Donnerstag,25.April 2024
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Goldmünze als Geldanlage: Kennen Sie diesen Geheimtipp?

In einem ausführlichen Video-Beitrag erklärt Tim Schieferstein, warum die neue Goldmünze der South African Mint von Goldanlegern womöglich unterschätzt wird.

Neue Goldmünze aus Südafrika

Im vergangenen September berichtete Goldreporter bereits ausführlich über eine neue Goldanlagemünze aus Südafrika. Die Goldmünzen der Serie „Big Five“ bestehen aus einer Unze 999,9er Gold, werden von der Rand Refinery geprägt und von der South African Mint vertrieben. Aus dieser Schmiede kommt auch die bekannteste Goldanlagemünze der Welt: der Krügerrand.

Das Besondere an den 2022 erstmals ausgegebenen „Big Five“-Goldmünzen: Sie wechseln das Motiv, allerdings nur alle fünf Jahre. Aktuell werden die Stücke mit dem Abbild des Elefanten ausgegeben.

Goldmünze, Big Five, Gold, Elefant
Big-Five-Goldmünze des Jahrgangs 2022: Das Elefanten-Motiv wird bis 2026 beibehalten, danach wechselt die Tierdarstellung. Zuletzt lag der durchschnittliche Preis im Handel gegenüber den klassischen Anlagemünzen ein Tick höher. Allerdings erhält man dagegen auch höhere Ankaufspreise für diese Stücke.

Als Geheimtipp gehandelt

Bis zuletzt war noch offen, ob sich diese Serie unter Anleger etablieren kann. Schon in unserem früheren Artikel wiesen wir auf den attraktiven Preis hin, der unter den klassischen Anlagemünzen mehr als konkurrenzfähig war. Und nun scheinen sich zwei Eigenschaften ihre Vorteile auszuspielen. Denn der ungewöhnliche Motivwechsel-Zyklus erhöht einerseits die Attraktivität für Sammler, gleichzeitig birgt er Kostenvorteile.

Tim Schieferstein, Geschäftsführer der SOLIT Management GmbH (GoldSilberShop.de) bezeichnet die Goldmünze sogar als „wahres Schnäppchen“. In einem Video (siehe unten) geht er detailliert auf die besonderen Eigenschaften der „Big Five“-Münzen ein. Darin geht er auch auf die Platin-Variante dieser Münz-Reihe ein.

Achtung Verwechslungsgefahr

Aber Achtung, es gibt eine Verwechslungsgefahr: Es gibt eine Sammelmünzen-Serie, die auch die „Big Five“ thematisiert. Diese ist aber nur in streng limitierter Auflage verfügbar und wird in höchster Prägequalität produziert (polierte Platte = PP). Deshalb sollten Anleger diese Münzen keinesfalls mit den Exemplaren der neuen Anlagemünzen-Serie verwechseln. Denn die PP-Stücke werden mit erheblich höherem Aufgeld verkauft als die klassischen Anlagemünzen.

Goldmünze „Big Five“ ein Schnäppchen?

Allerdings schneidet der 2023er Elefant im direkten Preisvergleich (Gold.de) nicht unbedingt besser ab als die gängigen Goldanlagemünzen (Krügerrand, Maple Leaf). Im Durchschnitt zahlt man derzeit etwa ein Prozent mehr. Mit größerer Auflage und Bekanntheit könnten sich die Preise aber schnell weiter annähern. Allerdings: Im Edelmetall-Handel erhält man für die „Big Five“-Münzen in der Regel auch höhere Ankaufspreise als für andere Anlageunzen. Es gilt also: Beobachten und regelmäßig Preise vergleichen!

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20 Kommentare

  1. Keine Frage, es sind sehr schöne Sammlerstücke, wobei die Betonung auf Sammeln oder Investieren liegt.
    Deshalb sind viele davon über den reinen Goldpreis hinaus viel teurer.
    Man muss sich klar sein, dass man solche Stücke nur im Sammlerkreis wieder veräussern kann und keinesfalls in irgendeine Bank hineinschneien kann und dort verkaufen. Da bekommt man nur den Goldanteil und auch den mit Abschlägen.
    Ich persönlich nehme da lieber Schmuckstücke von ausgeprägt guter handwerklicher Qualität.
    Da kommt es weniger auf den Goldwert an, als auf das Handwerk.
    Eine Uhr von Patek Phillippe, Rolex, Breitling usw kann durchaus ein hervorragendes Gold-Investment sein, auch dann, wenn der reine Goldgehalt nur eine Unze ist.
    Auch ein Armband, eine Halskette ( Colliers) oder Ähnliches erfüllt diesen Zweck.
    Das nur meine persönliche Meinung zu polierten Platten,
    Sonderprägungen oder weiteres.

  2. Ich habe es schon mal geschrieben:
    Alles, was meiner Mutter an Vermögen in den 20ern und danach blieb, waren 20.000 Mark in Gold.
    Hier 1.000 Stück 20 Mark Goldmünzen vom Kaiserreich.
    Versteckt im Keller in einem alten Weinfass mit schlechtem Wein darüber.
    2 Immobilien, 1000 ha Grund, Weingärten, Wald, alle Aktien und Anleihen, alle Sparbücher, alles weg, in Luft aufgelöst, nach dem WW 1 und der Hungersnot danach.
    Heute kann man eine solche Münze um 500 Euro etwa verkaufen. Macht 500.000 Euro. Ich habe noch einen Grossteil davon geerbt. Dieser allerdings wird weiter vererbt. An wen ? Ich denke darüber noch nach.
    Voraussetzung : Keine Veräusserung, sondern als Erinnerung und Mahnung.
    Deshalb, verkauft nicht Eure Münzen, egal, was kommt.
    Der menschliche Körper kann mehr aushalten, als man glaubt. Es ist immer der Geist, die Psyche, welche versagen.

    • Ich werde teilweise meine Münzen kommendes Jahr verkaufen. Ich will ein Haus bauen für meine Familie. Das Leben ist kurz. Denken Sie mal darüber nach.

      • @Reclaim
        Na dann und gutes gelingen.
        Das Leben ist kurz im Vergleich zum Universum.
        Und nicht wenige Häuslebauer sind noch während des Bauens oder kurz danach geschieden oder am Stress verstorben, weil einem alles über den Kopf hinaus wuchs.
        Ihre Goldmünzen gelten als Rückläufer mit minderem Wert und werden gerne von jemand anderem zum günstigen Preis erworben.
        Meine Wenigkeit hat mir solchen Käufen des öfteren gute bis sehr gute Schnäppchen gemacht.
        Über 30 Krügerand zu 880 Euro das Stück, vor ein paar Jahren, als jemand meinte, unbedingt ein neues Auto zu brauchen. Dieses ist mittlerweile eine Schrottkiste geworden und die verkauften Krüggerrand haben sich im Wert mehr als verdoppelt. Aber, wie Sie richtig sagen, das Leben ist kurz und man sollte sich was gönnen.

    • @ Maruti

      Ihre Familien-Historie ist ungemein interessant zu lesen. Sie steht stellvertretend für zahlreiche andere Schicksale, wenngleich nicht allzu viele derartig große Gutshöfe besessen haben. Vermutlich wurden ihre Vorfahren vertrieben?

      Zur Mahnung und Erinnerung besitze ich eine Zigarrenschachtel, die mir mein Großvater vor seinem Tod anvertraut hat: Darin befindet sich bis auf den heutigen Tag das Erbe seiner Eltern. 35 Stück davon. Bestens erhalten.

      35 x 1000 Mark Scheine von 1910.

      Großvati erzählte mir völlig gelassen und nicht hadernd, was man damals damit kaufen hätte können…
      Er machte sich nie etwas aus Besitz. Seine Lehre aus dem Geschehenen war, nichts zu horten und es sich gut gehen lassen.

      Er lebte den Spruch, den er auch zeit seines Lebens zitierte, dass das letzte Hemd keine Taschen habe.
      Ergo dessen kaufte er kein einziges Goldstück während seines langen Lebens, was wir Hinterbliebenen sehr bedauern. Jedoch fänden wir es unangemessen, seinen Lebensstil zu kritisieren.

      • @Big Driver
        Sicher kann es Spass machen. Doch, wie ich erwähnte, will ich Spass haben in Gold ( nicht in goldene Rettungsboote), würde ich goldene Uhren, exquisiten Schmuck oder andere Artefakte wählen.
        Ich habe von meinem Grossvater eine goldene Schaffhausen Uhr mit Klappdeckel, welcher aufspringt und mit Diamanten, Rubinen und Saphiren verziert ist.
        Das Zifferblatt schön ziseliert und handgemalt. Das ganze hängt an einer schweren Goldkette.
        Was wurde mir für diese Uhr schon alles geboten.
        Ein Uhrmacher, welche sie umölen sollte, sagte immer nur, mein Gott, was eine Schönheit. So etwas kriegen die heute nicht mehr fertig.
        Ich habe sie in einem Behälter in Sauerstoffarmen Milieu gelagert. Zu tragen traue ich mir das Ding allerdings nicht. Zudem es heute schon gefährlich ist, eine Rolex ect zu tragen oder ein Iphone womöglich.

      • @Adelmar
        Sie haben völlig recht. Natürlich ist es besser, einfach nur ehrlich und rechtschaffen zu leben.
        Frei nach Kant und dem kategorischen Imperativ zu handeln.
        Doch, verflixt, ich habe dazu weder die Einsicht noch die Geduld und eigne mich nicht zum hingebungsvollen Märtyrer und schon gar nicht zum Fatalisten.
        Ich hasse es, wenn mich jemand fremdbestimmt, seien es Angehörige, Obrigkeiten oder ganze Staaten. Und da wehre ich mich mit allen Mitteln und dazu gehört unter anderem auch meine Gold Sammelwut.
        Mir bedeutet das schönste und angenehmste Leben nichts, wenn ich mich dafür unterordnen müsste. Ich lebe mit meinen eigenen Gesetzen.

        • @ Maruti

          Absolut d´accord mit Ihnen.

          Vermutlich habe ich mich falsch, also zu diplomatisch ausgedrückt.

          Sehr schade, dass unsere Urgroßeltern nicht ähnlich clever wie Ihre Mutter gewesen sind. Wie gerne hätte ich anstatt der 35.000 Reichsmark diese in Goldmark! Mich tröstet nur eines: Ich bin mir absolut sicher, dass sich die Münzen nicht bis heute hinübergerettet hätten. Hätte garantiert nichts davon. Eventuell ein paar andere Verwandte…

          Was wirklich besonders bedauerlich ist, ist die Tatsache, dass Großvati aus diesem Fehler nicht gelernt hat. Ich hingegen schon. Großes Zwinkern.

          Ihnen einen schönen Tag noch!

  3. @Reclaim—Science
    Ein eigenes Haus für die Familie, speziell wenn die Kinder noch relativ klein sind, ist eine feine Sache. Zeit für die Familie zu haben, das Leben genießen, sich einen schönen Urlaub zu gönnen, oder mal ein Wellness Wochenende, das ist Luxus wo man gerne Geld ausgibt. Mal lebt nur einmal, das Leben ist kurz. Trotzdem werde ich meine Goldunzen noch nicht verkaufen, erst ab einen gewissen Alter. Bis dahin dienen die als Absicherung, danach als teils Rente Ersatz. Im Grab nimmt niemand was mit, oder muss man schon Pharao sein.

  4. @Maruti
    Beim letzten Goldkauf mit meinem Arbeitskollegen, hat er sich genau für diese Goldmünze entschieden, der Big five Elephant. Der geringe Aufpreis über z.b. einen Krugerrand oder Maple Leaf, ist zu verkraften. Dafür bekommt man eine schöne Goldmünze in höchster Reinheit.
    Apropos teuer, schau Sie mal früheren Jahrgänge der Gold Lunar Serie oder auch die Beast Serie von Royal Mint. Da liegen die Preise weit über eine Standard Goldunze, 200,00 bis 500,00 € sind da keine Seltenheit.
    Obwohl ich Gold Maples mag, überlege mir doch eine Big five Elephant zu kaufen, Gold invest kann auch Spaß machen.

    • @Bei 20000 Mark in Gold wird die Hungersnot nicht so schlimm gewesen sen. Nein Adelmar, so zahlreich waren
      diese Beispiele weder nach dem 1. noch dem 2 Weltkrieg. In meiner Gegend waren Eltern und Großeltern froh,
      genügend Brennnesseln und Rüben zum Überleben zu finden. Das alles hier ist Träumen auf hohem Niveau.

    • @HB
      Ich schrieb: „Nach dem WW1 war alles weg und danach kam die Hungersnot“. Bei vielen. Einfach, weil es nichts zu kaufen gab. Die Inflation gigantisch, die Lebensmittelscheine minimal. Es traf nahezu alle, welche nicht abhauen konnten, auch ehemals sehr reiche Leute.
      Von Winde verweht…..
      Erst der neue ( verbrecherische) Führer brachte zu Anfangs etwas Brot und Arbeit, bis auch all die Ersparnisse ein 3.! mal verloren gingen. Nebst all den Toten und der Zerstörung.( Was für ein Preis für wenig Brot und harte Arbeit).
      Hört bitte auf zu lästern und Haare in der Suppe zu suchen. Und betet, dass Euch solches niemals widerfährt.

      • @Maruti
        Hier lästert keiner, genauso wenig, wie es einen Wettbewerb zu Familientragödien gibt.
        Kleine Lebenserfahrung ; die sehr Reichen trifft es nie so sehr, wie die sehr Armen.
        Und unsere Vorfahren wussten noch mehr: Wer nichts erheiratest oder ererbt, bleibt arm bis er sterbt.

      • @ Maruti Warum nach WW 1 Immobilien und 1000h Grundbesitz weg waren erschliesst sich mir aber auch nicht so richtig. Mit Grundbesitzkann man doch Landwirtschaft betreiben und das Hungerproblem lösen.

          • @RACEV
            Da wir bezogen auf den 1. WK nur von den damaligen Ostgebieten reden können , kenne ich von dort keine Enteignungen und Vertreibungen die mit dem 2. WK vergleichbar waren. Ohnehin spekulativ. Und Siedler in z.B. Südwest dürften weit mehr als 1000 ha besessen haben. Das wären dort Kleingärtner gewesen.

        • @Materialist
          Nach dem WW1 passierte das leicht, wenn man in der falschen Ecke des deutschen Reiches lebte.

          In meiner Familie ist ehemaliger Landadel seinerzeit auch auf der Flucht gewesen und das Geld war im Koffer eingenäht. Hinterher leider nix mehr wert was vorher 2 ganze Arbeiterleben wert war…

  5. Goldhase:
    Im Westen gingen Teile Nordschleswigs an Dänemark. Eupen/Malmedy ging an Belgien und Elsass-Lothringen an Frankreich. Das Saarland wurde dem Völkerbund unterstellt. Im Südosten ging das Hultschiner Ländchen an die Tschechoslowakei. Rechnet man die Gebiete im Osten hinzu, so ging 1/7 des Territoriums verloren. Im Übrigen: Namibia war nicht die einzige deutsche Kolonie.

    • @Racev
      Ja Sie haben Recht. An diese Gebiete dachte ich nicht. Da wir nicht wissen, wo die 1000 ha gelegen haben sollen, ist wie gesagt alles Spekulation. Egal von welchen ehemaligen Kolonien wir reden, die Menschen dort haben meist ihr Eigentum verloren. Nicht aber in den nicht deutschen verlorenen Landesteilen. Dort fanden nach dem 1. WK keine Enteignungen statt. Das war doch glaube ich der Anlass von Marutis Problem.

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