Mittwoch,22.Mai 2024
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Euro-Goldpreis auf Rekordhoch: Geht jetzt noch mehr?

Nach dem steilen Kursanstieg hat der Euro-Goldpreis ein neues Allzeithoch markiert. Was ist jetzt aus charttechnischer Sicht zu beachten?

Goldpreis-Comeback

Der Goldpreis ging am Dienstag mit 1.986 US-Dollar pro Unze aus dem US-Futures-Handel (Dezember-Kontrakt). Das entsprach 1.874 Euro. Damit sehen wir nun in der dritten Woche in Folge deutliche Kursgewinne bei den Gold-Notierungen. Gegenüber vergangenem Dienstag ergibt sich noch einmal ein Preisanstieg um 2,6 Prozent beziehungsweise 2,4 Prozent (in Euro). Wir betrachten die charttechnische Lage im Euro-Goldchart per 24. Oktober 2023.

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Goldpreis in Euro, 2 Jahre, Tagesschlusskurse, Basis: US-Futures (Dezember-Kontrakt) per 24 Oktober 2023.

Charttechnik

Nach dem steilen Anstieg, der auf den südlichen Fehlausbruch vor zwei Wochen erfolgte, hat der Euro-Goldpreis ein neues Allzeithoch markiert. Auf Basis der US-Futures wurde die Latte auf 1.882,58 Euro angehoben. Dabei handelt es sich um den Tagesschlusskurs von Freitag, dem 20. Oktober 2023. Nach einem kleinen Rücksetzer schloss der Goldpreis dann auf der Höhe des alten Rekordhochs.

Sollte der Kurs nun kurzfristig noch einmal zurücklaufen, dann bilden 1.860 Euro, 1.847 Euro und 1.832 Euro wichtige Unterstützungen. Eine zeitnahe Rückkehr über das jüngste Kurshoch hätte aus rein charttechnischer Sicht das Potenzial eines weiteren Preisanstiegs um rund 4,5 Prozent auf Notierungen von etwa 1.958 Euro im Zeitraum von rund sechs Monaten – auf Basis des Ausbruchs aus der Dreiecksformation am 13. Oktober.

Sentiment

Aber mit dem starken Kursauftrieb hat Goldchart zuletzt bereits die Grenze zum „überkauften“ Bereich tangiert. Denn den RSI (Relative-Stärke-Index) sehen wir aktuell bei 65 (Vorwoche: 60). Und ab Werten von 70 geht man allgemein aus der Sicht von 14 Tagen von einer Kursüberhitzung aus.

Ausblick Euro-Goldpreis

Solange sich der Goldpreis auf Tageschlussbasis oberhalb von 1.847 Euro aufhält, gibt es unserer Einschätzung nach gute Chancen, dass das stark positive Momentum anhält und sich die Rally fortsetzen kann. Dabei wäre eine vorübergehende Seitwärtsbewegung hilfreich und kurzfristige Übertreibungen zu glätten.

Gold in US-Dollar

Auf Dollar-Basis ist der Goldchart zuletzt aus dem seit Anfang Mai bestehenden Abwärtstrend ausgebrochen. Aber bislang scheiterten noch Versuche, über die wichtige Marke von 2.000 US-Dollar hinauszugelangen. Dies wäre ein wichtiger Schritt, um das Aufwärtsmomentum zu bestätigen und einen Angriff auf das Allzeithoch von 2.069,40 US-Dollar zu unternehmen. Es stammt vom 6. August 2020.

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Goldpreis in US-Dollar, 1 Jahr, Tagesschlusskurse, Basis: US-Futures (Dezember-Kontrakt) per 24. Oktober 2023. Der Futures-Preis notierte zuletzt weiter rund 15 USD über dem Spotkurs. Am Donnerstag ist Verfallstermin.

Aber auch hier sehen wir, dass dem Goldpreis für eine nachhaltige Rally bei einem RSI von 67 eine kurzfristige Verschnaufpause guttun würde. Dabei sollte der Kurs aber auf Tagesschlussbasis zumindest nicht unter die Schwelle von 1.950/1.960 US-Dollar rutschen.

Hinweis Goldchart-Analyse

Die obige Darstellung ist eine rein spekulative Betrachtung im Hinblick auf die Geldanlage in Gold. Aber wie immer gilt der Hinweis: Die auf Goldreporter.de bereitgestellten Informationen stellen keine Anlageberatung oder Anlagevermittlung dar.

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9 Kommentare

  1. Das nachhaltige überschreiten der 2.000 Dollar, insbesondere des ATH wird eine riesige Herausforderung.
    Es werden eine Menge Shortkontrakte aufgebaut und Spoofing ist nach Auslaufen des Justizvertrages mit JP Morgan wieder oben auf.
    Heisst also, riesige Verkaufsorder können getätigt werden und kurz danach storniert. Geheime Absprachen können getätigt werden und die FED und Regierung spielt mit. Gold Wars, wie es Lips mal schrieb.
    Eines ist aber zu 100% sicher, die FED und deren Banken wird diesen Krieg letztendlich nicht gewinnen können, nur in die Länge ziehen und auf Zeit spielen.
    Nach dem Motto, was nützt mir das Geld von nächster Woche, wenn ich morgen schon tot sein kann.
    Man agiert auf Sicht und ad hoc.Ich will die Kohle jetzt, hier und heute.
    Wie im Spielcasino. Oder hier:
    https://m.youtube.com/watch?v=dgicC05JB-o

  2. Eben steht Gold bei 1975 Dollar und es kommt darauf an,
    ob nun der Rücksetzer kommt oder nicht. Bisher kam der immer, spätestens bei 1980 Dollar.
    Wenn nicht, könnte zum 3. oder 4. mal die 2.000 erreicht werden. Jedoch, unter 2.100 ist jederzeit mit einer scharfen und steilen, bzw. senkrechten Korrektur zu rechnen. Der berühmte Balkonabwurf der Paletten.
    Erst über 2.100 bzw 2.120 könnte man sich etwas ausruhen. Denn dann scheint das Kartell sich mit den
    2.000 Dollar abgefunden zu haben und ärgert nun die Anleger mit der 2.100 Marke herum.
    Ich fürchte jedoch, es ist JP Morgan lieber, es gehen weitere ihrer Manager in den Knast, dann braucht man auch keine Gehälter mehr zahlen und neue stehen ohnehin schon Schlange.
    Also , Tally hoo, spoofet los. The winner takes it all, den Knast inklusive.

    • „Erst über 2.100 bzw 2.120 könnte man sich etwas ausruhen.“
      Ich hoffe nicht, bin erst nächstes Jahr wieder in Österreich. Sollens also werfen.

  3. Spieler und Betrüger gab es doch schon immer.
    Warum sich über diese Typen ärgern?
    Ob der Goldpreis 100 € höher oder tiefer steht ist nicht entscheidend; der Weg geht mittelfristig nach Norden, denn der finale Crash kommt garantiert und mit ihm verbunden eine kurze deflationaere Zeit mit einer lang andauernden Weltwirtschaftskrise.
    2024 könnte es endlich soweit sein und das knappe und begehrte Silber gibt’s dann im Ausverkauf, gleichzeitig bekommt man das kaum noch begehrte Platin
    dann für einen Apfel und ein Ei!

    • @Ukunda
      Hr. Bachheimer verkauft doch Gardinen?
      Das sind diese Stoffteile, wenn man verhindern will, dass von außen hineingeschaut wird, aber man trotzdem von innen noch hinaus schauen kann. Oder liege ich völlig falsch.

  4. Im Casino heute wieder mal wie so oft in der letzten Zeit Tag der Realität.Siemens Energy minus 34% ,durch ihre Übernahme des spanischen Windmühlenproduzenten Gamesa sind sie völlig am Boden,hätte ich mir auch als Pessimist nie träumen lassen.Langsam scheint auch den letzten Blütenträumern an der Börse zu dämmern dass hemmungsloses Schuldenmachen keine Basis für eine stabile Wirtschaft ist.Mir war das schon bei Euroeinführung klar und und ich habe mich damals bei der Aurum Versicherung angemeldet.

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