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Goldmarkt: Händler stürzen sich auf Terminkontrakte

Gold, Goldmarkt (Foto: Goldreporter)

Am US-Terminmarkt haben sich die direkt mit physischem Gold arbeitenden Händler stärker gegen einen fallenden Goldpreis abgesichert, während die Long-Spekulanten weniger Geld für eine künftige Lieferung bezahlen mussten (Foto: Goldreporter).

Im Handel mit Gold-Futures an der US-Warenterminbörse COMEX ist der Open Interest vergangene Woche bei fallendem Goldpreis stark angestiegen. Ein Zeichen für Marktschwäche.

Der Goldmarkt ist vergangene Woche deutlich in Bewegung gekommen, allerdings nicht zugunsten eines steigenden Goldpreises. Am US-Terminmarkt wurde deutlich mehr Gold gehandelt, allerdings zu niedrigeren Preisen. Die aktuellen CoT-Daten vom Handel mit Gold-Futures an der US-Warenterminbörse COMEX zeigen per 14. Mail 2019 folgende Veränderungen in den Positionen der größten Händlergruppen.

Die Netto-Short-Position der „Commercials“ ist gegenüber Vorwoche um 42 Prozent angestiegen auf 137.183 Kontrakte. An dem Anstieg waren die beiden Untergruppen in nahezu gleichem Maße beteiligt. Die einflussreichen „Swap Dealers“ (darunter Großbanken) erhöhten ihre Netto-Verkäufe um 49 Prozent auf 72.301 Kontrakte. Und die direkt mit physischem Gold arbeitenden Händler („Prod/Merch/Proc/User“) sicherten sich mit Terminverkäufen stärker gegen einen fallenden Goldpreis ab. Deren Netto-Short-Position nahm um 35 Prozent zu auf 64.882 Kontrakte.

Auf der anderen Seite stieg die Netto-Long-Position der „Großen Spekulanten“ um 51 Prozent auf 124.536 Kontrakte. Das „Managed Money“ (Hedgefonds, Investmentgesellschaften) verdreifachte seine Netto-Käufe auf 52.546 Kontrakte (+217 %). Das heißt sie kauften unter dem Strich 111 Tonnen Gold auf Termin.

Der Open Interest, also die Summe aller offenen Gold-Kontrakte an der COMEX, ist gegenüber Vorwoche um knackige 15 Prozent angestiegen auf 517.995 Kontrakte. Bis zum Handelsschluss am gestrigen Freitag ging es noch einmal um 0,1 Prozent nach oben auf 518.572 Kontrakte. Der Goldpreis gab vergangene Woche um 0,6 Prozent nach auf 1.277 US-Dollar (FOREX).

Einordnung: Ein fallender Goldpreis bei gleichzeitig stark ansteigendem Open Interest ist ein Zeichen von Marktschwäche. Die Logik dahinter: Terminkäufer können niedrigere Preise für eine zukünftige Lieferung durchsetzen, um Terminverkäufer in den Markt zu locken.

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Eingetragen von am 18. Mai. 2019. gespeichert unter Banken, Gold, Goldpreis, Handel, Marktdaten, News, USA. Sie können alle Antworten auf diesen Eintrag verfolgen über RSS 2.0. Sie können zum Ende springen und eine Antwort hinterlassen. Bitte beachten Sie unsere Forenregeln. Pingen derzeit nicht möglich

18 Kommentare für “Goldmarkt: Händler stürzen sich auf Terminkontrakte”

  1. gestern Marktstärke, heute Marktschwäche, das ändert sich alle 15 Minuten.
    Auch die Netto short und Longpositionen der Commercials, Hedge Fonds und Spekulanten oder Swap Dealer im Minutentakt.
    Eine Absicherung gegen fallende oder steigende Preise ist nicht gerade billig.
    Das wird munter auf den Goldpreis danach draufgeschlagen.

    • Runtermanipulieren, hochmanipulieren – scheint ein Nullsummenspiel zu sein.
      Oder ist nur das Drücken Manipulation? Oder keins von beidem?

      • @kosmonaut
        Auch Rauf-manipulieren. Sicher nicht bei Gold, aber bei anderen Waren schon.
        Lebensmittel, Weizen, Medikamente.
        Damit es etwas mehr Hunger gibt und Dankbarkeit für die Care Pakete.
        Und damit wieder ganze Regierungen beeinflusst werden können.
        Ist doch nett, oder ?

  2. Hört sich für mich immer wie Stress an .Für so was muss jemand geschaffen sein.

    • Rein in die Kartoffel, raus aus den Kartoffeln. Das ist deren Job und der ist sicher richtig stressig. Wirklich kaufen und einfach liegen lassen, dann kennen die Zocker am Terminmarkt nicht.

      • @Jogi
        Der Profit wäre viel zu gering beim Liegenlassen. Wenn jedes rein-raus auch nur 1% bringt, so bringt 100 mal am Tag? Richtig, 100%. Anders könnten die sich ihre Boni gar nicht verdienen. Das Objekt des Handels ist unwichtig geworden.

        • @kronos
          1% ist zuviel. Aber selbst wenn, man kann auch verlieren. Und einer muss verlieren, wenn ein anderer 1% verdient. So ist es in jedem Casino.
          Man kann aber auch 3 mal hintereinander gewinnen oder verlieren.
          Ehrlich, wollen Sie so ein Risiko ?
          Wenn ja, dann wie Kostolany mal sagte, nicht mit dem eigenen Geld und nicht im eigenen Land.
          Man muss schon Anlageberater, Fondmanager oder Schwerverbrecher sein wollen….

          • @renegade
            Ich meinte natürlich die Bankster, nicht die Kunden, die das alles bezahlen müssen. Ein Privater hat das Risiko und zahlt für einmal rein-raus ab 0,5%. Und dann noch 25% Steuern, wenn er mal Glück hat. Nein, das Casino ist denen vorbehalten. Die Bank gewinnt immer. Ihr link unten ist aussagekräftig.

  3. Ich bin gespannt, wann die Papiergoldpreise die Gesamtkosten Gold (Förderung, Verarbeitung, Transport, Händlermarge) unterbieten. Ich denke, in dem Spielcasino ist auch das egal.

  4. In den 80 ern, als Gold mal nach den High 81 von 1300 DM auf 600 Dm runter ging ( Der 3. Weltkrieg kam nicht in Gange), wollte ich eine grössere Summe anlegen. 60T DM. Damals beträchtlich, heute reicht es für einen Polo von VW.
    Ich wollte das so absichern, dass ich jederzeit 100 Unzen Gold physisch bekäme.
    Der Anlageberater meinte, das wäre unbezahlbar.Für einige Zeit vielleicht, für Dauer unmöglich.
    Er sagte, sie können nicht beides haben, Rendite und Gold.
    Nach längerem Hin und Her wählte ich 100 Unzen in Form von Krügerrand. Die habe ich noch heute.
    Man kann eben Papiere nicht mit Papieren absichern. Nicht zu 100%.
    Das geht nur mit Gold und deshalb ist es alternativlos.
    Selbst die mündelsicheren Bonds sind eben nicht 100%.
    Wenn also jemand eine 100% sichere Anlage haben will,kommt er an Gold nicht vorbei und bezahlt letztlich mit magerer Rendite.
    Wenn jemand hohe Rendite will, kommt er an Papieren und Derivaten nicht vorbei und bezahlt die mit Risiko und schlechter Sicherheit.
    Insofern ist der Vergleich Dollars mit Gold wie ein Vergleich von Ananas mit Tofu.
    Beides vegetarisch.

    • Sie schreiben: „bezahlt letztlich mit magerer Rendite“

      Meine Rendite über die gesamte Zeit beträgt (gerade nochmals berechnen lassen) 5,07 %. Ist das mager?

  5. Wolfgang Schneider

    https://de.sputniknews.com/panorama/20190519325003690-vulkan-tokio-japan-gefahrenstufe/
    Noch ein schwarzer Schwan für @Anke Bauer. Was wenn die Japaner wegen so einer Naturkatastrophe auf einmal 400-500 Mia $ ihrer US-Bonds einlösen MÜSSTEN?

    • @WS
      Nicht so einfach. Bonds sind im Prinzip Dollars, Festgeld sozusagen.
      Die Regierung nimmt die erst bei Ablauf der Laufzeit zurück und zahlt dafür Dollars aus.
      Will man diese allerdings früher loswerden, muss man jemanden finden, welcher diese einem abkauft, gegen Dollars.
      Damit sinkt der Kurs der Papiere und die Rendite steigt, da man ja auch den noch kommenden Zinsgewinn der Restlaufzeit als Aufkäufer mit erwirbt.
      Da nun die USA es schwerer hat, neue Bonds loszuwerden ( Da ja viele als Verkauf im Markt bereitstehen), müssen die Leckerli anbieten. Also höhere Zinsen. Wiederum in Dollars.
      Wenn den USA das schwerfällt, werden die einfach die Japse Bonds selbst aufkaufen, allerdings mit Abschlägen, wie jeder andere Aufkäufer auch verlangen würde.Damit würde das Bond Angebot wieder knapper und man bräuchte weniger Zinsen dafür zahlen.
      Vermehren täte sich allerdings der Dollar. Der inflationiert dann eben weiter.
      Falls ich da nicht richtig liege, bitte ich um Korrektur von den Börsenprofis.

      • Wolfgang Schneider

        @renegade
        Also aufkaufen mit künstlich erzeugtem FIAT-Geld, was die Geldmenge noch einmal aufbläht, und das erheblich. Das würde aber die anderen Gläubiger nervös machen – es sollen 6 Bio. $ US-Staatsschulden in ausländischer Hand sein – wegen der zunehmenden Geldentwertung und Entwertung der Bonds. Japan hat selber irre Schulden und bei so einem Szenario wenig Spielraum. Es heißt, Shinzo Abe hätte vor anderthalb Jahren die Rentenkassen Nippons geplündert und von dem Geld US-Bonds erworben. Und das nach Fukushima. Ich frage mich, wie lange die anderen ausländischen Gläubiger der USA bei dieser Entwertung des Dollars (und somit ihrer Bonds) weiterhin tatenlos zusehen. Dann doch lieber gleich die Dinger auf den Tresen, und scheiß auf den Abschlag, als das Risiko eines Totalverlusts hinnehmen, wenn der Dollar gänzlich die Hufe hochreißt. Am Ende werden sie noch den Russen die Schuld an die Backe lügen, diese hätten mit ihrem HAARP das Erdbeben und den Vulkanausbruch ausgelöst.
        Weißt Du, was für eine verrückte Sache ich bei Youtube gesehen habe? Auf dem Mars hätten die Amis längst Stützpunkte, was sie vor aller Welt verheimlichen, und dort hätte längst ein Terraforming eingesetzt. Mittels Mikrowellen beschießen sie die Basis der uralten Riesenvulkane, und der Asia Mons sei spektakulär ausgebrochen und spuckt viel Gas aus. Damit wollen sie die eine stabile Atmosphäre schaffen, die dann selber genug Wärme aufnimmt und Bestand hat. Man muß nicht alles glauben, was da so auf Youtube eingestellt ist, aber die Möglichkeiten, mittels Mikrowellen u.a. Erdbeben und Vulkan-Eruptionen auszulösen, sind nicht von der Hand zu weisen. Sowas ist denkbar. Wenn schon nicht auf dem Mars, dann bei einem Vulkan auf dem Pazifischen Feuerring, der eh reif ist, oder gar beim Yellowstone, was aber ein kollektiver, erweiterter Suizid für alle wäre.

    • @Wolfgang Schneider

      Denke wirklich, dass ein „externer Schock“ den Zusammenbruch auslösen wird. US-Bonds? Ich weiß nicht, die Japaner werden ihre Vasallentreue zu den Amerikanern nicht aufs Spiel setzen. Die werden einfach noch eine Billion Schulden draufsatteln.

      Bis nichts mehr geht.

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