Donnerstag,13.Juni 2024
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Goldpreis ist gefangen in diesem Szenario!

Während der Goldpreis erneut um die Marke von 2.000 US-Dollar tänzelt, bilden ein schwächerer US-Dollar und steigende Anleihe-Renditen das passende, uneinheitliche Marktumfeld für Gold.

Gold, Goldpreis (Bild: Goldreporter @midyourney)
Tänzchen an der Schwelle von 2.000 US-Dollar: Während sich externe Effekte abschwächen, wie etwa das Aufkeimen einer Bankenkrise in den USA, dominieren aktuell Zins- und Währungseffekte sowie charttechnische Aspekte die Goldpreis-Entwicklung (Bild: Goldreporter).

Goldpreis um 2.000 US-Dollar

Am Dienstagvormittag um 9:30 Uhr notierte der Goldpreis am Spotmarkt mit 2.000 US-Dollar pro Unze. Das entsprach 1.825 Euro. Währenddessen kostete Silber 25,13 US-Dollar beziehungsweise 22,92 Euro pro Unze.

Nachdem Gold Ende vergangener Woche im Tagesverlauf schon knapp über 2.060 US-Dollar stand, sahen wir zuletzt eine erneute Konsolidierung. Dagegen verzeichnet der Goldpreis im Vorwochenvergleich nur leichte Abgaben von 4 US-Dollar beziehungsweise 12 Euro. Somit wird auch die anhaltende Stärke des Euro gegenüber dem US-Dollar deutlich.

Euro-Dollar-Kurs steigt

Denn innerhalb eines Monats wertete die europäische Gemeinschaftswährung gegenüber dem Greenback um fast 3 Prozent auf. Dagegen sank der Dollar-Index (US-Dollar bewertet gegenüber einem internationalen Währungskorb) im gleichen Zeitraum um 2 Prozent. Letztlich ist diese Entwicklung das Ergebnis niedrigerer Zinserwartungen in den USA. Denn an den Märkten wird im Rahmen der nächsten Fed-Sitzung im Mai ein Zinsschritt von nur 25 Basispunkten favorisiert, während für Juni im Konsens keine weitere Anhebung der Federal Funds Rate erwartet wird.

Anleihe-Renditen

Während ein schwacher US-Dollar den Goldpreis in der Regel stützt, bedeuten steigende Marktzinsen einen Belastungsfaktor für das Edelmetall. Und in diesem vermeintlichen Widerspruch spiegelt sich womöglich auch die jüngste Goldpreis-Entwicklung wider. Denn die Renditen 10-jähriger Staatsanleihen haben gegenüber Vorwoche angezogen. So rentierten entsprechende US-Bonds am Dienstag mit 3,59 Prozent (Vorwoche: 3,42 Prozent). Noch etwas stärker stiegen die Anleihezinsen in den europäischen Ländern. So brachten 10-jährige deutsche Bunds zuletzt 2,47 Prozent, nach 2,26 Prozent in der Vorwoche.

Anleihen, Renditen, Länder, Staatsanleihen

Zins- und Inflations-Erwartungen

Das Ergebnis der nächsten EZB-Sitzung steht am 4. Mai 2023 an. Und während die offizielle Inflationsrate im Euroraum nun von Monat zu Monat sank, stieg die Kerninflationsrate weiter kontinuierlich an auf zuletzt 5,7 Prozent. In den USA lag sie im März auf ähnlichem Niveau, allerdings mit fallender Tendenz. Somit dürfte dieses Zinsgefälle weiter deutlichen Einfluss auf die Kursentwicklung nehmen – von Euro gegenüber US-Dollar und auch in Sachen Goldpreis.

Inflation, Kerninflation, Eurozone
Die Kerninflation im Euroraum stieg zuletzt auf ein neues Rekordhoch. Das erhöhte den Druck auf die EZB, die Zinsen weiter anzuheben. Dagegen wird in den USA ein vorläufiges Ende steigender Leitzinsen antizipiert.

Und während sich die Folgen externer Effekte abschwächen, wie etwa das Aufkeimen einer Bankenkrise in den USA, dominieren die Zins- und Währungseffekte sowie charttechnische Aspekte die Goldpreis-Entwicklung.

Anleihe-Renditen und Goldpreis

Welchen Einfluss haben die Anleiherenditen auf den Goldpreis? Generell lässt sich sagen: Wenn Staatsanleihen mit guter Bonität höhere Zinsen bringen, dann steigt deren Attraktivität unter defensiv ausgerichteten institutionellen Investoren. Dagegen wirkt das zinslose Gold als Anlageform dann in normalen Zeiten für solche Kapitalverwalter weniger lohnenswert. Auf solche Einflüsse reagieren auch automatisierte Handelssysteme. Allerdings sind die Anleiherenditen nur einer von vielen Aspekten, die eine Rolle bei der Entwicklung von Gold-Nachfrage und Goldpreis spielen. Wenn an den Kapitalmärkten sichere Häfen gesucht sind, steigen die Edelmetalle oft, während die Anleiherenditen sinken (steigende Anleihekurse).

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6 Kommentare

  1. Alles ist gut wenn der Goldpreis um 2000 tänzelt planmässige Freitagnachmittagsübungen eingeschlossen, ist die Welt doch zumindest finanziell völlig in Ordnung.Von dem Irrsinn der sich sonst so auf dieser Welt apspielt, will ich mal nicht reden.Gebe mir Gott die Gelassenheit Dinge zu akzeptieren, die ich nicht ändern kann sagte einmal mein kleiner Gott Leonard Cohen.

  2. insofern nicht schlecht, dass Gold erst mal bei 2.000 stehen bleibt und sich die Goldbasher daran gewöhnen können, dass Gold eben 2.000 Dollar kostet.
    Dann ist es langweilig und ein langweiliges Investment ist meist das beste Investment.
    Dass dazu der Euro auch noch mehr wert wird, kann uns ja auch nur recht sein.
    Maruti ist ganz zufrieden mit diesem Szenario.
    Er hat ja auch seine letzten 2 Kg zum Jahresende Preis erworben und wartet nun auf Tauchwetter.:)

  3. @Maruti
    Denn mal los… Ruder vorne 30 Grad, umschalten auf Rotlicht und alarmtauchen… Gute Jagd, grauer Wolf…
    :-)))
    Der BdU-Dokta

  4. Goldpreisabsenkung schlagartig um 9 Uhr.
    Mal was Neues. Leute, haut rein, die BIZ hat die Spendierhosen an.:)

  5. Hier ein Artikel in den Goldseiten. Lesenswert für
    so einige.
    https://www.goldseiten.de/artikel/576526–JP-Morgan-Goldhaendler-verachten-das-Gesetz-und-wollen-gegen-ihre-Verurteilung-Berufung-einlegen.html
    Da die Gerichtsurteile nur auf reaktionärem Geschwurbel einer rechten Verschwörungstheorie beruhen,
    hat JP Morgan zu recht Berufung eingelegt.
    Die verantwortlichen Richter werden nun ihres Amtes enthoben und zu 20 Jahren Guantanamo im sonnigen Kuba verurteilt.

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