Mittwoch,22.Mai 2024
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Goldpreis: 2.000 Dollar wieder in Reichweite

Der Goldpreis zeigte am Dienstagvormittag wieder steigende Tendenz während sich die Anleihe-Renditen im Vorwochenvergleich uneinheitlich entwickelten.

Goldpreis fester

Der Goldpreis hat sich am Dienstagvormittag wieder der Marke von 2.000 US-Dollar angenähert. Denn um 9:15 Uhr kostete eine Feinunze Gold am Spotmarkt 1.995 US-Dollar pro Unze. Das entsprach 1.807 Euro. Damit notierte Gold zwar im Vorwochenvergleich 5 US-Dollar beziehungsweise 18 Euro niedriger.

Gold, Goldpreis, US-Dollar (Bild: Goldreporter @midjourney)
Goldpreis-Verfall zunächst gestoppt? Am Dienstag notierte der Kurs wieder knapp unter der Marke von 2.000 US-Dollar, während der Dollar gegenüber dem Euro aufholte und die Anleihe-Renditen schwächer tendierten. Die kommenden Tage können noch turbulent werden (Bild: Goldreporter).

Allerdings hatten sich die Notierungen zuletzt schon weiter von ihren runden Kursschwellen nach unten wegbewegt. Begleitet ist die jüngste Kursentwicklung von tendenziell rückläufigen Anleihe-Renditen, obwohl die Zinsen der von uns beobachteten Staatsanleihen kein einheitlichen Bild ergeben.

Anleihe-Renditen uneinheitlich

Immerhin, 10-jährige US-Bonds rentierten am Dienstagvormittag mit 3,47 Prozent. Damit sanken die Marktzinsen gegenüber Vorwoche deutlich ab. Denn am vergangenen Dienstag lag die US-Rendite noch bei 3,59 Prozent. Dagegen blieb der Wert für deutsche Papiere gegenüber Vorwoche praktisch unverändert. Die Rendite-Entwicklung in der anderen Eurostaaten wichen nach oben und unten voneinander ab (siehe Tabelle).

Anleihen, Renditen, Länder, Zinsen, USA, Deutschland, Staatsanleihen

US-Dollar stärker

Und einmal mehr sehen wir eine gegensätzliche Entwicklung von US-Zinsen und US-Dollar. Denn parallel gab der Euro gegenüber dem Greenback wieder etwas ab, mit zuletzt 1,1026 US-Dollar. Am Montag war der Wechselkurs bereits auf 1,106 US-Dollar angestiegen. Mit den neuen Inflations- und Wirtschaftsdaten, vor allem am Donnerstag und Freitag, könnten die Kurs noch einmal durcheinandergewürfelt werden.

Anleihe-Renditen und Goldpreis

Welchen Einfluss haben die Anleiherenditen auf den Goldpreis? Generell lässt sich sagen: Wenn Staatsanleihen mit guter Bonität höhere Zinsen bringen, dann steigt deren Attraktivität unter defensiv ausgerichteten institutionellen Investoren. Dagegen wirkt das zinslose Gold als Anlageform dann in normalen Zeiten für solche Kapitalverwalter weniger lohnenswert. Auf solche Einflüsse reagieren auch automatisierte Handelssysteme. Allerdings sind die Anleiherenditen nur einer von vielen Aspekten, die eine Rolle bei der Entwicklung von Gold-Nachfrage und Goldpreis spielen. Wenn an den Kapitalmärkten sichere Häfen gesucht sind, steigen die Edelmetalle oft, während die Anleiherenditen sinken (steigende Anleihekurse).

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14 Kommentare

  1. Wie meistens. Rauf in Minischritten über Tage und Wochen und Schweiss mit Angst und Hoffnung.
    Runter in einem Rutsch in Sekunden vom Balkon.
    Aber letztlich wird es dem Bankenkartell nichts nützen.
    Über all die tausende von Jahren erwies sich Gold letztendlich doch als stärker.
    Und die Anderen endeten ausgelaugt verarmt und verzweifelt. Und das Ende wird lauten:
    „Arm am Beutel, krank im Herzen, schleppe ich meine langen Tage…. “
    Frage an die Literaten:
    Wer schrieb das ?
    Googlen ist unfair !!

    • @Maruti
      Mein Kater und die Gartenspatzen haben wenigstens ein Sozialamt.
      Kommst Du nie drauf. Vorsagen ist unfair !!

  2. @Maruti
    Keine Ahnung – aber mit dem Rest hast Du Recht! Bei den Pleitewellen, die den Erdkreis erschüttern…
    Rätsel von mir: von wem ist das Zitat mit dem Erdkreis? Hinweis: es geht um die Endzeitstimmung in einem Bunker… Also???
    :-)
    Der Dokta

    • @GoldenEye
      Goethe
      „Der Schatzgräber

      Arm am Beutel, krank am Herzen
      Schleppt‘ ich meine langen Tage.
      Armut ist die größte Plage,
      Reichtum ist das höchste Gut!
      Und, zu enden meine Schmerzen,
      Ging ich, einen Schatz zu graben.
      Meine Seele sollst du haben!
      Schrieb ich hin mit eignem Blut.

      Und so zog ich Kreis‘ um Kreise,
      Stellte wunderbare Flammen,
      Kraut und Knochenwerk zusammen:
      Die Beschwörung war vollbracht.
      Und auf die gelernte Weise
      Grub ich nach dem alten Schatze
      Auf dem angezeigten Platze;
      Schwarz und stürmisch war die Nacht.

      Und ich sah ein Licht vom weiten,
      Und es kam gleich einem Sterne
      Hinten aus der fernsten Ferne,
      Eben als es zwölfe schlug.
      Und da galt kein Vorbereiten;
      Heller ward’s mit einem Male
      Von dem Glanz der vollen Schale,
      Die ein schöner Knabe trug.

      Holde Augen sah ich blinken
      Unter dichtem Blumenkranze;
      In des Trankes Himmelsglanze
      Trat er in den Kreis herein.
      Und er hieß mich freundlich trinken;
      Und ich dacht‘: „Es kann der Knabe
      Mit der schönen lichten Gabe
      Wahrlich nicht der Böse sein.“

      „Trinke Mut des reinen Lebens!
      Dann verstehst du die Belehrung,
      Kommst mit ängstlicher Beschwörung
      Nicht zurück an diesen Ort.
      Grabe hier nicht mehr vergebens!
      Tages Arbeit! Abends Gäste!
      Saure Wochen, frohe Feste!
      Sei dein künftig Zauberwort.“

      Johann Wolfgang von Goethe

    • @Klapperschlange

      „Der Überbringer schlechter Nachrichten wird geköpft.“ [Thanatos 15,10.15-21]

      Also wer schlau ist, mischt den Bad News auch eine Prise Good News unter. Und siehe da, wir sahen im Kontext der neuesten US-Bankenkrise keine globale Kernschmelze des Finanzsystems – nur wie immer eine massive Vernichtung gesellschaftlichen Reichtums. Selbst wenn diesmal vor allem Buchwerte von Anleihen- und Aktienbesitzern betroffen sind. Die systemische Krise lässt eben immer noch als klassische Überproduktionskrise grüßen.

      Die wichtigsten US-Bankenindizes haben jedenfalls seit Februar veritable 27 und 29 Prozent verloren. Die First Republik braucht nach den bisherigen multi-milliardenschweren Finanzierungsrunden neue Liquidität [danke für die Info, Rattlesnake! Anm. d. Red.] und auch andere kleinere Regionalbanken straucheln – aktuell die in Beverly Hills ansässige PacWest Bancorp. Auch hier liegen 40 Prozent Einlagenabfluss im ersten Quartal vor. Zuletzt allerdings mit einer gewissen Konsolidierung, da von den ‚Federal Home Loan Banks‘ und vom ‚Bank Term Funding Program des Federal Reserve Systems [Fed] Milliardenhilfen zur Verfügung gestellt wurden.

      https://finanzmarktwelt.de/wp-content/uploads/2023/04/pacwest-bancorp-scaled.jpg

      Die Lage an der Krisenfront zeigt sich jedenfalls uneinheitlich. Die Nothilfen der Fed, die zeitweise diejenigen in der globalen Finanzkrise 2008ff. übertrafen, konnten zuletzt zurückgefahren werden. Und auch der Einlagenabfluss scheint sich abzuschwächen.

      Dennoch – um die Dialektik von guten und schlechten Nachrichten nochmal zu bemühen -, die Bankenkrise ist noch nicht vorbei! Derlei Systemkrisen entfalten sich immer in Schüben [by the way, wie auch schon 2008]. Inzwischen spricht man in den Staaten von einer flächendeckenden ‚Kreditklemme‘ als Folge des Banken-Kladderadatsch. D.h., es gibt einen massiven Rückgang der Kreditvergabe. Rückabwicklung der Zinswende, ick hör dir trapsen.

      Auch kann keiner genau vorhersagen, an welcher Stelle des Finanzsystems der Krisenteufel das nächste mal zuschlagen wird. Mein Tipp: Der US-Immosektor.

      • @Thanatos
        Immosektor stimme ich zu.
        Fängt wohl bei Gewerbeimmos an (obwohl, da brennt die Hütte ja schon lichterloh ) und dann kommt dasselbe Spiel wie 2008 bei den Privatimmos, dann tut es richtig weh.
        Habe letztens ein Interview mit dem Chef von Walmart gehört (ist dort quasi Aldi + Lidl zusammen, Anm. d. Red.) .
        Die Kunden kaufen immer billiger ein, immer weniger Markenprodukte. Besonders bemerkenswert: die Zahlung mit normalen Bankkarten ist stark rückläufig, es wird viel mehr mit Kreditkarten bezahlt.
        Die Leute sind also soweit, dass sie ihre Grundbedürfnisse nur noch zahlen können, wenn sie dafür über 20 % Verbrecher-Zins der Kreditkarten in Kauf nehmen.
        Deutlich über 1000 Milliarden Kreditkartenschulden sind im Orbit.
        Ohne jede Sicherheit dahinter.

        Mein Lieblingsindikator (nicht hochwissenschaftlich): die Aktie von Home Depot.
        Das ist drüben DER Baumarkt, Aktie minus 10 % seit Januar.
        Wenn die Amis weniger Geld für ihr Häuschen ausgeben (können) war das bisher immer ein Frühindikator. Andersherum natürlich auch.
        An genaue und aktuelle Umsatzzahlen komme ich als Rentner leider nicht mehr ran.
        Muss man auf die Quartalsberichte warten.

        • @Meister Eder

          Die gleichen Entwicklungen wie in Good Old Germany. Nach neuen Erhebungen wollen die Verbraucher*[redundante Kunstpause]Innen + LGBTQIA2S+* in eine Art Streik treten. Fast die Hälfte der Befragten werden nach eigener Aussage in den kommenden 12 Monaten seltener einkaufen, zudem sollen die einzelnen Einkäufe [gesund-]schrumpfen.

          Derweil tobt ein veritabler Machtkampf zwischen dem größten Einzelhändler Deutschlands und einer ganzen Reihe von Lebensmittelkonzernen – im Zentrum des Streits: Die GIERFLATION.
          https://www.n-tv.de/wirtschaft/Edeka-meldet-Lieferboykott-von-17-Herstellern-article24079771.html

          Ganz genau: „Wer kann, soll, will das noch bezahlen?“ Die Verkäufe neuer US-Häuser [New Homes Sales für den März] zogen zwar im Jahresvergleich um 9,6 Prozent auf 683.000 Einheiten an, aber parallel zum abstürzenden Verbrauchervertrauen in den USA gibt es nun neue Daten zur Belastung des Durchschnittsamis durch Immokredite: Innerhalb von nur drei Jahren erhöhten sich die Zahlungen im Durchschnitt von unter 1.500 Dollar pro Monat auf sagenhafte 2.538 Dollar.

          https://finanzmarktwelt.de/hypo-268235/

          *’2S‘ ist hinzugekommen – ‚Two-Spirit‘ [???]

          • @Thanatos
            Kein allgemeingültiger Indikator: ein Freund hat mir letzte Woche aus München gemeldet, daß er bei Media-Markt war, eine große Kühl-Gefrierkombi kaufen.
            Auf dem Parkplatz (Wochentag um 14.00 Uhr) hatte er schon gedacht, der Laden wäre zu (z.B. Inventur) , fast alles frei.
            Drinnen eine Kasse von 7 besetzt, komplett leer.
            Von den ca. 25 angebotenen Geräten bis auf 3 alle mit rotem Sticker.
            Auch Bosch, Siemens, Samsung etc. , alles mindestens minus 30 %, auch die hochwertigen Energiespargeräte.
            Hat sich einen Bosch gekauft, für 699 statt 1.250.

            Könnte man so sehen, dass die (nicht ganz freiwillige ?) Kaufzurückhaltung in den Läden mit Wucht angekommen ist.
            Irgendwie höre ich schon ganz leicht die Dominosteine fallen.
            Jetzt haben die Händler Probleme, dann Kurzarbeit bei den Herstellern, dann…..

      • @Thanatos

        Du weißt ja, daß ich immer wieder mal ( in der [ von Kim Jong
        Un – Anm.d.Red. ] bezahlten Mittagspause
        ) im „Repo-Markt“
        surfe; dort läßt sich die „Kreditkrise“ auch an der Summe von
        $2,3 BILLIONEN Dollar ablesen, die über 100 Banken jede Nacht für
        4,8% Zins bei der Fed parken: die Kreditvergabe scheint den Banken
        wohl zu riskant?
        Das nächste Mißtrauensvotum unter den Banken wäre dann der
        Zusammenbruch des Interbanken-Handels – mit den besten Grüßen
        von Hrn. uuɐɯɥǝl.

        Und mein 2. Hobby – Spielen mit den Parametern im Tool „Stockchart“,
        zeigt das Dilemma der Banken: (US-Bankenindex):

        https://stockcharts.com/h-sc/ui?s=%24BKX&p=D&st=2022-01-01&id=p43838455125

        ᕕ( ཀ ʖ̯ ཀ)ᕗ

  3. Hallo Freunde
    Ständig Meldungen über dramatisches knappes Silberangebot. Am Silberpreis macht sich das aber nicht bemerkbar.
    Nicht mal 26 US Dollar je Unze wird erreicht.
    Gold kann auch nicht über 2000 steigen.
    Irgendwelche dunklen Mächte manipulieren etwas im Hintergrund. Zum Abschnallen ist das.
    Grüsse aus der Schweiz

  4. Hallo Zusammen
    Bei der First Republik Bank ist die Scheisse aber mächtig am Dampfen. Heute Aktienkurs
    Totalabsturz. Der Titel war mal 200 Dollar jetzt etwas über 3 Dollar. Wie ich auch hier im Forum gehört habe, ist die Bankenkrise in den USA noch nicht vorbei. Es droht ebenfalls eine Gerwerbe Immobilienkrise, eine US Dollar Krise, und eine Schuldenkrise bei den grossen Amerikanern. Was denn noch?
    Vielleicht ist ja alles nur halb so schlimm?
    Ich denke mit physischem Gold und Silber kann man aktuell besser schlafen als mit Aktien.
    Ich rate allen zur höchsten Vorsicht beim Investieren.
    Grüsse aus der Schweiz

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