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Goldpreis: Das fehlt zum großen Kurssprung!

Der Goldpreis legte in diesem Jahr schon deutlich zu. In US-Dollar haben wir aber noch kein neues Rekordhoch erlebt. Was ist anders als im Umfeld der Höchstkurse von 2011? Der große Run auf das Gold steht noch aus!

Gold, Goldpreis, Versicherung (Foto: Goldreporter)

Goldpreis mit Potenzial: Viele Anleger sind in Sachen Krisenschutz noch unterversichert (Foto: Goldreporter).

Goldpreis konsolidiert

Am heutigen Vormittag um 10 Uhr kostete die Feinunze Gold am Spotmarkt 1.488 US-Dollar. Das entsprach 1.332 Euro. Der Goldpreis ist in den vergangenen Monaten stark angestiegen. Auch, wenn die Edelmetalle sich seit Anfang September im Konsolidierungsmodus befinden: Diverse Krisenszenarien haben zu einer stark gestiegene institutionelle Goldnachfrage geführt. Viele Zentralbanken (u.a. Russland) decken sich mit Gold ein. Gold-ETFs verzeichnen einen Rekordzulauf. Und dennoch liegt der Goldpreis in US-Dollar gerechnet weiterhin gut 20 Prozent hinter dem Allzeithoch von 2011 zurück.

Breitere Investorenbasis

Peter Grosskopf, SEO des US-Vermögensverwalters Sprott Inc., erklärt gegenüber Bloomberg: „Gold ist eine Versicherung. Wenn die Leute sich Sorgen machen, wird es verstärkt nachgefragt. In den vergangenen beiden Wochen herrschte an den Märkten eine etwas größere Risikobereitschaft. Ich denke, der Rücksetzer [beim Goldpreis] war somit zu erwarten. Auf lange Sicht sehen wir einer Menge Probleme entgegen. Eine mögliche Rezession, das Ende des Bullenmarktes, ein sehr negatives Zinsumfeld. Dies signalisiert große Probleme bei der Bedienung von Schulden.“

Physische Nachfrage unterrepräsentiert

Großkopf sieht Gold aber nicht nur als eine Gegenspekulation im Umfeld volatiler Märkte. Er glaubt, dass das Edelmetall in Investmentportfolios bis zuletzt unterrepräsentiert war – auch wenn eine wachsende Zahl von Institutionen Gold bereits zur Absicherung gegen Marktturbulenzen nutze. Es sei eine breitere Basis an Goldkäufern zu erkennen. Allerdings sieht Grosskopf vor allem in einem Sektor erheblichen Nachholbedarf: im Bereich der Nachfrage nach Goldmünzen und Goldbarren durch Privatinvestoren. Sprott Inc. ist selbst Anbieter von Fonds mit Edelmetall-Schwerpunkt. „Wir haben Netto-Zuflüsse zu verzeichnen. Dieser Bereich kommt langsam in Schwung. Aber die Zahlen sind noch nicht signifikant, verglichen damit, was wir vor zehn Jahren erlebt haben. Dieser Sektor ist noch sehr unterrepräsentiert“.

Echte Krise steht noch aus

Die Zahlen der Marktforscher in den vergangenen Quartalen bestätigen diese Einschätzung. Die Erfahrung zeigt, dass die Masse die Gold-Shops erst dann stürmt, wenn die Lage an den Finanzmärkten eskaliert. Dies haben wir im Zuge der Weltfinanzkrise in den Jahren 2008/2009 erlebt und in Europa während der Eurokrise bis 2012. Die nächste echte Krise und der große Goldpreis-Anstieg stehen uns also noch bevor. Und eines sollte auch klar sein: Selbst für Gold-Investoren ist das große Chaos kaum wünschenswert. Die gesellschaftlichen Folgen können verheerend sein. Die Versicherungsprämie (der Goldpreis) kann jedoch ins Unermessliche steigen, wenn der Schaden einmal eingetreten oder unabwendbar ist. Und wenn es hart auf hart kommt, wird die Versicherung gar nicht mehr angeboten.

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Eingetragen von am 21. Okt. 2019. gespeichert unter Gold, Goldpreis, News. Sie können alle Antworten auf diesen Eintrag verfolgen über RSS 2.0. Sie können zum Ende springen und eine Antwort hinterlassen. Bitte beachten Sie unsere Forenregeln. Pingen derzeit nicht möglich

16 Kommentare für “Goldpreis: Das fehlt zum großen Kurssprung!”

  1. Statt Gold kauft man lieber Aktien. Firmen mit Bilanzfälschung oder zumindestens
    schönrechnen. Wirecard. Pornobezahldienstleister und nun Doppelte Buchhaltung.
    Die Aktie wird noch viel Freude machen, schrieb einer. Eher Lust. Lust und Schmerz liegen ohnehin dicht beisammen.
    Dieses Papier würde ich nicht mal mit der Kneifzange anfassen.

    • Wolfgang Schneider

      @renegade
      So sehen Klagelieder aus. Will sagen, so hören sie sich an.
      https://www.youtube.com/watch?v=ehl6F90rj3U

      Ich hatt‘ einen Derivaten, einen schlimmeren find’st Du nit.
      Den Ratschlag kluger Leute, den wischte ich beiseite.
      Verbohrt auf Schritt und Tritt, verbohrt auf Schritt und Tritt.

      Schwarzer Schwan, der kam geflogen, sag mir mal, was willst Du hier?
      Man hat mich angelogen, daß sich die Balken bogen,
      der Schwan kommt auch zu mir, der Schwan kommt auch zu mir.

      Will ihm den Junk-Bond reichen, hier nimm das Derivat,
      er ließ sich nicht erweichen, konnt‘ ihm den Bond nicht reichen,
      war nicht mein Kamerad, war nicht mein Kamerad.

  2. Der Phili schon fast 50 Euro günstiger. Vei dem geplanten Kauf von 100 Philis oder Maples wären das jetzt schon 5000 Euro weniger.
    Gut dass ich zum warten riet.
    Wenn wir bald die 1465 sehen, geht es noch vor Jahresende runter auf mindestens 1200 Dollar oder 1050 Euro.
    das wäre dann eine Ersparnis um fast 400 Euro oder 40.000 Euro bei 100 Stück.
    Noch anonym zu kaufen bis 10.01.20. Ich küsse dem Kartell dann die Füsse, versprochen.

    • @renegade

      Sie möchten 100 Phillis anonym kaufen für ca. 100000 Euronen? Was ist denn mit der Bargeldobergrenze von 9999 Euro? Oder werden Sie sie geschickt umgehen? LG

      • @nordseewelle
        Davon können Sie ausgehen.
        Bei mir stehen 150 T in bar bereit, anzulegen in Gold und je mehr ich davon bekomme, desto besser. Auch mit der 10t Obergrenze ist das in einer Woche zu schaffen.
        Ich reise in die BRD, nehme ein Mietauto und klappere die Handler vor Weihnachten und Jahresende ab.
        Aber, noch ist das Gesetz nicht durch.
        Es soll der 10.02.2020 werden.
        Bis dahin habe ich alles und bin wieder weg.
        Sollte es Probleme geben, gibt es noch die Schweiz.
        Mit dem Auto dann über die Grenze.
        Linien-Fliegen geht leider nicht, zur Not müsste ich eine Privatmaschine nehmen.Von einem kleinen Flugplatz aus.

  3. Ja, was fehlt eigentlich zum großen Kurssprung? Vor allem der weitere Verfall der großen Gold-Antipode – der Niedergang des Dollars. Aber das ist quasi eine self-fulfilling Prophecy, neudeutsch: es läuft.

    Dafür sorgt die schuldenfinanzierte US-Ökonomie ganz von alleine. Alle Ebenen – von den Verbrauchern über die Unternehmen bis hin zum Staat – sind überschuldet. Da kann auch Peter Zwegat nicht mehr helfen.

    Das Congressional Budget Office erwartet für das Fiskaljahr 2019/2020 ein Staatsdefizit in Höhe von glatten 1,2 Billionen US-Dollar – 25 Prozent mehr als im letzten Fiskaljahr. Das Handelsdefizit beträgt für die letzten 12 Monate 883,7 Mrd. US-Dollar.

    Die Wachstums- und Stabilitätsschimäre zeigt sich denn auch im desaströsen US-Dollar-Währungsindex, der den Wert der Weltleidwährung im Verhältnis zu anderen Fiat-Währungen misst. Da hatte sich so mancher mehr vom Wallstreet-Kapitalismus versprochen.

    https://finanzmarktwelt.de/us-dollar-niedergang-weltleitwaehrung-144794/

    Mit anderen Worten: Die Sozialprognose für den Dollar ist durchweg negativ. Mögen sich die Notenbanken zunehmend mit Gold gegen die Risiken, die mit dem Dollar verbunden sind, absichern – die Amis haben jedoch den Schuss noch nicht gehört.

    • Wolfgang Schneider

      @Tacitus
      Da sind sie nicht die einzigen. Die den Schuß nicht gehört haben.
      Die Goldarmee ist die stärkste
      https://www.youtube.com/watch?v=zgKazTrhXmI

      Fed Bonds und T-Bonds verkaufen sie schon, allmählich wackelt der Dollar-Thron.
      Und eine Goldwährung steht schon bereit, läutet sie ein eine neue Zeit.
      /Refrain:/ Sei es die goldene, sei es die silberne Zeit ohne Falschgeld sie genannt.
      Die Unterdrücker, Diebe und Lügner steh’n mit dem Rücken jetzt zur Wand.

      Silber und Gold wird jetzt repatriiert. Wer noch keines hat, der ist angeschmiert.
      Fällt erst der Öl-Dollar, ist es soweit, tönet der Ruf nach der neuen Zeit.
      /Refrain:/ Sei es die goldene …

      Krypto- und Bond-Halter sind ganz empört, sie haben einfach den Schuß nicht gehört.
      In einer Welt, die auf Schulden gebaut, wurden die Sparer noch stets beklaut.
      /Refrain:/ Sei es die goldene …

      Leute, kauft Aktien, so sagt Friedrich Merz. Macht unser Blackrocker einen Scherz.
      Kommt bei der Fed einmal die Inventur, Finden sie wertlose Zettel nur.
      /Refrain:/ Sei es die goldene …

      Sparer und Anleger sind registriert. Wenn nicht der Nullzins sie schon düpiert,
      Kommt das Finanzamt und holt sich sein‘ Teil. Sucht man in edlem Metall sein Heil.
      /Refrain:/ Sei es die goldene …

  4. @ Goldpreis: Das fehlt zum großen Kurssprung.

    Kommt Zeit, kommt Goldpreis! (Kurssprung)
    Mit diesem Wissen in den Feierabend zu gehen, ist schon beruhigend.

    • Mir wäre ein kontinuierlicher kleiner Kursanstieg lieber. Jetzt quält sich der Goldpreis schon 3 Monate an der 1500 herum und der HUI bei 200. Begeisterung geht anders!

      • @stillhalter
        Mir wäre ein kontinuierlicher Kursabfall lieber.
        Bis zum Jahresende. Dann kann der Preis zum Saturn gehen, was er wahrscheinlich auch wird, bei all den Schulden und Querälen.

        • Mir wäre ein Goldkursabfall auf 0 Euro am liebsten.
          Ich könnte dann endlich die rostgefährdete Stahlkorosserie meines Autos gegen eine rostfreie aus Gold tauschen. Und es wäre Friede unter allen Völkern und Menschen. Das uns versprochene Paradies auf Erden wäre endlich da. Aber so weit sind die Menschen noch nicht und auch nicht unsere Politiker mit ihrem doch überwiegend ähnlichen Charakter haben. Die Finanzen in dieser Welt sind nicht in Ordnung und das Geld ist nicht da wo es sein müsste. Besserung ist noch nicht in Sicht. Ich befürchte der Goldkurs wird durch die Decke gehen.

          • @rolandb

            Mit dem Paradies und dem Frieden, da habe ich so meine Zweifel,
            ob dies je gelingen wird.
            Natürlich gönnt man das den „Richtigen“ auf dieser Welt.

            Die nicht alternd Goldkarosse wird sich wohl, da Mangel an Gold, für mich auch nicht erfüllen. Aber wenn das System so weiter macht,
            dann wird es locker für mehrere Hi-Tech Carbon-Karossen reichen.
            Rostet ja auch nicht und der Preis ist ja auch nicht ohne.

      • @Stillhalter

        Im Grundsatz habe ich mit: „Kommt Zeit, kommt Goldpreis!“ nichts anderes sagen wollen.

        Ich gehe mal davon aus, dass Sie Gold und Silber besitzen. Ich habe meine ersten Unzen 1996 gekauft, zu Preisen die heute lächerlich erscheinen. Die heutigen Preise werden uns in 10 und 20 Jahren ebenfalls lächerlich erscheinen.

        Deshalb: „Kommt Zeit, kommt Goldpreis!“

        Schönen Feierabend

        • @ldt
          Stillhalter meint, da haben wir ihn wieder, den Deckel.
          Diesmal bei 1500.
          Auch der wird endgültig wegfliegen.
          Dann kommt der bei 1600, 1700, 1800, 1900
          und der Superdeckel bei 2.000. Der wird richtig spassig.
          Seit Monaten lst Gold bei 2.000 gedeckelt. Deprimierend….

          • @renegade
            @Stillhalter

            Ja, die genannten Marken werden alle früher oder später fallen!
            Und jede Marke für sich vergrößert den Deckel, welcher dem Fiat-Finanz-Casino der Möglichkeiten beraubt, um gegen zu steuer.

            Einer meiner Lieblingssprüche: „Keine Sorge – Goldfürsorge.“

            Im den Sinne eine „Guuuute Nacht“

            • @LDT

              Sorry: Muss natürlich „In dem Sinne eine „Guuuute Nacht“ heißen.
              Mann ist eben nicht mehr der Jüngste und die Konzentration lässt nach 22:00 Uhr schon nach.

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