Freitag,09.Dezember 2022
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Goldpreis: Darauf haben wir gewartet!

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Der Goldpreis-Anstieg hat das spekulative „Managed Money“ zum Wochenbeginn aus ihren Short-Positionen getrieben.

Mit dem Goldpreis-Aufschwung zu Wochenbeginn sind die besonders spekulativen Gold-Futures-Händler nach elf Wochen wieder auf die Käuferseite gewechselt.

Goldpreis fest

Der Goldpreis hielt sich vergangene Woche trotz leichter Abgaben deutlich über der Schwelle von 1.700 US-Dollar. Allerdings rutschte Gold auf Euro-Basis wieder knapp unter diese Marke. Einschneidende kursbewegende Nachrichten gab es nicht. Allerdings hat sich der Umschwung im Handel mit Gold-Futures den der US-Warenterminbörse COMEX in der vergangenen Woche fortgesetzt. Wir betrachten die aktuellen CoT-Daten mit den Positionen der größten Händlergruppe per 15. November 2022.

CoT-Daten

So stieg die Netto-Short-Position der „Commercials“ gegenüber Vorwoche um weitere 47 Prozent auf 134.308 Kontrakte. Dabei verdoppelten die eigentlichen Goldverwender „Prod/Merch/Proc/User“ ihre Netto-Verkäufe wie in der Vorwoche noch einmal auf 36.982. Auf der anderen Seite nahm die Netto-Long-Position der „Großen Spekulanten“ um 53 Prozent zu auf 126.269 Kontrakte.

Fonds wieder auf der Käuferseite

Und nun geschah das, was zu erwarten war. Das „Managed Money“ (Hedgefonds, Investmentgesellschaft) wechselte mit dem jüngsten Goldpreis-Anstieg wieder zurück auf die Käuferseite. Denn deren vor elf Wochen etablierten Netto-Short-Position wandelte nun in eine Netto-Long-Position im Umfang von 25.457 Kontrakten. Anders ausgedrückt: In der Vorwoche verkauften diese besonders trendorientierten spekulativen Händler netto noch umgerechnet 50 Tonnen auf Termin. Dagegen stand das „Managed Money“ per vergangenem Dienstag wieder mit 79 Tonnen auf der Käuferseite.

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Das „Managed Money“ ist nach elf Wochen wieder auf die Käufer-Seite gewechselt und war zuletzt mit umgerechnet 72 Tonnen „netto-long“ positioniert.

Open Interest

Währenddessen stieg der Open Interest, also die Summe aller offenen Gold-Kontrakte an der COMEX, gegenüber Vorwoche noch einmal um 1,37 Prozent auf 495.171 Kontrakte. Allerdings ging es bis zum Handelsschluss am vergangenen Freitag wieder um 4,7 Prozent zurück auf 472.087 Kontrakte.

Goldpreis-Entwicklung

Die Entwicklung spiegelt auch die Goldpreis-Bewegung der vergangenen Woche wider. Denn das Wochenhoch ereignete sich bereits am Dienstag mit 1.789 US-Dollar pro Unze. Gold ging dann nahe seines Wochentiefs aus dem Freitagshandel, nämlich mit 1.752 US-Dollar. Somit sank der Goldpreis gegenüber Vorwoche um 1,7 Prozent.

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Goldpreis in US-Dollar, Wochenchart (5 Min.), Basis: US-Futures, Dezember-Kontrakt (Quelle: CME Group)

COMEX-Gold-Lager

Unterdessen sanken die Goldbestände in den COMEX-Tresoren weiter – in der nunmehr siebenundzwanzigsten Woche in Folge. Denn per 17. November 2022 summierten diese sich auf 23,89 Millionen Unzen.

Damit wanderten noch einmal rund 230.000 Unzen (Vorwoche: -470.000 Unzen). Dabei gingen die zur sofortigen Auslieferung an Kunden verfügbaren Edelmetall-Bestände der Kategorie „eligible“ um 130.000 Unzen zurück auf 12,81 Millionen Unzen.

Erkenntnis: Bei einem Open Interest von 472.087 Kontrakten wurden Ende der Woche insgesamt 47.208.700 Unzen Gold in Form von Standard-Futures gehandelt (100 Unzen pro Vertrag). Das heißt, der Gold-Futures-Handel an der COMEX war offiziell noch zu 50,61 Prozent mit entsprechenden Lagerbeständen gedeckt (Vorwoche: 47,4).

Lieferanträge

Diese Unterdeckung wird vom Börsen-Betreiber damit gerechtfertigt, dass nur ein Bruchteil der Futures-Verträge tatsächlich physisch abgewickelt werden. Das heißt, am Ende des Kontrakt-Monats schließen die Parteien ihre Positionen hauptsächlich per Barausgleich. Wie hoch der Anteil ist, kann man ebenfalls aus einer wöchentlichen Pflichtmitteilung ersehen.

So meldete die Börsenaufsicht CFTC für den Kontraktmonat November nun 6.575 Anträge auf physische Auslieferung. Das heißt, vergangene Woche kamen nur noch 454 hinzu. Zum Vergleich: Im Vormonat waren es insgesamt nun 24.881 Anträge. Dagegen gab es im bisherigen Rekordmonat Juni 2020 insgesamt 55.102 „Delivery Notices“.

Ausblick Goldpreis

Wie erwartet, ist sind die besonders spekulativ ausgerichteten Fonds zuletzt wieder auf die Käuferseite gewechselt. Allerdings gab es zum Wochenende hin wieder etwas Gegenwind für den Goldpreis. Nachdem Goldpreis und Open Interest gegenüber Vorwoche gemeinsam zurückkamen, könnte sich nun herausstellen, dass die Ende der Woche aufgetretene Marktschwäche nur vorübergehender Natur war.

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1 Kommentar

  1. Das Jahresende naht, pünktlich zum Weihnachtsfest schenke ich mir einige Gold Maples und noch Differenz besteuerte Silber Maples oder Kangaroos. Ho, ho, ho Mary Christmas everybady. Habe gestern ein Geburtstagskind 2 oz. Silber Kangaroo geschenkt. Das Mädel ist Anfang 20 studiert Immobilien Wirtschaft, will Ihren Bachelor machen. Ihre Augen leuchteten als Sie die Silbermünzen in die Hände hielt. Wir alle werden früher oder später diese Welt verlassen, wäre doch schön wenn wir einige von den jüngeren für das echte Geld, Gold und Silber begeistern könnten.

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