Donnerstag,01.Dezember 2022
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Goldpreis: Darum wird es jetzt spannend!

Gold, Goldpreis, Termine
Der Goldpreis notierte zuletzt bei knapp 1.700 Euro. Zahlreiche Termine können nun marktbewegende Auswirkungen haben.

In den USA steht wegen Thanksgiving eine verkürzte Handelswoche an. Dennoch gibt es einige wichtige Ereignisse, die den Goldpreis bewegen können.

Silber- und Goldpreis

Am Montagvormittag um 10:30 Uhr notierte der Goldpreis am Spotmarkt mit 1.739 US-Dollar pro Unze. Das entsprach 1.699 Euro. Silber kostete 20,62 US-Dollar beziehungsweise 20,14 Euro pro Unze. Die vergangenen Handelstage waren geprägt von Erwartungen geringerer Zinsschritte in den USA gepaart mit rückläufigen Inflationsraten. Ähnlich könnte dies nun in Europa geschehen. Zumindest stiegen die am Montag veröffentlichten deutschen Erzeugerpreise für den Monat Oktober mit 34,5 Prozent schon einmal weniger stark an, als von Analysten prognostiziert.

Thanksgiving-Woche

Gibt es jetzt weitere Hinweise, die diese Tendenz bestätigen? Zunächst einmal steht in den USA eine verkürzte Handelswoche an. Am Donnerstag haben die US-Börsen wegen Thanksgiving geschlossen und der verkürzte Handelstag am Freitag wird traditionell als Brückentag genutzt.

Allerdings wird am Mittwochabend noch das Protokoll der Fed-Sitzung vom 1./2. November 2022 veröffentlicht. Aus den „Fed Minutes“ könnten Investoren neue Informationen hinsichtlich der US-Geldpolitik herauslesen. Und das könnte sich einmal mehr auch auf den Goldpreis auswirken. Die EZB veröffentlich ihr letztes Sitzungsprotokoll am Donnerstag „ECB Accounts“).

Verfallstermine

In Sachen Gold und Silber kann es ohnehin noch einmal rund gehen. Denn es stehen die ersten Verfallstermine an der COMEX an. Am Dienstag werden die Dezember-Optionen letztmalig gehandelt. Dagegen laufen die November-Kontrakte der Edelmetall Futures erst am kommenden Montag aus. In jedem Fall könnte es hier interessant werden, auch weil das „Managed Money“ zuletzt wieder auf die (Netto-)Long-Seite gewechselt ist: Goldpreis: Darauf haben wir gewartet!

Konjunkturdaten

Hier eine Übersicht über weitere bedeutende Berichtstermine in dieser Woche:

Dienstag:

  • 16:00 Uhr: Verbrauchervertrauen (Eurozone)
  • 20:15 Uhr: Rede Fed-Mitglied Esther George (USA)
  • 20:45 Uhr: Rede Fed-Mitglied Jim Bullard (USA)

Mittwoch:

  • 09:30 Uhr: S&P Einkaufsmanager-Index (D, Eurozone)
  • 14:30 Uhr: Auftragseingänge langlebige Gebrauchsgüter (USA)
  • 14:30 Uhr: Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe (USA)
  • 16:00 Uhr: Verkäufe neuer Häuser im Oktober (USA)
  • 16:00 Uhr: Verbrauchervertrauen der Uni Michigan (USA)
  • 20:00 Uhr: „Fed Minutes“

Donnerstag:

  • 10:00 Uhr: ifo-Geschäftsklima-Index (D)
  • 13:30 Uhr: Protokoll der EZB-Sitzung vom 27. Oktober 2022

Freitag:

  • 08:00 Uhr: GfK-Verbrauchervertrauen (D)

Alle Terminangaben ohne Gewähr.

Goldpreis in Euro

Für den Goldpreis setzt sich nun auf Euro-Basis der Kampf um die 1.700er-Marke fort. Da die Europäische Zentralbank mit ihrer Geldpolitik einmal mehr hinter der Fed nachhängt, wird in der Dezember-Sitzung eine weitere Anhebung der Leizinsen um 75 Basispunkte erwartet. Alles, was diese Einschätzung ins Wanken bringt, kann deutlichen Einfluss auf das Euro-Dollar-Verhältnis und somit auch auf den Euro-Goldpreis haben.

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16 Kommentare

  1. Es ist ja total spannend, wenn der Goldpreis täglich etwas abbröckelt. Find ich total gut (Satire aus).

    Aber irgendwie muss man ja bei Laune gehalten werden. Danke dem Goldreporter dafür!

    • @Stillhalter
      Also ich finde jeden Monat gut, in dem man vor dem grossen Knall noch ein wenig Monopoly-Spielgeld zu noch halbwegs erträglichen Preisen in Hardware tauschen kann.
      Für die, die dieses Hobby schon länger haben, fühlen sich die aktuellen Preise ja schon wirklich heftig an.
      Nicht lange her, das gab’s für das Geld fast 2 Münzen.

      Die Zeit, wenn wir für die anonymen 2000 keine Unze mehr bekommen, die kommt schon noch.
      Das Eichhörnchen braucht eben Geduld, bis es alle Nüsse für den langen kalten Winter zusammen hat.
      Und der Winter für unser Wirtschafts- und Finanzsystem wird lang und kalt und evtl. auch finster.

      • @meisterEder

        Das mit den 2.000 ist ein Problem, da stimme ich voll zu. Allerdings bringen einen die 2000 auch nicht mehr wirklich weiter. Versuchen Sie mal eine verkaufte Firma oder eine Immobilie anonym zu tauschen. Das geht eh nicht mehr. Im Prinzip ist das Kind für die meisten Investoren schon in Brunnen gefallen.

        Das alles war bereits nach dem Lehman Crash vorhersehbar. Wer vor Jahren nicht wach geworden ist hat jetzt ein Problem. Ich schätze, in Kürze landen wir bei Null.

        • @Stillhalter
          Auch Grossbeträge bekommt man legal getauscht.
          Beispiel: man packt Ehefrau und Oma/Opa ins Auto.
          Ausflug nach Wien: 6 Händler zu je 10. 000, sind bei 4 Personen 240.000.
          Vormittags in Freizeitklamotten (Motorradjacke, Basecap), nachmittags die gleich Runde mit Anzug und Krawatte/Kostümchen , das fällt keinem Verkäufer auf.
          Sind wir schon bei 480.000.
          Auf dem Rückweg über Salzburg und Innsbruck (7 Händler), macht noch mal 560.000.
          Wenn dann noch Bedarf besteht, über den Arlberg zu den Eidgenossen. Dort pro Händler/Besuch 60.000.

          Fazit: Ganz legal in 4 Tagen eine Million Euros plus X entsorgt.
          Einen Teil lagert man gleich vor Ort.
          Die in CH gekauften Reiseandenken müssen auch dort bleiben, sollte man vom deutschen Zoll erwischt werden, wird es sonst unangenehm.
          Solche Sorgen möchte man haben.

          Nach 2 Wochen erinnert sich kein Händler mehr an die Kunden von vor 14 Tagen.
          Die nächste Million ist weg.
          Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg.

          Momentan ist Winter und Corona: verschiedene Kleidung, mit Hut, Kappe, Mütze oder Ohne, mit Maske (mal in weiss, mal in schwarz, mal OpMaske, mal mit ohne): jede Wette: 3 Mal pro Tag beim selben Händler geht.
          Legal Disclaimer: ich sag jetzt nicht, dass ich das so mache, es ist eine rein theoretische Überlegung.

          Habe als Rentner schon überlegt, ob ich ein kleines Reiseunternehmen gründe.
          Arbeitstitel: Heavy Metal Tours.
          Wenn das Finanzamt fragt: der Laden heisst so, weil im Bus alles von AC/DC bis ZZ Top läuft.
          Was denn sonst ?

          • Wie immer sehr Kluges vom Schreinermeister.
            Problem an der Ausführung: Aus eigener Erfahrung konnte ich mich davon überzeugen, dass man derzeit (begann ab ca. Ende August) in ganz Österreich bei allen Händlern OHNE Vorbestellung zu 90 % keine Ware erhält. Ständig ausverkauft! Spontaneinkäufe sind faktisch unmöglich geworden.
            PS Grundsätzlich sind die Ideen mit den verschiedenen Kostümierungen brilliant.

          • in wien auf die von ihnen beschriebene weise einzukaufen, stellt kein problem dar… es kann auch auf verkleidung verzichtet werden – jeder händler wird sich einige stunden später nicht auf das gesehene gesicht erinnern „wollen…“
            und wenn schon, registrierung eines einkaufs kratzt mich nicht… ists doch sowieso nicht viel mehr, als eine formsache…

  2. Vor Jahresende Windows Dressing auf Teufel komm raus.
    Plötzlich wird alles besser. Ölpreise, Erzeugerpreise, Gaspreise, Inflation, alles soll laut Medien drastisch sinken. Wozu dann noch Energie Pauschalen und Gaspreis Bremse ? Wozu Lohnerhöhungen bei Metallern ?
    Nun denn, die Medien wollen die EZB so zwingen, auf Zinserhöhungen zu verzichten.
    Zu Jahresbeginn jedoch, wird alles wieder beim Alten sein. Die Menschen hierzu Lande sollen den Medien einfach alles glauben. Es sind ja selbsternannte
    “ Qualitätsmedien“.
    Der Wind jedoch weht von den Schuldpapieren, genannt Anleihen, Aktien.
    Die sollen und müssen immer steigen, soll das Kartenhaus oder Schneeballsystem nicht krepieren.
    Deshalb und nur deshalb könnte Gold bis Jahresende noch wieder etwas günstiger werden. Das lässt man sich aus was kosten, bei der BIZ, der EZB und den Bonds.
    Nur eine vage Andeutung,auch noch im Konjunktiv, des Herrn Powell hat schon vor kurzem mal den Goldpreis über Nacht um 100 Dollar gesenkt.

  3. Könnte es nicht sein, dass der Goldpreis von den USA künstlich niedrig gehalten wird durch immer mehr Goldverkäufe, nach dem Prinzip: seht her, es lohnt sich nicht in Gold zu investieren!
    Andere klügere Länder wie China und Indien profitieren davon und kaufen das Gold dann günstig ein.
    Irgendwann rächt sich das sicher und China macht seine eigene goldgestützte Währung auf. Wo bleiben die USA dann mit ihrem schuldenbasierten Dollars?
    Für uns Goldbesitzer kann das nur gut ausgehen.

    • @Bienenkönig
      „Naked shorts“ sind ungedeckte Leerverkäufe.
      Ansonsten einfach mitsingen. Den neuen Text.
      The Gold-bug Anthem
      To honour the PPT (Plunge Protection Team)
      https://www.youtube.com/watch?v=9ETrr-XHBjE

      Oh, say can you see by the DOW’s early light
      How the gold-price we pressed at the twilight’s last gleaming?
      Gold-bugs‘ eyes popping out from the gold price’s plight,
      O’er the ounce price we watched, naked shorts are all streaming.
      Ev’ry bond, ev’ry share, bubbles bursting in air,
      Gave proof through the night that „The Team“ was still there.
      Oh, say does that PPT banner yet wave
      O’er the land of the freak and the home of the slave?

  4. Sollte nicht der Bitcoin schon bei 100.000 Euro stehen ?
    Mit dieser Ansage hat man tausende Menschen gelockt.
    Angeblich, weil keine Coins mehr entstehen und ähnliches.
    Noch vor kurzem kauften Naive den Coin zu knapp 60.000 Euro und haben nun 3/4 ihres Vermögens verloren.
    Nun wird jeden klar, der Bitcoin war, ist und wird keine Allternative zum Gold sein können. Es ist ein hoch riskantes Spekulationsobjekt nach dem Motto eines Schneeballsystems. Gewinnen kann nur, wer zuerst reingeht und dann zuerst rauskommt.
    Auch wenn es nun manche geben sollte, welche meinen, nun aber einsteigen. Fehlanzeige, der Bitcoin wird verschwinden, komplett. Nach einigen Jahren wird man sagen, Bitcoin ? Was war das noch mal ? Ach so, so eine Tulpen Hype.
    Nur Gold wird bleiben und nach Jahren wird es jeder kennen, ganz bestimmt auch noch.
    Lasst Euch durch die Preisschwankungen nicht kirre machen. Die sind beabsichtigt.
    Kauft, wenn die Medien und Banken, auch Analysten, Fonds ect. Negatives über Gold berichten und gebt es nicht mehr her.
    Je negativer die Berichte sind, umso besser.

  5. @1996
    Danke für die Infos über die Versorgungslage in Österreich.
    Also für die, die auf den Weihnachtsmarkt in Wien oder Salzburg wollten…….
    Ei der Daus!

    Naja, vielleicht klappt der Kostümspass ja auch in Deutschland, ist ja schließlich Fasching/Karneval.

    P.S. eine Bekannte hat sich für Besuche in dubiosen Geschäften, in denen sie nicht erkannt werden will, eine Perücke zugelegt.

  6. @Meister Eder
    Theoretisch kann man mehrere Händler aufsuchen auch am gleichen Tag. Sollten sehr hohe Beträge sein wozu anonym? Kaufen und in EU Ausland bunkern. Ich denke außer einige Tausend ausnahmen, die hohe Beträge in Gold(?) Investieren können, ist bei der Mehrheit der Menschen nicht möglich. Sei es Selbständige, die mit hohen Betriebskosten und Kredite zu kämpfen haben, wie auch die sogenannte Mittelschicht, das Leben ist Teuer, das Geld nicht flüssig. Die meisten sind froh wenn die pro Jahr 2 oz. Gold und einige Silberunzen Kaufen können. Meine persönliche Erfahrung, ich sehe das mit eigenen Augen in welche Finanzielle Situation die meisten sich befinden. Aus diesen Grund schenke ich zur Weihnachtszeit oder Geburtstag, einige Silberunzen bei bekannte Familien, deren Kinder damit diese die Möglichkeit haben überhaupt mit Edelmetalle in Verbindung zu kommen. Vielleicht einige wenn die Erwachsen sind tretten in unsere Fußstapfen, damit Gold und Silber in ferner Digitaler Zukunft als alternatives Geld seine Berechtigung findet.

  7. @Maruti
    Es ist fast schon langweilig: erzähl den Leuten, sie könnten ohne Arbeit und ohne nachdenken schnell und mühelos reich werden. Und die Dummen werfen Dir ihr Geld nach.
    Gier frisst Hirn.
    Mal sind es Tulpenzwiebeln, mal eine dolle Anzeige auf dem Handydisplay. Hat schon 100 x geklappt.
    Und alle sind pleite gegangen.

    Klar, anfangs laufen Ponzis immer super, man muss ja genügend Dumme anlocken. Wer rechtzeitig abspringt, kann auch ordentlich verdienen.

    Nur in diesem Fall ist etwas anders:
    Dieses Ponzi kann auf 2 Wegen sterben:
    1.) Ganz klassisch: der nötige stetige Zuwachs an Dummen bleibt irgendwann aus.
    2.) Wenn die grossen Staaten und deren Notenbanken ihre eigenen CBDC ausrollen, wird mit Staatsgewalt der Stecker gezogen.

    Jede Wette: den Tag, an dem die FED den Digi-Dollar einführt, überleben die privaten Kryptos nicht.
    Washington und die FED werden nie eine private Konkurrenz zum CBDC Dollar dulden.
    Der wird ja nur zu einem Zweck eingeführt: totale Kontrolle der Finanzströme. Deshalb darf es keine anderen Kryptos mehr geben.
    Notfalls zieht die NSA den Stecker, die sind überall drin.

    Jetzt die schlechte Nachricht: leider führt der Weg zu Wohlstand fast immer über Arbeit und langfristig gute Anlageentscheidungen.
    3 Clics auf dem Handy reichen nur sehr selten.

    Und wer glaubt, er könnte sich mit den 10 mächtigsten Regierungen und gleichzeitig deren Notenbanken anlegen: viel Spass dabei.

    Tja Maruti, das mit den Tulpenzwiebeln und den Kryptos ist durch, was machen wir jetzt ?

    IDEE 1: WIR verkaufen Zettelchen, auf denen steht, die sind Gold wert. Geprüft durch Wirtschaftsprüfer (der von Wirecard hat zufällig gerade wieder Zeit).

    IDEE 2: Grüne Fonds: 15% Rendite für Photovoltaik auf Grönland und Windkraftanlagen in Oberbayern.

    Mist, Pumuckl hat mitgelesen und sagt mir gerade: diesen Müll gibt es schon.

    Ok, bleiben wir bei Gold.

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