Mittwoch,21.Februar 2024
Anzeige

Goldpreis: Januar-Rally jetzt schon abgehakt?

Der Goldpreis hat innerhalb einer Woche fast 2 Prozent eingebüßt. Dabei wurden bereits einige wichtige Unterstützungen verletzt – besonders auf Euro-Basis. 

Goldpreis-Entwicklung

Die große Januar-Rally bei Gold ist bislang ausgeblieben. Anders als in den letzten Jahren hat der Goldpreis im Dezember ein neues Allzeithoch erreicht. Und das gilt es offensichtlich erst einmal technisch zu verarbeiten.

Der Goldpreis ging am Dienstag mit 2.033 US-Dollar pro Unze aus dem US-Futures-Handel (Februar-Kontrakt). Das entsprach 1.859 Euro. Damit kamen die Gold-Notierungen im Vorwochenvergleich deutlicher zurück. Denn auf Dollar-Basis ergibt sich ein Abschlag von 1,9 Prozent, während in Euro gerechnet ein Minus von 1,8 Prozent zu verzeichnen ist. Mit dem Kursrücksetzer hat sich die charttechnische Lage kurzfristig eingetrübt. Wir betrachten zunächst den Euro-Goldchart per 9. Januar 2024.

Gold, Goldpreis, Goldchart
Goldpreis in Euro, 1 Jahr, Tagesschlusskurse, Basis: US-Futures (Februar-Kontrakt) per 9. Januar 2024.

Charttechnik

Gold ist nun aus 4-Wochen-Sicht in einen Abwärtstrend übergegangen. Dabei wurde zuletzt auch der im Oktober etablierte Aufwärtstrend unterlaufen. Und mit 1.860 Euro und der 50-Tage-Linie steht nun der Test zweier wichtiger, bereits angeschlagener Unterstützungen an. Sollte sich die Konsolidierung beim Goldpreis darüber hinaus fortsetzen, so wäre die 200-Tage-Linie eine geeignete Anlaufstelle, bevor sich der Kurs wieder nachhaltiger nach oben bewegt. Sie verläuft aktuell auf der Höhe von 1.822 Euro. Damit sich bereits kurzfristig neue Auswärtsdynamik einstellt, müsste Gold über das Niveau von 1.890 Euro zurückkehren.

Sentiment

Währenddessen ist die Marktstimmung mit einem RSI (Relative-Stärke-Index) von 46 weiterhin im neutralen Bereich. Es gibt also aus Sicht von 14 Tagen keine Anzeichen von technischer Über- oder Untertreibung. Hier bilden Werte von 70 beziehungsweise 30 die definitorischen Grenzen.

Gold in US-Dollar

Wir sehen ein ähnliches Bild beim Dollar-Goldchart. Denn hier verließ die Kurslinie auf der Höhe von 2.050 US-Dollar den 3-monatigen Aufwärtstrend. Und nach dem steilen Anstieg im Dezember sehen wir nun eine vergleichbare Kursdynamik südwärts. Dabei hat der Goldpreis hier die 50-Tage-Linie aber noch nicht erreicht. Allerdings befindet sich die weiterhin bedeutendste Unterstützung im Bereich um 2.000 US-Dollar. Dagegen sehen wir den kurzfristig markantesten Widerstand bei 2.055 US-Dollar. Erst mit einem Kursschub über diese Schwelle wäre die oft erlebte und zitierte Januar-Rally wieder ein Thema.

Gold, Goldpreis, Charttechnik
Goldpreis in USD, 1 Jahr, Tagesschlusskurse, Basis: US-Futures (Februar-Kontrakt) per 9. Januar 2024.

Hinweis Goldchart-Analyse

Die obige Darstellung ist eine rein spekulative Betrachtung im Hinblick auf die Geldanlage in Gold. Aber wie immer gilt der Hinweis: Die auf Goldreporter.de bereitgestellten Informationen stellen keine Anlageberatung oder Anlagevermittlung dar.

Goldreporter-Ratgeber

Genial einfach, sicher und günstig: Gold vergraben, aber richtig!

Was tun bei Goldverbot oder Goldengpass? Notfallplan für Goldanleger

Abonnieren Sie den kostenlosen Goldreporter-Newsletter und erhalten Sie den Spezial-Report "Vermögenssicherung mit Gold" (PDF) kostenlos! Weitere Informationen?

3 Kommentare

  1. Ist ja auch völlig klar. Das Kartell wird den Goldpreis so nicht lassen und früher oder später die Balkonabwürfe starten. Wie in der Vergangenheit regelmässig.
    280-300 Dollar unter dem ATH sind ein Klacks für die Shortseller des Bankenkartells.
    Ich persönlich kalkuliere mit 1800 Dollar.
    Muss nicht kommen, aber rechnen muss man damit.
    In Euro können das dann durchaus 1700 Euro werden.
    Ohne Tränen und Murren.

  2. Es ist Winter, -10 Grad C, und da sieht es immer ein bisschen düsterer aus. Dass der Goldkurs noch mal unter die 2000 USD rutscht, glaube ich nicht. Den kleinen Kursrücksetzer kann man jetzt prima zum Nachkaufen verwenden.

  3. @Goldmarie
    Es ist sehr kalt. Der Goldpreis sucht seine Hütte. Heute rutscht er auch nicht mehr unter die 2000. Er will einfach nur bei einer Suppe mit Schinken in diesen Höhen überwintern. Vielleicht im Matrazenlager mit Palli, Silbi und Plati mal ne ruhige Nacht in eisiger Höhe verbringen. Ich gönn´s

Schreiben Sie einen Kommentar

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie Ihren Namen ein

Anzeige

Letzte Beiträge

 

Unsere Spezialreports und Ratgeber sind erhältlich im Goldreporter-Shop!

Anzeige