Montag,05.Juni 2023
Anzeige

Goldpreis: Kommt es jetzt zum Kursausbruch?

Der Goldpreis zeigte zuletzt drei Wochen in Folge das gleiche Verlaufsmuster. Wann kommt des zum Kursausbruch?

Goldpreis stabil

Große Kursbewegungen waren in der Zeit um Weihnachten nicht zu erwarten. Und dennoch schwankte der Goldpreis zuletzt im Wochenverlauf immer wieder etwas stärker. Dabei sehen wir seit drei Wochen das gleiche Verlaufsmuster. Denn am gestrigen Dienstag ging das Edelmetall mit 1.823 US-Dollar aus dem US-Futures-Handel (Februar-Kontrakt). Das entsprach 1.713 Euro. Damit sehen wir ein mittlerweile gut bekanntes Kursniveau. Wir betrachten die charttechnische Lage beim Euro-Goldpreis per 27. Dezember 2022.

Gold, Goldpreis, Goldchart, Charttechnik
Goldpreis in Euro, 12 Monate, Tagesschlusskurse, Basis: US-Futures (Dezember-Kontrakt) per 27. Dezember 2022.

Charttechnik

Zum dritten Mal in Folge stößt der Goldpreis an die Kante des nunmehr 10-monatigen Abwärtstrends. Auf dem jüngsten Kursniveau befindet sich Gold 8,5 Prozent unter dem Allzeithoch vom vergangenen März. Nach wie vor gilt es, den Widerstand bei 1.720 Euro nachhaltig zu überwinden, damit sich ein neuer Aufwärtstrend etablieren kann. Immerhin nähert sich der Chart langsam der 200-Tage-Linie, die nun auf der Höhe von 1.730 Euro verläuft. Richtung Süden zeigte sich zuletzt die Marke von 1.690 Euro immer wieder als belastbarer Unterstützung. Auf diesem Niveau befindet sich derzeit auch die 50-Tage-Linie.

Sentiment

Mit einem RSI (Relative-Stärke-Indikator) von 53 hat sich auch in Sachen Marktstimmung nicht viel getan. Denn mit diesem Wert ist Gold auf Eurobasis wie in der Vorwoche nicht „überkauft“. Dies ist üblicherweise erst ab Wert von als 70 der Fall.

Ausblick

Goldpreis. Gold, US-Dollar, Chart
Goldpreis in US-Dollar, 24 Monate, Tagesschlusskurse, Basis: US-Futures (Februar-Kontrakt) per 27. Dezember 2022

Früher oder später wird der Goldpreis aus dem zuletzt immer wieder gezeigten Verlaufsmuster ausbrechen müssen. Saisonal betrachtet stehen die Chancen für eine Auflösung Richtung Norden nicht schlecht. Denn in den vergangenen Jahren haben wir immer wieder die typische Januar-Rally erlebt. Auch auf Dollar-Basis scheint sich Spannung aufzubauen. Denn hier lief der Kurs mehrfach die Marke von 1.825 US-Dollar an und nach unten blieben Rücksetzer auf Werte knapp unterhalb von 1.800 US-Dollar begrenzt.

Hinweis Goldpreis-Analyse

Die obige Darstellung ist eine rein spekulative Betrachtung im Hinblick auf die Geldanlage in Gold. Aber wie immer gilt der Hinweis: Die auf Goldreporter.de bereitgestellten Informationen stellen keine Anlageberatung oder Anlagevermittlung dar.

Goldreporter-Ratgeber

Genial einfach, sicher und günstig: Gold vergraben, aber richtig!

Was tun bei Goldverbot oder Goldengpass? Notfallplan für Goldanleger

Abonnieren Sie den kostenlosen Goldreporter-Newsletter und erhalten Sie den Spezial-Report "Vermögenssicherung mit Gold" (PDF) kostenlos! Weitere Informationen?

8 Kommentare

  1. 1720 Euro ?
    Nun, gerade hat man den Kurs wieder auf 1695 Euro gesenkt. Offenbar lesen auch noch andere die Charts.
    Ich meine, ein Kursausbruch wird nicht passieren, jedenfalls nicht so schnell.
    Nicht mal beim Atomkrieg mit Russland und auch nicht bei russischen Panzern vor Berlin.
    Da hat man mit entsprechenden Shortanhäufungen und Leerverkäufen schon vorgesorgt.
    Ein deutlicher Kursausbruch könnte allenfalls geschehen, wenn das komplette westliche System zusammenbricht.
    Also, keine Eile beim Goldkauf.
    Goldinhaber, welche vor 2016 zum richtigen Zeitpunkt gekauft haben, können ruhig und entspannt sein.
    Sicher, man kann jetzt auch noch was kaufen, ich werde es in 3 Tagen tun, aber da muss man sehr lange Geduld haben. So 20 Jahre in etwa.
    Dann rentiert sich Gold, wenn man Inflation, Lagergebühren und Ankaufspreis mit berücksichtigt.
    Man erwarte aber nicht zu viel, denn Gold ist absolut ohne Risiko und dieser Zuschlag wie bei Aktien, Immos ect fehlt beim Gol.

    • Nun Maruti, wen man noch 20 jahre lebt, ist das schon ok. Und wen nicht freuen sich die erben, denen man aber vorher ein bissl Goldweißheit mit auf den weg geben sollte.
      Mein tag ist der freitag, dann gibts noch das eine oder andere gramm dazu, bei 1650 €, oder halt nicht. Zum zocken Silber, da erwarte ich so einigen aufwärtstrent bis zu 30 € in den nächsten 3 monaten. Bei Gold wird nix verkauft vor 2200 € pog, aber dann nur in kleinen tranchen. Bei dann vielleicht folgenden rücksetzern…..ach genug aus dem nähkasten.
      Allen einen guten rutsch und – wie ich zu sagen pflege – Gut Gold

      • @oliver
        So sehe ich das auch.
        Meine Motivation ist allerdings nicht das vererben, sondern die Genugtuung dem Kartell und dem System das Kapital entzogen zu haben.
        Durch Nicht- Verkonsumieren und Nicht- Investieren.
        Ebenfalls eine Guten Rutsch und allzeit Gut Luft.

    • Ja, wer partout und in erster Linie auf große Wertsteigerungen aus ist, ist bei Gold und anderen Edelmetallen nicht unbedingt richtig. Die Vergangenheit zeigt, dass es solche Steigerungen durchaus geben kann, mitunter aber viele Jahre vergehen, bevor es zu einem wirklich nachhaltigen Anstieg kommt.

      Andererseits könnten wir heuer tatsächlich vor einem solchen abrupten und nachhaltigen Anstieg stehen, der Gold in wenigen Jahren auf den doppelten Wert oder sogar noch höher katapultieren könnte (möglich ist so gut wie alles). Als Spekulant, der in kurzer Zeit möglichst viel Profit machen möchte, würde ich davon allerdings nicht ausgehen. Dazu kommt die Möglichkeit eines zukünftigen Goldverbots, wie wir es schon einige Male in der Geschichte gesehen haben. Wenn physisches Gold, dann außerhalb der EU lagern, würde ich deshalb sagen.

      Im Endeffekt dient Gold in erster Linie der Sicherheit des erworbenen Vermögens vor Geldentwertung. Und dass die uns in den kommenden Jahren ins Haus steht, ist so sicher, wie das Amen in der Kirche.

  2. @Maruti: Ich hoffe doch, Sie werden Ihren geschätzten „Foristen-Senf“ hier weiter beitragen, auch nachdem Sie Ihre „Goldschäfchen“ bald im Trockenen (bzw.Nassen) haben werden?

    Ich bin grundsätzlich skeptisch, ob eine externe EM-Lagerung irgendwo im Ausland im Ernstfall tatsächlich sicher ist, denn letztlich hängt das allein an der Vertrauenswürdigkeit anonymer Dritter. Wie werden sich unbekannte verantwortliche Dritte bei einem realistisch absehbaren Finanzcrash mit fremden Vermögenswerten tatsächlich verhalten…..?

    • @condor1
      Sicher ist nie etwas. Warum aber das Ausland weniger sicher sein soll, als die BRD ist möglicherweise dem deutschen „wir sind die Allerbesten“ Wahn geschuldet.
      Seien Sie versichert, im Ausland sind nicht alle Ganoven
      Im Gegenteil, man lebt dort an vielen Stellen sicherer und hat es mit ehrlicheren Leuten zu tun, als im Allerheiligsten, auch BRD genannt.
      Doch zu Ihrer Beruhigung, es gibt bei mir keine Mitwisser und das Gold ist an einem Ort, wo es keine menschlichen Mitwisser geben kann.

  3. @ BALLON D’OR

    Sie brauchen nicht länger herum zu rätseln.
    Der Anstieg der laufenden Periode in US$ ist vom Markt bereits längst fixiert.
    Spätestens bei US$ 6700 sollten sie an das Absichern des Kurses denken oder gar verkaufen.
    Was sie dann allerdings noch dafür an Waren u. Dienstleistungen kaufen können, kann ich leider nicht prognostizieren. Der Zeithorizont von etwa 7 Jahren scheint jedoch realistisch, selbst dann, wenn der Preis im 1.Quartal 2023 abermals bis auf US$ 1620 zurückkommen sollte.

Schreiben Sie einen Kommentar

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie Ihren Namen ein

Anzeige

Letzte Beiträge

 

Unsere Spezialreports und Ratgeber sind erhältlich im Goldreporter-Shop!

Anzeige