Dienstag,03.August 2021
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Goldpreis erholt, Anleiherenditen sinken kräftig

Gold, Goldpreis, Euro (Foto: Goldreporter)
Wenn Geldmarktpapiere weniger Zinsen bringen, dann profitiert Gold. Der Goldpreis hat sich zuletzt wieder über 1.800 US-Dollar etabliert (Foto: Goldreporter).

Die Renditen internationaler Staatsanleihen sind gegenüber Vorwoche noch einmal, teils kräftig gesunken. Der Goldpreis profitiert.

Goldpreis

Der Goldpreis hält sich weiterhin über wichtigen technischen Marken. So kostete eine Unze Gold am Dienstagvormittag um 19 Uhr 1.809 US-Dollar (FOREX). Das entsprach 1.526 Euro (+0,25 %). Parallel dazu sind die Renditen der Staatsanleihen gegenüber Vorwoche noch einmal teils kräftig gefallen. Dies spiegelt einerseits sinkende Inflationserwartungen wider, denn die offiziellen Inflationsraten sind zuletzt vielerorts nicht mehr weiter angestiegen (Inflation in Deutschland geht leicht zurück).

Andererseits ist die Entwicklung immer wieder auch von spekulativen Aspekten und von den Wertpapierkäufen der Zentralbanken geprägt.

US-Rendite gefallen

So sank die Rendite 10-jähriger US-Staatsanleihen gegenüber Vorwoche von 1,45 Prozent auf 1,37 Prozent. Allerdings entfielen die größten Abschläge einmal mehr auf die Zinsen europäischer Papiere. Nun sind es wieder vier von uns beobachtete Kandidaten, die negative Renditen bei 10-Jährigen aufweisen.

Staatsanleihen, Renditen, Zinsen, USA, Deutschland, Länder
Die Renditen der von uns wöchentliche beobachteten Staatsanleihen sind erneut in ganzer Breite gefallen.

Negativzinsen

Österreich gehört nun wieder zu diesem Club, mit -0,08 Prozent nach 0,01 Prozent in der Vorwoche. Die Zinsen für deutsche Papiere mit dieser Laufzeit sind von -0,21 Prozent auf -0,3 Prozent zurückgekommen.

Relevanz für den Goldpreis

Wenn Staatsanleihen mit guter Bonität höhere Zinsen bringen, dann steigt deren Attraktivität unter defensiv ausgerichteten institutionellen Investoren. Dagegen wirkt das zinslose Gold als Anlageform dann für solche Kapitalverwalter weniger lohnenswert. Das ist allerdings nur einer von vielen Aspekten, die eine Rolle bei der Entwicklung von Goldnachfrage und Goldpreis spielen.

Ölpreis

Im Augen behalten sollte man weiterhin auch den Ölpreis. Am heutigen Dienstagvormittag kostete ein Barrel Brent Crude 75,75 US-Dollar und damit gut 2 Dollar weniger als in der Vorwoche. Die Energiepreise haben starken Einfluss auf den Verbraucherpreisindex (offizielle Inflationsraten) und damit auch auf die Inflationserwartungen.

Goldreporter

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30 KOMMENTARE

  1. Trotzdem kann man die Preismanipulationen
    pünktlich und immer nach dem selben Muster wie immer deutlich erkennen. Man kann die Uhr danach stellen. Wer sich mit Optionsscheinen auskennt und stundenlang vorm PC sitzen mag, kann damit durchaus Geld machen. Und das hat er sich dann auch verdient.

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  3. Nur „vorübergehend“ [neudeutsch: ‚transitory‘] oder wenigstens auf gleichbleibendem Niveau?
    Von wegen, die freche Inflation macht einfach, was sie will!

    Der Consumer Price Index oder nur kurz CPI steigt weiter kräftig an. Die US-Verbraucherpreise für Juni sind mit +0,9% deutlich höher ausgefallen als erwartet [Prognose war +0,5%]. Zum Vorjahresmonat stiegen die Preise um +5,4% [Prognose war +4,9%].

    https://finanzmarktwelt.de/us-verbraucherpreise-massiv-hoeher-maerkte-fallen-204993/

  4. Erst wenn die physische Ware wieder knapp wird, geht´s weiter nach oben – habe heute Barrick Gold shares fett nachgekauft, um beim Au-Preisanstieg wieder mit an Bord zu sein. Zahlen ja auch wenigstens ein paar Penunzen Dividende (pro Quartal). Physisches Gold und Silber ist schon mit 15% des Gesamtvermögens gut eingedeckt – das reicht um gut zu schlafen. Und Tip: Immer schön historisches Gold kaufen – das unerlag, zumindest bisher, keinem Goldverbot !! Auch Silber unterlage noch nie einem Verbot (wo will man denn auch die riesen Mengen/Volumen einlagern – LOL) ! Lagerfläche ist eh gerade knapp in Deutschland (ah – gerade wieder eine Investmentmöglichkeit entdeckt). Gute Zeit und Gruß – Ex-Kryptomane

  5. Mein Vergleichsbarren Gold 1Kg ist um etwa 300 Euro teurer geworden und der Kilo Silberbarren um 10 Euro.
    Dies bezogen auf einen Gold Unzenpreis von etwa
    1807 Dollar.
    Das liegt an der Dollarstärke und dem schwächeren Euro heute.

    • @stillhalter
      Bei der Deflation spricht man eigentlich von
      eher langlebigen Wirtschaftsgütern und Erzeugerpreisen, nicht jedoch von den Preisen bei Gurken, Tomaten oder Rindfleisch.
      Also die täglichen Konsumpreise.
      Man kann solches auch als Stagflation bezeichnen.
      Lebensmittel werden teurer, Smartphones und
      Babywannen, Fussabtreter und Flachferneher oder Kühlschränke eher billiger.
      Die Ex DDR hatte nun wirklich keine Inflation, trotzdem wurden Bananen, Jeans oder Strumpfhosen erheblich teurer.
      Spreewaldgurken jedoch nicht.
      Merkwürdig allemal.

      • Deflation ist doch zur Zeit bei Inflationsraten von 5% in den USA überhaupt nicht das Thema. Es Ist auch immer wieder lesenswert, wenn Menschen, die die DDR Verhältnisse event. nur über überlieferte Berichte kennen, das im Nachhinein kommentieren.
        Wie soll es in einer Planwirtschaft Inflation geben. Dort gibt es feste Preise und zwar nicht auf Basis einer wirtschaftlichen Kalkulation, oder es gibt eben gar nichts.

        • @ Bei Obst und Gemüse spielt hauptsächlich die Ernteerfolge beim Preis eine Rolle. Gibt es wegen Spätfrost wie heuer noch Ende Mai keine einheimischen Marillen oder Pfirsiche, oder nur wenige, sind die dann sauteuer, oder man kauft die Exportware aus Italien. Gurken, Kartoffeln etc…dasselbe.
          Beim Bau kommt es darauf an, ob derzeit ein Baumboom herrscht. Und das ist derzeit der Fall. Alle retten das Geld in Betongeld und Häuser werden gebaut als sei der grosse Reichtum ausgebrochen. Deshalb wird auch Holz, Dämmaterial etc… zu wenig und daher sauteuer.
          Nebenbei rutschen eigentlich bei fast allen Produkten die Preise automatisch jedes Jahr nach oben, egal bei was. Ausser Produkte der Unterhaltungsindustrie.

      • @Maruti Das langlebigste Wirtschaftsgut ist fuer mich schlechthin eine Immobilie und da sprechen Makler von einer Verdoppelung des Preises innerhalb von 5 Jahren.Ich kann mir auch nicht vorstellen dass zur Zeit Turbinen oder Werkzeugmaschinen billiger werden.Die Deflation gibt es höchstens bei billigen Allerweltsp,und er wie Flatscreen TV ODER Billig-Wegwerfklamotten.Die Deflation ist eine hohle Kulissenpuppe zur Volksver ung mehr nicht.

        • Materialist:
          Was die selbstgenutzte Immobilie betrifft, so stimme ich Ihnen zu. Für Mietobjekte gilt das nicht. Kommen Sie an den Falschen, können Sie in Rekordzeit erhebliche Verluste einfahren. Der Schaden bleibt an einem kleben, weil es den Schuldnern in Deutschland sehr leicht gemacht wird.
          Wer sein Geld gut anlegen will, der sollte auch in Bildung und in schöne Erlebnisse investieren. Beides hat unschlagbaren Wert, man trägt es ständig bei sich und niemand kann es wegnehmen.

  6. Wo sollen den die fallenden Preise herkommen bei bruch von Lieferketten und steigenden Container Preise !

    Das ist die Pille fürs Volk ! Nicht das noch jemand denkt das die Inflation sich fest setzt ;0)

    • @Maruti:
      Was soll eine Bank denn prognostizieren ?
      Wir sind alle komplett pleite und das Finanzsystem auch.
      Also hebt euer Geld ab, verkauft eure Anleihen und kauft Gold ?

      Sehen Sie sich mal „The Big Short“ an.
      Besser wurde die Finanzkrise 2008 selten beschrieben.
      Es wurde gelogen bis das Licht ausging.
      Und selbst da wollte man den Leuten noch sagen: ist ja nur „vorübergehend“.

      Das Wort hört man momentan auch verdächtig oft.

      • @meister Eder
        Alles richtig.Allerdings müsste es dann eine globale, alle Industrieländer umspannende Inflation geben.Zwar würde alles teurer, aber alle Löhne und Gehälter steigen mit den Preisen.
        Allerdings gibt es dann einen Preiswettkampf der Firmen und der Währungen. Wer hat die billigste.
        Gekniffen wäre nur der Sparer, welcher ein Sparbuch und Bargeld hortet.
        Und der sollte sich langsam überlegen, zu handeln.
        Ich meine, wir werden Wellen erleben, Inflation, Deflation, Rezession, in immer kürzeren Abständen.

        • @Maruti
          Genau !
          Und was hilft, trotz all dem sein Leben zu geniessen und ruhig zu schlafen ?

          Wieder ein Grund EM zu haben.

  7. Es werden WETTEN angenommen wie viele Billionen Euro der Wiederaufbaufond der Eu fuer Deutschland umfassen wird.Wobei es hier wirklich viel wieder aufzubauen gibt.

    • @Materialist
      Da wird wohl nichts für Dummland übrigbleiben.
      Brüssel ist ein Geldautomat mit festgelegten Aufgaben.
      Deutschland zahlt und der Rest Europas hebt ab.

      Wenn Sie ein Haus in Italien haben, lohnt sich derzeit die Sanierung.
      Es gibt Zuschüsse vom Staat.
      110 % der Kosten.
      Kein Druckfehler: einhundertzehn.
      Und so gut wie keine Vorschriften dazu.

      Die hauen das Geld der EU mit beiden Händen raus.
      Wenn es alle ist, verlangt man mehr.
      Klappt immer.

      Draghi tut was für die Leute in seinem Land.
      Das würde Berlin nie einfallen.

      Wieder ein Grund……

      • Das ist eine runde Sache, wenn man bedenkt, dass die Eigenheimquote in Italien höher ist als hierzulande. Der deutsche Michel geht malochen und sitzt in seiner Mietwohnung, währenddessen mit seinen Steuergeldern der Süden saniert wird. Und bei den 750 Milliarden wird es nicht bleiben. Die Büchse der Pandora ist geöffnet und es wird zu Nachforderungen kommen. Mich wundert es, dass es – trotz der über 200.000 Auswanderer im Jahr – noch nicht zu einem Exodus an Menschen und Kapital gekommen ist. Ich bin häufig in Polen. Drei Autostunden von Berlin entfernt an der Ostsee kann man Grundstücke kaufen. Ab ca. 100,- PLN pro qm. Das sind knapp 25,00 Euro. In Deutschland ist das unvorstellbar. Und dennoch sind dort nur sehr wenige Deutsche vertreten.

        • @Racew
          Der Exodus läuft schon.
          Nur still und leise.
          Während Annalena und das Millionärskindchen Neubauer überall schwafeln, geht das Geld.
          Und die schlauen Leute.
          Still.
          So wie bei unseren Kids.
          Und wir planen auch für uns.

          Ein Wirtschaftsprofessor in USA hat folgende Geschichte:
          10 Leute treffen sich jeden Tag in einem Restaurant zum Essen, die Rechnung von 100 Dollar wird so geteilt:
          Der Reichste zahlt 70, der zweitreichste 18, etc. die ärmsten 5 gar nichts.
          Das entspricht ungefähr der Verteilung der Einkommensteuereinnahmen.
          Dann erhöht der Wirt den Preis auf 110.
          Es gibt einen riesen Streit, natürlich wollen alle, dass der Reichste nun auch noch die 10 zusätzlich übernimmt und 80 zahlt.
          Die Mehrheit wird echt massiv und bedrängt den Reichsten.

          Am nächsten Tag sitzen nur noch 9 am Tisch, der Reichste ist nicht mehr gekommen und alle 9 zusammen können nicht mal mehr die Hälfte der Rechnung bezahlen.
          Der Bedrängte geht jetzt alleine in ein anderes Restaurant.
          So wird es kommen.
          Der sucht schon.

          • @Pumuckl und/oder @MeiserEder

            Meine Familie ist ausgeflogen, aber anstatt die sturmfreie Bude für allerlei Exzesse zu nutzen, sehe ich mich gezwungen [in aller gebotenen Kürze! Anm. d. Red.], mal wieder auf die ewige Moritat von den armen Reichen zu reagieren. Ist doch wahr, da geht der deutsche Michel malochen und füttert den faulen Italiener durch, und Pumuckl-Stadt fällt nichts besseres ein, als den flottierenden Popanz vom Exodus der Reichen zu bemühen, der bislang die Ordinary People durchgefüttert hat. By the way, in den dunklen Zeiten der Vermögenssteuer – yes, die gab es in der Tat! – ist die BRD auch nicht ausgeblutet. Aber in medias res:

            Zur Umverteilung von unten nach oben als Form der Enteignung.
            Offenbar ein Teil unserer sozio-ökonomischen Alltagskultur. Sozial akzeptiert, solange keine „marxistischen Ideen“ die Friedhofsruhe stören.

            [Lesedauer 3 Minuten. Für die Eiligen unter Euch: Bitte gleich die Zusammenfassung ganz unten lesen.]

            Es gibt eine [westdeutsche] Tradition der fiskalischen Umverteilung von unten nach oben, die sich wie folgt dechiffrieren lässt. Die Zusammensetzung des Steueraufkommens hat sich über die Jahrzehnte stark verändert:

            – Die Spitzensteuersätze der Lohn- und Einkommensteuer wurden deutlich gesenkt. Der Spitzensteuersatz bei der Einkommensteuer lag seit den 1950er Jahren bis 1974 und dann wieder ab 1990 bis 2004 bei 53% zwischenzeitlich von 1975 bis 1989 sogar bei 56%. Er wurde ab 2005 auf 42% gesenkt.

            – Die Besteuerung von Kapitalerträgen wurde massiv reduziert. Ab Anfang der 1980er Jahre lag der Anteil der kapital- und vermögensbezogenen Steuern bei einem Fünftel des Steueraufkommens, bis Mitte der 1990er Jahre ging er auf ein Zehntel zurück. Seither schwankt er zwischen zehn Prozent und 15 Prozent des gesamten Steueraufkommens.
            Hintergrund: Die sukzessive Abschaffung einzelner vermögensbezogener Steuern [allgemeine Vermögensteuer, Börsenumsatzsteuer, Gesellschaftsteuer, Gewerbekapitalsteuer] bzw. deren Erosion [Grundsteuer, Erbschaft- und Schenkungsteuer].

            – Zu den Unternehmenssteuersetzen: Der Körperschaftssteuersatz lag 1997 noch bei 56 Prozent, wurde in den 1990er Jahren auf 40 Prozent und ab 2001 auf 25 Prozent abgesenkt. Darüber hinaus hat Rot-Grün die Körperschaft- und Gewerbesteuerfreiheit für Gewinne aus der Veräußerung von Anteilen durch Kapitalgesellschaften sowie für Dividendenausschüttungen zwischen Kapitalgesellschaften durchgesetzt.
            2008 wurde der Körperschaftssteuersatz schließlich auf 15 Prozent verringert.
            Der Einkommensteuerspitzensatz auf gewerbliche Einkünfte für Personenunternehmen wurde von 56 Prozent auf 47,5 Prozent gesenkt.
            Die Personenunternehmen konnten darüber hinaus die Gewerbesteuer faktisch im Rahmen der Einkommensteuer anrechnen.

            – Verschiebung der Besteuerung auf den Verbrauch [indirekte Steuern].
            Gegenläufig zu den Einkommens- bzw. Unternehmenssteuern stiegen die Verbrauchssteuern, also vor allem die Mehrwertsteuer [inzwischen mit einem Anteil von einem Drittel die aufkommensstärkste Einzelsteuer] oder beispielsweise die Besteuerung des Energieverbrauchs [„Öko-Steuer“].

            Fazit: Es hat eine Verschiebung von der Besteuerung der Einkommen aus Kapital und Vermögen hin zu einer Besteuerung des Verbrauchs stattgefunden. Das trifft die große Masse der Normal- und Niedrigverdiener ungleich [sic!] mehr, als die Wohlhabenden. Oder: Die Lasten der Staat- und Sozialausgaben sind den Simple People aufgebürdet worden, während die Pfeffersäcke [© by Krösus] systematisch entlastet wurden.

            Noch ein Extra zu den Vermögenssteuern. Im internationalen Vergleich tragen vermögensbezogene Steuern in Deutschland wenig zur Finanzierung der Staatsaufgaben bei: Ihr Anteil am Gesamtabgabenaufkommen lag 2009 bei 2,3 Prozent; 1980 waren es noch 3,3 Prozent. In der EU15 stieg dagegen der Anteil der vermögensbezogenen Steuern an den Gesamtabgaben zwischen 1980 und 2009 von 4,2 Prozent auf 5,1 Prozent, in der OECD von 5,3 Prozent auf 5,5 Prozent.

            Quelle:
            https://www.nachdenkseiten.de/?p=16102

            Für die Eiligen:
            https://www.der-postillon.com/2019/05/friseurin-villen.html#more

      • @PUMUCKL Ich hatte natürlich den Zusatz Ironie vergessen.Dass der Geldautomat spezielle Zugriffsrechte hat ist mir schon klar.Trotzdem ist jdas etzt mal ein interessanter Praezedenzfall,fuer die Glaubwuerdigkeit von Schnatterinchen und Co.

  8. Die armen Deutschen. Das mit der Hochwasserkatastrophe ist brutal. Diese Bilder von weggeschwemmten halben Dörfern ist echt nichts für schwache Nerven. Merkel ist in New York. Ist sie schon abgereist? Bei so einer Katastrophe fliege ich auf die Sekunde heim, um meinen Landsleuten beizustehen.

  9. @ Thanatos,
    Danke, dass Sie mir was zum Steuerrecht erklären, ich betreibe das ja nur als Hobby.

    Will nur kurz antworten:
    Der optischen Senkung der Einkommensteuersätze wirkt entgegen, dass die Tabelle nicht an die Inflation angepasst wurde.
    In den 60ern musste man das 30 oder 40 fache des Durchschnittsarbeiters verdienen, um in den Genuss des Spitzensteuersatzes zu kommen.
    Heute reicht weniger als das Dreifache.

    Nehme Sie unseren Sohn.
    In der Summe von Einkommensteuer, Sozialabgaben und sonstigen Steuern (von der Umsatzsteuer ,Mineralölsteuer und geschätzt weiteren 100 netten Abgaben) lag der Junior bei gut 80 % durchgerechneter

    Abgabenquote.
    Noch ohne Vermögensteuer.
    Er hat also Montag, Dienstag Mittwoch und Donnerstag nur für Olaf gearbeitet.
    Und nur am Freitag für sich.
    Ok das ist Sozialisten zu egoistisch, dem muss man noch mehr wegnehmen.

    Schade, dass das seit Anfang Juli nicht mehr geht.
    Seitdem ist Olaf nicht mehr für ihn zuständig.
    Wie für unsere Tochter.
    Schade, Olaf.
    Und viele andere auch.
    Die wurden beraten von Dr. Pumuckl-Eder

    • @Dr. Pumuckl-Eder

      Das tut mir aufrichtig leid, Ihr Hobby ist mir natürlich heilig.
      Erlauben Sie mir trotzdem 2,5 Anmerkungen?

      Richtig ist: Zehn Prozent der Steuerpflichtigen zahlen mehr als die Hälfte der Lohn- und Einkommensteuer. Doch die ungleiche Verteilung der Einkommensteuerzahlungen ist eine natürliche Folge der ungleichen Einkommensverteilung bzw. der daraus erfolgenden Steuerprogression: Auf höhere Einkommen muss auch ein höherer Steuersatz bezahlt werden. Nahezu 30 Prozent der Beschäftigten zahlen überhaupt keine Lohn- oder Einkommensteuer, nicht weil sie italienisch faul sind, sondern weil ihr Verdienst einfach zu niedrig ist. DAS ist das Problem.

      Zudem machen Lohn- und Einkommensteuer inklusive Soli gerade einmal 30 Prozent des Gesamtsteueraufkommens aus. Die sogenannten Verbrauchsteuern – Mehrwertsteuer, Energiesteuer, Tabaksteuer usw. – kommen zusammen auf über 40 Prozent. Und die zahlen alle Verbraucher*[Kunstpause]Innen. Diejenigen mit kleineren Einkommen werden hier systematisch stärker belastet.

      Nein, Dr. Pumuckl, ihre Gold-Affinität ist für Sie vielleicht ein Steuersparmodell – damit werden Sie aber Gold nur unzureichend gerecht. Gold ist Substanz und Werterhalt UND eine politische Waffe. Es ist quasi der Negativfilm zum dollarvermittelten angloamerikanischen Finanzkapitalismus.

      • @thanatos
        Alles so weit richtig.
        Die kommende Klimarettungspolitik wird über höhere Preise wieder die unteren 60 % richtig arm machen.
        Der Green New Deal ist wieder nix als eine Abzockmasche. Es regnet Subventionen für Konzerne.
        Dass das Steuersystem ungerecht ist sehen wir auch.
        Warum haben fast alle Großkonzerne faktisch Steuerfreiheit ?
        Beispiel: wo ist der steuerliche Sitz des Volkswagenkonzernes ?
        Niederlande. Steuersparinsel. FIATCHRYSLER ist auch dort.
        Die milliardenschweren Eigentümerfamilien Porsche und Piech wohnen für Olaf unerreichbar hinter Salzburg, ohne Vermögen- und Erbschaftsteuer.

        Kein Witz: kurzfristig war der Steuersitz von VW sogar hier in Grünwald (Gewerbesteuerparadies) in einer 2 Zimmerwohnung über dem Postamt.
        Ich hab Bilder vom Briefkasten.

        Fazit: an die “ richtig Reichen“ kommt oder will Olaf nicht ran.
        Warum sich die unteren 60 % das gefallen lassen ist uns ein Rätsel.

        Die globale 15 % Mindeststeuer für Konzerne ist die absolute Lachnummer, nur Show fürs dumme Publikum.

        Auf der anderen Seite wird das Geld vomStaat in Unsummen veruntreut.
        Die Millionäre können sich gerade ihre Villen in der Toscana auf Kosten der deutschen Krankenschwester luxussanieren lassen, incl. neuem Pool mit Wärmepumpe.
        Der Zuschuss beträgt 110 % der Kosten.
        Wenn die Sanierung 1 Mio kostet, kriegt man noch einen Porsche dazu geschenkt.
        Bella Italia !!!!!
        Draghi tut was für seine Italiener, während bei uns die Linke darüber nachdenkt die Leute noch weiter auszuplündern.

        Was uns aufregt ist, dass die normalen Fleißigen, wie unser Sohn, ausgeplündert werden.
        Isch over, um mit Schäuble zu sprechen.

        Gold ist für uns eher eine Verzweiflungstat. Das Rettungsboot.
        Ewig haben wir unser Geld normal angelegt, Anleihen,Aktien, auch Immos.
        U.E. ist das ganze System fertig. Titanic.
        Gold als Rettungsboot und Notwehr.
        Wenn der Preis dann auch noch steigt, gut, aber für uns nicht wichtig.
        Man kann Gold auch mitnehmen, wenn man geht, oder es schon jetzt dort lagern, wo man vielleicht hin will/muss.

        P.s. Dass sich der Eder derzeit nicht meldet hat einen traurigen Grund. Oma Eder hat Krebs im Endstadium.

    • MeisterEder:
      Ich habe das auch mal für mich (Freiberufler) durchgerechnet und bin nach Kosten und Steuern ebenfalls auf 80 % gekommen. Von den restlichen 20 % muss allerdings noch etwas für die Altersvorsorge abgezwackt werden. D.h., dass etwa 10,00 % zu meiner Verfügung stehen.
      Und die Vermögenssteuer wurde gerade durch die Hintertür eingeführt. Durch die Null- bzw. Minuszinspolitik auf der einen Seite und die Inflation auf der anderen wird jeder besteuert, der Bargeld angespart hat. Und das trifft die kleinen Leute besonders stark, die sich durch Fleiß und Verzicht Geld zurückgelegt haben.
      Deutschland ist in dieser Hinsicht einzigartig. Leistung wird bestraft und man zieht sich hierdurch selbst den Teppich unter den Füßen weg. Von staatlicher Misswirtschaft, der EU-Schuldenunion, der weltweiten Verteilung deutscher Steuergelder, etc. will ich gar nicht erst anfangen. Ich habe dermaßen die Sch… voll, dass ich lieber in einem deutlich ärmeren Land leben würde, in dem Arbeit zählt und in dem man sich geisteskranken Kokolores schlichtweg nicht leisten kann.

      • @Racew
        Die 80 % Diebesquote sind sogar noch untertrieben.
        Wenn unser Sohn so wahnsinnig wäre hier in Dummland noch eine Immo zu kaufen, sind noch 100.000 Nebenkosten wie Grunderwerbsteuer etc. fällig und danach jeden Monat Grundsteuer.
        Die muss man ja auch noch anteilig draufrechnen. Verteilt man die 100.000 auf 20 Jahre sind das noch mal über 400 Euro Diebstahl jeden Monat.
        Aber dazu kommt es ja nicht mehr.
        Good Bye , Olaf !

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  11. @RACEW So ist es ,erst erzaehlt man den Leuten sie sollen selbst fuer das Alter vorsorgen und wenn sie es dann tun bestraft man sie dafür mit negativen Zinsen.Zu den fuer wachsende Verschwendung nötigen hohen Steuern kommt dann als Zugabe noch die irrsinnige und auch teure Buerokratie in diesem Land.Wenn ich nicht Rentner waere haette ich mich auch davon gemacht und wuerde aus sicherer Distanz dem Ende dieses irrsinnigen Experiments entgegensehen. Wobei einen Gott sei Dank als Rentner der ganze Zirkus nicht mehr so sehr betrifft fuer das im Rahmen der C-Aktion sinnlos verbratene Geld werde ich nicht mehr arbeiten müssen.

    • @Materialist
      Sie können sogar als Rentner noch das Weite suchen.
      Die Rente wird hinterhergeschickt, notfalls auch bis Florida.
      IN Griechenland und Portugal haben sie als deutscher Rentner sogar vollständige Steuerfreiheit, auch auf deutsche Einkünfte. In Italien 7 % Flat Tax , bei Einkommen in unbegrenzter Höhe.
      Der deutsche Fiskus ist dann ganz raus, wg. Doppelbesteurungsabkommen.
      Es gibt noch viel mehr Tricks, aber das geht hier nicht in einem offenen Forum.
      Dafür gibt es gute Steuerberater.

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