Montag,27.Mai 2024
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Goldpreis: Darum wird es jetzt spannend!

Nach einem Reigen immer neuer Goldpreis-Rekorde startete Gold schwächer in die neue Handelswoche. Die kommenden Tage dürften spannend werden.

Silber- und Goldpreis

Der Goldpreis ist mit Verlusten in die neue Handelswoche gestartet. Denn am Montag um 10:30 Uhr kostete eine Feinunze Gold am Spotmarkt 2.359 US-Dollar. Das entsprach 2.214 Euro. Damit kamen beide Notierungen gegenüber Vortag um 1,3 Prozent zurück. Dagegen verbuchte der Silberpreis einen Verlust von 3,1 Prozent auf 27,76 US-Dollar beziehungsweise 26,06 Euro.

Gold, Goldpreis, Goldbarren (Bild: Goldreporter)
Der Goldpreis ist zuletzt steil angestiegen. Der Spotkurs legte vergangene Woche auf das Rekordhoch 2.391 US-Dollar pro Unze zu. Am Montagvormittag waren es rund 30 US-Dollar weniger (Bild: Goldreporter)

In den vergangenen Wochen sorgte ein Kursrückgang immer wieder für Kaufinteresse und eine stärkerer Konsolidierung beim Goldpreis blieb trotz der technisch stark „überkauften“ Lage aus. Ist es nun soweit?

Gold und China

In einem am Wochenende veröffentlichten Artikel haben wir den Einfluss Chinas auf die jüngste Gold-Rally analysiert. Sollte das Kaufinteresse in Fernost nachlassen, dann droht womöglich ein deutlicherer Kursrückgang. Neben den charttechnischen Aspekten können dann auch die fundamentalen, von den USA ausgehenden Einflussfaktoren wieder eine größere Rolle spielen. Dabei stehen vor allem die Zinsaussichten im Vordergrund. Kann es in den kommenden Tagen weiteren Gegenwind von der Nachrichtenfront geben?

Wichtige Berichtstermine

Im Mittelpunkt der neuen Berichtswoche stehen zwei US-Termine. Zunächst erscheint am Donnerstag die erste Schätzung des US-Wirtschaftswachstums im ersten Quartal 2024. Nach einer BIP-Steigerung von 3,5 Prozent im vierten Quartal gehen Analysten nur noch von einer um 2,5 Prozent steigenden Wirtschaftsleistung aus.

Dagegen gibt es am Freitag Informationen über die weitere Entwicklung der Verbraucherpreise in den USA. Denn am Nachmittag steht der aktuelle PCE-Preisindex zur Veröffentlichung an. Dieser Wert dient der US-Notenbank als primärer Inflations-Indikator, da hier tatsächlich gezahlte Preise zugrunde liegen werden. Dagegen basiert die Bestimmung der Inflationsrate auf einem festen Warenkorb.

Goldpreis und Zinsen

Die Ergebnisse beider Berichtstermine haben Einfluss auf die Zinserwartungen. Bislang geht man an den Märkten weiterhin von drei Zinssenkungen in diesem Jahr aus. Sollte sich diese Auffassung verändern, so kann es zu entsprechenden Kursreaktionen an den Aktienmärkten und beim Goldpreis kommen.

Angesichts bereits gedämpfter Zinssenkungsfantasie haben die Marktzinsen in den vergangenen Wochen deutlich angezogen. So rentierten 10-jährige US-Staatsanleihen am Montag mit 4,65 Prozent. An den Märkten wurde für eine mögliche erste Zinssenkung zuletzt der September favorisiert. Allerdings gibt es zunehmend auch Bedenken, die Zinsen könnten gar nicht fallen oder sogar wieder steigen. Dann nämlich, wenn die US-Wirtschaft deutlich größere Stärke zeigt, als erwartet.

Verfallstermine

Vor diesem Hintergrund stehen auch in Sachen Goldpreis sicher wichtige Handelstage bevor. Hinzu kommt, dass am Donnerstag und Freitag bei Gold und Silber die Verfallstermine am US-Terminmarkt anstehen. Zunächst laufen am Donnerstag die Mai-Optionen aus, am Freitag ist dann letzter Handelstag der April-Futures. Wie unser Beitrag vom Samstag zeigt, haben sich bei Gold zuletzt viele Options-Händler stark auf der Short-Seite positioniert. Diese würde nun gerne Kasse machen. Es bleibt spannend!

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16 Kommentare

  1. Das WICHTIGSTE wird auch hier wieder ausgelassen denn das einfrieren der russischen Vermögenswerte ist einer der haupttreiber des Goldpreises was dazu geführt das immer mehr Staaten sich vom wertlosen Dollar verabschieden und wohl in Gold investieren . Was nützen die sowieso mickrigen Zinsen auf die Schrottanleihen des US Pleitestaates wenn das Risiko besteht das die Assets beschlagnahmt werden mal abgesehen vom Bankrottrisiko ? Wäre ich ein Staatsführer dann wären die US Schrottpapiere das letzte wo ich einen Penny investieren würde .

  2. Du gehst dabei von einem Staatsführer aus, der im Interesse seines eigenen Landes handelt. Diese Leute sind dünn gesät.

  3. Silber fast im freien Fall. Minus 6%, Gold Minus 2.5%.
    Wie weit kann das jetzt nach unten gehen ?
    Bei Silber durchaus wieder an die 20 $ Linie und Gold wird die 2.000 Euro Linie wohl testen.
    Hält die nicht, kann es bis 1920 Euro abwärts gehen.
    Danach könnte wieder Käufe einsetzen.
    Ich halte noch Pulver trocken und „ schau mer mal“
    Denn es kann jetzt sein, dass die Letzten 2013 Geschädigten versuchen schnell noch Kasse zu machen.

  4. Das heute ist definitiv eine koordinierte Golddrückung sie versuchen den Goldpreis prozentual stark zu drücken um Käufer abzuschrecken begleitet wird das mit billiger Propaganda aber das wird sowieso nicht funktionieren so wie es früher der fall war .

      • @ Sonne Mit ganz viel Papier machen die das aber es beeindruckt mich nicht mehr.Wer Kurse drückt wird es sicher nötig haben.

    • @Blockbuster
      Der Preissturz begann Mitternacht.
      Möglich, dass er in China mit Papiergold ausgelöst wurde.
      Dort werden 2.390 Dollar bezahlt.
      Wer an der Comex kauft, bezahlt 2.325 Dollar
      Wer Gold nach China liefert, macht pro Unze einen Gewinn von 60-65 Dollar. Und da China Physisches verlangt,
      heisst das, dass die Goldvorräte in den USA weiter abnehmen. Aber man hat ja die Bank von Hawai, den Musk, doe polnischen Tunnel und die versunkenen Schiffe vor fer Haustüre.

  5. Gegenüber dem 12.04.2024 hat sich der Krügerrand heute
    den 23.04.2024 bereits um 100 Euro verbilligt.
    Mal sehen, wie weit das noch so geht.
    Die 2.000 Eurogrenze rückt in Sichtweite und damit die Kartellübliche Drückung um 15% ( ein Klacks für das Kartell in jedem denkbaren Umfeld) wird wahrscheinlicher.
    Man stelle vorsichtshalber die Segel, denn nun steppt der Bär.
    https://m.youtube.com/watch?v=v_EWWyJfgPc

    • @Maruti
      Mir kann die Delle gar nicht tief genug sein.
      Ich habe Mitte Januar 2024 (quasi Vorgestern) unter heftigsten Kaufmanns-Schmerzen 1.900 für einen gebrauchten Krüger hinlegen müssen (der Großteil hier im Forum hat für das Geld noch 2 Stück bekommen).
      Wenn man unter 1.100 gewohnt war, heftig.
      Und ich hatte jede Hoffnung fahren lassen, daß es künftig nicht noch viel schmerzhafter werden würde.

      Ich LIEBE das Kartell.
      Es schenkt uns Sonderangebote, bevor das System in absehbarer Zeit endgültig abfackelt.
      Wir sollten uns freuen.
      So wie ich mich über jeden sonnigen Spätherbsttag freue, bevor es kalter Winter wird.
      Und es wird ein sehr sehr kalter Winter werden.

      Die Regierungen im Wertewesten arbeiten zumindest mit vollstem Einsatz daran.
      Sie kennen ja sicher meine Lieblingszahl: US-Verschuldung.
      Die haben über 200 Jahre gebraucht, um die erste Billion Schulden anzuhäufen (von der Staatsgründung bis 1981, also incl. WK1, WK 2 Koreakrieg, Vietnamkrieg etc.).
      Das schafft Sleepy Joe jetzt alle 10 Wochen.
      Allein 2024 werden nur als Zinsen auf den Schuldenberg 1,6 Billionen fällig.
      Daumen drücken: das geht ganz sicher noch ganz ganz lange gut !!!!

      Unser Dorf ist dagegen aber immun: wir haben eine echt wirksame Impfung: Au-Ag.
      Hat „leider“ aber heftige Nebenwirkungen: brutaler anhaltender Wohlstand.

    • @ Oliver

      Darauf würde ich mich ehrlich gesagt nicht wirklich verlassen, kann sein das wir nur bis zu 2160/50—2200.- $ fallen werden ;-)
      Massiver Widerstand wäre bei 2060.- $
      Wünsche allen gute nach kauf Gelegenheiten

      • @Ukunda
        2060$ Dollar wären ok. Dazu muss man berücksichtigen, dass gerade bei Gold massive Widerstände gerne getestet werden, Nach unten hin.
        Trotzdem, 350$ vom ATH ist bei Gold sehr gut möglich und fast schon normal. :)

      • @Sonne
        Hatte dort mal ein Konto.
        Ist ein Papiergold, dazu noch öffentlich.
        Physische Lieferung zwar möglich, aber nicht
        empfehlenswert.
        (Goldvorsorge etwa bietet ähnliches, da können Sie weltweit lagern und ausliefern lassen dazu noch anonym im Ausland).
        (Steuern). Sonst lieber gleich ein Aktiendepot.
        Da können Sie ebenso kaufen und verkaufen.
        ( Onvista etwa).‘

  6. @MeisterEder
    Ich bin bei Ihnen – alle „Sonderangebote“ mitnehmen!
    Ich habe in 2005 für meine Sammlung noch eine größere Tranche nachgekauft – 10 X 1 oz und 5 X 1/2 oz. Gezahlt habe ich seinerzeit EUR 379,– je oz. Nach Adam Riese & Eva Braun habe ich da 5 Stk. für den Preis Ihres 1 Krüger bekommen! Es waren allerdings Kangaroo-Nuggets… Also Schreinermeister, bitte jetzt nicht in Tränen ausbrechen! :-) Die guten Stücke habe ich heute noch – so wie fast alle gängigen Bullions dieser Welt (außer China). Halt immer fleißig nachgeunzt – das meiste sind Kangaroos fast aller Jahrgänge!
    Ästhetisch am schönsten finde ich allerdings die Mexicaner (20,- und 50,- Pesos Libertad & Centenario) – Adler, Schlange, Kaktus, Aztekenkalender… Wirkt wunderschön martialisch… Was meinen Sie?
    Hoffe auf moderate Preise im Sommer – da wird nachgeunzt! Sie wissen schon wo… Jeeeeeeeeeedermann!
    Der Dokta (heute selig auf Tequila-Basis)

  7. Ist Freitag nicht Verfallstag an der Comex? Dann ist doch klar, warum der Preis runter muß. Das die geshorteten tiefen Taschen Verluste erleiden, geht ja gar nicht. (Satire aus)
    @ Sonne : Ich habe bei Bullion Vault eingelagert und kürzlich einen Verkauf getätigt. Der Verkaufserlös war innerhalb von 2 Tagen auf meinem Konto. Bis jetzt hat alles bei Bullion Vault reibungslos geklappt.

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