Samstag,13.August 2022
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Goldpreis fester, Anleihe-Renditen geben weiter nach

Goldpreis, Gold, Zinsen
Der Goldpreis ist im Aufwind, parallel sinken die effektiven Zinsen bei den Staatsanleihen. Schon vergangene Woche sahen wir diese Entwicklung.

Im Umfeld schwächerer Konjunkturaussichten sind die Anleihe-Renditen weiter zurückgekommen und der Goldpreis holte weiter auf.

Goldpreis fester

Am Dienstagvormittag um 9 Uhr notierte der Goldpreis am Spotmarkt mit 1.774 US-Dollar pro Unze. Das entsprach 1.731 Euro. Damit legte der Kurs innerhalb einer Woche um knapp 3 Prozent zu. Auf Euro-Basis beträgt der Kursgewinn 2,5 Prozent.

Sinkende Renditen

Währenddessen schwächte sich ein Belastungsfaktor für die Edelmetalle ab. Die Renditen 10-jähriger Staatsanleihen sind noch einmal deutlich zurückgekommen. So rentierten entsprechende US-Bonds am Dienstag mit noch 2,56 Prozent (Vorwoche: 2,79 Prozent). Die Zinsen für deutsche Papiere rutschten im gleichen Zeitraum von 1,02 Prozent auf 0,78 Prozent.

Konjunktur- und Zinserwartungen

Diese Entwicklung steht auch im Zusammenhang mit geringeren Erwartungen an die Vehemenz künftiger Zinsschritte seitens der Notenbanken. Denn die Vereinigten Staaten rutschten im zweiten Quartal in die Rezession und auch im Euroraum haben sich die Konjunkturaussichten zuletzt stärker eingetrübt. Somit besteht bei Investoren auch die Hoffnung, dass die Inflationsraten in den kommenden Monaten etwas von den jüngsten Hochs zurückkommen.

Anleihen, Staatsanleihen, Renditen

Anleihe-Renditen und Goldpreis

Welchen Einfluss haben die Anleiherenditen auf Gold? Generell lässt sich sagen: Wenn Staatsanleihen mit guter Bonität höhere Zinsen bringen, dann steigt deren Attraktivität unter defensiv ausgerichteten institutionellen Investoren. Dagegen wirkt das zinslose Gold als Anlageform dann in normalen Zeiten für solche Kapitalverwalter weniger lohnenswert. Auf solche Einflüsse reagieren auch automatisierte Handelssysteme.

Allerdings sind die Anleiherenditen nur einer von vielen Aspekten, die eine Rolle bei der Entwicklung von Goldnachfrage und Goldpreis spielen. Wenn an den Kapitalmärkten sichere Häfen gesucht sind, steigt der Goldpreis oft, während die Anleiherenditen sinken (steigende Anleihekurse).

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4 Kommentare

  1. PROLOG:
    „Das Trio aus Sanktionskrieg, grünem Energiekreuzzug und
    [Corona-]Viruspatrouille
    ist eine tödliche Bedrohung für den
    kapitalistischen Wohlstand. Das zeigt sich bereits in der Eurozone,
    wo diese politischen Krankheiten am weitesten fortgeschritten sind
    und wo die reale BIP-Wachstumsrate gegenüber der Zeit vor der Krise
    2008 um 74% eingebrochen ist. „

    DRAMA:

    https://www.goldseiten.de/artikel/546790–David-Stockman~-Europas-Wirtschaftssuizid.html

    EPILOG:
    Sind die EU-Politiker und -Apparatschiks also auf dem Weg, die Reste
    des kapitalistischen Wohlstands in Europa zu zerstören? Es sieht jedenfalls
    so aus.“

    ✌(༼•!•༽)✌

    • @Klapperschlange
      Nur eine kleine Ergänzung:
      Stockman hat die europäischen Spitzenpolitiker als „Spatzenhirne“ bezeichnet.

      Was ich als absolute Unverschämtheit bezeichne – gegenüber den Spatzen.
      Die würden nie auf die Idee kommen, ihre Lebensgrundlagen planmäßig zu zerstören.
      Naja, Spatzen sind ja auch nicht korrupt.

      • @meisterEder
        Die europäischen Politiker, also die Parlamentarier, sind, wie in einer Demokratie üblich, ein Querschnitt des Volkes. Da sind solche und solche darunter.
        Als Alternative käme nur eine gemässigte Diktatur in Frage. Russland hat so eine und China auch.
        Nur, was ist uns lieber ?

  2. Fallende Renditen bedeutet letztendlich, dass es nicht sehr weit her sein kann, mit der Zinswende.
    Offenbar schätzt der Kreditnehmer die Zinsen weit geringer ein, als die rasant zunehmende Inflation.
    Kostolany sagte einst:
    „Ich kann Ihnen jeden beliebigen Zins zahlen. Unter der Voraussetzung, dass ich das ich Darlehen niemals zurückzahlen werde.“
    Wie meinte er das ?
    Er nimmt einfach immer höhere und weitere Kredite auf und bezahlt mit einem geringen Teil davon eben genannte Zinsen. Nur tilgen tut er nie.
    Ein typ. Beispiel sind die PIGS Staaten der Eurozone.
    Diese zahlen zwar den, künstlich von der EZB erzeugten äusserst niedrigen Zins, jedoch tilgen diese nur mit immerfort neu aufgenommenen und höheren Krediten.
    Diese werden eines Tages in den mehrfach Trilliarden Euro stehen. Spätestens dann ist die EZB gezwungen, eine Währungsreform durchzuführen, damit das Spiel nicht endet.
    Das wird eines Tages zu 100% Sicherheit so sein.
    Doch keine Panik, bis dahin sind die, welche es betreffen kann, ohnehin schon tot.

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