Donnerstag,20.Juni 2024
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Goldpreis: Größter Tagesverlust seit fünf Wochen

Der Goldpreis gab am Donnerstag um mehr als 2 Prozent nach. Ähnliche Tagesverluste gab es für Gold aber schon Mitte und Ende April.

Goldpreis mit sattem Tagesverlust

Vergangenen Freitag und Montag hatte der Goldpreis noch seine jüngsten Allzeithochs markiert. Am gestrigen Dienstag kam der Kurs dann stärker zurück. Denn im US-Futures-Handel schloss der Goldpreis mit 2.337 US-Dollar pro Unze. Das entsprach 2.161 Euro. Somit kam das Edelmetall gegenüber Vortag jeweils um rund 2,3 Prozent zurück.

Gold, Goldbarren (Bild: Goldreporter)
Nicht nur der Goldpreis gab am Donnerstagnachmittag nach, auch die Aktien-Indizes und der Euro (gegenüber dem USD) kamen zurück (Bild: Goldreporter)

Nichts Neues

Das heißt aber auch, dass der US-Dollar in gleichem Maße gegenüber dem Euro abwertete. Dabei erlitt der Goldpreis des höchsten Tagesverlust seit dem 22. April. Damals waren es -2,79 Prozent. Und auch schon am 30. April war der Kurs um 2,3 Prozent zurückgekommen.

Dennoch erreichte der Goldpreis in den vergangenen Monaten immer wieder neue Höchstkurse. Und am gestrigen Donnerstag kamen auch die Aktienmärkte unter Druck. Von einem singulären Ereignis bei dem Goldpreis-Rückgang kann also keine Rede sein.

Gold, Goldpreis, US-Dollar, Euro, Dollar-Kurs
Euro-Dollar-Kurs und Goldpreis knickten kurz nach Börseneröffnung in den USA gemeinsam ein. Gold verbuchte auf Basis der US-Futures einen Tagesverlust von 2,3 Prozent (Quelle: STOCK3)

Belastendes Umfeld?

Zum gestrigen Abverkauf beigetragen haben sicherlich Konjunkturdaten aus den USA. Denn der kurz nach US-Börsenstart veröffentlichte S&P Global Einkaufsmanager-Index fiel in allen Kategorien besser aus als erwartet. Außerdem signalisierten die Werte eine höhere Inflation. Dabei muss man bedenken, dass sowohl die Aktienmärkte als auch die Edelmetall in den vergangenen Monaten sehr gut liefen und wiederholt Bestmarken erreichten. Zwischenzeitliche Gewinnmitnahmen sind in diesem Umfeld ganz sicher nicht ungewöhnlich.

Markttechnik Gold

Bei Gold zeichnete sich aus technischer Sicht bereits am Dienstag eine kurzfristige Richtungsentscheidung ab (Goldreporter berichtete). Und diese fiel nun auf der Unterseite. So gesehen sich die jüngste Goldpreis-Entwicklung keine Überraschung. Insbesondere wenn man noch einmal reflektiert, dass wir im April bereits zwei solcher Verlusttage gesehen haben.   

Am heutigen Freitagvormittag erholten sich die Edelmetalle wieder ein Stück. Gegen 9 Uhr legte Gold um 0,4 Prozent zu auf 2.237 US-Dollar (2.160 Euro) und Silber kam 0,9 Prozent voran auf 30,39 US-Dollar (28,09 Euro).  

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9 Kommentare

  1. Ein Preisanstieg um 120 Dollar über 3 Wochen, das könnte tatsächlich der Markt gewesen sein.
    Ein Preisrückgang jedoch um 120 Dollar innerhalb von wenigen Stunden jedoch, ist nie und nimmer der Markt.
    Das sind staatliche Eingriffe von Notenbanken und den damit verbundenen Institutionen.
    Das ist nicht nur gerichtlich durch Urteile bewiesen, es ist auch für den borniertesten Menschen klar ersichtlich.

  2. Beispiel Indizes:
    Der Dax mit -0.9%. Keine 2 oder 3. Trotzdem Alarmstimmung. Mittags wird man schon vermelden, DAX macht Verluste grösstenteils wett und Abends, DAX geht versöhnlich ins Wochenende.
    Immer das gleiche Spiel. Bei Gold gab es derartiges noch nie, keine Meldung von versöhnlichem Wochenende.
    All diese Geschehnisse kann man jedoch auch zum eigenen Vorteil nutzen. Dazu braucht es etwas Erfahrung, gesunden Menschenverstand und richtig gestellte Segel.
    Zumindest den GR regelmässig lesen, der warnt schon zwischen den Zeilen.
    Die Börse ist kein Ponyhof, sie ist ein Schlachtfeld, mit Strategie und Taktik.

  3. @Maruti
    Die Sache stink zum Himmel hoch, selbstverständlich sind das Eingriffe auf den Goldpreis. Von der anderen Seite es gibt noch genug Anleger die auf niedrige Preisen warten und Hoffen. Die jenigen die schon gewisse Bestände haben und trotzdem nicht genug Gold, aber was ist schon genug?
    1 Kg, 10 Kg, 100 Kg? Wäre mal super wenn der Goldpreis die 1900,00 $ Grenze erreicht, da kann man in DE wieder mal Goldunzen anonym kaufen. Ich weiß 1900,00 $ klingt utopisch, ehrlich gesagt glaube ich selbst nicht dran.
    Man kann ja träumen, träume sind auch was schönes!
    Wenn keine Unzen, dann eben Sovereigns, Deutsches Kaiserreich, Vrenelis evtl. Helvetias. Die alten Dinger haben Charme!

  4. 12:20
    Der Dax macht Verluste wett, nicht mehr so tief rot.
    Heute Abend: Dax geht versöhnlich mit kleinem Plus ins Wochenende.

  5. @Maruti Spätestens die so alltäglich um 15.00 beginnende Feierabend-Hebefigur wird den DAX auch heute wieder in Plus befördern.Wäre ja auch noch schöner in diesem wirschaftlich und weltpolitisch geradezu idealem Umfeld.(Die Notenprsse hält wacker durch und übersteht auch pausenlosen Dauerbetrieb.

    • Kurse zum nachkaufen sehe ich bei um die
      2000 €. Das könnte ende des Jahres aktuell werden, wie jedes Jahr zwischen den feiertagen – ein nettes Geschenk von dem der am Goldregler sitzt. Bis dahin, etwas Baumwolle bunkern und abwarten. Verkaufen werde ich erst wieder bei 3000, was mmn. im kommenden Jahr zwingend erreicht wird.
      Schönes We allen und Grüße von Soneva Jani, noch eine Woche….

      • @Oliver
        Schönes Tauchen. Was machen die Haie ?
        Beste Zeit für die Malediven.
        Ich war lange nicht mehr dort, aber 15 Jahre und 3 mal pro Jahr reichen auch.
        Damals noch mit Voigtmann, Stollberg ( Stolli),
        Ronnie und Valerie Taylor
        Rainer Huth ….. Sogar mit Leni ( Riefenstahl) tauchte ich, und auch 2 mal mit dem alten Hans ( Hass).
        Und die Haie wurden massiv gefüttert und gemästet.
        Alles heute vorbei, gut so.
        Ansonsten ganz meine Meinung.
        Ich kann mir nicht vorstellen, dass Gold am Jahresende deutlich besser als die Aktien Indizes abschneidet. Und so warte auch ich.
        Mein letzter Kauf war Anfang des Jahres mit 10 Krügerrand, neue 23 Modelle zu knapp 1900 Euro.
        Schon ein stolzer Preis. Ich hätte selbige im April zu 2.250 (Verkaufskurs Kurs 2330€) verkaufen können, tat ich aber nicht, denn das Warten wäre dann das Gleiche gewesen, nur ohne die Sicherheit der Münzen.

  6. Die Inflation steigt weiter.
    Die EZB will die Zinsen senken und die Druckmaschine damit wieder höher rotieren lassen.
    Derweil kommt der Wahnsinn mit der Pflegeversicherung zu Tage. Kostenbeiträge bis zu 7% und Vorschläge
    das erste Pflegejahr selbst bezahlen zu müssen.
    ( Man hofft, zusammen mit der Antragsdauer, dass sich das Problen selbst erledigt).
    So ist das mit allen zwangsweise eingetriebenen Sozialversicherungen. Der arbeitende zahlt viel, bekommt fast nichts. Der niemals Einbezahlende bekommt wenigstens einen ganz netten Gewinn.
    Egal, was einer verdient und zahlen muss, unter dem Strich bekommen alle die gleichen Allmosen.
    Als Nettolohn oder eben als Altersrente.
    Ein südländischer Segelfreund sagte es ganz deutlich:
    Der einzige Grund nach Deutschland zu ziehen sind die Sozialsysteme dort. Nur arbeiten sollte man da nicht.
    Dieses System geht unter, keine Frage.
    Man kann nur hoffen, wenigstens ohne Krieg.
    All das sind Gründe, weiter auf Gold und Edelmetalle zu setzen.

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