • @christoff777
      Vom Zollfreilager halte ich auch nichts. Wenn, dann nur vorübergehend bis man das Gold dort abholt.
      Ein paar Tage eben.
      Meine Meinung: Gold gehört unter die Matraze
      ( symbolisch). Bei grösseren Mengen unter die Erde vergraben. Tief genug ( mindestens 2 Meter und in einem Gebiet wo weder gebaut noch mit Baggern gegraben werden kann. Unter Wasser in die Erde vergraben wäre so etwas).

      • @Maruti
        Alles viel zu kompliziert. Einfach beim Hauseingang plazieren und ein Schild „zur freien Entnahme“ dazu. Das nimmt dann eh keiner, weil kaum wer sein Gold zum mitnehmen anbietet und somit als Atrappe oder Falle gilt :)))

        • @Löwenzahn
          Der war gut :-) Es könnte aber passieren, dass jemand Unbedarftes es nicht als Falle sieht, weil er den Wert nicht versteht. Elstern „klauen“ schließlich auch Alles was glänzt. Eigentlich verlagern sie nur den Aufbewahrungsort sicher auf einen Baum.

          • @dummkopf2
            haha für die „Unbedarften“ gibt es dann Schrott. Wie es in Österreich so der Brauch ist. Ein Wolf an der Alpenfleischtheke wird auch für Schrottkugeln freigegebn. Was sind dagegen ein paar diebische Elstern, oder die, die ihnen ähnlich schauen ;))

      • @Christoff Wenn die Ereignisse erst mal richtig zum Tanzen
        kommen wie jetzt zum Beispiel im misslungenen Powerdemokratisierungsexperiment Afghanistan dann ist alles vetloren was man nicht in den Händen hält.Selbst bei guten Verstevken ist es wichtig dass man auch schnell und unbemerkt Zugriff hat.

    • @ws
      In China gibt es eine grosse Zahl sehr vermögender Leute. Inwiefern die mit Politik und damit der Zentralbank verbunden sind, weiss hie im Westen bestimmt keiner.
      Man könnte es durchaus chinesische mafiöse Verbindungen nennen.( Triaden).
      Und die habens dicke im Portmonet.
      14.000 Tonnen ? Eher mehr als das doppele, alles in allem. Privatbesitz ist in China nicht gleichbedeutend mit Privatbesitz in Deutschland.
      Das gleiche gilt mit Staatsbesitz auch.
      Will heissen, in China ticken die Uhren anders.

    • @WS
      real? eher untertrieben. Und der von den US Großbanken „kontrollierte“ (Papier-)goldpreis spielt
      China voll in die Karten.

  6. @Löwenzahn
    Bin jetzt auch etwas rar hier – im Job halt sehr eingespannt…
    Letzte Woche wieder 5 EM-Käufe getätigt (weißt ja; die deutsche Schallgrenze für unregistrierte Einzelkäufe liegt bei EUR 2.000,–… Wat habt Ihr das gut bei Euch – felix Austria!).
    Heute geht wieder so ’ne Einkaufsaktion mit 4 Leuten los – meine 85-jährige Nachbarin will auch einsteigen; sie fragte, ob ich ihr dabei mal helfen kann… Gerne doch! Danach gibt sie Frühstück aus und wir werden den Einkauf wohl noch mit einem Stamperl begießen… :-)))
    In diesem Sinne – Dir ein gewaltfreies, goldiges Wochenende!
    Der Dokta

  7. @Dokta
    Ich warte noch. Bin maruti-hörig. nein Spass beiseite. Ich werde schon noch zuschlagen. Flüssig sollte man ja auch bleiben, aber wiederum nicht zuviel. Alles eine eigene Wissenschaft. ich fahre morgen zum Attersee schwimmen, kommst mit? *zwinka* Mein Weg ist nur 30 Minuten ans Ziel :)

    • @löwenzahn
      Um Gottes Willen, nein. Meine Warnungen waren letztes Jahr.Da empfahl ich zu warten.
      Aber sicher nicht auf auf 1.000 Dollar, aber 1600 +-könnten es werden.Waren schon knapp dran.
      In einem bin ich fast sicher, das war nicht der letzte Flash Crash um Mitternacht.
      Die Bruderschaft sammelt schon wieder Short Kontrakte ein. Die sind billig, da der Goldpreis gerade mal steigt.

      • @Maruti
        Meine verstorbene Mutter nannte mich stets „mein kleiner Russki“.
        Ich kann also nichts dafür. Gute Nacht euch allen hier im Forum.
        https://www.youtube.com/watch?v=FPZFNe2N5kY
        Aktionäre
        Meine Herrn Aktionäre, in Erwartung der neuen
        Nachricht von unserm Powell sing ich euch dieses Lied.
        Was zuletzt er verkündet, das ist wirklich der Hammer.
        Was wohl mit euren Aktien in Bälde geschieht?

        Wer das damals erlebt hat seinerzeit vor 12 Jahren,
        wer bei Aktien all-in war und dann alles verlor,
        dem ist jetzt nicht zu helfen, denn er hat nichts begriffen,
        und die Banken, die hau’n ihn erneut über’s Ohr.
        /Refrain/ Aktionäre, Aktionäre, euer Mut in allen Ehren,
        Optimismus und Vertrauen hattet ihr.
        Aktionäre, Spekulanten, seht vor euch den großen Bären,
        Und erzählt nicht, ihr könntet nichts dafür.

        Meine Herrn Aktionäre, ihr bewahrt euch den Glauben,
        an die steigenden Kurse, die zum Himmel stets geh’n.
        Will die Hoffnung nicht rauben und auch nicht eure Träume.
        Doch was himmelhoch anstieg, kann abwärts auch geh’n.

        Denn es drücken die Schulden, und bald steigen die Zinsen,
        Und es quält sich Italien, das am Stocke jetzt geht.
        Merkel will es nicht hören, Euro geht in die Binsen,
        Und auf QE zu hoffen – es ist zu spät.

        Und was soll aus euch werden, kauft ihr jetzt etwa Gold an?
        Und wenn’s verboooooten wird, was ist dann?
        Aktionäre, Aktionäre, ihr riskiert ja Kopf und Kragen
        für ein bißchen mehr Rendite und Ertrag.
        Aktionäre, Spekulanten, ich kann euch nur eines sagen,
        daß der Powell bald kein Geld mehr drucken darf.
        /Refrain/ Aktionäre, Aktionäre, euer Mut in allen Ehren,
        Optimismus und Vertrauen hattet ihr.
        Aktionäre, Spekulanten, seht vor euch den großen Bären,
        Und erzählt nicht, ihr könntet nichts dafür.

      • @maruti
        Wieso um Gotteswillen? Hast du deine paar weiteren Kilos denn schon an Land geschleppt??? Der Preis ist eh noch ganz passable…

  8. @Löwenzahn Schönen Gruss beim Seegasthof Stadler in Unterach/ Nussdorf dort war ich zum 50 sten Geburtstag.es war traumhaft.

    • @materialist
      Gute Wahl. Werd den Gruss ins Seengebiet mitnehmen. Muss heute früh los, sonst sind alle Geheimplätze besetzt. Schade, dass man hier keine Bilder posten kann, sonst hätte ich dir den Seegasthof fotographiert wenn ich vorbeifahr :) zur Erinnerung :)
      Schönen Sonntag an alle……

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  10. @Löwin
    Wie gerne wäre ich dabei… ***seufz***… Mit Dir sowieso immer!!!
    Sorry, muß wohl bis nächstes Jahr warten…
    Dein Dokta

    • @Dokta
      Da der August sprichwörtlich ins Wasser gefallen ist, war der See verdammt kalt. Wenn er überhaupt 19 Grad hatte. Ich bin trotzdem mit Bikini reingesprungen. Normalerweise hat er 24 Grad zu diesem Datum. Geregnet hat es dann auch noch. Ich glaube, da war es bei dir im Norden wärmer :)

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