Sonntag,21.April 2024
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Goldpreis: Das sind die neuen Gold-Prognosen der Banken

Der Goldpreis zeigt Anzeichen einer Stabilisierung. Auch Gold-Prognosen aus dem Banken-Sektor verweisen darauf in aktuellen Analysen.

Goldpreis-Entwicklung

Der Goldpreis bewegte sich im Zuge einer zweimonatigen Konsolidierung zuletzt knapp oberhalb wichtiger kurzfristiger Unterstützungen. Dabei gab es erste Anzeichen einer Bodenbildung: Goldpreis: Hier kann es aufwärts gehen!

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Die Gold-Prognose der Banken folgen oft bereits bestehenden Trends. Allerdings sehen Analysten nun vermehrt eine Stabilisierung beim Goldpreis (Bild: Goldreporter).

Gold-Prognosen

Die Sommermonate sind saisonal kein Zeitraum großer Kurssprünge. Wie hat sich die jüngste Kursentwicklung auf die Einschätzungen der Banken-Analysten ausgewirkt? Wir werfen einen Blick auf aktuelle Aussagen und Gold-Prognosen aus dem Finanzsektor.

Bank of America

Zunächst einmal reduzierte die US-Großbank Bank of America ihre 2023er-Prognose für den Goldpreis. Nun gehen die Analysten des Geldhauses von einem Durchschnittspreis von 1.923 US-Dollar pro Unze aus. Zuvor hatte man noch 2.009 US-Dollar als Mittelwert prognostiziert. Somit wurde das Kursziel um 4 Prozent heruntergestuft. Als Grund wird die anhaltend straffe US-Geldpolitik genannt und die Erwartungen hinsichtlich weiterer Zinsanhebungen. „Es ist unwahrscheinlich, dass sich der Goldpreis erholen wird, solange das verwaltete Vermögen in diesem Segment nicht steigt. Dies wird wahrscheinlich nicht passieren, bevor die Fed das Ende des Zinserhöhungszyklus erreicht hat. Bis dahin sieht der Goldmarkt bestenfalls unterstützt aus. Auch, weil die Zentralbanken ihre Goldbestände weiter aufstocken“, heißt es in der BoA-Analyse.

HSBC

Die Goldpreis-Prognose der britische HSBC sieht auch nur einen moderaten Anstieg vor. Dabei stellt man vor allem auf die schwache Investment-Nachfrage im ETF-Sektor ab. Siehe auch: Edelmetall-ETFs: Millionen-Abflüsse aus großen Fonds. Außerdem gehen die HSBC-Analysten davon aus, dass das Angebot aus Goldminen und Recycling steigen wird. „Berücksichtigt man auch die Auswirkungen der Mechanismen der Futures-Märkte, so glauben wir, dass der Goldpreis in nächster Zeit zwar sinken könnte, aber nur geringfügig“, so Aussagen, die aber bereits eine Woche alt sind.

Saxo Bank

Die dänische Investmentbank Saxo verweist auf die Tatsache, dass der Goldpreis seine Unterstützung bei 1.900 US-Dollar bestätigte. Schwache Wirtschaftsdaten setzt Saxo-Stratege Ole Hansen für eine mögliche für eine Ausweitung des Aufwärtstrends voraus. Dagegen sieht begrenzten Einfluss von ETF-Investoren auf den Goldpreis. Größere Bedeutung misst er der anhaltenden Nachfrage von Zentralbanken und Hedgefonds bei, die nach einer Periode von Nettoverkäufen wieder in den Markt einsteigen würden.

Credit Suisse

Auch Analysten der von UBS übernommenen Credit Suisse sehen beim Goldpreis Anzeichen einer Stabilisierung. Allerdings werden hier rein technische Aspekte vorgetragen. „Wir rechnen zunächst mit einem Test des Widerstands beim 55-DMA bei 1.962 US-Dollar. Ein Abschluss oberhalb dieses Wertes könnte unsere Einschätzung für einen erneuten Test des Hauptwiderstands bei den Rekordhochs von 2.063/2.075 US-Dollar untermauern. Wir sind nach wie vor der Meinung, dass ein möglicher Durchbruch zu neuen Höchstständen im weiteren Verlauf des Jahres die Tür für einen Anstieg über die 2.300-Dollar-Marke öffnen würde.“ Dagegen lautete die Gold-Prognose im Falle eines Wochenschlusskurs unter 1.868 US-Dollar dann 1.810/1805 US-Dollar.

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9 Kommentare

  1. Ich bin optimistisch, denn der Preis schwankt immer und ist abhängig von verschiedenen Faktoren der Wirtschaft.

  2. Ja, wer würde nicht den Analysten der CS vertrauen wollen. Wie konnte diese Bank bei so einem Personal nur Pleite gehen.

  3. Hallo Zusammen
    Es ist immer spannend Eure Kommentare zu lesen. Meinungsvielfalt pur.
    Noch etwas zu den Währungen:
    Im Jahr 1960 musste man für
    1 US Dollar 4.50 Sschweizer Franken bezahlen.
    Jetzt aktuell kostet 1 US Dollar 86 Rappen.
    Der Euro kostete bei Einführung 1.62 Franken
    Heute kostet ein Euro 95 Rappen.
    Das spricht für den Schweizer Franken.
    Und natürlich fürs Gold. Und es zeigt die Abwertung dieser Währungen. Oder deren Verfall.
    Das Böse kommt aber noch.
    Argentinischer Peso wertlos.
    Libanesisches Pfund wertlos.
    Währung von Venezuela praktisch wertlos.
    Iranische Währung 80 Prozent entwertet.
    Türkische Währung 70 Prozent entwertet.
    Russischer Rubel im freien Fall.
    Sogar die norwegische Krone, bei Gott keine Fiat Währung, hat gegenüber dem Sfr.
    10 Prozent verloren Allerdings über einen längeren Zeitraum.

    Ich habe in diesem Forum schon über den Schweizer Franken geschrieben.
    Ihr könntet bei einer seriösen Bank ein Fremdwährungskonto in Sfr. eröffnen. Natürlich müsst ihr dann den Euro umwechseln. Spesen gibt’s obendrein. Das ist nur für Leute die dem Euro misstrauen..
    Als Ergänzung zum Gold.
    Egon Greyerz hat in einem Punkt absolut Recht.
    Hätten die Bürger von diesen Schrottwährungen vor 15 Jahren Gold gekauft, und es bis heute gehalten, sie hätten nichts verloren.
    Ich freue mich auf Eure Meinungen
    Grüsse aus der Schweiz.

    • @Geronimo

      Was ist bitte eine seriöse Bank? Das ist eigentlich erst einmal das größte Problem. Gibt es da eine? Bitte um eine gute Idee!

      Da ich bisher noch keine gefunden habe, spiele ich das Spiel „to big to fail“.

      Sonst find ich das mit dem Fremdwährungskonto auch eine gute Idee. Habe schon öfter darüber nachgedacht eines anzulegen.

    • @geronimo
      Ich habe mit dem Franken so mittlerweile meine Probleme.
      Als vor nicht mal 10 Jahren der Franken bis 1:1 zum Euro stieg, wertete die SNB über nacht den Franken auf 1:20 ab. Das Pikante, der SNB Chef Hillebbrand hat seiner Frau wohl einen Tipp über das vorhaben gegeben und die
      nahm blitzartig eine Kredit auf Euro auf ( als Gattin des SNB Chefs ohne Probleme) und verdiente damit über Nacht so ein Milliönchen.
      Der SNB Chef musste daraufhin zurücktreten.
      Ich verlor meine Absicherung, denn innerhalb von 6 Stunden wurde der Franken künstlich entwertet.
      Ich löste mein Frankenkonto daraufhin auf.
      Derartiges wird wieder geschehen, denn für das Hotelgewerbe ist der Franken zu teuer.
      Lehre für mich:
      Ich traue keiner Papierwährung, egal, wie die auch heissen mag.

      • Hallo Maruti
        Sie haben vollkommen Recht, alle Investments, oder was wir für Welche halten, werden von der grossen Finanzindustrie volatil gehalten. Umverteilung eben….
        Die derzeitigen Trends der Währungsratio`s halte ich für ein ernstes Warnsignal. Es gibt keine Fluchtwährung, auch nicht CHF. Man beachte, was BRICS derzeit installiert. Ich hoffe, das geht halbwegs friedlich ab…….
        Ansonsten werden uns nur Realwerte einigermassen helfen, auch wenn sie im Meer liegen ;-)

        • @alter Uhu
          Wie beim Monopoly Spiel ist dann das Ende angesagt, wenn aller Reichtum bei einer Person angelangt ist. Dann wird neu eröffnet. Jeder erhält wieder das gleiche Startkapital.
          So wird es auch bei uns sein. Dann, wenn einer oder einige alles haben und die anderen nichts oder die Schulden. Dann muss resettet werden.
          Zur Zeit gehen die Bestrebungen dahin, über ein Vermögenskataster festzustellen, wo der Reichtum und wo die zugehörigen Schulden sind.
          Als erstes wird man versuchen, da den Hebel anzusetzen.
          Was heisst, die Vermögenden werden zur Kasse gebeten und werden Federn lassen und die Schuldner oder Nicht Vermögenden werden Arbeitsdienste verrichten müssen, anstelle von
          Transferzahlungen ( was die ja nicht können).
          Was aber nicht heisst, dass quasi umsonst gearbeitet wird. Man wird schon bezahlt, mehr oder weniger, nur das Zahlungsmittel ist weniger wert.
          In bestimmten Bereichen kann man das jetzt schon beobachten. Harz4 heisst nun Bürgergeld, ist aber nicht umsonst, denn dafür muss man arbeiten gehen.
          Nichts weiter, als staatliche Lohnkontrolle und gemeinschaftliches abarbeiten der Schuldenberge.
          All das war zu erwarten, schon seit den 70ern, dass es so weit kommt.
          Die Reichen werden weniger haben, die Ärmeren müssen mehr Arbeit leisten.
          Wehe, wer keine Vorsorge hat, in anonymen Goldvorräten.
          Denn, auch Bargeld wird demnächst nicht mehr anonym sein, auch nicht der Bitcoin.
          Möglicherweise auch neu dazu gekauftes Gold auch nicht.
          Ach, Sie haben 2024 Gold gekauft ?
          20 Unzen sind uns bekannt. Vermögensabgabe fällig, zahlbar innerhalb von 6 Wochen.
          Altgold könnte dann sehr wertvoll werden, da nicht registriert.

  4. Bei Gold in Euro sind wir nun im Juli 2022 angelangt.
    Der komplette Jahresgewinn dahin, trotz Krieg, Inflation und andere sogenannte Katastrophen.
    Das Hoch war Ende Februar bei 1860 Euro, heute stehen wir bei 1740 Euro.
    Wer zum Zeitpunkt der Katastrophenmeldungen beim Goldhändler Schlange stand, um noch was zu ergattern, darf verwundert einen Verlust von 120 Euro verbuchen und dazu noch 10% Inflation obendrauf, macht 132 Euro.
    Doch darauf kommt es auch nicht mehr an.
    Wer jetzt aber kalte Füsse bekommt und schnell verkauft, darf zum Verlust noch 50 Euro dazurechnen und das macht dann 182 Euro Miese pro Unzerl.
    Wer durchhält und Optimist ist, könnte sich höchstens ärgern, nicht gewartet zu haben, aber Verlust hat er keinen, denn, die Unze ist ja noch da.
    Wie weit kann es jetzt noch runter gehen ?
    Naja, schau mer mal, was bei unter 1700 Euro so geschieht, oder ob die 1700 der Boden sind.

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